Archive for the ‘ Progressive ’ Category

Johannes Teichmann – Your Fight (AcidTube Records)

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Johannes Teichmann ist ein ruhiger und aufgeschlossener DJ und Produzent, der zwar schon seit den 90er Jahren aktiv ist, aber dennoch gern geheimnisvoll bleibt und nicht allzu viel von sich selbst Preis gibt. Was aber fest steht, ist der Fakt, dass seine Musik weniger ruhig ist – Acid-Techno at its best! Schon vor 20 Jahren zog er im DJ-Team Krüger & Teichmann durch Deutschlands Clubs und begeisterte (vor allem im Osten des Landes) die Massen zu zirpenden 303-Sounds und harten Beats. Nun folgt das neue Album „Your Fight“ auf AcidTube Records.

Nach einem sphärischen Intro folgt gleich die erste Techno-Bombe „Closed Eye Dancer“, welche sich an alle Tänzer richtet, die bei geschlossenen Augen alles um sich herum vergessen. Mit „Selfcontroled Energy“ folgt ein weiteres kompromissloses Stück Techno, das vor allem durch seine schroffen Beats und diverse Hihat-Gewitter erstrahlt. Langsam aufbauend und sich zu einem Industrial-Track entwickelnd, so ist „Can’t Stop My Dissolution“ wohl einer der experimentierfreudigsten Tracks des Albums. Während „No Statement“ einen Spagat zwischen modernem Techno, 90s-Wonky-Style und Computerspiel-Musik wagt, tritt Johannes Teichmann bei „Nervous Symmetry“ das Gaspedal noch mal richtig durch und haut eine weitere Bombe raus, die zeigt, wie viel Energie man aus kleinen Maschinen doch so rausholen kann. Acid pur gibt es auch bei „Smileys Flying Round My Head“ – dieser Track ist quasi Johannes’ persönliche Hommage an seinen favorisierten Musikstil. Downgepitchten Hardcore mit jeder Menge FX- und Noise-Sounds ballern dem Hörer bei „Fog“ um die Ohren, während mit „Acid Attack“ noch eine Zusammenfassung des gesamten Albums geliefert wird – hart, schnell, schrill und experimentell.

Mit „Your Fight“ wird also deutlich, dass Johannes Teichmann ein sehr facettenreicher Mensch ist, der diese Eigenschaft auch auf seine Musik überträgt. Beeinflusst von Band- und Film-Musik ist sein neues Album mal laut und hart und immer düster, geheimnisvoll und experimentell. Ein Werk, welches aber auch seine persönliche Interpretation von musikalischem Expressionismus deutlich macht.

VERÖFFENTLICHUNG: 18. April 2013

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Drauf & Dran – Colors (Style Rockets)

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Drauf & Dran veröffentlicht mit „Colors“” sein erstes Album. Dieses wirkt auf den ersten Blick nicht unbedingt wie ein reines Konzept-Album, zeigt beim Durchhören aber dennoch einen roten Faden. Es ist ein Tech-House-Album, das sich speziell durch melodische und basslastige Sequenzen auszeichnet. Alle Tracks weißen aber auch einen Hang zu anderen Musikgenres auf. Der Track „Guitarman“ z.B. beginnt als deepe Electronica-Nummer, die sich aber schnell zu einem pulsierenden Tech-House-Track entwickelt. Durch ein seichtes Gitarrensample kommen so auch Freunde akustischer Musik auf ihre Kosten. Ähnlich schwungvoll ist auch der Track „Serve The Last Swing“. Dieser ist Drauf & Dran’s ganz persönliche Hommage an die großen Swing-Musiker und deren Werke der 20er und 30er Jahre. Dass der international erfolgreiche DJ und Produzent gern mit anderen Musikrichtungen wie Jazz und Soul spielt, zeigt sich nicht nur an seinen früheren HipHop-Exkursen, sondern auch im Track „Gospeltrain“. In beiden Fällen könnte man annehmen, dass Drauf & Dran hier auf den Zug á la Aka Aka oder Klangkarussell aufspringt, aber das ist gar nicht der Fall, denn die Sounds des Albums klingen frischer und wesentlich kreativer mit einer ganz individuellen Note.

