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Jeff Mills – Man from Tomorrow (Axis)

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Zu Jeff Mills selbst bedarf es sicherlich keiner langen Einführungen und seine Affinität zu ganz speziellen Projekten ist weltbekannt, denkt man z.B. an “Blue Potential“. Die neueste künstlerische Kooperation bewegt sich auf sehr experimentellen, audiovisuellen Pfaden zusammen mit der französischen Filmemacherin Jaqueline Caux und nennt sich “Man from Tomorrow“.

Ich hatte nun das Glück den knapp 40 Minuten langen Film vorab sehen zu dürfen. Ich habe mir zuvor auch keinerlei Info-Material durchgelesen um meine Unvoreingenommenheit zu wahren. Daher erlaube ich mir das Urteil es als groteskes, vielleicht sogar subversives Kunstwerk zu bennenen, welches förmlich für sich selbst steht. Wie schon erwähnt geht es sehr experimentell zur Sache, gerade was den akustischen Teil von Jeff Mills anbelangt, sehr seltsam, teils melancholisch, aber auch verrückt und verzerrt. Es gibt natürlich auch immer wieder klassische Detroit-Elemente die teils sogar tanzbar wären. Den tatsächlich Sinn hinter dem Werk machen dabei Jeff Mills gesprochene Botschaften über das Hier und Jetzt, die Zukunft, die Musik, das Leben (Ausschnitte aus dem zum Film geführten Interviews) … “Musik ist nicht das Problem, das Problem ist wie wir denken, dass Musik sein müsste” … und das trifft es irgendwie genau auf den Punkt, die Frage nach dem Zwang sich irgendwelchen musikalische Dogmen zu unterwerfen, und wozu? Transportieren kann man diese Frage analog in quasi jeden Bereich des Lebens, des eigenen Lebens.

Der visuelle Part komplettiert die Darstellung mit einem verschobenem Blick auf die Gesellschaft und deren etwaiger Zukunft, oft in tristem Grau gehalten, teils verstörend, abstrakt und surreal. Der wirkliche Sinn darin bleibt provokativ verborgen, und doch erahnt man immer wieder die Gedanken im Hintergrund. Das schöne daran ist die fehlende, aktuell oft so übertriebene, Plakativität. Dem Zuschauer wird dabei eine enorme geistige Eigenleistung abverlangt, die Interpretation des Gesehenem und Gehörtem auf der eigenen subjektiven Ebene durchzuführen und der Verbindung von Bild und Ton eine ganz persönliche Bedeutung zu geben.

In der Summe definitiv keine leichte Kost und so einige werden damit vielleicht nichts anfangen können, trotzdem sollte man sich die Zeit nehmen und erst danach eine eigene Meinung bilden. Auch wenn “Man from Tomorrow”, neben der DVD, als Audio-CD erhältlich sein wird, so sollte man doch eher das Video als solches zum Konsumieren bevorzugen, es ist einfach essentiell beide Teilkunstwerke im Verbund als Ganzes zu sehen und damit auch beiden Künstlern Rechnung zu tragen.

bisher bestätigte Termine der Aufführung:
02. Februar: Paris – Louvre
12. Februar: New York – Studio Museum
19. Februar: Berlin – Hackesche Höfe

Man From Tomorrow Trailer from AxisRecords on Vimeo.

Matthias Springer – Tales of the magic Wood (Zero413)

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Matthias Springer springt in letzter Zeit mit seinem Sound durch die verschiedensten Genre, was vermutlich auch daran liegen könnte, dass er seine eigentlichen Alias-Namen nicht weiter nutzen will und nun jegliche Produktionen unter seinem eigentlichen Namen veröffentlichen wird. Bestätigt wird das durch sein erstes Release im neuen Jahr auf seinem, für die spezielleren Sachen initiiertem, Label Zero413. Mit “Tales of the Magic Wood” geht es in eine Art von Downtempo-Electronica, zum Einen durchzogen von verzerrten Orgelklängen in “Fog on the Glade” zum Anderen mit verschraubten 303-Acidfröschen und wuchtiger Bassline in “Hunt trough the Thicket“. Zwei Tracks der besonderen Art, sicher nicht clubtauglich, teilweise fürs Gehör auch etwas anstrengend, aber definitiv mal was Anderes.

