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Marko Fürstenberg – Amethyst (Ornaments)

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Marko Fürstenberg braucht man wohl kaum noch vorstellen, auch ein Review dürfte fast überflüssig sein, denn Marko ist sicherlich einer der wenigen Künstler der konsequent hochqualitativen Sound im Bereich Deep/Dub-Techno abliefert, nicht zu letzt hat er die Szene in vergangenen Jahren maßgeblich mit gestaltet. Trotzdem ein paar Worte zur aktuellen Platte auf Ornaments, wie üblich nur auf Vinyl und ganz chic im Clear-Marble-Stil. 2 Tracks gibt es diesmal, “Dwights Warning” dabei gepflegt subtil im Aufbau mit weicher Kick und dezenter Bassline, schwingend auf den Dubchords, nach dem Break mit kurzer Piano-Einlage darf man dann der historischen Rede von Dwight D Eisenhower lauschen. “Saturday 14th” legt sich dann etwas treibender ins Zeug, vom Sound her auch wesentlich homogener im typisch verspielt zeitlosen Stil, definitiv wieder ein Sammlerstück, das man nicht verpassen sollte.

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Roberto – Contemplation Zone (Affin)

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Affin bewegt sich weiter auf dem neu eingeschlagenen Weg der eher dubbig, düsteren Techno-Klänge, so auch mit dem neuen Release von Roberto. Mit “Judah” stellt dieser auch direkt unter Beweis, dass er weiss wie der Hase läuft und schiebt dabei über trockene Kickdrums sehr perkussiv auf die Tanzfläche, was leicht an reduzierten Detroit-Sound erinnert. “Contemplation Zone” dann ähnlich strukturiert und metallisch klingend, unterlegt mit ein paar feinen Chord-Pads. “Kai Zen Dub” ist hier mein persönlicher Fav, aber gut ich mags auch lieber etwas ruhiger und tiefgängiger vom Sound, sehr schöner, und trotz der wenigen Elemente, fluffig wirkender Sound. “Morning Sun” gibt zum Schluss nochmal Gas und lässt sich auf den massiven Synthies ordentlich nach vorn treiben, gibt es allerdings leider schon zu Hauf, von daher kein Innovations-Preis, aber das Tanzbein zuck allemal.

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Expander & Thinkfreak – The End of the World (Soniculture)

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Grundsätzlich dachte ich das Thema Weltuntergang sei vom Tisch, nicht so für Expaner & Thinkfreak, die es auf ihrem Label Soniculture nochmals aufgreifen. Die Thematik ansich ist bei dem Sound egal, denn der hat es in sich. “Apocalypse” schiebt mit gefilterter Kick düster in die Beine und spult durch den subtil verdrehten Synth auch direkt ins Gehirn, das dürfte daher auf der Tanzfläche allein mit Strobo und Nebel am besten funktionieren. “Eschatology” geht da schon etwas fröhlicher zur Sache, drück aber nicht minder im Gesicht und greift dabei den aktuellen Dub-Tech-Vibe mittels liquider Synth-Chords auf. Zum guten Schluss mach “The World to come” noch einen Abstecher ins Offbeat-Metier, dunkel, bedrohlich und mit passend diabolischer Stimme die nebenbei erzählt was sie so von der Ganzen sache hält. Im Grunde alles nichts Neues, aber definitiv funktional, es darf getanzt werden.

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Matthias Springer – Body Spam (TicTacToe)

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Matthias Springer tümmelt sich in letzter Zeit auf diversen Labels, das auch immer mit sehr variierendem Sound, obwohl man doch immer einen gewissen Hang zum dubbig deepen erkennen kann. Entgegen sonstiger Releases ist “Body Spam“, gerade auf dem dänischen Label TicTacToe erschienen, cluborientiert und wesentlich tanzbarer, was allein schon die wuchtige Kickdrum aus macht, dazu gibt es ein paar reduzierte Percussions und raue Synth-Stabs,  im Grunde nichts all zu Besonderes, aber durchaus funktional. Wesentlich komplexer wirkt da schon der “Echo Mix” von Labelhead Patrick Bateman, der sich hier fröhlich an jeglichen Arten von Delays und Hall-Effekten zu schaffen macht, trotz der fast 10 Minuten Länge dabei aber keine Langeweile aufkommen lässt. Der eigentlich Main-Track sollte meiner Meinung nach dann schon “Lost Impact” sein, hier ist Herr Springer wohl auch eher in seinem Metier, eine umfassende detroitlastige Pad-Landschaft mit experimentellem Charakter und kräftigen Offbeats laden zum Schweben ein. Ebenfalls macht sein Alter-Ego-Remix eine sehr schöne Figur und repliziert den typisch abstrakten Dimbidub-Stil. In der Summe auf jeden Fall abwechslungreich und definitiv einen Hörer wert.

