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Matthias Springer – Disruption of the Mind (Diametral)

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Mit “Disruption of the Mind” bringt der Münchner Matthias Springer sein erstes Konzept-Album auf seinem Label Diametral auf den Markt. Wie den meisten sicherlich bekannt sein dürfte, ist er in seiner Musik stilistisch sehr umtriebig, so spiegelt auch das Album diverse elektronische Genre von Dub Techno, über Tech- und Deephouse bis zu Downtempo in sehr facettenreich wider. Er selbst hat mit dem Album das für ihn private schwierige Jahr 2013 musikalisch verarbeitet wie auch aufgearbeitet, was man auch an den einzelnen Tracktiteln erkennen kann und beim Lauschen sicherlich auch nachempfinden wird, doch hört einfach selbst…

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Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

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DubTechno ist das neue Minimal! Das klingt vielleicht etwas zynisch und sorgt für leichte bis mittelschwere Magenverstimmungen, so orientieren sich immer mehr Künstler an diesem Trend, wodurch es auch hier immer schwieriger wird die wirklich guten und überzeugenden Sachen zu finden. Widmet man sich bei der Suche jedoch dem noch relativ jungen Label Deeptakt zu, so wird man hier direkt mit feinem dubbigen Material bedient, welches man schon fast ungehört in den Einkaufswagen legen kann. Der erste Longplayer kommt in Form einer V.A. Compilation mit dem eindriglichen Namen “Hall of Dub” und das trifft es definitv. Die Liste der Künstler spricht hier im Grunde schon für hohe Qualität und interessante Kompositionen, die sich, neben Techhouse und Deephouseeinflüssen, den gemeinsamen Nenner von Dubtechno und Dubtronica teilen. Es wäre hier auch deplatziert gewesen explizit einige Titel herauszugreifen und als Headliner zu proklamieren, dafür ist es einfach zu schwer ein paar Favoriten zu küren. Hier spielt alles auf hohem Niveau und jeder Track bringt seinen ganz eigenen Charme mit sich und genau deswegen gibt es das Ganze auch als DJ-Mix verpackt, förmlich ein Gesamtkunstwerk für ausgereiften Hörgenuss. Die einzelnen Titel gibt es zudem nur auf Bandcamp käuflich zu erwerben, was ich selbst sehr befürworte, hier werden die Künstler direkt unterstützt, ohne diverse Abgaben an Vertrieb oder Shops leisten zu müssen … von daher, kaufen, hören, lieben, teilen !!

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 Playlist:
01. Emtex – Psychadelicatessen (Hardware Live Record)
02. Upwellings – Deepah
03. Bjorn Rohde – Milestone
04. Esko Barba – Rootikalism
05. Zzzzra – Un pas avant l’autre
06. Lars Leonhard – DüsselDub
07. Alessandro Crimi – Photosynthese
08. Basicnoise – Structures
09. Fabian Schinzel – Aequorea
10. Narcotic 303 – Sound of Cologne
11. Matthias Springer – Squelched Perspective
12. Stefan Gubatz – Carmen Sandiego
13. Martin Nonstatic – The Arch of Dub

V.A. – Landscapes Vol.1 (Eintakt)

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Das Berliner Label Eintakt stellt mit “Landscapes” sein neues Konzept in Sachen Compilation bzw. Sampler vor, die sich hauptsächlich auf organisch weichen Sound beziehen, was natürlich schlüssig in einer sehr deepen Akustik münden soll. Die erste Ausgabe steht nun in den digitalen Startlöchern und einige der Künstler wie z.B Bendejo und Telly Quin kennt man bereits von vorherigen Eintakt-Veröffentlichungen, aber es gibt auch einige ineressante Neuzugänge wie z.B. Michal Wolski und Shebuzzz, der bereits von DimbiDeep Music bekannt sein dürfte. Klanglich spielt sich alles im sehr zeitlosen, dubbigen Bereich ab, weit verzweigte Soundlandschaften und Effektspielerein prägen dieses Gesamtkunstwerk in einer Art Verschmelzung von House und Techno. Hört man alle Tracks am Stück hat man quasi die perfekte Afterhour parat und man bekommt Hunger auf die nächsten Episoden.