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Marcel Fengler – Fokus (Album Release / Ostgut Ton)

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Um ein Album zu hören und gar zu reviewen bedarf es meist immer eines gewissen Abstands zum Künstler, zumal sich ein Album eher als Spielwiese und experimentelle Plattform für den Künstler anbietet, im Gegensatz zu Singles oder EPs, die man eher als Momentaufnahme deuten sollte. So zeigt auch Marcel Fengler eine enorme musikalische Spannweite mit seinem neuen Album “Fokus“, das mit “Break Through” nahe zu monumental im Ambient-Bereich startet. Im Verlauf wird es mit “The Stampede” und “Mayria” schon teilweise arg industriell, was natürlich immer eine gewisse Geschmacksache bleiben wird. Den typisch hypnotischen Fengler Sound gibt es dann in “Trespass“, “Jaz” und “Sky Pushing“, diese Tracks werden definitiv ohne Umwege den Weg auf viele Tanzflächen finden. Für den Listening-Bereich gibt es dann noch einladende Electronica-Klänge wie z.B. in “Liquid Torso” und “High Falls” , von daher ist die Abwechslung uneingeschränkt gegeben. Die meisten Tracks sollte man sich unbedingt des Öfteren anhören und sich dabei auch nicht anderweitig stören lassen um die komplexe Tiefe der einzelnen Titel erfassen zu können. Anspruchsvoller und erwachsener elektronischer Sound mit Tanzpotential.

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Notfromearth – The First Contact (Prologue)

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Mit der neuen Notfromearth geht es auf Prologue diesmal sehr cineastisch und experimental zur Sache, und genau dafür steht das Project als solches auch. “The Shift Experience” startet dahin gehend auch direkt mit einer düsteren und weit verzweigten Soundlandschaft, die man wohl problemlos in diveresen Endzeitfilmen verbauen könnte. Ähnlich geartet dann “The Fall on Earth” , wie auch “The First Contact” selbst, wobei dieser dann fast schon lieblich wirkt und perfekt zum Abspann passen würde. Das war im Grunde der Teil für die Open-Minded-People, aber auch der eher typische Prologue Sound kommt nicht zu kurz, im Besonderen “The Human Core” treibt hier schön dunkel über die Tanzfläche und versprüht einen leicht psychotischen Charme. In der Summe sicher kein Über-Release und für den ein oder anderen gewöhnungsbedürftig, dafür definitiv mal etwas anderes im ach so tristen Einheistbrei.

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Proxy – Music from the Eastblock Jungles (Turbo)

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Proxy ist einer der umtriebigsten Künstler aus Russland, der den Rave-Spirit mehr in sich trägt, als so manche Generation vor Ihm. Die Inspiration, die er durch The Prodigy erfuhr, ist eindeutig hörbar, so z.B. in „Raja Ganja“ oder „Raw“. Breakbeats gibt es in „Junk“ noch und nöcher, während sich „Audio 15“ im Acid verliert. Aber auch ruhiger kann er. Dies beweist er z.B. im Ambient-Werk „Nonamed“ oder im Track „9000“, der an starke Hip Hop Headbanger erinnert. „Music From The Eastblock Jungles“ umfasst insgesamt 20 Tracks, die sich quer durch alle musikalischen Strömungen schlagen. Weil das zu viel auf einmal ist, wurde Part I bereits Ende 2012 released und Part II ist vor kurzem erschienen.

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Contra-Beatport-Feature #001 : Legowelt

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Nachdem ich mich ja auch ab und zu durch die Beatport-Features (die gaaanz großen mit dem Porno-Banner) klicke und mir des öfteren denke, wie kann das sein … an der Musik kann es offenhörig nicht liegen, von daher macht es doch Sinn mal meine jeweilige Gegendarstellung zu schreiben. Los gehts mit der neuen “Star Gazing EP” von Legowelt, die zum einen als Deephouse deklariert wird, als Feature dann aber unter Techno zu finden ist, naja gut zum Genre-Wahnsinn auf BP brauch man glaub ich eh nichts mehr sagen. Persönlich bin ich schon irgendwie ein Legowelt-Fan, besonders der älteren Sachen, erinnere man sich an den feinen Remix für Johannes Heil, lang nichts mehr von gehört, daher mal drauf gedrückt und reinhgehört. “Star Gazing” ist schonmal sehr verwirrendes Material was vermutlich mit künstlerischer Freiheit und kreativem Experimentalismus gerechtfertigt wird. Broken-Beats, Unmengen an Synthies die irgendwie alle machen was sie wollen, Solo vielleicht sogar eine Harmonie erkennen lassen, dazu noch strange Pausen mit Sirenen und ein paar Vocals, naja die ruhigeren Stellen sind teilweise sogar annehmbar, ansonsten aber einfach nur stressiger Sound ohne Ästhetik. “Visions in my Mind” eigentlich der einzig verwertbare Track mit leichtem Indie-Disco-Einfluss, sicher auch Geschmacksache, aber zumindest problemlos hörbar. Zum guten Schluss “Wayfaring Stranger” , hier lässt zumindest der Name keine Wünsche offen, ansonsten oldschooliger Acid-Rave-Sound mit moderner Wärme, hat irgendwie was, aber irgendwie auch wieder nicht.  Legowelt auf dem großen Banner sieht halt besser aus als DJ Hugendubel … in diesem Sinne, bis zum nächsten mal. (MFS)

