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Deadbeat – Primorida (BLKRTZ)

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Scott Monteith aka Deadbeat schickt “erneut” ein massives Release aus den tiefsten kanadischen Wäldern, sicherlich nicht zwingend sein clubtauglichstes, dafür jedoch mit enormem Tiefgang. Das Mini-Album “Primorida” wurde bereits 2001 auf Intr_version veröffentlich und legte damals quasi den Grundstein für den typischen Deadbeat-Sound. Wenn man sich also in den sechs Tracks mal die wuchtigen Kickdrums wegdenkt, dann würde eine Art außergewöhnliches Ambient-Konzept vor uns stehen. So z.B. in “Jaffa Dub”, der sich bedröhlich den Weg ins Gehirn bahnt und dabei durch leicht kranke, im Raum schwebende Töne eine angenehm düstere Atmosphäre schafft. “Elder Drums” zeigt sich hingegen fast schon lieblich mit leichtem Tribal-Einfluss, der jedoch stetig mit den Drones und diversem Lofi-Geknister zu kämpfen hat. In der Summe eine komplex experimentelle Sammlung an düsteren Ambient und DubTech-Sounds, mit einer kleinen Portion an Tanzbarkeit, als 2×12″ auf jeden Fall ein Sammlerstück.

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Kano’s Untergrund: Eintakt Records / Berlin

Hallo Leute, zuerst möchte ich mich natürlich bei der Redaktion bedanken, die mir hier einen kleinen Platz für meine geistigen Ausdünstungen zugewiesen hat. In meiner kleinen Ecke hier möchte ich euch zukünftig gerade kleine, feine und den meisten wohl unbekannte Labels nahe bringen, von deren Künstlern und Musik sicherlich viele positiv überrascht sein werden und vermutlich auch hier und da der Aha-Effekt auftauchen wird, “ach von dem ist der Track”. Natürlich werde ich mich hier und da aber auch anderen Themen rund um die Musik widmen.

Ich selbst bewege mich nun auch schon seit fast 20 Jahren ausgiebig in der Szene und wenn ich mich über eines freuen kann, dann über die Digitalisierung des Musik-Biz. Auch wenn so oft die negativen Aspekte beweint werden, so wurde dadurch doch eine blühende Landschaft an neuen kleinen Labels geschaffen, deren Individualität und Detailverliebtheit von den Großen nur noch ansatzweise erreicht wird. Unumstritten gibt es natürlich auch sehr viel Müll im elektronischen Multiversum von missbrauchten Sample-Paketen bis zum Vertrieb-2-Go, und dennoch erscheinen immer wieder außergewöhnliche Labels, die ihr ganzes Herzblut in diese Arbeit stecken und trotzdem nur, mit viel Glück, irgendwo als Randnotiz enden. Diese independent Labels sind meist so independent , dass sie am Ende gar keiner bemerkt, weil die Künstler vielleicht zu unbekannt sind, das Budget für aufwendige Promo-Kampagnen oder namenhafte Remixer fehlt, wobei die meisten Releases das gar nicht nötig hätten. Dennoch kommt man heute anscheinend nicht wirklich weit, wenn nicht irgend ein bekannter Name in einer Veröffentlichung auftaucht, dessen Remix dann Schatten werfend über dem Release schwebt, obwohl die Originale vielleicht wesentlich besser sind, irgendwie ist das doch traurig.

Plastique_WEBGenau um diese kleinen Labels soll es hier gehen, im Untergrund aus Überzeugung und aus Liebe zur Musik. Das ist nicht einmal ein relativ junges Phänomen, selbst Labels die schon über Dekaden hinweg hochqualitative Musik in Umlauf bringen, sind in vielen Kreisen nur flüchtig bekannt, so wie z.B. das kleine Berliner Label “Eintakt” . 2001 von Markus Lang alias “Plastique” gegründet blickt man auf einen stattlichen Katalog von über 30 Vinyl-Veröffentlichungen und unzähligen digitalen Releases zurück. Persönlich begleitet mich der Eintakt Sound von Anfang an, dieser hat sich zwar stetig gewandelt, hat dabei aber immer seine Eigenständigkeit bewahrt, ohne sich auf etwaige Trends einzulassen. Housig deep, mit Tendenzen zum Techno, aber auch zum abstrakt Experimentellen  bietet Eintakt stets eine kleine Spielwiese für seine Künstler, die sich hauptsächlich lokaler bzw. regionaler Bekanntheit erfreuen. Das familiäre Bild des Labels wird dabei durch regelmäßige Veranstaltung in diversen Berliner Clubs abgerundet, hier lohnt sich ein Besuch definitiv immer, allein um das Eintakt-Gefühl einmal selbst zu erfahren. Auch wenn zuletzt die Auflösung des Labels zu Debatte stand, hat man die Kurve noch gekriegt und kann sich auf eine Menge neues musikalisches Material, gerade auf dem digitalen Sublabel “Rauhphaser” freuen.