Die zweite Hälfte des Albums startet mit dem druckvollem und dennoch melodiösen „Testosteron“, welches auf über 7 Minuten Techno und Tech-House gekonnt verschmelzen lässt. Bei „I Love Beer“ holte sich Drauf & Dran Mr. Shami ins Studio, der ein paar interessante Reggae-beeinflusste Vocals beisteuerte. Dabei hatten die Jungs im Studio sicher viel Spaß und da ist bestimmt auch die ein oder andere Flasche des Gebräus geöffnet worden. Mit dem Track „Wonderful“ kommt eine weitere Kollaboration daher – diesmal mit Umami, die dem melodösen Tech-House-Track ihre ganz eigene und unverkennbare Note aufdrückten, ohne dabei Drauf & Dran’s Style zu beschränken. Zum großen Finale verabschiedet sich der Berliner mit einem Ritt der Sonne entgegen und liefert passend dazu den Track „Spaghettiwestern“, der noch einmal tief in die Trick-Kiste greift und ein paar sehr witzige Western-Samples für den Abschluss von „Colors“ verwendet.

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GEMA VR-Ö – Grundsätzliches, Podcasts & Webradios

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Die GEMA und die Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. (BVMV) sowie der Berufsverband Discjockey e.V. (BVD) haben die Verhandlungen über den Tarif VR-Ö abgeschlossen. Der Tarif regelt die Vervielfältigungen bzw. Kopien von Musikwerken aus dem GEMA-Repertoire, die zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe hergestellt werden. Die ab 01.April 2013 kommenden Tarife für DJs stehen damit fest, wobei wir uns vom eigentlichen Thema, des für eine Zahlungspflicht ursächlichen Kopiervorgangs eines einzelnen Titels, abwenden und eher zwei grundlegenderen Fragen widmen möchten.

Am Anfang steht grundsätzlich erst einmal die Frage, ist ein Titel überhaupt von der GEMA geschützt, denn nur dann kann überhaupt eine Zahlungspflicht für diesen Titel entstehen. Dazu muss man im Grunde “nur” herausfinden ob der jeweilig urhebende Künstler, im Folgenden Produzent genannt, des gesuchten Titels selbst, oder sein Verlag (hier kann man eigentlich davon ausgehen), Mitglied der GEMA oder einer ihrer Schwestergesellschaften im Ausland ist. Bei insgesamt 73 Gegenseitigkeitsverträgen, die die GEMA mit anderen Verwertungsgesellschaften getroffen hat, dürfte jedoch so ziemlich die ganze Welt abgedeckt sein. Im Umkehrschluss ist ein Titel daher als ungeschützt zu betrachten, wenn der Produzent des Titels kein Mitglied der GEMA oder einer anderen etwaigen Verwertungsgesellschaft ist. In der Folge muss somit für diese Titel auch Nichts gezahlt werden. Komplizierter wird es dann schon wenn bei der Produktion eines Titels mehrere Personen mitgewirkt haben, üblicher Weise wird das bei Kooperationen, Features und natürlich Remixen der Fall sein. Um die Zahlungspflicht auszulösen reicht es bereits, dass einer der Mitwirkenden GEMA-Mitglied ist. Das erschwert die Suche nach dem heiligen Gral, gerade bei den im Bereich der elektronischen Musik üblichen Remix-Fluten, natürlich ungemein.

