Archive for the ‘ Minimal Techno ’ Category

Ziel100 – Edith EP (Sophisticated Retreats)

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Matthias Gustke aka Ziel100 ist schon seit Anfang an fest in der „Frankfurter Szene“ verankert. Nicht zuletzt durch seine Remixe für u.a. The Horrorist oder Gloria Gaynor, aber auch für seine euphorischen DJ-Sets bekannt, ist Ziel 100 noch immer ein Künstler, dem eigentlich mehr Anerkennung gebührt, als er aktuell erfährt. Das kann sich mit seiner neuen EP „Edith“ nun aber ändern.

Deepe Flächen, die sich mit diversen Tribal-Sounds aufbauen, um einen Tech-House-Track zu schaffen, der sich eben genau durch diese Percussions in einen Sommer-Open-Air-Track verwandelt – das it „Edith“. An sich wirklich ein cooler Sound, wenn auch wenig innovativ. Ist aber auch egal, denn er ist funktionell! Bait & Switch drosseln in ihrem Remix das Tempo auf gerade mal 121 BPM. Statt dem eben noch Peaktime-tauglichen Original haben wir durch den wenig verspielten, aber dennoch groovigen Remix eher einen Opener-Track für die Wir-Feiern-Draußen-Saison vorliegen. Auch Marcel Braun legt in seinem Remix viel Wert auf funktionierende und bereits erprobte Sounds. Dabei entstand die melodischste Form des Originals, die stets tanzbar, aber auch relaxt bleibt. Zu guter Letzt gibt Ziel 100 mit „Edat“ noch einen Bonus-Track dazu, der gut in Westbam’s Spät-90er-Electro-Clash-Sets gepasst hätte. Mal was anderes für die heutige Zeit und definitiv hörenswert.

Neu? Nicht unbedingt. – Aber auf jeden Fall am Puls der Zeit! Gute Sounds, die perfekt arrangiert sind und Spaß machen; das ist Ziel 100’s neue Scheibe!

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Nicole Moudaber – Believe (Album Release – Drumcode)

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Nicole Moudaber präsentiert mit “Believe” ihr Album-Debüt auf Drumcode, was ja bekanntlich für Qualität bürgt und definitiv auch nicht enttäuscht. Von der ersten Minute an entfaltet sich eine enorme Technoenergie die die Tanzfläche anzieht wie ein schwarzes Loch das Licht. Egal ob subtil hypnotisch wie in “Lumiere Tamisee“, minimalistisch verspielt bei “Do Your Thing“, trocken aggressiv in “Take Hold” zusammen mit Labelhead Adam Beyer, oder auch fast schon gediegen fluffig wie in “Can I get Some” , zur Ruhe kommt man sicher nicht. De facto spiegelt “Believe” eine komplette Feier-Nacht vom WarmUp über Peaktime bis zur Afterhour wieder, hier kann man also bedenkenlos zuschlagen und sicher sein, dass man diese Tracks mehr als nur einmal aus den Starlöchern lässt. Aus künstlerischer Sicht beweist Nicole mit ihrem Album, dass sie technisch wie auch inhaltlich verdient in der erten Liga spielt, und auch ganz genau weiss was sich das Feiervolk wünscht!

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Drauf & Dran – Colors (Style Rockets)

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Drauf & Dran veröffentlicht mit „Colors“” sein erstes Album. Dieses wirkt auf den ersten Blick nicht unbedingt wie ein reines Konzept-Album, zeigt beim Durchhören aber dennoch einen roten Faden. Es ist ein Tech-House-Album, das sich speziell durch melodische und basslastige Sequenzen auszeichnet. Alle Tracks weißen aber auch einen Hang zu anderen Musikgenres auf. Der Track „Guitarman“ z.B. beginnt als deepe Electronica-Nummer, die sich aber schnell zu einem pulsierenden Tech-House-Track entwickelt. Durch ein seichtes Gitarrensample kommen so auch Freunde akustischer Musik auf ihre Kosten. Ähnlich schwungvoll ist auch der Track „Serve The Last Swing“. Dieser ist Drauf & Dran’s ganz persönliche Hommage an die großen Swing-Musiker und deren Werke der 20er und 30er Jahre. Dass der international erfolgreiche DJ und Produzent gern mit anderen Musikrichtungen wie Jazz und Soul spielt, zeigt sich nicht nur an seinen früheren HipHop-Exkursen, sondern auch im Track „Gospeltrain“. In beiden Fällen könnte man annehmen, dass Drauf & Dran hier auf den Zug á la Aka Aka oder Klangkarussell aufspringt, aber das ist gar nicht der Fall, denn die Sounds des Albums klingen frischer und wesentlich kreativer mit einer ganz individuellen Note.

