Archive for the ‘ Techno ’ Category

Heiko Laux – Fernweh (Kanzleramt)

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Persönlich habe ich von Heiko Laux die letzten Jahre recht wenig gehört, nicht zu Letzt weil sein Label Kanzleramt für mich akustisch irgendwie uninteressant wurde. Umso mehr freu ich mich nun über das aktuelle Album “Fernweh” auf selbigem Label. Ein stilvolle präsentierte Doppel12″ mit insgesamt 8 Titeln die sich zwar am aktuellen DubTech-Hype orientieren, dennoch ein enorme Vielfalt und natürlich den persönlichen Stil von Heiko Laux widerspiegeln. Er versteht es wie kaum ein Anderer die perfekte Linie zwischen treibenden Beats und zurückhaltend verspielten Elementen zu finden. Der Titeltrack “Fernweh” selbst hypnotisiert den Hörer dabei umgehend und stellt vor die Entscheidung zu Tanzen oder zu Träumen, oder eben halt auch Beides zur gleichen Zeit. Mein persönlicher Fav hierbei ist “Shimmer” auch wenn das wohl der am wenigsten tanzbare Track ist, dafür aber eine unheimlich beflügelnd, psychedelische Reise für die eigene Vorstellungskraft. Definitiv ein Must Have!

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FAZIT: Sven Väth @ Kesselhaus / Augsburg

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Bevor Ihr diesen kleinen Text lest haltet euch bitte vor Augen dass ich grundsätzlich ein Partypessimist bin, musikalisch absolut intolerant und sowieso Probleme mit den Bandscheiben habe. Wem das schon zu viel ist, der höre an dieser Stelle bitte auf. Zudem geht es mir diesmal nicht nicht zwingend um de Musik sondern eher um die allgemeinen Rahmenbedingungen.

Als Intro muss ich direkt klarstellen, dass ich definitiv meinen Spaß hatte, nicht zu letzt auch durch das Set von Herrn Väth (danke an dieser Stelle für den schön acidlastigen Auftakt zur Sound of the 15th Season Tour), auch die Location versprüht ein angenehm industrielles Ambiente, was natürlich sehr gut zum Sound passt. Es geht hier also nicht darum irgendwas schlecht zu machen, sondern eher um die Verifizierung diverser Thesen bezüglich der „Technoszene“, die mich nun seit längerem schon begleiten.

Hier wäre zum einen die Frage, ist der Eintritt von 23 € gerechtfertigt? In München würde ich mich drüber sicherlich nicht mehr echauffieren, in Augsburg dafür schon, auch wenn ein Sven Väth nicht wirklich günstig in der Anschaffung zu sein scheint. Das jedoch ist wohl ein generelles Problem, denn auch in der DJ-Szene klafft die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Gerechtfertigt ist das aus meiner Sicht eher nicht, auch wenn diverse Wegweiser des Klangs natürlich ein paar mehr Euronen einstreichen dürfen. Für mich bleibt es dabei dann doch eher unerheblich welcher Titel nun von welchem Held (na, erkannt? demnächst auch in Augsburg wieder zu hören … versteckte Produktplatzierung vom Feinsten) aufgelegt wird, sofern es sich nicht um einen Live-Act (damit meine ich nicht Ableton-Live-Act) handelt. Was ich Herrn Väth dabei definitiv zu Gute halte, dass er, im Gegensatz zu diversen anderen Tanzflächenmatadoren wie z.B. Herrn H. oder Herrn L., den Produzenten der einzelnen Titel Tribut zollt indem er diese auch als eigenständig präsentiert, sprich diese nicht durch endlose Effektketten zieht oder gleich direkt alles, mittels diverser toller Geräte, akustisch zerhakt. Danke dafür, und ich nehme mir heraus auch im Namen vieler anderer Künstler zu sprechen, das die Tracks auch mal in gesamter Länge und im Original unverfälscht auf das Publikum wirken dürfen, denn das ist wohl eigentlich auch die Absicht gewesen. Der Rest möge sich dann doch bitte diverser Samplepakete bedienen.