Für die  DJs ergibt sich daher die nahezu unlösbare Aufgabe herauszubekommen welche der Produzenten, deren Titel sich in der eigenen Musiksammlung befinden, Mitglied der GEMA oder einer anderen der unzähligen Verwertungsgesellschaften sind. Wie genau das in Zukunft auch praktisch aussehen soll ist bisher noch nicht wirklich geklärt, wobei laut GEMA sich der DJ selbst nicht darum kümmern muss ?!? Aus unserer Sicht stehen hier in erster Linie die Produzenten, Labels und Verlage in der Bringpflicht den Konsumenten ihrer Tracks diese Informationen zukommen zu lassen. Wir können uns ebenso gut vorstellen, dass die jeweiligen Download-Portale und Promo-Anbieter (sofern diese nicht bereits selbst die Lizenz gezahlt haben) diese Informationen direkt mit jedem Titel ausliefern, bzw. diese sichtlich markieren, ob das jedoch thematisiert wird werden wir wohl erst in den nächsten Monaten erfahren. An dieser Stelle noch eine nicht unerhebliche Anmerkung, Produzenten die GEMA-Mitglied sind und parallel dazu ihre eigenen, durch die GEMA-Mitgliedschaft automatisch geschützten Titel öffentlich spielen, müssen hierfür ebenfalls zahlen, auch wenn sie faktisch Urheber des Titels sind.

Kommen wir also zum zweiten, noch unerfreulicheren Punkt, und die meisten werden es sicherlich auch schon befürchtet haben, zumal es gerade für die unliebsam genannten “Bedroom-DJs” nicht gut ausgehen wird. In der digitalen Welt sind Podcasts und Live-Streams, Audio wie auch Video, an der Tagesordnung, aber leider nicht von der Zahlungspflicht der GEMA ausgenommen. Grundsätzlich muss jeder, der seine Mixe öffentlich zur Verfügung stellt und dabei GEMA geschütztes Material spielt auch dafür zahlen. Es ist dabei unerheblich wie viel, bzw. ob überhaupt Zuhörer erreicht werden, allein das öffentliche Anbieten und die Möglichkeit, dass es andere anhören können reicht aus um die Zahlungspflicht auszulösen. Glück im Unglück für die DJs, die sich ausschließlich aufs Radio begrenzen, hier wird bereits durch den jeweiligen Sender die Lizenzgebühr abgeführt, das gilt ebenso für die Mix-Archive des Senders (Live-Mitschnitte). Ebenso werden die  so genannten Private-Modes nicht von der GEMA abgedeckt, wie es z.B. auf Soundcloud angeboten wird, bei denen man nur bestimmten Personen das Recht zum hören einräumt, der Mix selbst für die Öffentlichkeit allerdings nicht sichtbar/hörbar ist. Inwieweit das das Ruder noch herumreist bleibt natürlich fraglich. Für DJs die selbst keinen Verdienst durch ihr Auflegen haben, wird sich am Ende allein die Frage stellen, ob es überhaupt noch Sinn macht dieses Hobby weiter zu verfolgen.

Zum Thema wann genau tatsächlich für einen GEMA geschützten Titel zu zahlen ist, gibt es einen weiterführenden Artikel auf der De:Bug Webseite (http://de-bug.de/medien/archives/welche-djs-mussen-gema-zahlen.html), den man sich dringend mal zu Gemüte führen sollte. Eines wollen wir noch vorweg nehmen, es lebe das Vinyl, denn wer ausschließlich mit dem schwarzen Gold arbeitet, der ist mal ganz fein raus ;-) und wer seine, bereits vor dem 01.04.2013, umfangreiche Musiksammlung lizenzieren möchte kann diese, kulanter Weise bis, 31.12.2013 für einen Pauschbetrag von 125€ bei der GEMA anmelden. Alle neuen Titel werden direkt und pauschal nach Anzahl (keine ID Tracklisten) mit 0,13€ abgerechnet, entgegen etwaiger Gerüchte allerdings zum Glück nur einmalig und nicht jedes Jahr aufs Neue, sofern die Titel rein physisch auf der Platte bleiben wo sie sind.