Wichtigste Künstler:
Dub Taylor, Einklang Freier Frequenzen, Chris Air, Frank Hellmond, Nvelope, Neal White, Telly Quin, Bekeschus, Robert Templa

Im Web:
www.eintakt.de
www.facebook.com/eintakt
www.soundcloud.com/eintakt-records

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Lars Leonhard – Seasons (Album – Interview – BineMusic)

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Nach “1549“, dem ersten Album von Lars Leonhard auf BineMusic, folgt nun das zweite Album “Season” , hinter dem sich ein interessantes, wenn auch nicht gerade neues, Konzept verbirgt. Getreu Vivaldi’s Prämisse der vier Jahreszeiten, orientiert sich Lars ebenso an diesen und hat zudem die jeweiligen Tracks auch während der passenden Jahreszeit produziert. Wer Lars kennt, weiß natürlich schon wo die Reise in etwa hingeht, komplexe Soundgebilde basierend auf Dub und Ambient, wie Lars selbst sagt, “die Königsdisziplin”. Es gibt diesmal sogar einige Vocal-Parts, hier wurde die Französin “Alvina Red” ins Boot geholt, die jeweils den Lead-Track der einzelnen Jahreszeiten mit ihrem Gesang verzaubert, obwohl ich ja kein Fan von Vocals im Generellen bin, so mache ich hier doch mal die Ausnahme und lasse die Gänsehaut zu. Das Album besticht durch eine enorme Klangvielfalt und die Klarheit der Einzelnen Töne die kombiniert mit diversen Fieldrecordings ein ausgedehnt warmes und wohliges Gefühl erzeugen. Definitiv eine Listening-Erlebenis der besonderen Art und wie es sich für eine Weltreligion gehört so sollte jeder Dubtechno-Jünger einmal in seinem Leben diese akustische Reise gemacht haben.

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LARS’ NEW VINYL ON DIMBIDEEP MUSIC

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Das Düsseldorfer Urgestein Lars Leonhard vergnügt sich schon seit den frühen 90ern mit dem Produzieren elektronischer Klänge und hat dabei seine Fähigkeiten stetig weiter entwickelt. Sein Sound ist durchgängig von diversen Dub-Elementen zwischen House und Ambient durchzogen und überzeugt durch Raum, Tiefe und Komplexität, die dem Zuhörer doch ein gewisses Mindestmaß and Aufmerksamkeit abverlangen. ” Seasons – Les Quatre Saisons ” ist nun das dritte Album welches auf Bine Music erscheinen wird und sicherlich nicht nur für Lars selbst einen Meilenstein bedeutet. In Zusammenarbeit mit der französischen Sängering “Alvina Red” entstand das Konzeptalbum, das sich getreu Vivaldis Prinzip, an den vier Jahreszeit orientiert und sowohl klanglich wie auch inhaltlich eine ausgedehnte Reise in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus eröffnet, daher ist es sicherlich am sinnvollsten dem Schöpfer selbst ein paar Fragen zu stellen.

Hallo Lars, danke das du Zeit gefunden hast um ein wenig mit mir über dich und dein neues Album mit Alvina Red zu plaudern.

L: Hi Matthias, na klar gerne doch, freu mich immer sehr über solche Einladungen, und es war ja auch längst an der Zeit, dass wir uns mal persönlichen sehen, wir können gern loslegen.

M: Wie würdest du deinen musikalischen Stil selbst beschreiben?

L: Seinen eigenen Stil zu beschreiben würde bedeuten sich selbst in eine Schublade stecken zu müssen. Ich würde daher lieber auf  die Einflüsse eingehen die meine Tracks ausmachen. Deepe Ambient, Deep,- Tech House -  Sounds und dubbige Chords sind die wichtigsten Zutaten aus denen sich mein Style zusammensetzt. Meine Tracks sind meist unter Techno, Deep_House, Tech_House oder Chill_Out zu finden.

