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Johannes Heil – Per Disciplinum Mea Lux Videbis (Uturn)

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Leider muss ich das Review anteilig revidieren, nachdem uns einige Leser darauf aufmerksam gemacht haben, dass es sich lediglich um ein Re-Release der bereits 1998 auf Uturn erschienenen 2×12″ handelt, die ist mir damals wohl oder übel durch die Lappen gegangen, Asche über mein Haupt … aber nach 15 Jahren werden es viele dennoch als neu empfinden, der Sound spricht dabei natürlich für sich, auch wenn er schon Jahre auf dem Buckel hat, so fällt das kaum auf… persönlich hätte ich mir etwas wirklich Neues gewünscht, aber da ich die Scheibe bisher selbst nicht kannte, komme ich auch damit sehr gut klar und werde meine Sammulung vervollständigen.

Ganz ehrlich, ich habe wirklich lange darauf gewartet und nach der letzten Lifesigns EP war ich noch etwas zurückhaltend, weil hier die Uniqueness noch irgendwie gefehlt hat. Mit “Per Disciplinum Mea Lux Videbis” kann man nun aber sicherlich verlauten, Johannes Heil is back! Gut, im Grunde war er nicht wirklich weg, musikalisch, für meinen Teil allerdings schon. Das neue Release kommt auf Uturn, einigen vielleicht noch als Sublabel von Heiko Laux Kanzleramt bekannt, und der Sound knüpft quasi nathlos daran an, der lateinische Titel spricht dabei schön Bände. “Per Disciplinum Mea Lux Videbis” kommt mit insgesamt 7 Tracks daher und man hört schon in “Part 1” , it’s Heilstyle again. Durchdringend raue Beat-Gerüste ohne jegliche ablenkende Beschönigungen, natürlich akustisch dem Stand der Zeit entsprechend in Symbiose mit alt bewährtem. Man hört einfach wieder wer den Sound kreiert hat, verplant, verspult, fast schon krankhaft psychotisch und doch hypnotisierend ohne Kompromisse. “Part 5” erinnert dabei sogar leicht an den Klassiker “Feiern” , wobei dieser hier ganz ohne Kicks auskommt und daher eher für künstlich erzeugte Breaks im DJ-Set herhalten wird. Meine personlichen Favs hier definitiv Part 1, 2 und 6 , alles durchdringender Loopsound mit subtilen und wirkungsvollen Veränderungen die einen bei geschlossenen Augen auf der Tanzfläche in andere Dimensionen transportieren, ick freu mir und hoffe da kommt noch mehr!

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Function – Incubation (Ostgut Ton)

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Der New Yorker David Sumner aka Function, nicht zu letzt bekannt durch Sandwell District, bringt sein Solo-Debut-Album auf Ostgut Ton, und allein die Kombination lässt schon viel erwarten. Insgesamt 9 Tracks führen durch das Album, welches einer Reise durch elektronische Gefilde gleicht und sich nur schwer einem bestimmten Stil zuordnen lässt, was natürlich am Ende immer für die Vielfältigkeit eines Künstlers steht. So startet das Album erst einmal mit einer ausgedehnten Listening-Landschaft, die melodische Parts mit Ambient mischt, bevor es in „Against the Wall“ dann doch direkt auf die Tanzfläche geht, ausgereifter BigRoom-Sound mit viel Hall und Acid. „Counterpoint“ trifft es dann auch irgendwie, denn hier geht es schon fast psychedlisch zu, wobei gerade die hohen Töne vielleicht einen Tick zu grell geraten sind, analog dazu bewegt sich auch „Inter“. Die restlichen Tracks wie z.B. „Incubation“ selbst oder „Voiceprint“ orientieren sich dann wieder eher am Dancefloor und kombinieren eine düstere Grundstimmung und hypnotische Monotonie mit diversen, verspielten und ausgiebig modellierten Soundeffekten. In der Summer sehr schönes, von verspielt bis treibend reichendes Album, das für jede Lebenssituation den passenden Track anbei hat.