Ein offizielles FAQ zum VR-Ö mit einer Menge an interessanten Infos könnt ihr hier HERUNTERLADEN

Alle Klarheiten beseitigt?

Hier noch die wichtigsten Fakten zum VR-Ö direkt von der GEMA (Pressemitteilung vom 14.03.2013):

Der Tarif VR-Ö regelt die Vervielfältigung zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe von kopierten Musikwerken z. B. im Bereich Einzelhandel, Gastronomie, Clubs, Diskotheken. Die Lizenzierung erfolgt bei demjenigen, der für die Vervielfältigung verantwortlich ist, also bei demjenigen, der diese auch selbst vornimmt oder diese beauftragt.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Vergütung: Die Vergütung beträgt 0,13 EUR je Musikwerk, das zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe vervielfältigt wird. Vervielfältigungen (Kopien), die einmal ordnungsgemäß lizenziert wurden, können zeitlich unbegrenzt für die öffentliche Wiedergabe genutzt werden.
  • Bestehende Musikdatenbank: Vervielfältigungen, die vor dem 1.4.2013 vorgenommen wurden, können nachträglich über einen einmaligen Pauschalbetrag in Höhe von 125,00 EUR netto für alle Musikdateien lizenziert werden, sofern dieses bis zum 31.12.2013 erfolgt.
  • Sicherungskopien: Die Herstellung von Back-ups ist nicht vergütungspflichtig. Erst wenn die Sicherungskopie zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe aktiviert wird, ist diese einmalig in Höhe von pauschal EUR 125,- (oder als Einzellizenz 0,13 EUR je Musikwerk) zu vergüten. Gleiches gilt für das Überspielen einer Musikdatenbank von einem Datenträger auf einen anderen.
  • Gesamtvertragsnachlass: Die Mitglieder von Organisationen, mit denen die GEMA einen Gesamtvertrag für diesen Tarif geschlossen hat, erhalten einen Gesamtvertragsnachlass in Höhe von 20%.

Bitte beachten Sie den umfassenden Fragenkatalog zum Tarif VR-Ö unter www.gema.de/vroe – Für Fragen rund um VR-Ö bietet die GEMA interessierten Nutzern eine Service-Hotline an. Ab 18.03.2013 bis 22.03.2013 steht montags bis freitags von 15:00 – 17:00 Uhr ein Tarifexperte zur Verfügung unter Telefon: 0800 440 8000

 

 

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Polizeistaat Soundcloud und der Patriot-Act für Musik

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Um es kurz vorweg zu nehmen, da diese Diskussion bereits nach der Veröffentlichung auf Neon.de aufkam: Dieser Text zielt in erster Linie auf die Sicht der jenigen ab, die Musik auf Soundcloud bereitstellen und verbreiten möchten, sprich Produzenten, Labels, Promo-Anbieter etc … nur indirekt betrifft es die eigentlichen Hörer, i.e. Endverbraucher, nur falls sich jemand an der Phrase “es gäbe keine adäquate Alternative” stören sollte. Gerade im reinen Listening-Bereich gibt es diese natürlich en masse.

Die Frage “wer nutzt alles Soundcloud?” zu beantworten dauert sicherlich länger als sich der Frage “wer nutzt es nicht?” anzunehmen , was allein daraus resultiert, dass es keine wirklich adäquate Alternative gibt und SC damit quasi ein Monopol inne hat. Zu was sich jedoch Monopole in der Regel entwickeln zeigt die Vergangenheit zweifellos und da macht auch SC keine Ausnahme.