Die zweite Hälfte des Albums startet mit dem druckvollem und dennoch melodiösen „Testosteron“, welches auf über 7 Minuten Techno und Tech-House gekonnt verschmelzen lässt. Bei „I Love Beer“ holte sich Drauf & Dran Mr. Shami ins Studio, der ein paar interessante Reggae-beeinflusste Vocals beisteuerte. Dabei hatten die Jungs im Studio sicher viel Spaß und da ist bestimmt auch die ein oder andere Flasche des Gebräus geöffnet worden. Mit dem Track „Wonderful“ kommt eine weitere Kollaboration daher – diesmal mit Umami, die dem melodösen Tech-House-Track ihre ganz eigene und unverkennbare Note aufdrückten, ohne dabei Drauf & Dran’s Style zu beschränken. Zum großen Finale verabschiedet sich der Berliner mit einem Ritt der Sonne entgegen und liefert passend dazu den Track „Spaghettiwestern“, der noch einmal tief in die Trick-Kiste greift und ein paar sehr witzige Western-Samples für den Abschluss von „Colors“ verwendet.

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GEMA VR-Ö – Grundsätzliches, Podcasts & Webradios

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Die GEMA und die Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. (BVMV) sowie der Berufsverband Discjockey e.V. (BVD) haben die Verhandlungen über den Tarif VR-Ö abgeschlossen. Der Tarif regelt die Vervielfältigungen bzw. Kopien von Musikwerken aus dem GEMA-Repertoire, die zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe hergestellt werden. Die ab 01.April 2013 kommenden Tarife für DJs stehen damit fest, wobei wir uns vom eigentlichen Thema, des für eine Zahlungspflicht ursächlichen Kopiervorgangs eines einzelnen Titels, abwenden und eher zwei grundlegenderen Fragen widmen möchten.

Am Anfang steht grundsätzlich erst einmal die Frage, ist ein Titel überhaupt von der GEMA geschützt, denn nur dann kann überhaupt eine Zahlungspflicht für diesen Titel entstehen. Dazu muss man im Grunde “nur” herausfinden ob der jeweilig urhebende Künstler, im Folgenden Produzent genannt, des gesuchten Titels selbst, oder sein Verlag (hier kann man eigentlich davon ausgehen), Mitglied der GEMA oder einer ihrer Schwestergesellschaften im Ausland ist. Bei insgesamt 73 Gegenseitigkeitsverträgen, die die GEMA mit anderen Verwertungsgesellschaften getroffen hat, dürfte jedoch so ziemlich die ganze Welt abgedeckt sein. Im Umkehrschluss ist ein Titel daher als ungeschützt zu betrachten, wenn der Produzent des Titels kein Mitglied der GEMA oder einer anderen etwaigen Verwertungsgesellschaft ist. In der Folge muss somit für diese Titel auch Nichts gezahlt werden. Komplizierter wird es dann schon wenn bei der Produktion eines Titels mehrere Personen mitgewirkt haben, üblicher Weise wird das bei Kooperationen, Features und natürlich Remixen der Fall sein. Um die Zahlungspflicht auszulösen reicht es bereits, dass einer der Mitwirkenden GEMA-Mitglied ist. Das erschwert die Suche nach dem heiligen Gral, gerade bei den im Bereich der elektronischen Musik üblichen Remix-Fluten, natürlich ungemein.

Für die  DJs ergibt sich daher die nahezu unlösbare Aufgabe herauszubekommen welche der Produzenten, deren Titel sich in der eigenen Musiksammlung befinden, Mitglied der GEMA oder einer anderen der unzähligen Verwertungsgesellschaften sind. Wie genau das in Zukunft auch praktisch aussehen soll ist bisher noch nicht wirklich geklärt, wobei laut GEMA sich der DJ selbst nicht darum kümmern muss ?!? Aus unserer Sicht stehen hier in erster Linie die Produzenten, Labels und Verlage in der Bringpflicht den Konsumenten ihrer Tracks diese Informationen zukommen zu lassen. Wir können uns ebenso gut vorstellen, dass die jeweiligen Download-Portale und Promo-Anbieter (sofern diese nicht bereits selbst die Lizenz gezahlt haben) diese Informationen direkt mit jedem Titel ausliefern, bzw. diese sichtlich markieren, ob das jedoch thematisiert wird werden wir wohl erst in den nächsten Monaten erfahren. An dieser Stelle noch eine nicht unerhebliche Anmerkung, Produzenten die GEMA-Mitglied sind und parallel dazu ihre eigenen, durch die GEMA-Mitgliedschaft automatisch geschützten Titel öffentlich spielen, müssen hierfür ebenfalls zahlen, auch wenn sie faktisch Urheber des Titels sind.