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Go Hiyama – Discreet Marble EP (Warm Up Recordings)

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Go Hiyama, Go… mehr muss man eigentlich nicht sagen, denn das Ziel ist bekannt, die Tanzfläche zum kochen zu bringen. Abstrakt treibend industrieller Techno-Sound mit leicht psychotischen Tendenzen durchzieht das gesamte Release, wobei „Dull Acuity“ selbst hier sicherlich direkt für die Peaktime gegossen wurde. „Common Blank“ geht es da schon wesentlich ruhiger und reduzierter an, dürfte dennoch aber wohl einige Leute zur richtigen Zeit um den Verstand bringen. Oscar Mulero baut dafür das Original sogar in 2 Remixen noch zu absoluten Fegefeuern um, es kracht gewaltig, dunkel, düster und kompromisslos. „First Refusal“ macht den Abschluss und entpuppt sich nach anfänglich fast chillig diabolischen Sounds zur kleinen Geheimwaffe dieser EP.

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Shifted – Razors EP (Mote Evolver)

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Es knarzt und kracht direkt wenn man “Razors“ in den Player schiebt, gedrungen und subtil aggressiv schiebt sich die trockene Kick und die Lofi-Bassline ins Gehirn, wobei der wirkliche Aha-Effekt doch irgendwie fehlt. „Over“ wirkt da schon etwas grooviger und mittels diverser Hall und Delay-Effekte auf den metallischen Synths wesentlich abwechslungsreicher. „Bloodless“ indess fördert den guten alten Sound zu Tage und schraubt sich mit dem schranzigen Basisloop gepflegt in die Gehörgänge, wenn man es nicht besser wüsste könnte man hier auch auf eine der ersten Fine Audio Recordings tippen, mein persönlicher Fav auf der EP. „Trouble“ geht dann nochmal etwas in die deepere Techno-Richtung mit wobbelnder Bassline und einem Mono-Synth der sich stetig im Track auf und ab bewegt, klingt aber leider irgendwie etwas unsauber. Bodenständiger Technosound, dem es am Ende aber an Charakter und Überzeugungskraft fehlt.

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Notfromearth – The First Contact (Prologue)

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Mit der neuen Notfromearth geht es auf Prologue diesmal sehr cineastisch und experimental zur Sache, und genau dafür steht das Project als solches auch. “The Shift Experience” startet dahin gehend auch direkt mit einer düsteren und weit verzweigten Soundlandschaft, die man wohl problemlos in diveresen Endzeitfilmen verbauen könnte. Ähnlich geartet dann “The Fall on Earth” , wie auch “The First Contact” selbst, wobei dieser dann fast schon lieblich wirkt und perfekt zum Abspann passen würde. Das war im Grunde der Teil für die Open-Minded-People, aber auch der eher typische Prologue Sound kommt nicht zu kurz, im Besonderen “The Human Core” treibt hier schön dunkel über die Tanzfläche und versprüht einen leicht psychotischen Charme. In der Summe sicher kein Über-Release und für den ein oder anderen gewöhnungsbedürftig, dafür definitiv mal etwas anderes im ach so tristen Einheistbrei.

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Monya – Somatics (Berlin Consumer Records)

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Protect your Brain, BCR goes Vinyl, und mit Monya konnte man den Start wohl kaum besser wählen, denn es scheppert gewaltig, definitiv nichts für schwache Nerven. Hardcore-Sounds gepaart mit psychotischen Ambient-Drones öffnen die Tür in eine wirklich kranke Seele. Wer jetzt noch leben sollte wird direkt von Steve Stoll in die Mangel genommen, der nicht gerade zimperlich mit seinen Hörern umgeht, brachialer Loop-Sound at its best! Mit Bas Mooy nimmt de Akustik-Tortour auch kein Ende, gestörter industrieller Techno-Sound den man bei NDW-Freunden gezielt als Folterwerkzeug einsetzen könnte. Mit Joseph McGeechan wird es zum Schluss dann noch gebrochen abstrakt aber nicht minder krank, wer seinen Feierfreunden also keine Gnade gewähren möchte ist hier genau richtig, der Sound nagelt einen förmlich auf dem Dancefloor fest!