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Patrick Bateman – OXO (Affin)

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Es ist doch eher selten, dass TicTacToe Labelhead Patrick Bateman auf einem anderen Label als seinem Eigenem veröffentlich, die Ausnahme macht er diesmal für Affin, und hier lohnt es sich definitiv reinzuhören. Basierend auf einem Sample-Paket von Mattias Fridell begibt sich Patrick mit drei Tracks in verauscht, deepe Technogefilde mit einer ordentlichen Portion Dub und Filterspielereien die ausgiebiges Tanzpotential liefern. Sehr interessant hierbei finde ich „Oxo2“ der in reduzierten Dub-Techno mündet und eine komplexe Soundlandschaft aufbaut die mit diversen Shuffle-Effekten durchzogen ist. Im Woo York Remix wird es dann noch einen Tick straighter mit leichten Detroit-Touch und monotonem Hypno-Charme. Erstklassiges Dub-Tech Release, bei dem gerade Liebhaber ihre Freude haben werden.

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M. Weber – Belsebub (Bigger Deer)

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Ja die Briten fischen wieder in deutschen Gewässern, was ja im Dub-Techno-Bereich durchaus Sinn macht, und hier wurde der Freiburger Newcomer Manu M. Weber an Land gezogen, es hat sich definitiv gelohnt. Es gibt insgesamt 3 Tracks feinsten State of the Art Technos auf die Ohren, natürlich wie angekündigt mit einer ordentlichen Portion knackiger Dub-Chords im LoFi-Stil, so wie es sich gehört. Genau das richtige Material für düstere Morgenstunden im Club, einzig das Vocal in „Belsebub“ ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber dafür werden ja noch die beiden Remixe gereicht, die glücklicher Wiese gänzlich darauf verzichten, stilistisch aber vollkommen ins Programm passen. In der Summe sehr solides und aussagekräftiges Release an dem man nur schwer vorbei kommt wenn man sich in den dunklen Ecken des Dub-Technos wohl fühlt, von daher sicherlich ein neuer Künstler den es zu beobachten lohnt.

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Nina Kraviz – Steve Rachmad & Kink Remixes (Rekids)

Eines der diesjährigen Highlights war sicherlich Ninas „Ghetto Kraviz“ und wer würde sich da für ein Remixprojekt nicht besser anbieten als Altmeister Steve Rachmad der das Original direkt in zwei neuen Interpretationen abliefert. Im „Jack Mix“ geht es erstmal trocken stampfig zur Sache, dazu wird das Vocal im Fordergrund durch die Gegend geschickt bis im Break die Synth-Pads einsetzen und Gänsehaut erzeugen, subtiler Techno mit Detroit-Flavour. In der „Scorp Interpretation“ geht es wesentlich verspulter zu Sache und allein der verpeilte Synthie erinnert schon an gute alte Zeiten in denen man im Club lediglich Strobo und Nebel benötigte um glücklich zu sein. „Love or Go“ wird zum guten Schluss noch von Kink remixed und dabei wird es noch mal schön groovig deep, wobei der sich hochziehende Synth leicht psychotisch wirkt, perfekt für die Afterhour um dem Feiervolk den Rest zu geben.

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Unbroken Dub – Checkpoint EP

Ein frischer Dub-Techno-Wind weht um die Ecke und der kommt diesmal aus Sibirien. Unbroken Dub ist in einschlägigen Kreisen durch seine bisherigen Releases auf RAWAX bekannt und gibt nun auf dem renomierten Label Delsin sein Debut. 3 Tracks erwarten den Hörer auf der Checkpoit EP, die so gleich und doch unterschiedlicher kaum sein könnten. “I want to make this louder” könnte treffender kaum sein, denn hier gibt es feinste Dub-Ambient-Flächen die durch diverse Filterspielereien geschoben werden und in einenen zeitlos schwebend Detroit-Track münden. “Det Special” hingegen wirkt wesentlich abstrakter und experimenteller, doch auch hier ist die Affinität zu den diversen Dub und Noise-Elementen deutlich erkennbar. “Insane” macht den Abschluss und wirkt auf den ersten Ton vielleicht etwas konfus, aber das rechtfertigt allein schon der Name. Bei genauerem Hinhören merkt man jedoch die Detailverliebtheit, die hier durch hochtönige Acidspielerein mittels 303 nahezu exzessiv ausgelebt wird. Sehr schönes Release für Liebhaber und für Alle die ihren musikalischen Horizont erweitern wollen.

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Kai Randy Michel – Purple Road EP

Mit der Purple Road EP startet das Münchner Label “Cromosom” seine digitale Serie deren Ziel es its eine experimentelle Spielwiese für die Künstler zu bieten, wobei der klare Bezug zum Techno stets gegeben sein soll. Den Auftakt macht kein geringer als Kai Randy Michel, der mit „Purple Road“ ein schon etwas älteren Track re-modelliert und im neuen Mastergewand zeigt, und dieser hat es in sich, nicht zu letzt was den ultratiefen Sub-Bass anbelangt. Tony deKaro macht sich große Teile des Original zu eigen, driftet dabei aber in wesentlich melodiösere Bereiche ab, Plasmic Shape indess formiert alles von Grund auf neu und stampft sich ordentlich verzerrt direkt in die Hüften. Den Abschluss macht „Oceanic“ ein genialer Old-School Kracher der an vergangene Zeiten um die 2000er erinnert, schön tribalig gepaart mit epischen Flächen, so was hab ich schon lang nicht mehr gehört, einfach schön.

