Posts Tagged ‘ electronica

Heiko Laux – Fernweh (Kanzleramt)

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Persönlich habe ich von Heiko Laux die letzten Jahre recht wenig gehört, nicht zu Letzt weil sein Label Kanzleramt für mich akustisch irgendwie uninteressant wurde. Umso mehr freu ich mich nun über das aktuelle Album “Fernweh” auf selbigem Label. Ein stilvolle präsentierte Doppel12″ mit insgesamt 8 Titeln die sich zwar am aktuellen DubTech-Hype orientieren, dennoch ein enorme Vielfalt und natürlich den persönlichen Stil von Heiko Laux widerspiegeln. Er versteht es wie kaum ein Anderer die perfekte Linie zwischen treibenden Beats und zurückhaltend verspielten Elementen zu finden. Der Titeltrack “Fernweh” selbst hypnotisiert den Hörer dabei umgehend und stellt vor die Entscheidung zu Tanzen oder zu Träumen, oder eben halt auch Beides zur gleichen Zeit. Mein persönlicher Fav hierbei ist “Shimmer” auch wenn das wohl der am wenigsten tanzbare Track ist, dafür aber eine unheimlich beflügelnd, psychedelische Reise für die eigene Vorstellungskraft. Definitiv ein Must Have!

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Monoscope – Herbstzeitraffer (Wohnzimmermusik)

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Nachdem es dieses Jahr etwas ruhiger um Wohnzimmermusik wurde, meldet sich das Label pünktlich zu den nass-kalten Herbstagen mit dem passen warmen Release zurück. Monoscope gibt sein digitales Debüt mit “Herbstzeitraffer” und lädt auf eine tiefenentspannte und zeitlose Reise ein. Insgesamt drei Titel umfasst die kleine aber feine EP, die sich in einem Gemisch aus Downtempo, DubTechno und Ambient wieder finden, dabei jedes für sich einen ganz eigenen Charme versprüht. Im wahrsten Sinne exzellente Wohnzimmermusik, doch hört selbst.

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Subset – Overlapping Gaps (DimbiDeep Music)

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Ob nun Dub Techno oder Chillout, dem Beatport-Genre-Wahnsinn haben wir uns längst entzogen und auch den Fans von DimbiDeep Music dürfte das sicherlich egal sein. Die neuste Veröffentlichung kommt vom Australier Subset, der auch schon auf Dubmission und Deeptakt zu hören war. Mit “Overlapping Gaps” liefert er 5 Titel die den Hörer auf eine ausgedehnte Reise gediegener elektronischer Klänge entführen. Die Symbiose diverser Stilelemente steht hier im Vordergrund, so paaren sich Ambient und Techno mit Downbeat und Dub, garniert mit einer großen Portion Hall und diversen Effekthascherreiren. Das sollte man sich definitiv nicht entgehen lassen.

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Hydergine – Static Frames (Etui)

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Mit “Static Frames” lässt der Italiener “Hydergine” ein ordentliche Ladung Dub Techno vom Stapel. Etui Records bewies schon mit den letzten Veröffentlichungen, dass es ein feines Händchen für interessante neue Künstler hat und dies unterstreicht auch die aktuelle Platte. Während es in “Grid” fleißig treibend und verrauscht zur Sache geht, besticht “Static Frame” mit wesentlich mehr Klarheit und Tiefe, wobei hier der Detroit-Einfluss eindeutig erkennbar ist. “Sweep” besticht zum guten Schluss mit weiträumigen Flächen, viel Hall und Delay erzeugen dabei einen angenehm weichen und zeitlosen Sound.