Proxy – Music from the Eastblock Jungles (Turbo)

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Proxy ist einer der umtriebigsten Künstler aus Russland, der den Rave-Spirit mehr in sich trägt, als so manche Generation vor Ihm. Die Inspiration, die er durch The Prodigy erfuhr, ist eindeutig hörbar, so z.B. in „Raja Ganja“ oder „Raw“. Breakbeats gibt es in „Junk“ noch und nöcher, während sich „Audio 15“ im Acid verliert. Aber auch ruhiger kann er. Dies beweist er z.B. im Ambient-Werk „Nonamed“ oder im Track „9000“, der an starke Hip Hop Headbanger erinnert. „Music From The Eastblock Jungles“ umfasst insgesamt 20 Tracks, die sich quer durch alle musikalischen Strömungen schlagen. Weil das zu viel auf einmal ist, wurde Part I bereits Ende 2012 released und Part II ist vor kurzem erschienen.

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ad.lib & Silvision – Redout (Gynoid Audio Ltd.)

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Mit einem leuchten grünen Vinyl ist die neue Gynoid Audio nicht nur einen Hinhörer wert, sondern sicher auch ein ordentlicher Blickfang auf dem Plattenteller. ad.lib & Silvision haben zu letzt schon auf Joachim Spieths Label Affin ordentlich gerockt und setzen nun auf dem australischen Label Gynoid Audio noch einen drauf. „Redout“ kracht dabei brachial in die industrielle Technoschiene und lässt mit dem subtil böse wirkenden Bass sicher keinen Stein auf dem anderen. Im Ascion Remix geht es nicht weniger industriell zu Sache, man fühlt sich irgendwie in eine den 20er Jahren entsprungene Maschinenfabrik versetzt in der man Löcher in Metallplatten stampft, kompromisslos funktional und knochentrocken wird hier auf die Tanzfläche eingehämmert.

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Contra-Beatport-Feature #001 : Legowelt

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Nachdem ich mich ja auch ab und zu durch die Beatport-Features (die gaaanz großen mit dem Porno-Banner) klicke und mir des öfteren denke, wie kann das sein … an der Musik kann es offenhörig nicht liegen, von daher macht es doch Sinn mal meine jeweilige Gegendarstellung zu schreiben. Los gehts mit der neuen “Star Gazing EP” von Legowelt, die zum einen als Deephouse deklariert wird, als Feature dann aber unter Techno zu finden ist, naja gut zum Genre-Wahnsinn auf BP brauch man glaub ich eh nichts mehr sagen. Persönlich bin ich schon irgendwie ein Legowelt-Fan, besonders der älteren Sachen, erinnere man sich an den feinen Remix für Johannes Heil, lang nichts mehr von gehört, daher mal drauf gedrückt und reinhgehört. “Star Gazing” ist schonmal sehr verwirrendes Material was vermutlich mit künstlerischer Freiheit und kreativem Experimentalismus gerechtfertigt wird. Broken-Beats, Unmengen an Synthies die irgendwie alle machen was sie wollen, Solo vielleicht sogar eine Harmonie erkennen lassen, dazu noch strange Pausen mit Sirenen und ein paar Vocals, naja die ruhigeren Stellen sind teilweise sogar annehmbar, ansonsten aber einfach nur stressiger Sound ohne Ästhetik. “Visions in my Mind” eigentlich der einzig verwertbare Track mit leichtem Indie-Disco-Einfluss, sicher auch Geschmacksache, aber zumindest problemlos hörbar. Zum guten Schluss “Wayfaring Stranger” , hier lässt zumindest der Name keine Wünsche offen, ansonsten oldschooliger Acid-Rave-Sound mit moderner Wärme, hat irgendwie was, aber irgendwie auch wieder nicht.  Legowelt auf dem großen Banner sieht halt besser aus als DJ Hugendubel … in diesem Sinne, bis zum nächsten mal. (MFS)

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Frau Anke – Fighter Queen (Dark Net)

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Das neueste Release auf dem australischen Label DarkNet kommt diesmal aus Deutschland und zwar von Frau Anke, und die Kampf-Braut lässt mit “Fighter Queen” ordentlichen Hausfrauen-Techno vom Stapel. Solide stampfender leicht industriell wirkender BigRoom-Sound der sich problemlos in jegliches Peaktime-Set einfügen wird. “Won” hingegen bringt einen gewissen Rave-Touch mit sich, aber es könnte wohl auch ein Bohrer beim Zahnarzt sein,  zum Glück muss man das Gefühl hier ab nur in die von sich weg fliegenden Beine transportieren. An der Remixfront tummelt sich dann was Rang und Namen hate, Kai Randy Michel schraubt sich ordentlich trocken in die Gehirnwindungen, während Brian Burger fast schon minimalistisch in den Acid-Bereich mittels subtiler Sägezahnbassline abtaucht, es dann aber nochmal ordentlich krachen lässt. Den Abschluss macht Bitterstrom, mit dem für meinen Teil feinsten Track, schön düster schiebender Psycho-Techno, genau das Richtige um das Feiervolk platt zu machen. Top Notch!