M: Was beeinflusst dich maßgeblich bei deinem Sound (Allgemein, besondere Künstler o. Veröffentlichung)?

L: Ich denke das alles einfließt was tagtäglich um mich herum passiert. Gefühle, die Umwelt die Menschen. Ob gute oder weniger gute Erlebnisse das alles findet sich in meinen Produktionen wieder. Die besten Tracks gelingen meistens dann wenn ich völlig zufrieden und gechillt an die Sache rangehe. Aggressionen oder Unzufriedenheit haben im Studio nichts zu suchen ich produziere schließlich keine Musik für Abrissparty’s.

M: Wie gehst du an deine Produktionen heran?

Meine Vorgehensweise an neuen Produktionen kann sehr unterschiedlich sein. Mal beginne ich mit den Drums und mal nur mit einer Fläche oder einem bestimmten Sound der mich inspiriert. Oft sind die ungeplanten Produktionen die Besten. Ganz unbedarft an die Sache rangehen und sich irgendwann dem Prozess völlig hingeben und der Kreativität freien Lauf lassen. Musik zu produzieren stellt für mich kein reines Handwerk da. Ich produziere aus absoluter Liebe und Leidenschaft zur Musik heraus.

M: Gibt es eine Geschichte hinter deinem neuen Album, oder wie kam es dazu?

L: Mein aktuelles Album ( Seasons – Les Quatre Saisons ) ist eine Hommage an die Natur. Ich liebe den Zyklus der Natur und den ständigen Wechsel von Farben und der Artenvielfalt die uns umgibt. Ob das Erwachen der Pflanzenwelt , die Rückkehr all der Vögel aus ihrem Winterquartier, den Sommer mit seinen Farben , Düften und seinem Artenreichtum. Der Herbst, die bunten Wälder und mystischen nebligen Stimmungen oder die weiße, weite Stille des Winters. Es war mir eine absolute Herzensangelegenheit dies alles in einem Album zum Ausdruck zu bringen. Die Produktion der CD hat fast exakt ein ganzes Jahr gedauert und die Tracks zur Jeweiligen Jahreszeit auch in entsprechender produziert. Zudem konnte ich ein paar tolle Fieldrecordings in die Produktion mit einbinden. Vogelgezwitscher, das Lachen und Toben einiger Kinder auf einem Spielplatz, Wasserplätschern,  ein Gewitter oder das Gezirpe einiger Grillen verleihen dem Album einen noch lebendigeren Touch.

M: Wie genau hat sich die Koop mit Alvina Red ergeben?

L: Die grandiose Zusammenarbeit mit Alvina Red ergab sich durch einen Musikerkollegen aus Perpignan. Lo Nath  , besser bekannt als Lo , er empfahl mir Alvina als ich ihm von meinem Vorhaben eine französische Sängerin in mein Album einbinden zu wollen erzählte. Ich habe darauf hin einige Songs von ihr gehört und war mir nach ein paar Sekunden schon sehr sicher dass Sie es sein muss. Die Französische Sprache ist ja an sich schon fast ein eigener Gesang und vom Klang her für mich die schönste Sprache der Welt. Daher musste es auch französisch sein. Alvina entpuppte sich als absolutes Naturtalent für mein Vorhaben. Ich schickte ihr einige unfertige Tracks und das Thema im groben. Zu meiner großen Freude war sie sofort Feuer und Flamme mit der Idee und sie schrieb daraufhin sehr schöne Texte zu den jeweiligen Jahreszeiten und verschwand in ihrem Studio um die Vocals aufzunehmen. Für mich ein absoluter Glücksfall und eine Ehre mit Alvina zusammen zu arbeiten. Sie besingt jeweils den ersten Track jeden Jahres mit ihrer fantastischen Stimme und einer Gelassenheit, dass ich jedes Mal wieder Gänsehaut bekomme beim anhören der Tracks. Es wird in Zukunft sicherlich weitere Kooperationen mit ihr geben! Ich freue mich riesig auf das Release welches am 18. März auf dem Essener Label Bine Music und über den Kölner Vertrieb Kompakt erscheint. Als CD und in digitaler Form wird es erhältlich sein.