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Matthias Springer – Disruption of the Mind (Diametral)

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Mit “Disruption of the Mind” bringt der Münchner Matthias Springer sein erstes Konzept-Album auf seinem Label Diametral auf den Markt. Wie den meisten sicherlich bekannt sein dürfte, ist er in seiner Musik stilistisch sehr umtriebig, so spiegelt auch das Album diverse elektronische Genre von Dub Techno, über Tech- und Deephouse bis zu Downtempo in sehr facettenreich wider. Er selbst hat mit dem Album das für ihn private schwierige Jahr 2013 musikalisch verarbeitet wie auch aufgearbeitet, was man auch an den einzelnen Tracktiteln erkennen kann und beim Lauschen sicherlich auch nachempfinden wird, doch hört einfach selbst…

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Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

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DubTechno ist das neue Minimal! Das klingt vielleicht etwas zynisch und sorgt für leichte bis mittelschwere Magenverstimmungen, so orientieren sich immer mehr Künstler an diesem Trend, wodurch es auch hier immer schwieriger wird die wirklich guten und überzeugenden Sachen zu finden. Widmet man sich bei der Suche jedoch dem noch relativ jungen Label Deeptakt zu, so wird man hier direkt mit feinem dubbigen Material bedient, welches man schon fast ungehört in den Einkaufswagen legen kann. Der erste Longplayer kommt in Form einer V.A. Compilation mit dem eindriglichen Namen “Hall of Dub” und das trifft es definitv. Die Liste der Künstler spricht hier im Grunde schon für hohe Qualität und interessante Kompositionen, die sich, neben Techhouse und Deephouseeinflüssen, den gemeinsamen Nenner von Dubtechno und Dubtronica teilen. Es wäre hier auch deplatziert gewesen explizit einige Titel herauszugreifen und als Headliner zu proklamieren, dafür ist es einfach zu schwer ein paar Favoriten zu küren. Hier spielt alles auf hohem Niveau und jeder Track bringt seinen ganz eigenen Charme mit sich und genau deswegen gibt es das Ganze auch als DJ-Mix verpackt, förmlich ein Gesamtkunstwerk für ausgereiften Hörgenuss. Die einzelnen Titel gibt es zudem nur auf Bandcamp käuflich zu erwerben, was ich selbst sehr befürworte, hier werden die Künstler direkt unterstützt, ohne diverse Abgaben an Vertrieb oder Shops leisten zu müssen … von daher, kaufen, hören, lieben, teilen !!

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 Playlist:
01. Emtex – Psychadelicatessen (Hardware Live Record)
02. Upwellings – Deepah
03. Bjorn Rohde – Milestone
04. Esko Barba – Rootikalism
05. Zzzzra – Un pas avant l’autre
06. Lars Leonhard – DüsselDub
07. Alessandro Crimi – Photosynthese
08. Basicnoise – Structures
09. Fabian Schinzel – Aequorea
10. Narcotic 303 – Sound of Cologne
11. Matthias Springer – Squelched Perspective
12. Stefan Gubatz – Carmen Sandiego
13. Martin Nonstatic – The Arch of Dub

Volunteer – The Ocean is broken (Deeptakt)

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Das noch junge DubTechno Label Deeptakt importiert mit Volunteer das neueste Release aus UK und legt mit den vier Titeln unter “The Ocean is broken” einen ordentlichen Zahn an Temperament zu. “My Guilt” vergreift sich dabei an einer ausgedehnten Ladung von Verzerrungen und Filterspielerein die sich durch den Gehörgang fräsen. “My Powerlessness” dann im eher klassischen Dubtechno-Gewandt, zeitloser und subtil verschachtelter Sound. “My Sorrow” wirkt sehr angenehm und detailverliebt, mit walähnlichen Gesängen im Background und einer weichen Soundlandschaft auf gebrochenen Beats im Vordergrund. “My Emptieness” zum Abschluss sehr chillig, quasi der perfekte Track zum Ausklang einer durchfeierten Nacht. Die ganze EP birgt förmlich eine kleine Geschichte insich die man unbedingt mal zu den eigenen Ohren führen sollte.

Blurb: “Inspired by Newcastle yachtsman Ivan Macfadyen and his first-hand account how Pacific Ocean has changed. It touched my soul and made me feel guilty, because I have been taking a part in the greatest act of destruction. Powerlessness and sorrow have filled my soul as it was out of my hands to somehow change the path we have chosen as humanity. We must understand that to survive in long run we must share our home with those who have been here for way longer than us and we are unimaginably dependent on them. Knowing that our world will not be the same world we inherited, when most what we take for granted would be long gone and only emptiness would persevere.