Zum anderen war es einmal mehr eine interessante Erfahrung zu erleben wie schnell sich die „Partylaune“ zum ausgiebigen Huldigen des Hauptprotagonisten wandelt, sobald dieser die „Bühne“ betritt. Irgendwie unterliegt auch plötzlich jeder dem Zwang bei jedem Übergang oder Break zu Pfeifen, Schreien oder Furzen, unabhängig davon wie gut oder schlecht ein Track tatsächlich ist. Sicherlich liegt das im Ohre des Behörers, von daher verweise ich auf die Subjektivität meines Textes. An der Stelle möchte ich direkt dem Warm-Up DJ danken. Sehr schönes Set das bewiesen hat, dass man auch zu dieser Zeit die Menge bereits zum Feiern bringen kann/darf, entgegen der wohl ungeschriebenen Regel es dem Hauptact nicht zu schwer machen zu dürfen das bereits erreichte Level auch weiterhin halten und eventuell noch steigern zu können.

Das nächste Phänomen: die Erleuchtung der Tanzfläche via Smartphones mit gestochen scharfem Retinadisplay durch diverse Hobbyphotographen und Amateurfilmer, die dann vermutlich eher zu den gemachten Aufnahmen auf der heimischen Couch feiern, statt einfach mal im Moment zu leben. Aber auch so ein Moment will ja irgendwie fixiert werden. Ein bekannter DJ hat mal gesagt: „Legt die scheiß Handys weg und Tanzt einfach!” … treffender geht es wohl kaum. Allerdings ist es natürlich auch sehr wichtig allen Pseudo-Facebook-Freunden zu beweisen wie geil doch der Abend war. Ich glaube es gibt sogar eine Spezies die jede Party nur 5 Minuten besucht um genau eben diese Beweisfotos zu machen, allerdings sind diese sehr schnell und in der Offline-Welt eher scheu, von daher auch nur sehr selten zu beobachten.

Die Crux für mich allerdings ist die essentielle Frage, wird ein Track „besser“ nur weil ihn ein bekannterer DJ auflegt. Verstärkt oder verändert das die Wirkung? Meine subjektive Empfindung, definitiv Nein! Als kleiner Mensch hätte ich eh immer wieder in die Luft springen müssen um mich zu vergewissern, dass da tatsächlich schon oder noch Papa Sven auflegt, von daher hatte ich das also nur im Hinterkopf gespeichert, wie schon erwähnt, unter Rücksichtnahme auf meine Bandscheiben. Es hätte da auch gern jemand anderes stehen können, wäre genauso geil gewesen oder halt eben nicht. Ein Track ist einfach genial, oder halt nicht, er passt gerade zur eigenen Stimmung oder halt nicht, ungeachtet jeglicher Massendynamik.

Warum geht man also nicht einfach mal wieder wegen der Musik weg, und nur wegen der Musik? Nicht weil große Namen auf den Flyern und Plakaten stehen und sich der Raum für die zwei Stunden zum Platzen füllt, nur um danach wieder mit gähnender Leere zu glänzen. Diese Empfindung ergab sich allerdings hauptsächlich durch andere Events, das Kesselhaus gestern war durchaus stetig, moderat gefüllt, hätte aber trotzdem ein wenig mehr sein dürfen, zumal die allgemeine Abwanderung schon gegen ca. 3 Uhr mitten in Peaktime begann. Irgendwie auch ein Indikator des Verfalls. Im Grunde sind die horrenden DJ Gagen nur Reproduktion genau dieses Verhaltens bzw. dieser Ansprüche des Feiervolks, die der Illusion unterliegen, je bekannter der DJ umso besser die Party, schade eigentlich.