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Neufeld Records – 3(03) x Free Downloads!!!

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Um Clemens Neufeld vorzustellen bedarf es grundsätzlich keiner großen Worte, zudem würde es der Vollständigkeit halber auch den Rahmen sprengen, daher gehen wir direkt ins Eingemachte. Nach den wohl allerseits bekannten Labels “FÖN” und “Giant Wheel” folgt nun das dritte Label, welches sich direkt den Namen “Neufeld” zu Eigen macht. Vom Sound her gehts es, Gott lob, direkt auf die Acid-Schiene, und ganz ehrlich der Sound fehlt zur Zeit einfach definitiv. Fleißiges 303-Geschraube mit Oldschool-Charme im neuen Technogewand steht auf der akustischen Speisekarte, so muss das sein. Die ersten zwei Vinyl-Scheibchen sind bereits auf dem Markt und erfreuen sich wachsender Beliebtheit, wobei das Original jeweils von Clemens selbst kommt und das Ganze dan mit jeweils drei Remixen von u.a. Gabeen, Paul Birken und Mark Hawkins bestückt wird. Das dritte Exemplar ist bereits auf der Startrampe, hier gesellen sich dann G-Man und Angel Alanis zu den Remixern, natürlich immer auf schwarzem Gold, und für die die es nicht besser wissen natürlich auch digital ;-) … zur Feier des Tages und sicherlich für alle beteiligten die beste Lösung in Sachen Promotion, ein paar Tracks FOR FREE zur Verfügung stellen. Dafür gibt es eine weitere Ausführung von “Acid Is” von Clemens selbst und zwei neue Interpretationen von “Sawtooth Grinder” , dem sich Sebastian Bayne angenommen hat …. es lohnt sich, reinhören, downloaden, teilen … viel Spass!

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Alan Fitzpatrick – 9 Hours Later – M.Suckut Redefinitions (8 Sided Dice)

6349605Alan Fitzpatricks Label 8 Sided Dice etabliert sich kontinuierlich zu einem der wichtigsten Techno-Labels der aktuellen Zeit, so wird das erste Release “9 Hours Later” von 2008 nun durch die Remix-Maschinerie gejagt. Den Anfang macht kein geringer als Markus Suckut mit seinen „Redefinitions“ zum Original. Es geht gewohnt trocken mit typisch stumpf scheppernder Kickdrum voran, dazu ein reduziertes Perkussions-Gerüst mit Detroit-Anleihen und einem subtilen Bass der gemächlich durch die Gegend wobbelt. Hier und da noch ein paar ausgewählt platzierte Reverb-Effekte und fertig ist ein feiner Dancefloor-Schieber. Die zweite Redefinition wirkt da im Grunde schon wesentlich wärmer und verspielter, allein schon durch die volumige Kickdrum. Auch hier werden Hihat und Snare wieder sehr reduziert eingesetzt und im Ping-Pong mit diversen anderen Percussions und Effekten durch den gesamten Track geschleift, Suckut Sound halt, very useful tools!

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Liss C. – LR6 (LC Series)

LC01Nach nun einigen einschlägigen Veröffentlichung des Wahl-Berliners Liss Casaro aka Liss C. auf Labels wie Elektrax, Refluxed oder Cromosom, bringt er sein eigenes kleines Label “LC-Series” an den Start und tummelt sich dort mit diversen Künstlern aus der näheren akustischen Umgebung. So gibt es nun auch das erste Vinyl namens “LR6” , erstmal etwas unspektakulär aber das bügelt der Sound gnadenlos glatt, denn es geht im gewohnt trockenem Techno-Stil mit ordentlich Hall direkt auf die Tanzfläche, und da wird erstmal ordentlich gestampft. Nicht minder kompromisslos wirkt dabei der Remix von Attemporal, der zudem noch leichte Acid-Tendenzen aufweist. Die B-Seite wirkt mit “AA+” wesentlich wärmer, hier fliegen direkt mal ein paar spacige Synthies durch die Gehörgänge, inklusive verzerrt, kranker Bassline die sich schräg in den Vordergrund drängt, das drückt einem direkt ein fieses Grinsen ins Gesicht. Ms. Sunshine durchzieht ihren Remix dann noch mit einem feinem Detroit-Charakter, etwas mehr Groove und schön gefilterten Chords, Gute-Laune-Techno der alten Schule.