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youAND: THEMACHINES – Behind LP Reshaped (Ornaments)

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Knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung des Albums “Behind” von youAND:THEMACHINES steht das umfangreiche Remix-Paket in den Startlöchern, welches allein schon durch Präsentation und Layout die Herzen der Sammler höher schlagen lassen wird. Musikalisch braucht sich das Release natürlich auch nicht verstecken, denn das Label Ornaments steht seit Anbeginn für qualitativ hochwertigen Sound und gekonnte Auswahl der Künstler. So tummelt sich auf der Remix LP auch eine Auswahl an Künstlern die unterschiedlichste Interpretationen der Originale beisteuern, die man wohl kaum direkt in ein bestimmtes Genre packen kann. Steve Bug verwandelt “Drift” dabei in einen schön verspielten, deepen Housetrack der sich an den Original-Vocals entlang hangelt, Legowelt packt “Domain Specific” hingegen in einen treibenden Technoumhang mit leicht psychotischen Elementen und The Analog Roland Orchestra landet mit dem Remix von “Desire” punktgenau im chilligen Downtempo-Bereich. Daneben reihen sich u.a. noch Brothers Vibe, Basic Soul Unit, Boo Williams, Sascha Dive, Marko Fürstenberg & Luke Hess und viele mehr an der Remixfront ein, was man in Worten kaum beschreiben kann und daher lieber gleich hören sollte. Für Abwechslungs ist also definitiv gesorgt und auch diesmal wird es ein ausschließlich physisches Release bleiben, erhältlich als 3×12″ LP, limitiert auf 300 Stück und der Nostalgie zu Liebe auch als gutes altes Tape mit 150 Exemplaren. Jedes natürlich als Einzelstück mit speziellem Design des Artworks und natürlich dem fortlaufenden Stempel. Ein solches Gesamtpaket verdient daher natürlich das Tonreport-Prädikat “Äußersts Hörenswert” , also beeilen und schnell ein Exemplar sichern!

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Dave Marian – Un Dub EP (DimbiDeep Music)

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Dave Marian legt nach “Similar Ways” direkt die zweite EP auf DimbiDeep Music nach. “Un Dub” unterteilt sich dabei in 3 unterschiedliche Teile bzw. Tracks, die sich kollektiv akustisch in ähnlichen Sphären abspielen und daher sehr feinfühlig miteinander korrespondieren. Die Tracks arbeiten sich stetig aus weit verzweigten Ambient-Landschaften hervor, die durch verspielten und weitreichenden Einsatz diverser Effektketten einen ausgeprägte, warme Dub-Stimmung bekommen und den zeitlosen Charakter direkt mit liefern. Sicherlich nicht der einfachste Sound zum entspannten Mixen, aber definitiv zum entspannten Hören, hier sollte man als dubtechaffiner Zeitgenosse auf jeden Fall zugreifen.

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Tonreportcast #003 gemischt von Peter Miese

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Wir gehen in die dritte Runde und nachdem die beiden ersten Episoden treibend technoid waren, wird es diesmal etwas beschaulich und verspielter. Diesmal begrüßen wir electrosound.tv Veteran Peter Miese.

Hier noch einige Fakten zu Peter Miese:
Es ist 1993, für Matze (heute Peter Miese) der erste musikalische Öffentlichkeitskontakt.  Dazu übergroße Regler des RFT Mischers und Tonbänder. Das war der Grundstein für musikalisches Bauwerk welches sämtliche Genres beinhaltet. In den Anfangsjahren war von HipHop über Grunge bis EBM alles dabei. Schlussendlich waren und sind es die Kicks, Hi Hats und Synthysounds die ihn bis heute fesseln. In den darauffolgenden Jahren wurde er zum Resident im Technoclub „Fantasy Island“ und später  ein Teil von „Rohrmusik“. Im Jahr 2003 wechselte er zu „Sturm und Klang/ Seilfabrik“.  Dies war die Gelegenheit um mit Mirko Raabe, eine langjährigen Freund und DJ Kollegen einen Live Act ins Leben zurufen. So entstand „-M-FX Live“. Dieses Projekt war ein Spiegel ihrer Auffassung von elektronischer Musik. Die Jahre vergingen mit regionalen und überregionalen Auftritten in Clubs wie Seilfabrik Zwickau, Club Achtermai Chemnitz, Distillery Leipzig, Küche Zeitz, Triebwerk Dresden, Flucs Weira, BPM Club Zwickau, Wuitz3 und vielen mehr…

Heute gehört er als Entscheidungsträger und Organisator zum Team von „Draußen Mit Freunden“ und der „Kommune Wild“.
Seit neuestem ist er Resident bei Electrosounds.tv. Dort gibt er alle 2 Wochen bei einer Live-Sendung in 2 Stunden alles zum Besten womit er sich musikalisch identifiziert.