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Unbroken Dub – Checkpoint EP

Ein frischer Dub-Techno-Wind weht um die Ecke und der kommt diesmal aus Sibirien. Unbroken Dub ist in einschlägigen Kreisen durch seine bisherigen Releases auf RAWAX bekannt und gibt nun auf dem renomierten Label Delsin sein Debut. 3 Tracks erwarten den Hörer auf der Checkpoit EP, die so gleich und doch unterschiedlicher kaum sein könnten. “I want to make this louder” könnte treffender kaum sein, denn hier gibt es feinste Dub-Ambient-Flächen die durch diverse Filterspielereien geschoben werden und in einenen zeitlos schwebend Detroit-Track münden. “Det Special” hingegen wirkt wesentlich abstrakter und experimenteller, doch auch hier ist die Affinität zu den diversen Dub und Noise-Elementen deutlich erkennbar. “Insane” macht den Abschluss und wirkt auf den ersten Ton vielleicht etwas konfus, aber das rechtfertigt allein schon der Name. Bei genauerem Hinhören merkt man jedoch die Detailverliebtheit, die hier durch hochtönige Acidspielerein mittels 303 nahezu exzessiv ausgelebt wird. Sehr schönes Release für Liebhaber und für Alle die ihren musikalischen Horizont erweitern wollen.

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Monoloc – Drift (Album)

Meine letzte Begegnung mit Monoloc liegt schon ein paar Jahre zurück und damals kam er mir leicht zurückhaltend vor, wodurch natürlich nahe liegt, dass er sich lieber durch seine Musik ausdrückt, denn die ist sicherlich alles andere als zurückhaltend, was sein aktuelles Album „Drift“ eindeutig beweist. In eine musikalische Ecke oder zu einem bestimmten Genre zuordnen kann man Monolocs Sound definitiv nicht, was natürlich für ihn spricht und was auch der Track „It´s Mine“ zeigt, den hier hört man klare Parallelen zum Synth-Pop. Der direkte Bezug zum Dancefloor ist allerdings durchs ganze Album hörbar, wäre ja sonst auch irgendwie paradox auf CLR zu releasen. Auch seine Affinität zu Offbeats dürfte nur den wenigsten verborgen geblieben sein, so höre man in die leicht diabolischen Tracks „Try“ oder „About“, und ein gewisser düsterer Sound-Faden zieht sich dabei durch fast alle Produktionen von Monoloc. Im Gegensatz zu den meisten Single-Releases merkt man beim Album schon eine gewisse Experimentierfreudigkeit, gerade was die Verbindung von Techno mit Vocals anbelangt. In Zusammenarbeit mit Daniel Wilde entstanden so einige Tracks mit signifikanter Stimme, die aber sicherlich nicht jedermanns Fall sein dürften, doch darum geht es bei einer Albumproduktion auch eher weniger. In der Summe ein sehr interessantes und sehr gut produziertes Gesamtkunstwerk für das man sich einfach mal die Zeit nehmen sollte und mit dem man zur richtigen Zeit, am richtigen Ort definitiv auch auf der Tanzfläche punkten kann.