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Martin Nonstatic – Back on Earth (subspiele)

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Wer sich im Bereich Ambient und Dub Techno bewegt wird zwangsläufig über das kleine kölner Label subspiele stolpern und vermutlich dort auch des Öfteren wieder einkehren, was nicht zu letzt an der eigenen Basis ausgesuchter Künstler liegt. Das nun erste CD-Release ist exklusiv auf Bandcamp erhältlich und kommt von Martin Nonstatic, der mit “Back on Earth” quasi sein Albumdebüt liefert. Insgesamt 7 Tracks breiten sich über eine Spiellänge von 70 Minuten aus und laden auf ein außergewöhnliches Hörerlebnis ein. Die einzelnen Tracktitel referrieren dabei schon über die Weiten des Weltalls und bleiben diesem Ziel auch klanglich treu. Martin schafft es fast spielerisch die Gehörgänge mit weit flächigen Klangteppichen zu bespannen, gepaart mit glasklaren Hall und Delay-Effekten, minimalistisch eingesetzten Rhythmen und teilweise einem gewissen psychedlischen Touch, wie z.B.  in “Winds of Mars“. Die Klänge ziehen den Hörer dabei hypnotisch in ihren Bann und vermitteln eine extravagante Symbiose aus Dub, Ambient und Downtempo.  Es lohnt sich definitiv alle Viere von sich zu strecken und dieses Album in gesamter Länge zu genießen, man ist am Ende fast schon enttäuscht, dass die Reise schon vorbei ist, von daher Prädikat:  HABEN MUSS !!!

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Structures Vol.31 (Naked Lunch)

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Naked Lunch präsentiert mit “Structures Vol.31” die nächste Inhouse-Compilation, die sich definitiv gewaschen hat. Es gibt facettenreichen Techno vom aller Feinsten. Von düster treibend, über dubbig minimalistisch bis zum electrolastigen Dancefloor-Killer ist alles dabei. Unter anderem findet ihr hier exklusive Tracks von Audiomotor, Dennis Slim, Strobetech, Heilo Bitnik und vielen mehr. Für jeden Peaktime-DJ ist hier was am Start, eine Compilation die man sich definitiv nicht entgehen lassen sollte.

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Frank Hellmond – Five Days (Diametral)

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Diametral startet im neuen Jahr mit feinstem Deephouse. Frank Hellmond bringt mit “Five Days” einen fluffig weichen Groove an, der zum gepflegten Hüftschwung einlädt. Das Ganze kommt direkt in zwei Teilen, wobei der Erste eher perkussiv und verspielt anmutet, der Zweite dann eher gediegen und dezent zum träumerischen Verweilen einlädt. Die Remixe kommen von Helly Larson, der leicht treibend und minimalistisch zur Tat schreitet, während der Baumfreund Remix einen Abstecher ins Dubtechno-Genre macht und feine Ambientlandschaften aufweist. Sehr gelungenes Gesamtpaket.

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V.A. – Translucent Tracks (Etui)

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Der Name “Translucent Tracks” verspricht schon mal viel, und ich nehm es vorweg, er hält es auch. Deep und dubbig, zwischen House und Techno bewegen sich alle der vier Tracks, produziert von jeweils unterschiedlichen Künstlern. Echo Inspectors fahren mit “Parable” einen glasklaren Dub-Ambient-Raum auf der sich wunderbar mit dem Ping-Pong der übrigen Elemente ergänzt und die Hüfte automatisch kreisen lässt. Genre-Meister Quantec geht mit “Analog Effusion” da schon etwas rauher ins Gericht und garniert die harte Schale des Klangs mit weichen Effektspielereien. Labelhead Insect O. bedient mit “The Clouds above us” dann den eher epischen Part, mit weit gezogenen Flächen und treibender Bassline. Zum guten Schluss lässt es Frank Hellmond mit “True Lines” gediegen hypnotisch ausklingen, ein Track dessen Tiefe man erst bei mehrmaligem Hören wirklich begreift, und die Zeit sollte man sich definitiv nehmen.

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Graynoise – Io (Deeptakt)

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Deeptakt legt in nun schon kurzer Zeit das bereits vierte Release nach, diesmal mit Graynoise aus Ungarn, der mit „Io“ weitflächig durch die Gegend schwebt und eine etwas unaufregende, aber dennoch stilvolle Dubtechno-Atmosphäre schafft. Labelhead Narcotic 303 geht in seinem Remix dann noch einen Tick mehr in die Ambient-Richtung und wirkt mittels breiter Palette an Effekthascherei wesentlich komplexer und verspielter, mein persönlicher Fav auf der EP. Das zweite Original „Oxymoron“ bedient sich eines dezenten Housegrooves und vermittelt wesentlich mehr Abwechslungsreichtum zwischen den diversen Dubchords, sehr elegante Nummer die jede Afterhour bereichern wird.