PETER MIESE ON FACEBOOK

Mod.Civil – Opto Watts EP (Ornaments)

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Ornaments bringt das nächste Release in gewohnt farbiger Vinyl-Sammel-Edition diesmal mit Mod.Civil der insgesamt vier tief trocken und verspielte Tracks abliefert. “Opto Watts” wirkt dabei schön funky und rollend, versprüht eine gewisse Leichtigkeit im Sound, aber auch eine kleine Hand voll verquerten Klängen. “Loop” macht seinem Namen ganze Ehre, grooved und shuffelt sich gediegen über die Tanzfläche, ein Track den man tatsächlich problemlos über Stunden hören könnte, ohne genervt zu sein. Ein Synth der etwas gewöhnugsbedürftig ist, kombiniert mit den klassischen 808-Elementen erwartet einen in der “808 Session Part 1“, zusammen mit der bauchigen Bassline auf jeden Fall sehr interessant. “Sunbeam” zum guten Schluss dann wieder sehr verspielt mit einer Fülle an Raum, Klang und sonnigem Gemüt, die leicht an eine Mischung aus chinesischer Folklore und 8-Bit Super Mario Sound erinnert, damit ist der Wiedererkennungswert auf jeden Fall gesichert.

BUY/PREORDER ON DECKS.DE (10.02.2014)

Matthias Springer – Tales of the magic Wood (Zero413)

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Matthias Springer springt in letzter Zeit mit seinem Sound durch die verschiedensten Genre, was vermutlich auch daran liegen könnte, dass er seine eigentlichen Alias-Namen nicht weiter nutzen will und nun jegliche Produktionen unter seinem eigentlichen Namen veröffentlichen wird. Bestätigt wird das durch sein erstes Release im neuen Jahr auf seinem, für die spezielleren Sachen initiiertem, Label Zero413. Mit “Tales of the Magic Wood” geht es in eine Art von Downtempo-Electronica, zum Einen durchzogen von verzerrten Orgelklängen in “Fog on the Glade” zum Anderen mit verschraubten 303-Acidfröschen und wuchtiger Bassline in “Hunt trough the Thicket“. Zwei Tracks der besonderen Art, sicher nicht clubtauglich, teilweise fürs Gehör auch etwas anstrengend, aber definitiv mal was Anderes.

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Lars Leonhard – Stella Nova (Ultimae)

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Über Lars Leonhard haben wir im letzten Jahr schon einige Worte verloren, und so schafft er es auch diesmal mit seinem Sound auf sich aufmerksam zu machen. “Stella Nova” nennt sich der neueste Streich des Düsseldorfers, vermutlich durch seine Aufträge für die NASA inspiriert und zudem auf dem Genre-Schwergewicht Ultimae Records veröffentlicht. Abtauchen ist angesagt und zwar in tiefste Ambient-Welten die vor Detailreichtum und Klangästhetik nur so strotzen. Weite Räume, glasklare, synthetische Akkorde gepaart mit ausschweifenden Soundlandschaften die den einzelnen Tönen eine warm wohlige Umgebung schaffen. Definitv ein Hinhörer und absolutes Muss für jeden Liebhaber chilliger und spaciger Wohzimmermusik, viel Spass beim Träumen.