Aber keine Sorge, früher war auch nicht alles besser ;-)

 

In diesem Sinne,

nüchtern betrachtet war es besoffen irgendwie schöner

um den Kreis zu schließen, hier findet ihr Sven aktuelle Mix-Compi: BEATPORT

Diarmaid O Meara – Supernatural Occurrences (Nachtstrom Schallplatten)

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Diarmaid O Meara veröffentlicht seine dritte Platte bei dem ungemein erfolgreichen und einflussreichen deutschem Label Nachtstrom Schallplatten. Die Supernatural Occurrences EP ist damit die bereits vierte Vinyl bei dem Label. Nach aktuellen Veröffentlichungen bei Naked Lunch, Gobsmacked Records und Elmart, ist diese Platte O Mearas zweite Vinyl innerhalb eines Jahres bei Nachtstrom Schallplatten. Auf der transparent gelb-goldenen Vinyl finden sich neben den zwei Originaltracks auch zwei Remixe von Angel Alanis/Maria Goetz (Chicago) und Krenzlin/Hostettler (Berlin). Das digitale Release hat zudem Remixe von Marco Rippler, Luix Spectrum und Desonanz zu bieten.

Im Kern ist die Vinyl-Version eine dunkle und intensive EP im typischen Stil von Nachtstrom. Der originale Haupttrack, „Supernatural Occurrences“ ist jedoch die treibende Kraft hinter dem mit Vocals durchsetzten und ein wenig vom Break Beat beeinflussten Release. Die prägnanten und leicht verzerrten Beats entwickeln sich zu euphorischen und trommelnden Rhythmen, welche zugleich regelmäßig von hypnotischen und eingängigen Vocals durchzogen sind. Jeder einzelne Remix fügt seinen eigenen, signifikant anderen Stil zum Originaltrack hinzu. Insofern hat der Krenzlin/Hostettler Remix direkten Techno im Detroit-Stil zu bieten, wohingegen der Alanis/Goetz Remix eher in das dunklere Territorium abgleitet.

Die Supernatural Occurrences EP (NST094) ist in allen guten Stores als Vinyl, CD und digitaler Download sowie bei Nachtstrom Schallplatten Bandcamp erhältlich.

 

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Gobsmacked 101 – 115 Mixed by Patrick DSP (Gobsmacked Records)

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Seit nunmehr sechs Jahren wirft das in Berlin ansässige, dunkle und intensive Techno-Label, Gobsmacked Records, dreckige und die Tanzfläche erschütternde Tracks in die Berliner Technoszene. Das muss gefeiert werden – und zwar mit einem von Patrick DSP kraftvoll gemixten Best-Of-Release. Daneben lassen sich zahlreiche weitere Gobsmacked Tracks und Remixe von diversen Künstlern finden, wie u.a. Diarmaid O Meara, Luke Creed, Sebastian Groth, ChromNoise. Diese ganz besondere Kompilation ist auch als limitierte Edition auf USB-Sticks bei Gobsmacked Records erhältlich.

Patrick DSP (DJAX Upbeats, Kne’Deep, Nachtstrom) nimmt für diese Veröffentlichung die Zügel in die Hand, um Gobsmacked Records 7. Jahr an Underground Releases zu feiern. Dafür hat Patrick DSP einen Pick & Mix der berühmtesten und raffiniertesten Gobsmacked Releases der Nummern 101 bis 115 zusammengestellt. Die besten Tracks der in 2013 zahlreich erschienenen Veröffentlichungen für ein Showcase zusammenzustellen, ist sicherlich kein leichtes Unterfangen, aber der einflussreiche kanadische, in Berlin lebende Künstler hat diese Aufgabe mit Bravour bewältigt.