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Developer – Truncate – Stanislav Tolkachev – EIGHT (Modularz)

Auf Modularz werden diesmal alle Register gezogen was industriellen, dunklen State of the Art Techno anbelangt. Developer, Truncate (Audio Injection) und Stanislav Tolkachev liefern die bösen Originale und Jonas Kopp, Shifted sowie Markus Suckut die passend bösen Remixe dazu. Spätestens nach dieser Aufzählung sollte man eigentlich wissen was abgeht, knochentrockener Techno der kompromisslos in die Beine fährt und jedem ein fieses Grinsen abringen wird. Absoluter Burner hier ist Truncates “Diffraction” der durch minimalen Einsatz der einzelnen Chord-Element die maximale Gänsehaut erzeugt und den man direkt mit den Remixen zu einem ausgiebigen Erlebnis kombinieren sollte. Ebenfalls immer wieder geil Stanislav Tolkachev mit “Building Peaks” , der typisch kranke Sound halt, den man, wenn man ihn den mag, lieben wird. Auch die Developer Tracks halten hier was Sie versprechen und gerade den Shifted Remix wird man wohl bei jeder Peaktime vorbehaltlos einsetzen können. Absolut puristisches Release das man haben sollte, erscheint in zwei Teilen als Vinyl und digital.

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Oscar Mulero – Black Propaganda (WarmUp Rec – Album Release)

Oscar Mulero beweist mit seinem neuen Album “Black Propaganda” erneut wer Herr im Ring ist wenn es um düsteren Techno geht. Insgesamt 9 Tracks erwarten einen auf diesem Release, wobei “The Dirt” und “Black Propaganda” selbst als Ambient-Soundscape Intro bzw. Outro fungieren und alles dazwischen mit einem hohen Maß an Energie in die richtige Form gepresst wurde. Jeden Track einzeln zu analysieren wäre hier viel zu komplex und zu Teilen sicherlich fast unmöglich, doch ein paar passende Adjektive kann man in der Summe hier schon aufzählen: dunkel, düster, metallisch, industriell, beklemmend, erlösend, beängstigend, kompromisslos, verpeilt, krank bisweilen psychotisch, druckvoll, berauschend um nur ein paar zu nennen. Meine persönliche Empfehlung, man sollte sich die Zeit nehmen und das Gesamtkunstwerk an einem Stück hören um die tatsächliche Tiefe zu erfahren, und erst dann die einzelnen Tracks für den nächsten DJ-Mix nutzen, denn schlussendlich gehören sie da hin und werden wohl noch so einigen Feierleuten den Hintern versohlen.

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Darling Farah – Body (Album – Civil Music)

Innerhalb von 3 Monaten hat der gebürtige Detroiter Darling Farah sein Debut-Album auf Civil Music zusammengeschraubt in dem es grundlegend sehr düster und experimentell, bisweilen auch industriell zugeht. Sehr viele rauchige und dunkle Soundlandschaften schieben sich auf Grund diverser Off-Beats ein wenig gewöhnungsbedürftig in die Ohren wie z.B. bei „North“ und „Forget It“. Etwas geradliniger geht es dann schon beim Titeltrack „Body“ zu, der es zudem auch mal über die 4 Minuten Laufzeit hinaus schafft. Es gibt gediegenen Dub-Tech Sound mit reduzierten Perkussionen und einem Hauch von Detroit, wie soll es auch anders sein.  „All Eyes“ und „Fortune Part II“ seien an der Stelle noch mal als herausragender deeper Techno erwähnt, deren Kauf sich für Liebhaber definitiv lohnen wird. In „Aaangel“ hingehen wird es dann sehr chillig mit Hang zum Ambient basierend auf einigen 303 Einlagen. In der Summe eine solide produziertes Album bei dem man sich kaum über fehlende Abwechslung beklagen kann, dafür könnte der ein oder andere Track durchaus etwas länger sein und mehr Charakter haben.

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Tone of Arc – Shaking the Sky (No.19)

 Tone of Arc schickt auf No.19 zwei sehr feine House-Tracks ins Rennen die sicherlich schnell den Weg auf die Tanzflächen finden werden. „Shaking the Sky“ geht eher in eine progressive Richtung mit Tendenzen zum Discohouse getragen von einer eingängig fordernden Bassline gespickt mit divers gehauchten Vocals, sehr funktional und wirkungsvoll. „No Pushers“ hingegen bedient den eher deepen Part und das wirklich sehr gut. Gediegene Soft-Pads, ein seicht wobbelnder Bass gepaart mit diversen Stimmchen die hier und da durch den Raum schweben. Die Organ-Melo zwischendurch bleibt zudem im Gedächtnis, nur die Synth-Eskapade im letzten Drittel mag nicht so ganz überzeugen.