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Basic Implant – Favor.02 (favor.)

6439914Ach freu ich mich, dass Basic Implant wieder belebt wurde, nun in Koop von Sven Dedek und Electric Envoy. Es geht mit „Bam Bam“ auch direkt kompromisslos industriell zur Sache. Schiebender Loop-Sound mit ordentlich verzerrter Kick und Bassline dreht es einem ordentlich die Grütze ausm Kopf. „Loopazoid“ geht dann etwas trockener ans Werk, mit leichten Acid-Anleihen, hart aber trotzdem irgendwie groovig, so wie man ältere BI-Produktionen auch noch im Kopf hat, das gefällt mir sehr! Bei „Gravitation“ kracht es dann noch mal ordentlich, schöner knarzig böser Sound, distortion, frequenz-shiften und monumentales Vocal gieren förmlich nach Nebel und Stroboskop. Im Mathias Bradler Remix wird es dann noch mal etwas flüssiger im Sound und eher dem aktuellen „Dark-Techno“-Stil angepasst, auch eine sehr feine Nummer, doch das Original rockt für meinen Teil einfach mehr, Basic Implant is back!

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Maceo Plex – Space Junk EP (Ellum Audio)

ELL009Bei Maceos neuestem Werk geht es gewohnt subtil groovig zu, gerade was den Unterbau von “Filthy Mama” anbelangt. Knarzige Basslines die sich ineinander schieben stehen hier im Vordergrund und bringen eine ordentliche Portion Funk mit, dazu gibt es noch eine Menge an kleinen Synth-Effekten und ein einprägsames Vocal, was man nicht zwingend mögen muss, das aber zumindest für die Wiedererkennung sorgt. „Stimulation“ geht von vornherein mit etwas geradlinigerem, technoidem Charakter in die Bahn und schraubt sich stetig in eine höhere akustische Komplexität, nicht zu letzt durch die Padlandschaft die sich langsam in den Track einarbeitet und ein ganz neues Gefühl von Raum und Zeit versprüht. Hier geht es richtig episch elektronisch zur Sache, feinster, leicht trance-lastiger, Hypnosound.

 

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Emanuele Millozzi – Black Heart

Es rappelt im Karton den auf !Organism geht es gewohnt vorwärts, diesmal mit dem Italiener Emanuele Millozzi der mit “Black Heart” kräftig auf die Tube drückt. Rollende Basslandschaften gepaart mit zackigen Percussions die auf einer schönen dunklen Drohne daher kommen schrauben sich energetisch in die Ohrmuscheln. Zum Remix von Octave brauch man eigentlich nicht viel sagen außer “This man can do no wrong!” , trocken düster und kraftvoll werden hier die Industrie-Maschinen angestellt. “Boost” entgegen dem Namen verliert doch ein wenig an Druck im Vergleich, gerade die sich ziehenden uplifting Elemente gibt es zu Hauf bereits in genügend anderen Produktionen, etwas mehr Uniqueness wäre da doch wünschenswert. “Over the Real” hat dann wieder die nötige Eigenständigkeit, verpeilt, verspult und zum Teil leicht psychotisch, genau der richtig kranke Sound für eine verplante Afterhour.

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Mattias Fridell – Cromosom003

Die neue Cromosom ist da, und wenn diese auch noch vom Schweden Mattias Fridell kommt sind die Erwartungen gleich noch mal so hoch und werden definitiv nicht enttäuscht. “003.1” startet direkt kraftvoll industriell, allein schon die trockene Kickdrum lässt das Trommelfell nach innen wachsen. Im Advanced Human Remix gibt es dann feinsten BigRoom-Sound der monumentaler kaum sein könnte und mit der eingebauten Aggressivität so ziemlich alles platt machen sollte was sich ihm in den Weg stellt. “003.2” deckt den Tisch dann mit einem speziellen mix aus Dub und Techno, schöne Reverse-Pads mit LoFi-Charakter filtern sich durch den gesamten Track und tragen zu einer enorm hypnotische Wirkung bei. Den Abschluss macht “003.3” der schon fast minimal melodisch wirkt, nicht zuletzt durch den Synth-Arp der hier im Fokus steht und seinen Oldschool-Charme ausspielt.