Kommen wir also zum zweiten, noch unerfreulicheren Punkt, und die meisten werden es sicherlich auch schon befürchtet haben, zumal es gerade für die unliebsam genannten “Bedroom-DJs” nicht gut ausgehen wird. In der digitalen Welt sind Podcasts und Live-Streams, Audio wie auch Video, an der Tagesordnung, aber leider nicht von der Zahlungspflicht der GEMA ausgenommen. Grundsätzlich muss jeder, der seine Mixe öffentlich zur Verfügung stellt und dabei GEMA geschütztes Material spielt auch dafür zahlen. Es ist dabei unerheblich wie viel, bzw. ob überhaupt Zuhörer erreicht werden, allein das öffentliche Anbieten und die Möglichkeit, dass es andere anhören können reicht aus um die Zahlungspflicht auszulösen. Glück im Unglück für die DJs, die sich ausschließlich aufs Radio begrenzen, hier wird bereits durch den jeweiligen Sender die Lizenzgebühr abgeführt, das gilt ebenso für die Mix-Archive des Senders (Live-Mitschnitte). Ebenso werden die  so genannten Private-Modes nicht von der GEMA abgedeckt, wie es z.B. auf Soundcloud angeboten wird, bei denen man nur bestimmten Personen das Recht zum hören einräumt, der Mix selbst für die Öffentlichkeit allerdings nicht sichtbar/hörbar ist. Inwieweit das das Ruder noch herumreist bleibt natürlich fraglich. Für DJs die selbst keinen Verdienst durch ihr Auflegen haben, wird sich am Ende allein die Frage stellen, ob es überhaupt noch Sinn macht dieses Hobby weiter zu verfolgen.

Zum Thema wann genau tatsächlich für einen GEMA geschützten Titel zu zahlen ist, gibt es einen weiterführenden Artikel auf der De:Bug Webseite (http://de-bug.de/medien/archives/welche-djs-mussen-gema-zahlen.html), den man sich dringend mal zu Gemüte führen sollte. Eines wollen wir noch vorweg nehmen, es lebe das Vinyl, denn wer ausschließlich mit dem schwarzen Gold arbeitet, der ist mal ganz fein raus ;-) und wer seine, bereits vor dem 01.04.2013, umfangreiche Musiksammlung lizenzieren möchte kann diese, kulanter Weise bis, 31.12.2013 für einen Pauschbetrag von 125€ bei der GEMA anmelden. Alle neuen Titel werden direkt und pauschal nach Anzahl (keine ID Tracklisten) mit 0,13€ abgerechnet, entgegen etwaiger Gerüchte allerdings zum Glück nur einmalig und nicht jedes Jahr aufs Neue, sofern die Titel rein physisch auf der Platte bleiben wo sie sind.

Ein offizielles FAQ zum VR-Ö mit einer Menge an interessanten Infos könnt ihr hier HERUNTERLADEN

Alle Klarheiten beseitigt?

Hier noch die wichtigsten Fakten zum VR-Ö direkt von der GEMA (Pressemitteilung vom 14.03.2013):

Der Tarif VR-Ö regelt die Vervielfältigung zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe von kopierten Musikwerken z. B. im Bereich Einzelhandel, Gastronomie, Clubs, Diskotheken. Die Lizenzierung erfolgt bei demjenigen, der für die Vervielfältigung verantwortlich ist, also bei demjenigen, der diese auch selbst vornimmt oder diese beauftragt.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Vergütung: Die Vergütung beträgt 0,13 EUR je Musikwerk, das zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe vervielfältigt wird. Vervielfältigungen (Kopien), die einmal ordnungsgemäß lizenziert wurden, können zeitlich unbegrenzt für die öffentliche Wiedergabe genutzt werden.
  • Bestehende Musikdatenbank: Vervielfältigungen, die vor dem 1.4.2013 vorgenommen wurden, können nachträglich über einen einmaligen Pauschalbetrag in Höhe von 125,00 EUR netto für alle Musikdateien lizenziert werden, sofern dieses bis zum 31.12.2013 erfolgt.
  • Sicherungskopien: Die Herstellung von Back-ups ist nicht vergütungspflichtig. Erst wenn die Sicherungskopie zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe aktiviert wird, ist diese einmalig in Höhe von pauschal EUR 125,- (oder als Einzellizenz 0,13 EUR je Musikwerk) zu vergüten. Gleiches gilt für das Überspielen einer Musikdatenbank von einem Datenträger auf einen anderen.
  • Gesamtvertragsnachlass: Die Mitglieder von Organisationen, mit denen die GEMA einen Gesamtvertrag für diesen Tarif geschlossen hat, erhalten einen Gesamtvertragsnachlass in Höhe von 20%.