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Kano’s Untergrund: Promotion oder der letzte Nagel zum Sarg!

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Irgendwie befällt mich der Zwang meine geistigen Ausdünstungen für dieses Jahr noch einmal mit Stil und Form in Worte zu fassen, zumal es langsam nicht mehr feierlich ist wie die Künstler (aka DJs und Producer) sich immer häufiger gegenseitig behandeln, gerade was den Promo-Bereich anbelangt.

Zur Information: Unter “Promo(tion)”  versteht man den Vorgang bei dem man für mehr oder weniger viel Geld jemand anderen beauftragt Werbung für die eigene Musik zu machen, in der Hoffnung das, für genau diese Werbung ausgegebene Geld, mittels dadurch generierter Mehrverkäufe  wieder reinzuholen. Man bezahlt quasi Geld für die Verteilung der eigenen Musik an andere, mehr oder minder, bekannte Persönlichkeiten, die dann die Musik für eine Gegenleistung in Wort und Schrift (Feedback) kostenlos herunterladen und Nutzen können. Grundsätzlich ein interessantes Konzept, ich bezahle meinen Nachbarn auch jeden Tag, damit er mit meinem Fahrrad auf Arbeit fährt.

Sicherlich ein Thema über das sich nun schon fast jeder ausgekotzt hat und da will ich mich auch gerne einreihen, und wenn ich schon zusehen muss wie kleine, idealistisch geprägte und passionierte Labels von diversen Promo-Anbietern förmlich illusioniert ausgenommen werden, im Glauben man könne die Verkaufszahlen signifikant erhöhen, dann wird mir tatsächlich schlecht, dann muss es einfach raus. Sicherlich gab es Zeiten in denen der Promokram funktioniert hat, dürften dann wohl die Vinyl-Only-Zeiten gewesen sein, denn am Anfang des Erfolgs steht solide Werbung, oder so ähnlich, hab ich mal irgendwo gelesen. Aber die Wurzel allen Übels ist doch der Umgang mit dem Promomaterial selbst auf der Empfängerseite. Natürlich wissen wir alle dass die DJs, gerade mit steigendem Bekanntheitsgrad von digitalen Promos förmlich überflutet werden, sich sogar eigene Lakaien anwerben um dieser Flut notdürftig Einhalt zu gebieten. Auch das Schindluder mit diversen, geheimen eMail-Listen bekannter DJs ist mir durchaus bekannt, doch rechtfertigt das diese ganze „THX, Downloading“-Lethargie? Das die Feedbacks auf versendete Promos mehr oder minder nur noch das eigene Ego streicheln ist sicherlich ein offenes Geheimnis, aber dann darf es doch wohl auch ein wenig mehr sein. Die Jenigen die am lautesten „respektiert die Künstler“ schreien, sind genau die, die es nicht einmal schaffen mehr als ein kleines „THX“ für den kostenlosen Download aus den Fingerkuppen zu pressen. Ist das nicht eigentlich der Deal?

 > Lade meinen Track kostenlos herunter wenn er dir gefällt, dafür sagst du mir kurz was du davon hältst! <

Ist es nicht fast schon ungerechtfertigte Bereicherung dieses stillschweigende Abkommen zu unterwandern, und so kostenlos an neue Tracks zu kommen, die man sonst teuer hätte auf diversen Portalen kaufen müssen. Ich denke mal ein Mr. Richie “Rich” Hawtin spielt aus dieser Sicht seine Sets grundsätzlich ziemlich kostengünstig, obwohl er sicherlich genug Flüssiges hat um sich täglich gigabyteweise Tracks zu kaufen. Aber hier steht es natürlich im Verhältnis, wenn er einen Track dann zumindest mal medienwirksam in einem seiner Sets verbaut und die essentielle, teilweise wochenlange, künstlerische Arbeit ungefragt mit seinen Sample.- und Effekteskapaden durch den Wolf dreht, drauf geschissen! Da ist einem doch ein konstruktives Feedback, das teilweise fast schon Reviewcharakter hat, von DJ Noname wesentlich lieber, zumindest hat dieser sich, wenn auch nur rudimentär, mit dem Sound auseinander gesetzt. Doch selbst DJ NoName beschränkt sich mittlerweile auf “Downloaded for DJ NoName”.