Auf der Veröffentlichung lassen sich sowohl Werke von einigen momentan am heftigsten gefeierten Techno-Künstlern als auch zahlreiche Underground-Tracks von aufstrebenden Musikern finden. Deswegen ist Patrick DSPs Mix nicht nur kraftvoll und antreibend, sondern auch inspirierend und weitblickend. Unter Verwendung der facettenreichen Palette des Arsenals im Gobsmacked Katalog hat Patrick DSP die stärksten 17 Tracks und Remixe ausgewählt, wodurch ein Eindruck davon gewonnen werden kann, wie sich 2013 für das Label und dessen Künstler entwickelt hat.

 

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Matthias Springer – Disruption of the Mind (Diametral)

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Mit “Disruption of the Mind” bringt der Münchner Matthias Springer sein erstes Konzept-Album auf seinem Label Diametral auf den Markt. Wie den meisten sicherlich bekannt sein dürfte, ist er in seiner Musik stilistisch sehr umtriebig, so spiegelt auch das Album diverse elektronische Genre von Dub Techno, über Tech- und Deephouse bis zu Downtempo in sehr facettenreich wider. Er selbst hat mit dem Album das für ihn private schwierige Jahr 2013 musikalisch verarbeitet wie auch aufgearbeitet, was man auch an den einzelnen Tracktiteln erkennen kann und beim Lauschen sicherlich auch nachempfinden wird, doch hört einfach selbst…

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Eric Kanzler & Daniel Boon – Rampa Zampa EP

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Die Berliner Daniel Boon und Eric Kanzler haben sich zusammen getan und eine amtliche technoid anmutende EP gezaubert. Durchweg druckvolle und bis in den letzten Takt vor Intensität brodelnde Tracks beheimatet die „Rampa Zampa“ EP nun, die durchaus für den Clubeinsatz gedacht ist. Aufbauten sind hier wie Steilpisten geformt und gewaltige Basszüge düsen durch die Electrolandschaft – herrlich. Eine Hommage an die Techno und Ravekultur in reinster Form – Impulsiv, authentisch und mitreißend wie ein Orkan. Ein Ausnahmezustand in Reinform. Danke dafür.

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youAND: THEMACHINES – Behind LP Reshaped (Ornaments)

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Knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung des Albums “Behind” von youAND:THEMACHINES steht das umfangreiche Remix-Paket in den Startlöchern, welches allein schon durch Präsentation und Layout die Herzen der Sammler höher schlagen lassen wird. Musikalisch braucht sich das Release natürlich auch nicht verstecken, denn das Label Ornaments steht seit Anbeginn für qualitativ hochwertigen Sound und gekonnte Auswahl der Künstler. So tummelt sich auf der Remix LP auch eine Auswahl an Künstlern die unterschiedlichste Interpretationen der Originale beisteuern, die man wohl kaum direkt in ein bestimmtes Genre packen kann. Steve Bug verwandelt “Drift” dabei in einen schön verspielten, deepen Housetrack der sich an den Original-Vocals entlang hangelt, Legowelt packt “Domain Specific” hingegen in einen treibenden Technoumhang mit leicht psychotischen Elementen und The Analog Roland Orchestra landet mit dem Remix von “Desire” punktgenau im chilligen Downtempo-Bereich. Daneben reihen sich u.a. noch Brothers Vibe, Basic Soul Unit, Boo Williams, Sascha Dive, Marko Fürstenberg & Luke Hess und viele mehr an der Remixfront ein, was man in Worten kaum beschreiben kann und daher lieber gleich hören sollte. Für Abwechslungs ist also definitiv gesorgt und auch diesmal wird es ein ausschließlich physisches Release bleiben, erhältlich als 3×12″ LP, limitiert auf 300 Stück und der Nostalgie zu Liebe auch als gutes altes Tape mit 150 Exemplaren. Jedes natürlich als Einzelstück mit speziellem Design des Artworks und natürlich dem fortlaufenden Stempel. Ein solches Gesamtpaket verdient daher natürlich das Tonreport-Prädikat “Äußersts Hörenswert” , also beeilen und schnell ein Exemplar sichern!