Bitte beachten Sie den umfassenden Fragenkatalog zum Tarif VR-Ö unter www.gema.de/vroe – Für Fragen rund um VR-Ö bietet die GEMA interessierten Nutzern eine Service-Hotline an. Ab 18.03.2013 bis 22.03.2013 steht montags bis freitags von 15:00 – 17:00 Uhr ein Tarifexperte zur Verfügung unter Telefon: 0800 440 8000

 

 

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Polizeistaat Soundcloud und der Patriot-Act für Musik

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Um es kurz vorweg zu nehmen, da diese Diskussion bereits nach der Veröffentlichung auf Neon.de aufkam: Dieser Text zielt in erster Linie auf die Sicht der jenigen ab, die Musik auf Soundcloud bereitstellen und verbreiten möchten, sprich Produzenten, Labels, Promo-Anbieter etc … nur indirekt betrifft es die eigentlichen Hörer, i.e. Endverbraucher, nur falls sich jemand an der Phrase “es gäbe keine adäquate Alternative” stören sollte. Gerade im reinen Listening-Bereich gibt es diese natürlich en masse.

Die Frage “wer nutzt alles Soundcloud?” zu beantworten dauert sicherlich länger als sich der Frage “wer nutzt es nicht?” anzunehmen , was allein daraus resultiert, dass es keine wirklich adäquate Alternative gibt und SC damit quasi ein Monopol inne hat. Zu was sich jedoch Monopole in der Regel entwickeln zeigt die Vergangenheit zweifellos und da macht auch SC keine Ausnahme.

In letzter Zeit hört man im direkten Kontakt mit Bekannten, dass diese das Verhalten von SC gegenüber den zahlenden Kunden nur noch als frustrierend empfinden, denn hier findet anscheinden eine förmliche Unterjochung statt die jeden unter Generalverdacht stellt. Mit der gezielten Bekämpfung von Spam, so die offizielle Begründung, hat das jedoch nichts mehr zu tun, eher kommt es einer zufallsgenerierten Bekämpfung gleich. Teilweise werden Nutzern diverse Funktionen für Monate gesperrt und mit seltsamen Floskeln abgehandelt, die jeder Grundlage entbehren. “Sie haben in den letzten 24h ihre Sounds in mehr als 75 Gruppen gepostet” … ja wozu nutzt man Soundcloud denn, doch genau dafür, das verbreiten der “eigenen” Sounds! Allein als Webspace zum Uploaden und hosten von Daten sind bis zu 500€ im Jahr dann doch etwas zu viel. Man schießt hier definitiv um Lichtjahre über das Ziel hinaus und restriktiert genau die Funktionen, die den Grundstein dafür legen sich bei SC anzumelden und diese Plattform zu nutzen.

“Sie folgen zu vielen neuen Accounts in einer zu kurzen Zeit” , ja gut bei der Menge an Musik die einem vielleicht gefällt ist man doch gern Up-to-date was neue Künstler anbelangt, was bitte soll also der Scheiss? “Dein Like/Repost-Verhalten kommt uns etwas seltsam vor” , aha wie soll es denn unseltsam aussehen, da kommt einem doch eher das Verhalten von SC mehr als nur “etwas” seltsam vor! Die Funktion hätte man sich dann auch getrost sparen können, den genau hier geht auch der Angriff auf die “normalen” reinen Listening-Nutzer los, die quasi nur am hören neuer Sounds interessiert sind und auch zeigen wollen was ihnen gefällt.

Was hier abläuft ist reine Schikane und ein ordentlicher Tritt in den Allerwertesten der eigenen zahlenden Basis, was an sich schon dämlich ist, man sollte nie die Hand beißen die einen füttert, denn wo wäre SC jetzt ohne genau diese Leute? Die Unfähigkeit ordentliche Algorithmen zu entwickeln um Urheberrechtsverletzungen (so werden z.B. neu produzierte Tracks auf Grund von Urheberrechtsverletzungen einfach nicht frei geschaltet, wie auch immer das gehen soll, selbst wenn der Track gerade frisch aus CuBase rausgeflutscht ist) oder Spam zu unterbinden mündet in einer pauschalisierten Verurteilung und Blockierung von Allem was nur irgendwie, möglicherweise, eventuell den Anschein hat irgendetwas zu sein … woher kennen wir das denn?