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Reeko – Ella Episodio (Mental Disorder)

Reekos neue Scheibe geht direkt treibend los, eine sich überschlagende Bassline, energetische Shakers und ein paar metallische Bongos wagen zu hypnotiseren. Dazu immer mal ein paar Knackige Snare-Breaks und sich in die Tonlage nach oben schraubende Synth-Pads, was will man mehr. „Segmento 2“ geht etwas trockener und statischer ans Werk, aber nicht minder verpeilt. Schön verschoben perkussive Loops, schräge Töne hier und dort, oben drauf noch ein episches Pad das für Gänsehaut sorgt, irgendwie kranker, aber sehr feiner Techno.

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Johannes Heil – Pure Consciousness (Aras)

Als militanter Verfechter des “alten” Heil-Sounds habe ich mir wirklich lang überlegt ob ich zu Johannes’ aktuellem Release auf Aras, welches übrigens das Label von André Galuzzi und Dana Ruh ist, überhaupt etwas schreiben soll. Zuletzt habe ich mal irgendwo gelesen, dass man den typischen Heil-Sound heut noch genauso unproblematisch zuordnen könnte wie in vergangenen Tagen, was ich bisher selbst allerdings nicht feststellen konnte. Also frohen Mutes rein die Scheibe und „Consciousness“ ging zumindest schon mal vielversprechend mit wuchtiger Kick und gedoppeltem House-Bass ins Rennen. Nach ein paar Sekunden merkte ich allerdings das hier nicht wirklich etwas Neues aufbegehrt was den Rhythmus anbelangt. Irgendwann kommt noch ein Synth-Arp herein der sich etwa 3 Minuten lang wiederholt und weit entfernt an Underworlds „Rez“ erinnert, aber dem bei Weitem nicht das Wasser reichen kann. Die komplett fehlende Abwechslung und Dynamik im Track wird nur ab und zu mal durch ein dezent anklingendes Nebelhorn unterbrochen. „Pure“ hingegegen startet etwas treibender im Gemüt mit wuchtiger Kick und vielen perkussiven Elementen die versuchen eine Art Ping-Pong aufzubauen, dazu noch ein Synth der sich auf eine 7-Ton-Folge beschränkt, aber ansonsten passiert hier auch nicht mehr wirklich viel, aber sicherlich ein moderater Lückenfüller. Um die Summe mal positiv zu formulieren, ich beklage kaum, dass sich Künstler musikalisch (weiter)entwickeln und ihren Stil ändern, aber bei einem gewissen Status sollte man sich doch etwas mehr Mühe geben, denn wenn der Wiedererkennungswert von Johannes Heil mittlerweile aus einfallslosen Loops und sich permanent wiederholenden Parts in einem Track besteht, die auch aus dem nächst besten Sample-Paket von Beatport stammen könnten, dann besteht wohl ab jetzt eine relativ hohe Verwechslungsgefahr.

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Plasmic Shape – Cromosom002 (Cromosom)

Nach dem viel versprechenden ersten Release des neuen Cromosom Labels mit Fallhead und Andreas Kremer wird mit Nummer Zwei deftig nachgelegt. Hinter Plasmic Shape versteckt sich Diametral und Cromosom Gründer Matthias Springer und er eröffnet mit “Cromosom002.1” direkt einen massiven Mix aus trockenen Kickdrums, abgrundtiefen Sublines und rauen, verzerrten Detroit-Chords mit epischem Charakter. Anbei als Remixer gibt es Echologist der eine exzellente, experimentelle Dub-Tech-Interpretation abliefert und Stefano Infusino der sich auf den hypnotisch monotonen Weg begibt. “Cromosom002.2” ist dann wirklich brachialer und ungeschönter Techno basierend auf einem fast schon dämonisch wirkenden Vocal-Loop. Als digitalen Bonus gibt es noch “Cromosom002.3” , ebenfalls abgrundtiefer industrieller Techno gepaart mit diversen Dub-Elementen. Definitiv ein Sound den es kein zweites Mal gibt, abseits vom Mainstream, einprägsam und mit Sicherheit mehr als nur wirkungsvoll.

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FEATURED ALBUM

Heiko Laux – Fernweh (Kanzleramt)

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FEATURED DUB TECHNO

Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

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FEATURED TECHNO

Structures Vol.31 (Naked Lunch)

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RANDOM FEATURE

Spencer Parker – Versions Francaise (Rekids)

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