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Mathias Woot – Frostmourne EP (Ear to Ground)

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Der Argentinier Mathias Woot gibt sein Debüt auf Ear to Ground und das mit einer ordentlichen Ladung Druck, der ungeschönt und trocken auf die Tanzfläche schiebt. “MWD” loopt sich effizient und minimalistisch den Weg in die Hüfte und lebt dabei von nur kleinen Veränderungen und Spielerein. Im Remix von Rebekah kommt dann etwas mehr Bewegung durch diverse Shuffles in den Track, kann an die Energie des Originals jedoch nicht ganz anknüpfen. “SWD” bedient sich dann an aktuell modernen Dub-Tech-Elementen und zieht somit diverse Lo-Fi-Pads durch die Effektschleifen, nichts wirklich besonderes, aber qualitativ auf hohem Niveau. Psyk transformiert das ganz dann noch in eine trockene “Dubbed Out Version“, schönes funktionales Tool.

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V.A. – Landscapes Vol.1 (Eintakt)

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Das Berliner Label Eintakt stellt mit “Landscapes” sein neues Konzept in Sachen Compilation bzw. Sampler vor, die sich hauptsächlich auf organisch weichen Sound beziehen, was natürlich schlüssig in einer sehr deepen Akustik münden soll. Die erste Ausgabe steht nun in den digitalen Startlöchern und einige der Künstler wie z.B Bendejo und Telly Quin kennt man bereits von vorherigen Eintakt-Veröffentlichungen, aber es gibt auch einige ineressante Neuzugänge wie z.B. Michal Wolski und Shebuzzz, der bereits von DimbiDeep Music bekannt sein dürfte. Klanglich spielt sich alles im sehr zeitlosen, dubbigen Bereich ab, weit verzweigte Soundlandschaften und Effektspielerein prägen dieses Gesamtkunstwerk in einer Art Verschmelzung von House und Techno. Hört man alle Tracks am Stück hat man quasi die perfekte Afterhour parat und man bekommt Hunger auf die nächsten Episoden.

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Mister Flic – Release your Sun – The Reworks (KMS)

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Kevin Saunderson sucht für sein Label KMS immer wieder neue, interessante Künstler, so wurde diese Ehre nun auch dem Kieler Urgestein Mister Flic zu teil, der seinen, bereits 2012 auf Shiva Audio veröffentlichten Titel “Release Your Sun” komplett neu arrangiert und abgemischt hat. Die Aktion hat sich auf jeden Fall gelohnt, so versprüht das Original nun noch einen Tick mehr sonnigen Esprit und gute Laune. Selbiges gilt für die Remixe, die im ersten Moment alle sehr ähnlich klingen und stark am Original arbeiten, sich jedoch beim genaueren Hinhören in Detail und Stimmung dann doch stark unterscheiden. Im Grunde wird für jeden Geschmack etwas geliefert, von unbeschwertem Techhouse (Matthias Springer Remix) über Minimal House (Gregor Weiss Remix) bis zum deepen Techno (Paul Schal Remix), doch hört selbst!

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Heiko Laux – K-Remixes Single Two (Kanzleramt)

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Kanzleramt feiert den 20.Geburtstag und dem ein oder anderen wird das Label sicherlich auch noch etwas sagen, zumal es eine Zeit gab in der Kanzleramt in aller Ohren war und für innovative elektronische Musik stand. In den letzten Jahren musste ich das zumindest für meinen Teil etwas vermissen und zum Geburtstag dann noch einmal die guten alten Kamellen zu veröffentlichen macht dabei durchaus Sinn. Nachdem im ersten Paket u.a. “Subway” von Richard Bartz und “Palm Cove” von Offshore Funk durch den Remixwolf gedreht wurden, dürfen es im zweiten Teil nun die Klassiker vom Labelchef Heiko Laux höchst selbst dran glauben. “Hangin‘” wird gekonnt von STERAC (Steve Rachmad) verdreht, verzwirbelt und in eine treibendes Peaktime- Monster verwandelt. Dazu gibt es direkt noch eine zweite, schön elektronisch düstere Version. Rod widmet sich dann dem guten alten “Silent Bass” , einmal im detroitigen Fluffy-Gewandt, minimalistisch und mit seichten Flächen, und zum Zweiten dann quasi nochmal fast genauso, allerdings mit einem schön verspielten Syth-Bass im Vordergrund. Wem diese Tracks nichts sagen, sollte sich dringends mal nach den Originalen umhören, an den Remixen wird man so oder so seine Freude haben. (Na doch nicht so negativ wie es die ersten paar Sätzen haben vermuten lassen ;-)