In letzter Zeit hört man im direkten Kontakt mit Bekannten, dass diese das Verhalten von SC gegenüber den zahlenden Kunden nur noch als frustrierend empfinden, denn hier findet anscheinden eine förmliche Unterjochung statt die jeden unter Generalverdacht stellt. Mit der gezielten Bekämpfung von Spam, so die offizielle Begründung, hat das jedoch nichts mehr zu tun, eher kommt es einer zufallsgenerierten Bekämpfung gleich. Teilweise werden Nutzern diverse Funktionen für Monate gesperrt und mit seltsamen Floskeln abgehandelt, die jeder Grundlage entbehren. “Sie haben in den letzten 24h ihre Sounds in mehr als 75 Gruppen gepostet” … ja wozu nutzt man Soundcloud denn, doch genau dafür, das verbreiten der “eigenen” Sounds! Allein als Webspace zum Uploaden und hosten von Daten sind bis zu 500€ im Jahr dann doch etwas zu viel. Man schießt hier definitiv um Lichtjahre über das Ziel hinaus und restriktiert genau die Funktionen, die den Grundstein dafür legen sich bei SC anzumelden und diese Plattform zu nutzen.

“Sie folgen zu vielen neuen Accounts in einer zu kurzen Zeit” , ja gut bei der Menge an Musik die einem vielleicht gefällt ist man doch gern Up-to-date was neue Künstler anbelangt, was bitte soll also der Scheiss? “Dein Like/Repost-Verhalten kommt uns etwas seltsam vor” , aha wie soll es denn unseltsam aussehen, da kommt einem doch eher das Verhalten von SC mehr als nur “etwas” seltsam vor! Die Funktion hätte man sich dann auch getrost sparen können, den genau hier geht auch der Angriff auf die “normalen” reinen Listening-Nutzer los, die quasi nur am hören neuer Sounds interessiert sind und auch zeigen wollen was ihnen gefällt.

Was hier abläuft ist reine Schikane und ein ordentlicher Tritt in den Allerwertesten der eigenen zahlenden Basis, was an sich schon dämlich ist, man sollte nie die Hand beißen die einen füttert, denn wo wäre SC jetzt ohne genau diese Leute? Die Unfähigkeit ordentliche Algorithmen zu entwickeln um Urheberrechtsverletzungen (so werden z.B. neu produzierte Tracks auf Grund von Urheberrechtsverletzungen einfach nicht frei geschaltet, wie auch immer das gehen soll, selbst wenn der Track gerade frisch aus CuBase rausgeflutscht ist) oder Spam zu unterbinden mündet in einer pauschalisierten Verurteilung und Blockierung von Allem was nur irgendwie, möglicherweise, eventuell den Anschein hat irgendetwas zu sein … woher kennen wir das denn?

 In diesem Sinne, lasst euch das nicht gefallen … Programmierer und Investoren dieser Welt, es wird Zeit eine Alternative zu schaffen, und Eines verspreche ich, an Zulauf von neuen Nutzern wird es definitiv nicht mangeln !!!

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Franksen – Swinger EP

Franksen ist sicherlich nicht zu letzt als Initiator der Clubnight auf You.FM bekannt, in der er regelmäßig mit seinen Gast-DJs einen 360° Rundumblick auf die elekronische Musik bietet. Auch als Produzent kann er auf eine füllige Discographie blicken, in der sich u.a. Labels wie Plastic City, Circle,  Dieb Audio, We Play Minimal und Salted Music befinden. Sich selbst sieht er wohl am ehesten im Techhouse-Bereich was er mit seiner aktuellen Veröffentlichung auf dem Frankfurter Diametral Label erneut zeigt. Mit seiner Swinger EP bringt er drei Tracks direkt auf die Tanzfläche, die sowohl klassische House-Elemente wie auch die moderne Art des Grooves verbinden.   “Strings Attached” geht dabei zum Beispiel betont deep ins Rennen und baut sorgfältig eine sphäreische Padlandschaft auf die hier und da mit ein paar feinen Akkorden garniert wird. “Stix” hingegen geht wesentlich fordernder in die Beine und hat dabei den Funk quasi gepachtet. Man hört also an Abwechslung mangelt es hier definitiv nicht, schöner Warming-Up-Sound den man für alle Fälle dabei haben sollte.