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Silvision – ETO EP

Beim neuem Release von Silvision ist fraglich ob schon etwas kaputt ist, oder ob noch etwas kaputt geht, persönlich tendiere ich zu Letzterem und ich gehe mal davon aus es wird mein Subwoofer sein. “G7a” schiebt sich hier kompromisslos vorwärts, getragen von knochentrockenen Kickdrums und einem aggressiv wirkenden Synth der stetig an Intensität zunimmt, optimales Peaktime-Material. “G7e” ist da schon etwas subtiler zu Gange, mit bauchiger Kickdrum und einer Menge metallischer Elemente wirkt es teils schon fast ein wenig zu loopig, aber dafür gibt es ja Remixe. ad.lib packt dabei seine typisch weichen und trotzdem knackigen Kickdrums mit diversen Offbeats aus und treibt den Hörer dann durch eine alte, rostige Industriehalle. Chris Page scheppert dann abschließend gepflegt wuchtig auf die Tanzfläche und bedient sich alt bewährter technoider Elemente, nicht zwingend innovativ aber mit Sicherheit wirkungsvoll.

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Unbroken Dub – Checkpoint EP

Ein frischer Dub-Techno-Wind weht um die Ecke und der kommt diesmal aus Sibirien. Unbroken Dub ist in einschlägigen Kreisen durch seine bisherigen Releases auf RAWAX bekannt und gibt nun auf dem renomierten Label Delsin sein Debut. 3 Tracks erwarten den Hörer auf der Checkpoit EP, die so gleich und doch unterschiedlicher kaum sein könnten. “I want to make this louder” könnte treffender kaum sein, denn hier gibt es feinste Dub-Ambient-Flächen die durch diverse Filterspielereien geschoben werden und in einenen zeitlos schwebend Detroit-Track münden. “Det Special” hingegen wirkt wesentlich abstrakter und experimenteller, doch auch hier ist die Affinität zu den diversen Dub und Noise-Elementen deutlich erkennbar. “Insane” macht den Abschluss und wirkt auf den ersten Ton vielleicht etwas konfus, aber das rechtfertigt allein schon der Name. Bei genauerem Hinhören merkt man jedoch die Detailverliebtheit, die hier durch hochtönige Acidspielerein mittels 303 nahezu exzessiv ausgelebt wird. Sehr schönes Release für Liebhaber und für Alle die ihren musikalischen Horizont erweitern wollen.

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Darling Farah – Body (Album – Civil Music)

Innerhalb von 3 Monaten hat der gebürtige Detroiter Darling Farah sein Debut-Album auf Civil Music zusammengeschraubt in dem es grundlegend sehr düster und experimentell, bisweilen auch industriell zugeht. Sehr viele rauchige und dunkle Soundlandschaften schieben sich auf Grund diverser Off-Beats ein wenig gewöhnungsbedürftig in die Ohren wie z.B. bei „North“ und „Forget It“. Etwas geradliniger geht es dann schon beim Titeltrack „Body“ zu, der es zudem auch mal über die 4 Minuten Laufzeit hinaus schafft. Es gibt gediegenen Dub-Tech Sound mit reduzierten Perkussionen und einem Hauch von Detroit, wie soll es auch anders sein.  „All Eyes“ und „Fortune Part II“ seien an der Stelle noch mal als herausragender deeper Techno erwähnt, deren Kauf sich für Liebhaber definitiv lohnen wird. In „Aaangel“ hingehen wird es dann sehr chillig mit Hang zum Ambient basierend auf einigen 303 Einlagen. In der Summe eine solide produziertes Album bei dem man sich kaum über fehlende Abwechslung beklagen kann, dafür könnte der ein oder andere Track durchaus etwas länger sein und mehr Charakter haben.

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FEATURED ALBUM

youAND: THEMACHINES – Behind LP Reshaped (Ornaments)

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FEATURED DUB TECHNO

Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

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FEATURED TECHNO

Structures Vol.31 (Naked Lunch)

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RANDOM FEATURE

Kano’s Untergrund: Das Label, nur noch eine Fußnote?

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