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Contra Beatport Feature #005 – Carl Cox – Intec50

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Gerade eben schrie mich das große, stilisierte Auge von Carl Cox auf dem aktuellen Beatport-Flash-Unbedingt-Kaufen-Werbebanner an. Nun gut, vom Kollegen auch lange nichts mehr gehört, die paar alten Intec-Scheiben in meinem verstaubten Plattenkoffer waren meist auch nicht die Schlechtesten. Vom Artwork fällt einem direkt der so vielversprechende Satz “All Roads lead to the Dancefloor” (Alle Wege führen auf die Tanzfläche) entgegen, Interesse geweckt, klick und play. Beatport hat natürlich wieder die wichtigste Stelle im Track “Kommen Zusammen” (Zusammen Kommen wäre dann doch  zuviel gewesen) gefunden, schön akustisch verpixelt schiebt sich ein, wohl sehr aufwendig programmierter Synth in meine Gehörgänge, gepaart mit nervig schrägen Upliftern und einem high-end “Kommen Zusammen”-Vocal. Man sehnt sich förmlich nach dem Ende des Breaks, der kommt auch, jedoch nicht mit Ach und Krach. Die Kickdrum setzt ein, ich vermute zumindest mal das es eine sein soll, anscheind irgendwie den Sub vergessen, dafür sind die nervigen Töne weiterhin da. Ganz ehrlich, das geht mal gar nicht, besonders von unserem Schwergewicht hätte man doch wenigsten etwas mehr Druck, Verspieltheit oder Peaktime-Potential erwarten können, es muss ja nicht immer gleich Innovation sein. So ähnlich wird sich das Herr Cox vermutlich auch gedacht haben, denn im Gegensatz zu anderen beeindruckenden 1-Track-Veröffentlichungen hat er sich zur Sicherheit noch einen Remixer ins Boot geholt. Joseph Capriati powert das Original in eine angenehm treibende Stimmung, mit leicht düsterem Charakter. Sicherlich auch nicht der Oberhit der kommenden Saison, aber zumindest der notwendige Wermutstropfen. Das schöne ist natürlich, dass sich das Ganze schon allein wegen des Namens “Carl Cox” verkaufen wird, wozu sich also noch Mühe geben? Viel Spass beim Tanzen!

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Tonreportcast #004 gemischt von Liquid Sky

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Wir schreiten voran in unserer Kooperation mit electrosound.tv und begrüßen diesmal den Berliner Liquid Sky, der nach dem letzten gediegeneren Mix, das Tempo wieder ordentlich anzieht und den Subwoofer zum beben bringt. Neben seiner regulären Show auf electrosound.tv (alle zwei Wochen Dienstag Abend) ist Liquid Sky zudem auch Labelchef von “Filtered Visions” , was sicherlich einigen von euch bekannt sein dürfte, denn auch hier gibt es ordentlich Dampf auf die Ohren. Viel Spass !

Tonreportcast #003 gemischt von Peter Miese

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Wir gehen in die dritte Runde und nachdem die beiden ersten Episoden treibend technoid waren, wird es diesmal etwas beschaulich und verspielter. Diesmal begrüßen wir electrosound.tv Veteran Peter Miese.