M: Was ist demnächst noch von dir zu erwarten, was ist geplant`?

L: Geplant ist eine Zusammenarbeit mit Laurent Bisch alias (Fingers In The Noise) der im vergangenen Jahr sein Debut auf BineMusic hatte. Wir haben schon 2011 auf dem Label Glider Records eine Gemeinschafts E.P herausgebracht und harmonieren soundlich sehr gut. Wir beginnen Mitte  Februar mit der Produktion des Albums. Darüber hinaus  plane ich ein weiteres Solo Album , ein Konzeptalbum dessen Name ich noch ungenannt lassen möchte aber soviel sei gesagt es wird eine Audiovirtuelle Reise durch 12 verschiedene Länder dieser Erde . Spannend, fesselnd und sehr abwechselungsreich. Zum guten Schluss wird es ende Mai auch noch eine Single EP von mir auf  Diametral geben, die sich dann doch wieder eher am Dancefloor orientiert, Stay Tuned !!!

M: Das war’s mit unserem Speed-Interview auch schon, danke für die umfangreichen Infos, und das du dir die Zeit für meine Fragen genommen hast.

L: Natürlich gerne, hat mich sehr gefreut, jederzeit wieder.

Interview by MFS / veröffentlich auf Raveline.de

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Baumfreund – Mythen, Sagen und andere Märchen (Dreiton – Free Download)

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Die neueste Veröffentlichung auf Dreiton gibt es wie im Netaudio-Bereich üblich natürlich wieder zum kostenlosen Download und kommt diesmal von Hannoveraner Baumfreund, der bereits mit seinen Releases auf 60hz und Tiefenrausch auf sich aufmerksam machte. Seinem Namen zur Ehre beginnt “Garten Eden” auch direkt mit einer verrauschten Wald und Wiesen Akustik, seichten Pianoklängen und subtilen Effektspielereien die zum gediegenen Lauschen einladen. “Dyonisus” tauch dagegen in dunkel düstere Dub-Landschaften und versprüht dabei eine gewisse Nachdenklichkeit und Melancholie. “Omphalus” bringt mit seine Chord-Echos dann wieder wesentlich mehr Licht und Wärme ins Dunkel, während “Ulan Bator” fast schon episch experimentell wirkt, aber trotzdem eine enorme Tiefe in Raum und Zeit erzeugt. Absoluter Geheimtipp für jeden der auf exzellent arrangierten, dubbig chilligen Sound mit leichtem Hang zum Ambient steht.

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Idealist – Expander EP (Tiefenrausch)

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Zwar ist die Scheibe schon etwas älter, aber hat es definitiv Verdient noch ein paar Worte darüber zu verlieren, gerade bei Vinyl only sollte man sich sputen noch ein Exemplar zu ergattern. Der kleine knuffig gezeichnete Kugelfisch auf dem Plattencover ist schon irgendwie ein Blickfang, aber das wirklich feine Material steckt natürlich in der Hülle. Der Schweizer Produzent „Idealist“ bringt auf seiner Expander EP die Atmosphäre zum schwingen und enthüllt fein arrangierte und zeitlose Padlandschaften die zum ungezwungenen Hüftenschwingen, aber auch zum ausgiebigen Chillen einladen. So bilden zum Beispiel in „Defective Unit“ die fluffigen Dub-Chords eine perfekte Symbiose mit dem dezenten 303-Geplätscher und entfalten dabei einen Sound den man durchaus problemlos stundenlang hören könnte, ohne irgendwann genervt zu sein. Einfach ein tolles Release mit dem man jede Afterhour bereichern wird, und das mit Sicherheit ein Future-Classic ist!

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Function – Incubation (Ostgut Ton)