Wobei wir direkt beim inhaltlichen Teil des Feedbacks wären. Warum immer nur dieses primitive Tunnel-Denken – kann ich spielen, kann ich nicht spielen – und sich dann aber absolut open-minded auf Facebook oder sonstigen asozialen Plattformen auslassen. Haben die Leute sonst keine Meinung oder ist es zu schwer sich selbst eine zu bilden; sogar das adaptieren einer anderen Meinung wäre da fast schon verzeihlich. Sicherlich ist Chillout schlechter Hardstyle und auch Beethovens Fünfte kann man schwer im Club spielen, trotzdem kann man doch eine Meinung dazu haben! Erfordert nicht genau das einen gewissen Anstand und Respekt gegenüber den Künstlern und folglich gegenüber euch selbst? Die Leute sitzen tage,- ja wochenlang an einem Track und dafür sollte man schon ein paar mehr Tasten auf der Tastatur drücken können. Man bekommt mehr und besseres Feedback wenn man einen Titel direkt zum kostenlosen Download auf Soundcloud anbietet. Ein Hoch auf unsere tolle Szene!

… und btw – Zitat: “Hört auf mit euren scheiß Handys zu filmen und TANZT!

In diesem Sinne, Guten Rutsch, egal wohin!

Dave Marian – Similar Ways (DimbiDeep Music)

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DimbiDeep Music mausert sich Release für Release sicherlich zu einer der wohl interessantesten Adressen für Dubtechno. Die neue Veröffentlichung kommt von Dave Marian, der mit “Similar Ways” den passend warmen Sound für die kalte Winterzeit liefert. Mit enormer tiefe greifen hier die weiten Flächen um sich, garniert mit ordentlich Delay und Hall. “Last Change” wirkt da schon einen kleinen Tick dynamischer und unruhiger, lässt aber trotzdem genug Raum für ein entspanntes Hörerlebnis. An der Remix-Front befindet sich diesmal Rinno, der mit Dave zusammen das Label Quorum betreibt (sollte man sich definitiv auch mal anhören) und eine schön verspielte Nummer abliefert; und Matthias Springer der im gewohnt reduzierten Dimbidub-Stil auffährt. Prädikat: sollte man haben.

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Martin Nonstatic – Tarot (DeepTakt)

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Der Name GleichTakt dürfte den meisten sicherlich aus dem Netaudio-Bereich bekannt sein, analog dazu entstand jetzt das kommerzielle Schwesterlabel DeepTakt und der Name steht für sich. Die erste Veröffentlichung kommt vom Kölner Martin Nonstatic, der u.a. auch auf Dewtone und Sub.Spiele zu finden ist. Mit “Tarot” lässt er nun einen ausgereiften 3-Tracker vom Stapel der das Herz jedes DubTech-Liebhabers höher schlagen lassen wird. Den Titel-Track selbst gibt es dabei in zwei Ausführungen, zum Einen eher episch und lichtdurchflutet, zum Anderen eher dunkel und düster, durchsetzt mit leicht lethargischen Vocals, umgeben von tief verhallenden Echos und subversivem Groove, sehr feine Nummer. Zum guten Schluss repliziert “Meridian” noch den aktuellen Stand der Dinge, gerade was tanzbaren DubTechno anbelangt, durchzogen von endlosen Delays, Chords und reduziert perkussiven Elementen. In der Summe ein gelungenes StartUp, wir harren der Dinge die da noch kommen.