Hier noch einige Fakten zu Peter Miese:
Es ist 1993, für Matze (heute Peter Miese) der erste musikalische Öffentlichkeitskontakt.  Dazu übergroße Regler des RFT Mischers und Tonbänder. Das war der Grundstein für musikalisches Bauwerk welches sämtliche Genres beinhaltet. In den Anfangsjahren war von HipHop über Grunge bis EBM alles dabei. Schlussendlich waren und sind es die Kicks, Hi Hats und Synthysounds die ihn bis heute fesseln. In den darauffolgenden Jahren wurde er zum Resident im Technoclub „Fantasy Island“ und später  ein Teil von „Rohrmusik“. Im Jahr 2003 wechselte er zu „Sturm und Klang/ Seilfabrik“.  Dies war die Gelegenheit um mit Mirko Raabe, eine langjährigen Freund und DJ Kollegen einen Live Act ins Leben zurufen. So entstand „-M-FX Live“. Dieses Projekt war ein Spiegel ihrer Auffassung von elektronischer Musik. Die Jahre vergingen mit regionalen und überregionalen Auftritten in Clubs wie Seilfabrik Zwickau, Club Achtermai Chemnitz, Distillery Leipzig, Küche Zeitz, Triebwerk Dresden, Flucs Weira, BPM Club Zwickau, Wuitz3 und vielen mehr…

Heute gehört er als Entscheidungsträger und Organisator zum Team von „Draußen Mit Freunden“ und der „Kommune Wild“.
Seit neuestem ist er Resident bei Electrosounds.tv. Dort gibt er alle 2 Wochen bei einer Live-Sendung in 2 Stunden alles zum Besten womit er sich musikalisch identifiziert.

PETER MIESE ON FACEBOOK

Structures Vol.31 (Naked Lunch)

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Naked Lunch präsentiert mit “Structures Vol.31” die nächste Inhouse-Compilation, die sich definitiv gewaschen hat. Es gibt facettenreichen Techno vom aller Feinsten. Von düster treibend, über dubbig minimalistisch bis zum electrolastigen Dancefloor-Killer ist alles dabei. Unter anderem findet ihr hier exklusive Tracks von Audiomotor, Dennis Slim, Strobetech, Heilo Bitnik und vielen mehr. Für jeden Peaktime-DJ ist hier was am Start, eine Compilation die man sich definitiv nicht entgehen lassen sollte.

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Tonreportcast #002 gemischt von Acoustic Resource

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In Zusammenarbeit mit dem online TV-Sender für technoide Klänge “electrosound.tv” haben wir für unseren zweiten Podcast einen der treibenden Köpfe hinter dem Projekt gewonnen, Acoustic Resource bietet in seiner wöchentlichen Show “Underground Basement” , seinem Namen entsprechend, eine Vielfalt aus dem breiten Spektrum des Techno, von dunkel düster, über tribalig treibend bis zu guten alten Klassikern und Retrosounds. Daneben treibt er als DJ sein Unwesen auch in diversen Clubs seiner Münchner Wahlheimat, wem das zu weit zum Fahren ist, einfach immer Dienstags ab 18 Uhr auf electrosound.tv einschalten, in Bild und Ton natürlich. Der Worte sind genug gewechselt, lassen wir die Musik sprechen.

Mod.Civil – Opto Watts EP (Ornaments)

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Ornaments bringt das nächste Release in gewohnt farbiger Vinyl-Sammel-Edition diesmal mit Mod.Civil der insgesamt vier tief trocken und verspielte Tracks abliefert. “Opto Watts” wirkt dabei schön funky und rollend, versprüht eine gewisse Leichtigkeit im Sound, aber auch eine kleine Hand voll verquerten Klängen. “Loop” macht seinem Namen ganze Ehre, grooved und shuffelt sich gediegen über die Tanzfläche, ein Track den man tatsächlich problemlos über Stunden hören könnte, ohne genervt zu sein. Ein Synth der etwas gewöhnugsbedürftig ist, kombiniert mit den klassischen 808-Elementen erwartet einen in der “808 Session Part 1“, zusammen mit der bauchigen Bassline auf jeden Fall sehr interessant. “Sunbeam” zum guten Schluss dann wieder sehr verspielt mit einer Fülle an Raum, Klang und sonnigem Gemüt, die leicht an eine Mischung aus chinesischer Folklore und 8-Bit Super Mario Sound erinnert, damit ist der Wiedererkennungswert auf jeden Fall gesichert.