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Marcel Fengler – Fokus (Album Release / Ostgut Ton)

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Um ein Album zu hören und gar zu reviewen bedarf es meist immer eines gewissen Abstands zum Künstler, zumal sich ein Album eher als Spielwiese und experimentelle Plattform für den Künstler anbietet, im Gegensatz zu Singles oder EPs, die man eher als Momentaufnahme deuten sollte. So zeigt auch Marcel Fengler eine enorme musikalische Spannweite mit seinem neuen Album “Fokus“, das mit “Break Through” nahe zu monumental im Ambient-Bereich startet. Im Verlauf wird es mit “The Stampede” und “Mayria” schon teilweise arg industriell, was natürlich immer eine gewisse Geschmacksache bleiben wird. Den typisch hypnotischen Fengler Sound gibt es dann in “Trespass“, “Jaz” und “Sky Pushing“, diese Tracks werden definitiv ohne Umwege den Weg auf viele Tanzflächen finden. Für den Listening-Bereich gibt es dann noch einladende Electronica-Klänge wie z.B. in “Liquid Torso” und “High Falls” , von daher ist die Abwechslung uneingeschränkt gegeben. Die meisten Tracks sollte man sich unbedingt des Öfteren anhören und sich dabei auch nicht anderweitig stören lassen um die komplexe Tiefe der einzelnen Titel erfassen zu können. Anspruchsvoller und erwachsener elektronischer Sound mit Tanzpotential.

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Deadbeat – Primorida (BLKRTZ)

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Scott Monteith aka Deadbeat schickt “erneut” ein massives Release aus den tiefsten kanadischen Wäldern, sicherlich nicht zwingend sein clubtauglichstes, dafür jedoch mit enormem Tiefgang. Das Mini-Album “Primorida” wurde bereits 2001 auf Intr_version veröffentlich und legte damals quasi den Grundstein für den typischen Deadbeat-Sound. Wenn man sich also in den sechs Tracks mal die wuchtigen Kickdrums wegdenkt, dann würde eine Art außergewöhnliches Ambient-Konzept vor uns stehen. So z.B. in “Jaffa Dub”, der sich bedröhlich den Weg ins Gehirn bahnt und dabei durch leicht kranke, im Raum schwebende Töne eine angenehm düstere Atmosphäre schafft. “Elder Drums” zeigt sich hingegen fast schon lieblich mit leichtem Tribal-Einfluss, der jedoch stetig mit den Drones und diversem Lofi-Geknister zu kämpfen hat. In der Summe eine komplex experimentelle Sammlung an düsteren Ambient und DubTech-Sounds, mit einer kleinen Portion an Tanzbarkeit, als 2×12″ auf jeden Fall ein Sammlerstück.

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Lars Leonhard – Seasons (Album – Interview – BineMusic)

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Nach “1549“, dem ersten Album von Lars Leonhard auf BineMusic, folgt nun das zweite Album “Season” , hinter dem sich ein interessantes, wenn auch nicht gerade neues, Konzept verbirgt. Getreu Vivaldi’s Prämisse der vier Jahreszeiten, orientiert sich Lars ebenso an diesen und hat zudem die jeweiligen Tracks auch während der passenden Jahreszeit produziert. Wer Lars kennt, weiß natürlich schon wo die Reise in etwa hingeht, komplexe Soundgebilde basierend auf Dub und Ambient, wie Lars selbst sagt, “die Königsdisziplin”. Es gibt diesmal sogar einige Vocal-Parts, hier wurde die Französin “Alvina Red” ins Boot geholt, die jeweils den Lead-Track der einzelnen Jahreszeiten mit ihrem Gesang verzaubert, obwohl ich ja kein Fan von Vocals im Generellen bin, so mache ich hier doch mal die Ausnahme und lasse die Gänsehaut zu. Das Album besticht durch eine enorme Klangvielfalt und die Klarheit der Einzelnen Töne die kombiniert mit diversen Fieldrecordings ein ausgedehnt warmes und wohliges Gefühl erzeugen. Definitiv eine Listening-Erlebenis der besonderen Art und wie es sich für eine Weltreligion gehört so sollte jeder Dubtechno-Jünger einmal in seinem Leben diese akustische Reise gemacht haben.