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Der New Yorker David Sumner aka Function, nicht zu letzt bekannt durch Sandwell District, bringt sein Solo-Debut-Album auf Ostgut Ton, und allein die Kombination lässt schon viel erwarten. Insgesamt 9 Tracks führen durch das Album, welches einer Reise durch elektronische Gefilde gleicht und sich nur schwer einem bestimmten Stil zuordnen lässt, was natürlich am Ende immer für die Vielfältigkeit eines Künstlers steht. So startet das Album erst einmal mit einer ausgedehnten Listening-Landschaft, die melodische Parts mit Ambient mischt, bevor es in „Against the Wall“ dann doch direkt auf die Tanzfläche geht, ausgereifter BigRoom-Sound mit viel Hall und Acid. „Counterpoint“ trifft es dann auch irgendwie, denn hier geht es schon fast psychedlisch zu, wobei gerade die hohen Töne vielleicht einen Tick zu grell geraten sind, analog dazu bewegt sich auch „Inter“. Die restlichen Tracks wie z.B. „Incubation“ selbst oder „Voiceprint“ orientieren sich dann wieder eher am Dancefloor und kombinieren eine düstere Grundstimmung und hypnotische Monotonie mit diversen, verspielten und ausgiebig modellierten Soundeffekten. In der Summer sehr schönes, von verspielt bis treibend reichendes Album, das für jede Lebenssituation den passenden Track anbei hat.

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Go Hiyama – Discreet Marble EP (Warm Up Recordings)

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Go Hiyama, Go… mehr muss man eigentlich nicht sagen, denn das Ziel ist bekannt, die Tanzfläche zum kochen zu bringen. Abstrakt treibend industrieller Techno-Sound mit leicht psychotischen Tendenzen durchzieht das gesamte Release, wobei „Dull Acuity“ selbst hier sicherlich direkt für die Peaktime gegossen wurde. „Common Blank“ geht es da schon wesentlich ruhiger und reduzierter an, dürfte dennoch aber wohl einige Leute zur richtigen Zeit um den Verstand bringen. Oscar Mulero baut dafür das Original sogar in 2 Remixen noch zu absoluten Fegefeuern um, es kracht gewaltig, dunkel, düster und kompromisslos. „First Refusal“ macht den Abschluss und entpuppt sich nach anfänglich fast chillig diabolischen Sounds zur kleinen Geheimwaffe dieser EP.

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Shifted – Razors EP (Mote Evolver)

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Es knarzt und kracht direkt wenn man “Razors“ in den Player schiebt, gedrungen und subtil aggressiv schiebt sich die trockene Kick und die Lofi-Bassline ins Gehirn, wobei der wirkliche Aha-Effekt doch irgendwie fehlt. „Over“ wirkt da schon etwas grooviger und mittels diverser Hall und Delay-Effekte auf den metallischen Synths wesentlich abwechslungsreicher. „Bloodless“ indess fördert den guten alten Sound zu Tage und schraubt sich mit dem schranzigen Basisloop gepflegt in die Gehörgänge, wenn man es nicht besser wüsste könnte man hier auch auf eine der ersten Fine Audio Recordings tippen, mein persönlicher Fav auf der EP. „Trouble“ geht dann nochmal etwas in die deepere Techno-Richtung mit wobbelnder Bassline und einem Mono-Synth der sich stetig im Track auf und ab bewegt, klingt aber leider irgendwie etwas unsauber. Bodenständiger Technosound, dem es am Ende aber an Charakter und Überzeugungskraft fehlt.

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Notfromearth – The First Contact (Prologue)

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Mit der neuen Notfromearth geht es auf Prologue diesmal sehr cineastisch und experimental zur Sache, und genau dafür steht das Project als solches auch. “The Shift Experience” startet dahin gehend auch direkt mit einer düsteren und weit verzweigten Soundlandschaft, die man wohl problemlos in diveresen Endzeitfilmen verbauen könnte. Ähnlich geartet dann “The Fall on Earth” , wie auch “The First Contact” selbst, wobei dieser dann fast schon lieblich wirkt und perfekt zum Abspann passen würde. Das war im Grunde der Teil für die Open-Minded-People, aber auch der eher typische Prologue Sound kommt nicht zu kurz, im Besonderen “The Human Core” treibt hier schön dunkel über die Tanzfläche und versprüht einen leicht psychotischen Charme. In der Summe sicher kein Über-Release und für den ein oder anderen gewöhnungsbedürftig, dafür definitiv mal etwas anderes im ach so tristen Einheistbrei.