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Repertorem – Ursuj Rima (blaq)

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Repertorem ist ein neues Project diverser Künstler aus Mexico City, wobei sich natürlich die erste Veröffentlichung auf dem heimischen Blaq Records förmlich anbietet. “Ursuj Rima” nimmt mit 10 Tracks dabei fast schon Album-Charakter an und kombiniert dabei treibend elektronische Klänge mit diversen World-Sounds und einigem an Tribaleinflüssen die gefpflegt durch die Gengend grooven. Trotz der Unterschiedlichkeit der einzelnen Titel, ist ein gewisser roter Faden sehr präsent, der hauptsächlich durch massiven Einsatz von Conga, Bongo und Toms geprägt wird. Die Remixe kommen von renomierten Inhouse-Künstlern, neben den Labelheads Signal Deluxe gesellen sich noch Val’n Sky und Itzone hinzu, der für meinen persönlichen Geschmack den stärksten Track im treibenden Technogewandt abliefert. Keep on dancing!

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Nvelope – Chords & Scapes Remixed – Vinyl-Only – (Eintakt)

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Nach Nvelope‘s erfolgreichem Album-Debüt “Chords & Scapes” auf dem Berliner Kultlabel Eintakt, wurde selbiges nochmals von diversen Künstlern durch den Remixwolf gedreht (u.a mit Frank Hellmond, Kai Randy Michel und Lars Leonhard). VPassend dazu gibt es jetzt auch noch eine Vinyl-Only-Veröffentlichung mit zwei exklusiven Remixen und dem Original von “Tribute“, der geschmeidig in die Gehörgänge fließt und auch gern dort verweilen darf. Im “Basement Remix” von Gu_S Stomping Ground (Gunnar Hemmerling) geht es dann direkt auf die Tanzfläche. Eine feuriges Gemisch aus Dubchords und oldschooliger Acid-Bassline treibt einem den Schweiß auf die Stirn. Im “Pitch OSC Remix” von Say What (Rob Strobe & Kai Randy Michel) gibt es dann die volle Ladung des aktuell angesagten Berliner Technosounds, ordentlich düster und aggressiv. Sehr rundes und abwechslungsreiches Release auf blauem Vinyl, definitiv mit Sammlerpotential!

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Tonreportcast #001 gemischt von Markus Funke

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Jeder der etwas auf sich hält startet eine Podcast-Serie, das ist einfach State of the Art und von daher müssten wir grundsätzlich dagegen sein, diesmal jedoch springen wir einfach mal mit auf den Zug auf, zumal “Tonreportcast” einfach ein schönes Wortspiel ist. Vom Sound her kann im Grunde alles kommen was die elektronischen Spielwiesen so zu bieten haben, von daher werden wir unseren Gast-Künstlern auch keinerlei akustische Vorgaben machen. Die erste Episode beschert uns der Kölner Markus Funke, der sich durch seine Sector-Events und seine wöchentliche Sendung “Boombox” auf electrosound.tv einen Namen gemacht hat. Er wird euch in die abwechslungsreiche Welte des Techno entführen, was bei Ihm grundsätzlich nur mittels schwarzem Gold geschieht. Markus könnt ihr zudem am 07.02. im Kölner Artheater zum Sector#7 zusammen mit Kavaro B2B erleben. Also dann, viel Spass beim Hören!

MARKUS @ PLAY.FM

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