Stefan Tretau – Come on Over (ST Records)

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Mit der dritten Veröffentlichung auf ST_Records festigt Stefan Tretau die Reaktivierung seines Labels. „Come on Over“ heißt der neueste Fünf-Tracker und kommt mit melodischem Deep-House um die Tech-House-Ecke. Von der ersten Minute verbreitet Come on Over eine erwartende Grundhaltung, eine unverbindliche Vorfreude auf etwas Kommendes. Trotz deeper Chords nimmt der Track mithilfe leichter Pianosounds und einer kleinen Melodie eine fröhliche Gestalt an, der man sich kaum entziehen kann. Come on Over im Miles Deluxe Remix geht noch ein Schritt weiter als das Original und untermauert die Spannung mit einem fordernden Groove. Miles verbindet tiefe Chords mit einem hüpfenden Pendant, nur um die Spannung im letzten Drittel durch eine stimmungsgetriebene Überraschung zu lösen. Through Changes weiß mit mit der Einfachheit eines treibenden Grooves zu überzeugen und bleibt bis zum Ende im Retro-Look. Eine effektvolle Rim im ersten Teil und deepe Synthsounds im zweiten Teil lassen diese Stück zu einem echten Läufer werden. Nahezu losgelöst und mit rollender Bassline festigt Choose to See das fröhliche Gewand der EP. Ein in Delay getauchter Vocal, wie Regentropfen fallende Stabstil-Percussion und eine eingehende Melodie lassen dieses Stück äußerst angenehm im Ohr liegen. Inside of an Atom erkundet die Ausläufer von Dubtechno und Chillout. Einfache Chords, weite Gitarren Licks und sich bewegende Percussions machen den wohligen und poetischen Charakter des Stücks aus. Möglicherweise lassen die fröhlichen Melodien so manchen Hörer einige Millionen Kilometer weit entfernt zurück.

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Aksutique – Ignition Red Planet (Complex Textures)

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Complex Textures” ist ein neues kleines Label, das sich auf die Veröffentlichungen von Compilations in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Vertrieb DigDis spezialisiert hat. Wie der Name schon vermuten lässt wird hier auf das gesamte Spektrum der elektronischen Musik zurückgegriffen, von Techno und Industrial, über Deep und Dubhouse bis zum Downtempo, Ambient und diversen anderen abstrakten Speilereien. Die einzelnen Genre, sofern man das überhaupt noch kann, werden immer einer spezifischen Compilationen-Serie zugeordnet. Den Start macht “Ignition Red Planet” mit spacigen Downtempo und Loungeklängen zwischen Acid und Space Night, zusammengestellt vom Münchner “Aksutique” , der auch den passenden Mix dazu beisteuert. Den Mix gibt es exklusiv auf Play.FM zum onDemand-Hören, und im Package mit deinen einzelnen Tracks auf Beatport auch käuflich zu erwerben. Schauen wir mal was da noch so kommt.

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TRACKLIST:
WelcomeOriginal Mix
Damir Ludvig

SpacebyteOriginal Mix
Flashbeat Project

UniverseOriginal Mix
Klartraum

Lost in SoundOriginal Mix
Spinne

HopeOptimal Remix
Deep Shepherd, Emze Hack

A New Home, Another PlanetOriginal Mix
Miro Pajic

TauchfahrtOriginal Mix
Matthias Springer

Waking AloneOriginal Mix
Volunteer

HaltOriginal Mix
Moonwalker

AcidizedOriginal Mix
Tim Engelhardt

Word of the LordRemastered 2K9 Version
Michael Burkat

MireOriginal Mix
VidasM

Some MilesOriginal Mix
Audiokonstrukte

Voice StudiesOriginal Mix
Estroe

Welcome to the BlackoutAcappella
Paris The Black FU, Sierra Sam

Marko Fürstenberg – Amethyst (Ornaments)

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Marko Fürstenberg braucht man wohl kaum noch vorstellen, auch ein Review dürfte fast überflüssig sein, denn Marko ist sicherlich einer der wenigen Künstler der konsequent hochqualitativen Sound im Bereich Deep/Dub-Techno abliefert, nicht zu letzt hat er die Szene in vergangenen Jahren maßgeblich mit gestaltet. Trotzdem ein paar Worte zur aktuellen Platte auf Ornaments, wie üblich nur auf Vinyl und ganz chic im Clear-Marble-Stil. 2 Tracks gibt es diesmal, “Dwights Warning” dabei gepflegt subtil im Aufbau mit weicher Kick und dezenter Bassline, schwingend auf den Dubchords, nach dem Break mit kurzer Piano-Einlage darf man dann der historischen Rede von Dwight D Eisenhower lauschen. “Saturday 14th” legt sich dann etwas treibender ins Zeug, vom Sound her auch wesentlich homogener im typisch verspielt zeitlosen Stil, definitiv wieder ein Sammlerstück, das man nicht verpassen sollte.