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Monya – Somatics (Berlin Consumer Records)

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Protect your Brain, BCR goes Vinyl, und mit Monya konnte man den Start wohl kaum besser wählen, denn es scheppert gewaltig, definitiv nichts für schwache Nerven. Hardcore-Sounds gepaart mit psychotischen Ambient-Drones öffnen die Tür in eine wirklich kranke Seele. Wer jetzt noch leben sollte wird direkt von Steve Stoll in die Mangel genommen, der nicht gerade zimperlich mit seinen Hörern umgeht, brachialer Loop-Sound at its best! Mit Bas Mooy nimmt de Akustik-Tortour auch kein Ende, gestörter industrieller Techno-Sound den man bei NDW-Freunden gezielt als Folterwerkzeug einsetzen könnte. Mit Joseph McGeechan wird es zum Schluss dann noch gebrochen abstrakt aber nicht minder krank, wer seinen Feierfreunden also keine Gnade gewähren möchte ist hier genau richtig, der Sound nagelt einen förmlich auf dem Dancefloor fest!

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ad.lib & Silvision – Redout (Gynoid Audio Ltd.)

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Mit einem leuchten grünen Vinyl ist die neue Gynoid Audio nicht nur einen Hinhörer wert, sondern sicher auch ein ordentlicher Blickfang auf dem Plattenteller. ad.lib & Silvision haben zu letzt schon auf Joachim Spieths Label Affin ordentlich gerockt und setzen nun auf dem australischen Label Gynoid Audio noch einen drauf. „Redout“ kracht dabei brachial in die industrielle Technoschiene und lässt mit dem subtil böse wirkenden Bass sicher keinen Stein auf dem anderen. Im Ascion Remix geht es nicht weniger industriell zu Sache, man fühlt sich irgendwie in eine den 20er Jahren entsprungene Maschinenfabrik versetzt in der man Löcher in Metallplatten stampft, kompromisslos funktional und knochentrocken wird hier auf die Tanzfläche eingehämmert.

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Neufeld Records – 3(03) x Free Downloads!!!

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Um Clemens Neufeld vorzustellen bedarf es grundsätzlich keiner großen Worte, zudem würde es der Vollständigkeit halber auch den Rahmen sprengen, daher gehen wir direkt ins Eingemachte. Nach den wohl allerseits bekannten Labels “FÖN” und “Giant Wheel” folgt nun das dritte Label, welches sich direkt den Namen “Neufeld” zu Eigen macht. Vom Sound her gehts es, Gott lob, direkt auf die Acid-Schiene, und ganz ehrlich der Sound fehlt zur Zeit einfach definitiv. Fleißiges 303-Geschraube mit Oldschool-Charme im neuen Technogewand steht auf der akustischen Speisekarte, so muss das sein. Die ersten zwei Vinyl-Scheibchen sind bereits auf dem Markt und erfreuen sich wachsender Beliebtheit, wobei das Original jeweils von Clemens selbst kommt und das Ganze dan mit jeweils drei Remixen von u.a. Gabeen, Paul Birken und Mark Hawkins bestückt wird. Das dritte Exemplar ist bereits auf der Startrampe, hier gesellen sich dann G-Man und Angel Alanis zu den Remixern, natürlich immer auf schwarzem Gold, und für die die es nicht besser wissen natürlich auch digital ;-) … zur Feier des Tages und sicherlich für alle beteiligten die beste Lösung in Sachen Promotion, ein paar Tracks FOR FREE zur Verfügung stellen. Dafür gibt es eine weitere Ausführung von “Acid Is” von Clemens selbst und zwei neue Interpretationen von “Sawtooth Grinder” , dem sich Sebastian Bayne angenommen hat …. es lohnt sich, reinhören, downloaden, teilen … viel Spass!

NEUFELD ON DECKS.DE

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Mr.Statik & Cosmic Cowboys – Carnal Haze (Rotary Cocktail)

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Auf der neuen Rotary Cocktail geht es gewohnt groovig zur Sache, Mr. Statik & Cosmic Cowboys präsentieren hier zwei neue Tracks zuzüglich der passenden Remixe. „Carnal Haze“ wirkt vom Anfang leicht jazzig und lädt zum gediegenen Arschwaggeln ein, wobei der leicht verzerrte Bass-Synthie und die verhallenden Chords auch eine leicht schräge Atmosphäre schaffen. Im Molly Remix geht es dann noch einen Schritt weiter ins Deephouse, schöne Pad und Chordlandschaften kombiniert mit einem weichen Basslauf lassen quasi keine Wünsche offen. Auf der B-Seite präsentiert Marc Schneider dann seinen Remix zu „Lazy Dayz“, der hier mein persönlicher Fav ist, gerade durch das feine, deepe und geloopte Pad als Hookline, sehr cooler und fluffig schwebender Sound. Das Original zum Remix hat es leider nicht mehr mit auf die Platte geschafft, wobei es nicht minder deep und sogar einen Tick düsterer wirkt, aber irgendwann ist das Vinyl halt auch alle.