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Kai Randy Michel – Purple Road EP

Mit der Purple Road EP startet das Münchner Label “Cromosom” seine digitale Serie deren Ziel es its eine experimentelle Spielwiese für die Künstler zu bieten, wobei der klare Bezug zum Techno stets gegeben sein soll. Den Auftakt macht kein geringer als Kai Randy Michel, der mit „Purple Road“ ein schon etwas älteren Track re-modelliert und im neuen Mastergewand zeigt, und dieser hat es in sich, nicht zu letzt was den ultratiefen Sub-Bass anbelangt. Tony deKaro macht sich große Teile des Original zu eigen, driftet dabei aber in wesentlich melodiösere Bereiche ab, Plasmic Shape indess formiert alles von Grund auf neu und stampft sich ordentlich verzerrt direkt in die Hüften. Den Abschluss macht „Oceanic“ ein genialer Old-School Kracher der an vergangene Zeiten um die 2000er erinnert, schön tribalig gepaart mit epischen Flächen, so was hab ich schon lang nicht mehr gehört, einfach schön.

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Spektre & Christian Cambas – Drums of Navarone (Kombination Research)

Kombination Research steht seit Zeiten für State of the Art Techno, so auch mit dem neuesten Release von Spektre & Christian Cambas. “Drums of Navarone” fährt erst mal ein ruhigen, perkussiven Intro-Part für 30 Sekunden und schlägt dann mit der rollenden Kickdrum direkt kräftig zu, da ist fast kein “hinsetzen” mehr möglich. Die Breaks teilweise fast schon melodiös, mit ein paar gefilterten Vocals, fallen direkt nach dem Chord-Intermezzo in den ursprünglich brachialen Techno zurück. Wenn dann als Krönung noch Labelchef Cisco Ferreira aka the Advent zusammen mit Industrialyzer als Remixer einspringen kann man eigentlich getrost zugreifen und den Plattenkoffer mit einem neuen Vinyl für die Peaktime ergänzen.

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Sterac aka Steve Rachmad – Secret Life of Machines (100% Pure)

Das geheime Leben der Maschinen” war das regulär erste Album-Release auf 100% Pure, welches 1995 von Sterac aka Steve Rachmad veröffentlicht wurde und sicherlich als einer der Meilensteine im Detroit-Techno-Bereich gilt. Natürlich lädt das ein hier mal alles was Rang und Namen hat in die Remixpflicht zu nehmen. Joel Mull, Marc Romboy, Heiko Laux, Samuel L. Session, Christian Smith, Ricardo Villalobos, Joris Voorn, Klartraum, Vince Watson und Labelhead 2000andOne selbst haben sich hier ihre persönlichen Favs vorgenommen und im eigenen Stil interpretiert. Allein schon diese Aufzählung steht für Qualität und Bedarf eigentlich keiner weiteren Ausführungen. Hier ist alles in Vollkommenheit an Board, von chilligem House bis zu treibend industriellem Techno. Meine persönlichen Picks hier Joel Mulls Version von „Axion“, super geiler und aggressiver Floor-Burner und Ricardos „Sitting on Klaus Remix“ von „Sitting on Clouds“, und hier ist der verquerte Name schon Programm, genial verschrobener Afterhour-Sound wie zu besten Zeiten. Absolutes MUST HAVE!

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Luke Solomon – Lonely Dancer (The Classic Music Company)

Ein Six-Pack hat noch nie geschadet, dachte sich Herr Solomon sicherlich auch und lässt neben dem Original direkt noch 5 Versionen von “Lonely Dancer” antraben. Das Original selbst kommt gepflegt deep daher, verschoben schöne Pads und ein Stimme die entfernt an Underworld erinnert, das Gesamte jedoch fast schon in die Pop-Ecke drängt. Die Remixe dann doch eher technoid housiger im unteren BPM-Bereich. Sowohl Ewan Pearson wie auch Emperor Machine greifen in ihren Remixen auf wirkungsvolle Synthies zurück, 303 und Moog lassen grüßen, mal mit Acid und mal ohne, mal mit Vocals und mal ohne, so gehört sich das. Zum Abschluss gibt es noch den „Bonus Dub“ der etwas experimenteller und schräg mit Minimal-House-Charakter daher kommt. Ein rundum feines Paket das man durchaus gehört haben sollte.