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Lars Leonhard goes NASA

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Wenn man von sphärischem, dubbigem Ambient-Techno spricht kommt man am Düsseldorfer Lars Leonhard nicht vorbei, gerade was seine letzten Veröffentlichungen auf BineMusic anbelangt. Mit seinem Album “1549” hat er sich schon ein mal mit dem Thema der Luftfahrt auseinander gesetzt, die nächste Etage musste daher förmlich die Raumfahrt sein.

Am 20. Februar veröffentlichte nun die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA, fast schon traditionell, spektakuläre Videoaufnahmen aus dem Weltall, diesmal sogar aus der einzigartigen Perspektive des Solar Dynamics Observatory (SDO)-Satelliten, der aufgezeichnete Bilder der Sonnencorona zeigt. Und was passt besser zu einem Tanz über 50.000 °C Gaswolken als der spacige Sound von Lars Leonhard, aber überzeugt euch selbst!

An dieser Stelle natürlich unseren Glückwunsch an Lars für eine solch außergewöhnliche Kooperation, wenn das mal nicht der Griff nach den Sternen ist. Zur Ruhe kommen wird Lars dennoch nicht, die nächsten Veröffentlichungen stehen bereits auf DimbiDeep Music und Diametral an, und auch das neue Album auf BineMusic ” Seasons – Les Quatre Saisons” zusammen mit Alvina Red steht in den Startlöchern, dazu aber mehr beim nächsten Mal, wenn wir Lars im Interview haben.

Den Track zum Video gibt es übrigens für günstige 1,00€ auf BANDCAMP

 

Fingers in the Noise – CTRL+N (Kosmo Netlabel Free Download)

artworks-000039320367-q0zwpk-originalWer von Dub Techno und Ambient spricht, aber Fingers in the Noise nicht kennt, sollte definitiv das Genre wechseln, denn der Kollege ist im kommerziellen wie auch im Creative Commons Bereich mehr als nur umtriebig, und das immer auf einem hohen qualitativen Niveau. Zu unserer Freude gibt es daher die neueste Veröffentlichung zum kostenlosen Download auf Kosmo. “CTRL+N” nennt sich das Ganze, geteilt in drei Teile sprich drei einzelne Tracks, wobei “Part I” noch am ehesten Tanzpotential aufzeigt, während “Part II” und “Part III” zielstrebig in den Ambient und Listening-Bereich abtauchen. Generell ist das Release wie üblich mit fein modellierten Dub-Sounds und epischen Soundlandschaften durchzogen, viel Noise, Hall, Delay und sonstige feine Effekte mach dabei den typischen warmen FITN Klang aus und werden sicherlich jedem Genre-Liebhaber eine sehr angenehme Reise in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus bereiten.

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Håkan Ludvigson – Style EP (PurePureMusic)

HakanLudvigson_StyleEPMir ist vor ein paar Tagen eine Platte in die Hände gefallen, die mittlerweile schon eine Zeit lang auf dem Markt ist; aber sowas von genial produziert, dass ich es für wichtig halte, diese hier kurz vorzustellen.

Mit 27 war Håkan Ludvigson nicht nur Producer, Songwriter und DJ, sondern auch Label-Owner von “Substream”. Und vor einiger Zeit veröffentlicht er auf PurePureMusic die “Style EP“. Und die ist sehr stylisch. Auf der A-Seite findet man das instrumentale Stück “Style“. Dabei handelt es sich um ruhigen melodischen Deephouse-Track, der durch die analoge Produktionsweise eine sehr angenehme Wärme mit sich bringt. Auf der B-Seite findet man die Tech-House-Nummer “Darkness“, welche schon auf Håkan’s Album “Soulroom” veröffentlich wurde. Jetzt aber nochmal frisch überarbeitet und erneut mit feinen Vocals von Coni versehen wurde. Der dritte Track im Bunde nennt sich “Hold Yourself” und rundet das ganze Paket ab. Auch hier wurden Vocals verarbeitet, die einen gewissen Funk durchschimmern lassen. Die Platte ist einwandfrei produziert und lässt funktional keine Wünsche offen. Wenn auch die A-Seite noch mit solch tollen Vocals gefüttert worden wäre, dann wäre auch diese eine echte Vokal-Deephouse-Perle!