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Bart Skils – Brave New World (Drumcode)

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Bart Skils bringt seine neueste EP auf dem renommierten schwedischen Drumcode-Label, was ja bekanntlich für technoide Qualität bürgt. Es geht mit „Brave New World“ auch direkt treibend los und das ohne jegliche Verzögerung, grummelnder Bass, Hihats und Rides auf Tribal-Basis und dazu noch ein leicht verschrobener Synth-Bass der hier und da mal hin und her gepitched wird um dann im Break mit ein paar dezenten Stabs zu verschmelzen, geht ordentlich in die Hüfte. „Hypnotizing“ bedient sich dann irgendwie direkt dem gleichen Sound, ich hab fast nicht gemerkt das hier ein neuer Track läuft, im Grunde wurde hier nur die Hookline ausgetauscht. Jetzt gibt es ein paar Toms mit ner Menge Hall drauf und ein etwas gewöhnungsbedürftiges Frauenvocal. „New Ground“ legt sich etwas tribaliger und deeper ins Zeug mit einem schön verspulten Arp-Synth und leicht diabolisch wirkenden Bass-Sequenzen. „Cabana“ bringt zum Schluss den Detroit-Touch durch das geloopte Reverse-Pad, schön fluffig, fast schon lieblich und trotzdem treibend, mein persönlicher Fav auf der EP.

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Cobblestone Jazz – Before This (Wagon Repair)

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Die Dreier-Combo um Mathew Jonson ist bekannt für ihren innovativen und funkigen Sound rund um House und Jazz, so kommt „Before This“ unbekümmert verspielt groovig, fast schon samba-artig daher und summiert wieder eine Menge an Instrumenten in perfekter Harmonie, wobei natürlich die Piano-Solos immer wieder den Weg in neue Klangdimensionen weisen. „Before That“ wirk dahin gegen schon fast chillig und sehr reduziert, wobei auf den gleichen Synth-Hook von „Before This“ zurückgegriffen wird. Es wirkt daher fast eher als Dub-Version des ersten Tracks, aber im Grunde genau das richtige Komplement für gediegene Nachmittagsstunden auf dem Sonnendeck.

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Liss C. – LR6 (LC Series)

LC01Nach nun einigen einschlägigen Veröffentlichung des Wahl-Berliners Liss Casaro aka Liss C. auf Labels wie Elektrax, Refluxed oder Cromosom, bringt er sein eigenes kleines Label “LC-Series” an den Start und tummelt sich dort mit diversen Künstlern aus der näheren akustischen Umgebung. So gibt es nun auch das erste Vinyl namens “LR6” , erstmal etwas unspektakulär aber das bügelt der Sound gnadenlos glatt, denn es geht im gewohnt trockenem Techno-Stil mit ordentlich Hall direkt auf die Tanzfläche, und da wird erstmal ordentlich gestampft. Nicht minder kompromisslos wirkt dabei der Remix von Attemporal, der zudem noch leichte Acid-Tendenzen aufweist. Die B-Seite wirkt mit “AA+” wesentlich wärmer, hier fliegen direkt mal ein paar spacige Synthies durch die Gehörgänge, inklusive verzerrt, kranker Bassline die sich schräg in den Vordergrund drängt, das drückt einem direkt ein fieses Grinsen ins Gesicht. Ms. Sunshine durchzieht ihren Remix dann noch mit einem feinem Detroit-Charakter, etwas mehr Groove und schön gefilterten Chords, Gute-Laune-Techno der alten Schule.