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LARS’ NEW VINYL ON DIMBIDEEP MUSIC

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Das Düsseldorfer Urgestein Lars Leonhard vergnügt sich schon seit den frühen 90ern mit dem Produzieren elektronischer Klänge und hat dabei seine Fähigkeiten stetig weiter entwickelt. Sein Sound ist durchgängig von diversen Dub-Elementen zwischen House und Ambient durchzogen und überzeugt durch Raum, Tiefe und Komplexität, die dem Zuhörer doch ein gewisses Mindestmaß and Aufmerksamkeit abverlangen. ” Seasons – Les Quatre Saisons ” ist nun das dritte Album welches auf Bine Music erscheinen wird und sicherlich nicht nur für Lars selbst einen Meilenstein bedeutet. In Zusammenarbeit mit der französischen Sängering “Alvina Red” entstand das Konzeptalbum, das sich getreu Vivaldis Prinzip, an den vier Jahreszeit orientiert und sowohl klanglich wie auch inhaltlich eine ausgedehnte Reise in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus eröffnet, daher ist es sicherlich am sinnvollsten dem Schöpfer selbst ein paar Fragen zu stellen.

Hallo Lars, danke das du Zeit gefunden hast um ein wenig mit mir über dich und dein neues Album mit Alvina Red zu plaudern.

L: Hi Matthias, na klar gerne doch, freu mich immer sehr über solche Einladungen, und es war ja auch längst an der Zeit, dass wir uns mal persönlichen sehen, wir können gern loslegen.

M: Wie würdest du deinen musikalischen Stil selbst beschreiben?

L: Seinen eigenen Stil zu beschreiben würde bedeuten sich selbst in eine Schublade stecken zu müssen. Ich würde daher lieber auf  die Einflüsse eingehen die meine Tracks ausmachen. Deepe Ambient, Deep,- Tech House –  Sounds und dubbige Chords sind die wichtigsten Zutaten aus denen sich mein Style zusammensetzt. Meine Tracks sind meist unter Techno, Deep_House, Tech_House oder Chill_Out zu finden.

M: Was beeinflusst dich maßgeblich bei deinem Sound (Allgemein, besondere Künstler o. Veröffentlichung)?

L: Ich denke das alles einfließt was tagtäglich um mich herum passiert. Gefühle, die Umwelt die Menschen. Ob gute oder weniger gute Erlebnisse das alles findet sich in meinen Produktionen wieder. Die besten Tracks gelingen meistens dann wenn ich völlig zufrieden und gechillt an die Sache rangehe. Aggressionen oder Unzufriedenheit haben im Studio nichts zu suchen ich produziere schließlich keine Musik für Abrissparty’s.

M: Wie gehst du an deine Produktionen heran?

Meine Vorgehensweise an neuen Produktionen kann sehr unterschiedlich sein. Mal beginne ich mit den Drums und mal nur mit einer Fläche oder einem bestimmten Sound der mich inspiriert. Oft sind die ungeplanten Produktionen die Besten. Ganz unbedarft an die Sache rangehen und sich irgendwann dem Prozess völlig hingeben und der Kreativität freien Lauf lassen. Musik zu produzieren stellt für mich kein reines Handwerk da. Ich produziere aus absoluter Liebe und Leidenschaft zur Musik heraus.

M: Gibt es eine Geschichte hinter deinem neuen Album, oder wie kam es dazu?

L: Mein aktuelles Album ( Seasons – Les Quatre Saisons ) ist eine Hommage an die Natur. Ich liebe den Zyklus der Natur und den ständigen Wechsel von Farben und der Artenvielfalt die uns umgibt. Ob das Erwachen der Pflanzenwelt , die Rückkehr all der Vögel aus ihrem Winterquartier, den Sommer mit seinen Farben , Düften und seinem Artenreichtum. Der Herbst, die bunten Wälder und mystischen nebligen Stimmungen oder die weiße, weite Stille des Winters. Es war mir eine absolute Herzensangelegenheit dies alles in einem Album zum Ausdruck zu bringen. Die Produktion der CD hat fast exakt ein ganzes Jahr gedauert und die Tracks zur Jeweiligen Jahreszeit auch in entsprechender produziert. Zudem konnte ich ein paar tolle Fieldrecordings in die Produktion mit einbinden. Vogelgezwitscher, das Lachen und Toben einiger Kinder auf einem Spielplatz, Wasserplätschern,  ein Gewitter oder das Gezirpe einiger Grillen verleihen dem Album einen noch lebendigeren Touch.

M: Wie genau hat sich die Koop mit Alvina Red ergeben?