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Paul Woolford – The Lab 04 (The Lab)

The Lab, sprich “das Labor” soll auch genau als solches, zumindest im akustischen Sinne, dienen und hat sich seit 2009 nicht zuletzt durch Gast-DJs wie Seth Troxler, Steve Bug oder Loce Dice als „Brand“ etabliert um auf neue interessante Künstler aufmerksam zu machen. Bei der aktuell vierten Ausgabe steht nun Paul Woolford an den Tellern, wobei man sich immer wieder freuen darf, dass es die DoppelCD sowohl als „in the Mix“, aber auch als DJ-freundliche Einzeltracksammlung gibt. Auf CD1 geht es wohl um den Sonnenaufgang an sich mit einer Menge an Electro, Breakbeats und schönen Pad-Landschaften gepaart mit epischen House-Tracks von u.a. Chez Damier oder Hunee. CD2 richtet sich dann eher an die aktuelle Clublandschaft. Sehr technoid minimalistisch mit dem Hang zum aktuellen Dubhype überzeugt diese aber mit einer großartigen Trackauswahl und einem enormen Abwechslungsreichtum, gerade wenn es gegen Ende hin mit Trevino und Achterbahn d’Amour leicht acidlastig wird. Definitiv ein Paket das man sich zu Gemühte führen sollte, und wenn nicht alle dann dürften zumindest einzelne Tracks jedes DJ-Set bereichern.

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Tone of Arc – Shaking the Sky (No.19)

 Tone of Arc schickt auf No.19 zwei sehr feine House-Tracks ins Rennen die sicherlich schnell den Weg auf die Tanzflächen finden werden. „Shaking the Sky“ geht eher in eine progressive Richtung mit Tendenzen zum Discohouse getragen von einer eingängig fordernden Bassline gespickt mit divers gehauchten Vocals, sehr funktional und wirkungsvoll. „No Pushers“ hingegen bedient den eher deepen Part und das wirklich sehr gut. Gediegene Soft-Pads, ein seicht wobbelnder Bass gepaart mit diversen Stimmchen die hier und da durch den Raum schweben. Die Organ-Melo zwischendurch bleibt zudem im Gedächtnis, nur die Synth-Eskapade im letzten Drittel mag nicht so ganz überzeugen.

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Cera Alba – Save the Day (Turquoise Blue)

Ob “Save the Day” hier wirklich der richtige Titel ist wage ich zu bezweifeln und selbst wenn man die House-Sounds der frühen 90er mag darf man doch irgendwie zumindest eine eigene Note erwarten. Eine ganze Palette typischer Oldschool-House-Sound gepaart mit diversen unharmonischen Soul-Stimmchen fusionieren zu einem Track der vor 20 Jahren sicherlich gut funktioniert hätte. „Zenos Paradox“ ist vom Stil her ähnlich, überzeugt durch die sich immer Takt aufschraubende Bassline dann auch etwas mehr. Remixe gibt es von Julien Sandre und Inxec vs Droog , die hier beide schöne progressive Housetunes in einem warm synthetischen Rahmen abliefern, gerade letzterer wirkt sehr geschmeidig und bringt das Release so noch über den Zenit.

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FEATURED TECHNO

Nicole Moudaber - Believe (Album Release - Drumcode)

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FEATURED DEEP

Yoshihiro Arikawa - 6ft under the Pole (Swap)

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Lars Leonhard - Seasons (Album - Interview - BineMusic)

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