Das Ganze ist auf Vinyl und digital erschienen und wäre ich nicht mit der Nase drauf gestoßen worden, hätte ich eine richtig gute EP an mir vorbeigehen lassen…

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Matthias Springer – Egomaniac Remixes (Dreiton – Free Download)

DN026Es ist doch immer wieder schön zu sehen dass sich diverse Künstler nicht zu schade sind ihre Sound den Zuhörern auch kostenlos zu überlassen, so nun ein mal mehr Matthias Springer, der nach dem Gletscher Release erneut interessante Remixer um sich sammelt um ein rundum deepes und abwechslungsreiches Release unter die Massen zu bringen. Das Original von “Egomaniac” geht betont tanzbar und housig ins Rennen, wobei die dubbigen Elemente nicht zu kurz kommen und auch die Liebhaber dezenter Acid-Spielereien auf ihre Kosten kommen werden. An der Remixfront stehen diesmal zum Einen alte Bekannte wie Lars Leonhard und Matteo Pitton, aber auch neue Bekannte wie Telly Quin und Label-Chef Frank Hellmond höchst selbst, die es alle schaffen eine enorme Deepness aber auch den ganz eigenen Stil in die jeweiligen Remixe zu transportieren ohne dabei das Original aus den Augen bzw. Ohren zu verlieren. Ein rundum gelungenes und zeitloses Paket zwischen Deephouse und Dubtechno, wie üblich zum kostenlosen Download auf Soundcloud, Bandcamp und natürlich der Dreiton Webseite. Achso zum guten Schluss gibt es noch einen Nachzügler-Remix von Substakt, der doch leichte Tendezen zu Basic-Channel mitbringt.

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Sonodab – Nowhere EP (Supplement Facts)

6207057Guy Gerber beweist einmal mehr, dass er ein gutes Händchen in der Auswahl seiner Künstler hat und mit Sonodab betritt sicherlich kein unbekannter die Bühne, denn der gebürtige Spanier versteht es in seinen Werken problemlos den Bogen zwischen eingängigen House-Rhythmen und deepen Dub-Sounds zu spannen. „Acid Rhythm“ grooved dabei gemächlich vor sich hin, wobei sich ein dezentes Synth-Pad immer wieder vom Hintergrund in den Vordergrund schiebt und einen coolen Ping-Pong-Effekt erzeugt. „Ars Geotia“ chilled sich dann gediegen dubbig und reduziert durch die Gehörgänge, wohingegen „Freak“ sich eher in einem verspielten Deephouse-Bereich aufhält und den Hörer auf eine Reise durch zeitlosen Sound einlädt. „Bon Voyage“ geht im Vergleich zu den bisherigen Tracks fast schon steril paranoid zur Sache und entwickelt erst zur Mitte hin einen leicht warmen Charakter, fällt aber immer wieder in den minimalistisch verzweigten und leicht kranken Sound ab, für Abwechslung ist hier definitiv gesorgt.

 

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Frank Martiniq – Insomniac EP

Der Wahl-Berliner Frank Martiniq präsentiert seine neueste Veröffentlichung auf seinem Stamm-Label Curl und überzeugt erneut durch die epische Tiefe in seinem Sound. Der Titeltrack “Insomniac” erzeugt vom ersten Beat an eine enorm hypnotische Wirkung, getragen auf einem geschmeidigen 303-Bass, umgeben von warmen Dub-Chords und dezenten Perkussionen. Auch im Peak wird noch einmal subtil an der 303 gedreht die sich dabei gediegen durch die Gehörgänge schraubt. “Under the Boardwalk” drängt dann förmlich auf die Tanzfläche und auch hier wird der Hörer zum Schweben eingeladen, prägnante Chord-Stabs, diverse Synthies und Flächen bilden hier eine komplexe Soundlandschaft die den Groove förmlich gepachtet hat. “So far so Good” bildet zum Abschluss noch den experimentellen Part der EP, etwas gewöhnungsbedürftig vom Beat her, mit einem leichten Ambient-Charakter im Background einer Menge an Filterspielereien im Vordergrund, wird der Track in erster Linie wohl Liebhaber des Genres ansprechen. In der Summe eine sehr feine Sache bei der man zugreifen sollte.

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FEATURED ALBUM

Matthias Springer – Disruption of the Mind (Diametral)

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FEATURED DUB TECHNO

Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

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FEATURED TECHNO

Structures Vol.31 (Naked Lunch)

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RANDOM FEATURE

Buttha – Hereos EP (Black is Black)

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