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Heidi presents Jackathon Jams feat. Maya Jane Coles, Miss Kittin & Tini

Geballte Frauenpower auf HPJJ, weil der Labelname mal einfach zu lang ist und das Release an sich wohl keinen eigenen Namen bekommen hat, ursprünglich aber wohl aus dem Hause Get Physical stammt. Maya Jane Coles startet hier mit „Getting Freaky“, was einem während des Tracks auch permanent durch eine düstere Stimme eingetrichtert wird, den Tracknamen wird man also eher nicht so schnell vergessen. Soundtechnisch ist der Track schön groovig und treibt die Gebeine ordentlich an, alles in feinster Techhhouse-Manier. Miss Kittin mit „Girlz“ dann gewohnt electro-lastig mit permanent technoidem Hang und prägnanten Bass-Synthies, dazu noch ein etwas plakativ eingesprochenes Vocal, was aus feministischen Gründen aber sicherlich sein musste und sicher auch zum Konzept passt, ändert aber natürlich nichts daran, dass es hier sicherlich heiße Tanzflächen geben wird. Sahnehaube auf dem leckeren Eisbecher dann zum Schluss der Tini Remix, reduziert minimal, verschraubt, verschufflet und mit einem super deepen Sub-Bass.

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Strip Steve – Astral Projection (Boysnoize Records)

Sommerlich und beschwingt geht’s bei Strip Steves neuem Release auf BNR los, klassische 80s Synthies , eine groovige Bassline gepaart mit einer eingängigen Melodie und sonnigen Vocals, genau das Richtige um unbeschwert im Cabrio durch die Gegend zu cruisen. Zum Original gibt es dann noch eine Menge an Remixen, von Andy Petr, Kink und Boys Noize, die es sich natürlich nicht nehmen lassen auf dem eigenen Label auch etwas beizusteuern. In der Summe ein rundes Release mit schönem 80er Disco-House-Flair und trotzdem genug Abwechslung innerhalb der einzelnen Remixe um mehrere Zielgruppen zu bedienen.

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Sterac aka Steve Rachmad – Secret Life of Machines (100% Pure)

Das geheime Leben der Maschinen” war das regulär erste Album-Release auf 100% Pure, welches 1995 von Sterac aka Steve Rachmad veröffentlicht wurde und sicherlich als einer der Meilensteine im Detroit-Techno-Bereich gilt. Natürlich lädt das ein hier mal alles was Rang und Namen hat in die Remixpflicht zu nehmen. Joel Mull, Marc Romboy, Heiko Laux, Samuel L. Session, Christian Smith, Ricardo Villalobos, Joris Voorn, Klartraum, Vince Watson und Labelhead 2000andOne selbst haben sich hier ihre persönlichen Favs vorgenommen und im eigenen Stil interpretiert. Allein schon diese Aufzählung steht für Qualität und Bedarf eigentlich keiner weiteren Ausführungen. Hier ist alles in Vollkommenheit an Board, von chilligem House bis zu treibend industriellem Techno. Meine persönlichen Picks hier Joel Mulls Version von „Axion“, super geiler und aggressiver Floor-Burner und Ricardos „Sitting on Klaus Remix“ von „Sitting on Clouds“, und hier ist der verquerte Name schon Programm, genial verschrobener Afterhour-Sound wie zu besten Zeiten. Absolutes MUST HAVE!

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Darling Farah – Body (Album – Civil Music)

Innerhalb von 3 Monaten hat der gebürtige Detroiter Darling Farah sein Debut-Album auf Civil Music zusammengeschraubt in dem es grundlegend sehr düster und experimentell, bisweilen auch industriell zugeht. Sehr viele rauchige und dunkle Soundlandschaften schieben sich auf Grund diverser Off-Beats ein wenig gewöhnungsbedürftig in die Ohren wie z.B. bei „North“ und „Forget It“. Etwas geradliniger geht es dann schon beim Titeltrack „Body“ zu, der es zudem auch mal über die 4 Minuten Laufzeit hinaus schafft. Es gibt gediegenen Dub-Tech Sound mit reduzierten Perkussionen und einem Hauch von Detroit, wie soll es auch anders sein.  „All Eyes“ und „Fortune Part II“ seien an der Stelle noch mal als herausragender deeper Techno erwähnt, deren Kauf sich für Liebhaber definitiv lohnen wird. In „Aaangel“ hingehen wird es dann sehr chillig mit Hang zum Ambient basierend auf einigen 303 Einlagen. In der Summe eine solide produziertes Album bei dem man sich kaum über fehlende Abwechslung beklagen kann, dafür könnte der ein oder andere Track durchaus etwas länger sein und mehr Charakter haben.

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FEATURED TECHNO

Nicole Moudaber - Believe (Album Release - Drumcode)

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Yoshihiro Arikawa - 6ft under the Pole (Swap)

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