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Nina Kraviz – Steve Rachmad & Kink Remixes (Rekids)

Eines der diesjährigen Highlights war sicherlich Ninas „Ghetto Kraviz“ und wer würde sich da für ein Remixprojekt nicht besser anbieten als Altmeister Steve Rachmad der das Original direkt in zwei neuen Interpretationen abliefert. Im „Jack Mix“ geht es erstmal trocken stampfig zur Sache, dazu wird das Vocal im Fordergrund durch die Gegend geschickt bis im Break die Synth-Pads einsetzen und Gänsehaut erzeugen, subtiler Techno mit Detroit-Flavour. In der „Scorp Interpretation“ geht es wesentlich verspulter zu Sache und allein der verpeilte Synthie erinnert schon an gute alte Zeiten in denen man im Club lediglich Strobo und Nebel benötigte um glücklich zu sein. „Love or Go“ wird zum guten Schluss noch von Kink remixed und dabei wird es noch mal schön groovig deep, wobei der sich hochziehende Synth leicht psychotisch wirkt, perfekt für die Afterhour um dem Feiervolk den Rest zu geben.

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Seph – AM 02 (Aula Magna)

Nach dem erfolgreichen Start von Aula Magna kommt mit Seph auf dem zweiten Release sicherlich kein unbekannter daher und dieser strotzt nur so vor Energie. “Temporaria” startet mit schönen Offbeats zum üblichen 4/4 Takt, dazu noch einpaar schön verschraubte Chords und minimalistische Hihats treiben den Dubliebhabern das Grinsen ins Gesicht. In “Reflejo“  geht es dann ein wenig fordernder zur Sache wobei hier der Fokus auf den Filterspielereien mit den diversen Echo-Effekten liegt. “Navi” hingegen fast schon chillig im Downtempo angesiedelt, schöne Pads und eine leicht verspielte Bassprogrammierung tragen zum gediegenen Lauschen bei. In “Zoom” gibt Seph dann nochmal seine Affinität zu den gebrochenen Beats preis und als Digi-Bonus gibt es noch einen detroitlastig verspulten Afterhour-Track der ebenfalls den Breaks fröhnt, was will man mehr?

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Mattias Fridell – Cromosom003

Die neue Cromosom ist da, und wenn diese auch noch vom Schweden Mattias Fridell kommt sind die Erwartungen gleich noch mal so hoch und werden definitiv nicht enttäuscht. “003.1” startet direkt kraftvoll industriell, allein schon die trockene Kickdrum lässt das Trommelfell nach innen wachsen. Im Advanced Human Remix gibt es dann feinsten BigRoom-Sound der monumentaler kaum sein könnte und mit der eingebauten Aggressivität so ziemlich alles platt machen sollte was sich ihm in den Weg stellt. “003.2” deckt den Tisch dann mit einem speziellen mix aus Dub und Techno, schöne Reverse-Pads mit LoFi-Charakter filtern sich durch den gesamten Track und tragen zu einer enorm hypnotische Wirkung bei. Den Abschluss macht “003.3” der schon fast minimal melodisch wirkt, nicht zuletzt durch den Synth-Arp der hier im Fokus steht und seinen Oldschool-Charme ausspielt.

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Unbroken Dub – Checkpoint EP

Ein frischer Dub-Techno-Wind weht um die Ecke und der kommt diesmal aus Sibirien. Unbroken Dub ist in einschlägigen Kreisen durch seine bisherigen Releases auf RAWAX bekannt und gibt nun auf dem renomierten Label Delsin sein Debut. 3 Tracks erwarten den Hörer auf der Checkpoit EP, die so gleich und doch unterschiedlicher kaum sein könnten. “I want to make this louder” könnte treffender kaum sein, denn hier gibt es feinste Dub-Ambient-Flächen die durch diverse Filterspielereien geschoben werden und in einenen zeitlos schwebend Detroit-Track münden. “Det Special” hingegen wirkt wesentlich abstrakter und experimenteller, doch auch hier ist die Affinität zu den diversen Dub und Noise-Elementen deutlich erkennbar. “Insane” macht den Abschluss und wirkt auf den ersten Ton vielleicht etwas konfus, aber das rechtfertigt allein schon der Name. Bei genauerem Hinhören merkt man jedoch die Detailverliebtheit, die hier durch hochtönige Acidspielerein mittels 303 nahezu exzessiv ausgelebt wird. Sehr schönes Release für Liebhaber und für Alle die ihren musikalischen Horizont erweitern wollen.

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FEATURED TECHNO

Nicole Moudaber - Believe (Album Release - Drumcode)

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FEATURED DUBTECH

DML - Munique 2 (Broque)

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ARTIST INTERVIEW

Lars Leonhard - Seasons (Album - Interview - BineMusic)

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RANDOM FEATURE

Mittel zum Zweck - Producing Contest 2013

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