L: Die grandiose Zusammenarbeit mit Alvina Red ergab sich durch einen Musikerkollegen aus Perpignan. Lo Nath  , besser bekannt als Lo , er empfahl mir Alvina als ich ihm von meinem Vorhaben eine französische Sängerin in mein Album einbinden zu wollen erzählte. Ich habe darauf hin einige Songs von ihr gehört und war mir nach ein paar Sekunden schon sehr sicher dass Sie es sein muss. Die Französische Sprache ist ja an sich schon fast ein eigener Gesang und vom Klang her für mich die schönste Sprache der Welt. Daher musste es auch französisch sein. Alvina entpuppte sich als absolutes Naturtalent für mein Vorhaben. Ich schickte ihr einige unfertige Tracks und das Thema im groben. Zu meiner großen Freude war sie sofort Feuer und Flamme mit der Idee und sie schrieb daraufhin sehr schöne Texte zu den jeweiligen Jahreszeiten und verschwand in ihrem Studio um die Vocals aufzunehmen. Für mich ein absoluter Glücksfall und eine Ehre mit Alvina zusammen zu arbeiten. Sie besingt jeweils den ersten Track jeden Jahres mit ihrer fantastischen Stimme und einer Gelassenheit, dass ich jedes Mal wieder Gänsehaut bekomme beim anhören der Tracks. Es wird in Zukunft sicherlich weitere Kooperationen mit ihr geben! Ich freue mich riesig auf das Release welches am 18. März auf dem Essener Label Bine Music und über den Kölner Vertrieb Kompakt erscheint. Als CD und in digitaler Form wird es erhältlich sein.

M: Was ist demnächst noch von dir zu erwarten, was ist geplant`?

L: Geplant ist eine Zusammenarbeit mit Laurent Bisch alias (Fingers In The Noise) der im vergangenen Jahr sein Debut auf BineMusic hatte. Wir haben schon 2011 auf dem Label Glider Records eine Gemeinschafts E.P herausgebracht und harmonieren soundlich sehr gut. Wir beginnen Mitte  Februar mit der Produktion des Albums. Darüber hinaus  plane ich ein weiteres Solo Album , ein Konzeptalbum dessen Name ich noch ungenannt lassen möchte aber soviel sei gesagt es wird eine Audiovirtuelle Reise durch 12 verschiedene Länder dieser Erde . Spannend, fesselnd und sehr abwechselungsreich. Zum guten Schluss wird es ende Mai auch noch eine Single EP von mir auf  Diametral geben, die sich dann doch wieder eher am Dancefloor orientiert, Stay Tuned !!!

M: Das war’s mit unserem Speed-Interview auch schon, danke für die umfangreichen Infos, und das du dir die Zeit für meine Fragen genommen hast.

L: Natürlich gerne, hat mich sehr gefreut, jederzeit wieder.

Interview by MFS / veröffentlich auf Raveline.de

Lars Leonhard goes NASA

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Wenn man von sphärischem, dubbigem Ambient-Techno spricht kommt man am Düsseldorfer Lars Leonhard nicht vorbei, gerade was seine letzten Veröffentlichungen auf BineMusic anbelangt. Mit seinem Album “1549” hat er sich schon ein mal mit dem Thema der Luftfahrt auseinander gesetzt, die nächste Etage musste daher förmlich die Raumfahrt sein.

Am 20. Februar veröffentlichte nun die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA, fast schon traditionell, spektakuläre Videoaufnahmen aus dem Weltall, diesmal sogar aus der einzigartigen Perspektive des Solar Dynamics Observatory (SDO)-Satelliten, der aufgezeichnete Bilder der Sonnencorona zeigt. Und was passt besser zu einem Tanz über 50.000 °C Gaswolken als der spacige Sound von Lars Leonhard, aber überzeugt euch selbst!

An dieser Stelle natürlich unseren Glückwunsch an Lars für eine solch außergewöhnliche Kooperation, wenn das mal nicht der Griff nach den Sternen ist. Zur Ruhe kommen wird Lars dennoch nicht, die nächsten Veröffentlichungen stehen bereits auf DimbiDeep Music und Diametral an, und auch das neue Album auf BineMusic ” Seasons – Les Quatre Saisons” zusammen mit Alvina Red steht in den Startlöchern, dazu aber mehr beim nächsten Mal, wenn wir Lars im Interview haben.

Den Track zum Video gibt es übrigens für günstige 1,00€ auf BANDCAMP

 

Cobblestone Jazz – Before This (Wagon Repair)

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Die Dreier-Combo um Mathew Jonson ist bekannt für ihren innovativen und funkigen Sound rund um House und Jazz, so kommt „Before This“ unbekümmert verspielt groovig, fast schon samba-artig daher und summiert wieder eine Menge an Instrumenten in perfekter Harmonie, wobei natürlich die Piano-Solos immer wieder den Weg in neue Klangdimensionen weisen. „Before That“ wirk dahin gegen schon fast chillig und sehr reduziert, wobei auf den gleichen Synth-Hook von „Before This“ zurückgegriffen wird. Es wirkt daher fast eher als Dub-Version des ersten Tracks, aber im Grunde genau das richtige Komplement für gediegene Nachmittagsstunden auf dem Sonnendeck.

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Fingers in the Noise – CTRL+N (Kosmo Netlabel Free Download)

artworks-000039320367-q0zwpk-originalWer von Dub Techno und Ambient spricht, aber Fingers in the Noise nicht kennt, sollte definitiv das Genre wechseln, denn der Kollege ist im kommerziellen wie auch im Creative Commons Bereich mehr als nur umtriebig, und das immer auf einem hohen qualitativen Niveau. Zu unserer Freude gibt es daher die neueste Veröffentlichung zum kostenlosen Download auf Kosmo. “CTRL+N” nennt sich das Ganze, geteilt in drei Teile sprich drei einzelne Tracks, wobei “Part I” noch am ehesten Tanzpotential aufzeigt, während “Part II” und “Part III” zielstrebig in den Ambient und Listening-Bereich abtauchen. Generell ist das Release wie üblich mit fein modellierten Dub-Sounds und epischen Soundlandschaften durchzogen, viel Noise, Hall, Delay und sonstige feine Effekte mach dabei den typischen warmen FITN Klang aus und werden sicherlich jedem Genre-Liebhaber eine sehr angenehme Reise in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus bereiten.

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Håkan Ludvigson – Style EP (PurePureMusic)

HakanLudvigson_StyleEPMir ist vor ein paar Tagen eine Platte in die Hände gefallen, die mittlerweile schon eine Zeit lang auf dem Markt ist; aber sowas von genial produziert, dass ich es für wichtig halte, diese hier kurz vorzustellen.

Mit 27 war Håkan Ludvigson nicht nur Producer, Songwriter und DJ, sondern auch Label-Owner von “Substream”. Und vor einiger Zeit veröffentlicht er auf PurePureMusic die “Style EP“. Und die ist sehr stylisch. Auf der A-Seite findet man das instrumentale Stück “Style“. Dabei handelt es sich um ruhigen melodischen Deephouse-Track, der durch die analoge Produktionsweise eine sehr angenehme Wärme mit sich bringt. Auf der B-Seite findet man die Tech-House-Nummer “Darkness“, welche schon auf Håkan’s Album “Soulroom” veröffentlich wurde. Jetzt aber nochmal frisch überarbeitet und erneut mit feinen Vocals von Coni versehen wurde. Der dritte Track im Bunde nennt sich “Hold Yourself” und rundet das ganze Paket ab. Auch hier wurden Vocals verarbeitet, die einen gewissen Funk durchschimmern lassen. Die Platte ist einwandfrei produziert und lässt funktional keine Wünsche offen. Wenn auch die A-Seite noch mit solch tollen Vocals gefüttert worden wäre, dann wäre auch diese eine echte Vokal-Deephouse-Perle!

Das Ganze ist auf Vinyl und digital erschienen und wäre ich nicht mit der Nase drauf gestoßen worden, hätte ich eine richtig gute EP an mir vorbeigehen lassen…

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FEATURED ALBUM

Heiko Laux – Fernweh (Kanzleramt)

Heiko Laux – Fernweh (Kanzleramt)

FEATURED DUB TECHNO

Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

FEATURED TECHNO

Structures Vol.31 (Naked Lunch)

Structures Vol.31 (Naked Lunch)

RANDOM FEATURE

Frank Hellmond – Five Days (Diametral)

Frank Hellmond – Five Days (Diametral)

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