 In diesem Sinne, lasst euch das nicht gefallen … Programmierer und Investoren dieser Welt, es wird Zeit eine Alternative zu schaffen, und Eines verspreche ich, an Zulauf von neuen Nutzern wird es definitiv nicht mangeln !!!

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Boris Dlugosch – Knalldrang (Poker Flat)

6323310Wer hätte gedacht, dass von Boris Dlugosch mal so ein Acid-Brett kommt? Für mein Empfinden ist der Track vom Gesamttempo her ein wenig zu langsam, auf der anderen Seite kommt, kommt das der Acid-Bassline aber zu gute, da diese bei angezogenderem Tempo vielleicht nervig sein kann. So ist sie dann doch recht smooth. Auch Nico Lahs mag diese Acid-Bassline so sehr, dass er sie nahezu unverändert in seinem Remix als Hauptthema verwendet, ähnlich wie The Sneekers, die dem gesamten Mix einen starken berliner Electroclash-Touch verleihen. Auch In Filgranti haben sich der eingängigen Acid-Sounds angenommen und auf ihre Art und Weise interpretiert, nur haben sie die Frequenzen eher im tiefen Bereich gelassen, statt in die hohen fiebenden Töne abzudriften. Und dann hat Boris noch den Track „Sweet Talk“ mit auf die EP gepackt, auch mit kleinem Acid-Bass, wenn auch die ganze Nummer eher housig daher kommt. Acid-Freunde wird’s freuen!

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Sonodab – Nowhere EP (Supplement Facts)

6207057Guy Gerber beweist einmal mehr, dass er ein gutes Händchen in der Auswahl seiner Künstler hat und mit Sonodab betritt sicherlich kein unbekannter die Bühne, denn der gebürtige Spanier versteht es in seinen Werken problemlos den Bogen zwischen eingängigen House-Rhythmen und deepen Dub-Sounds zu spannen. „Acid Rhythm“ grooved dabei gemächlich vor sich hin, wobei sich ein dezentes Synth-Pad immer wieder vom Hintergrund in den Vordergrund schiebt und einen coolen Ping-Pong-Effekt erzeugt. „Ars Geotia“ chilled sich dann gediegen dubbig und reduziert durch die Gehörgänge, wohingegen „Freak“ sich eher in einem verspielten Deephouse-Bereich aufhält und den Hörer auf eine Reise durch zeitlosen Sound einlädt. „Bon Voyage“ geht im Vergleich zu den bisherigen Tracks fast schon steril paranoid zur Sache und entwickelt erst zur Mitte hin einen leicht warmen Charakter, fällt aber immer wieder in den minimalistisch verzweigten und leicht kranken Sound ab, für Abwechslung ist hier definitiv gesorgt.

 

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Mittel zum Zweck – Producing Contest 2013

mittelzumzweckDas hessische Label Mittel Zum Zweck lädt alle kreativen Musikmacher zu einem gemeinsamen Wettbewerb ein. Die drei Label-Betreiber Aconite, CERT-8 und Dominik Schwarz sind auf der Suche nach neuen Sounds, frischen Tracks und talentierten Produzenten um sie auf ihrem Label zu veröffentlichen. Und dafür vergeben sie nun öffentlich einen Slot im Release-Plan. Auf Mittel Zum Zweck erschienen schon zahlreiche Tracks und Remixe von Szene-Protagonisten wie Lars Wickinger, Pierre Deutschmann, Ron Flatter, Sebastian Lutz, Felix Bernhardt, Hardfloor u.v.m. – hier folgt nun der nächste Coup! Werde Teil dieses Projekts, veröffentliche deine Musik auf Mittel Zum Zweck und erreiche damit ein großes Publikum.

Wie genau funktioniert das?
Angesprochen ist grundsätzlich jeder Musikproduzent. Hier geht es NICHT um einen Remix Contest, in dem vorgegebenes Material umgearbeitet werden soll. Wir suchen komplett neue Tracks. Sei kreativ, lass deine Ideen sprudeln und erstelle einfach einen Hammer-Track. Oder hast du schon den perfekten Track in petto, den du nur noch nirgends veröffentlicht hast? Nun hast du die Chance, ihn doch noch groß rauszubringen. Auch mehrere Einsendungen sind möglich.

Zu gewinnen gibt es ein Release auf dem Label Mittel Zum Zweck mit allem Drum und Dran. Der erstplatzierte Track erhält zusätzlich einen Remix, so dass ihm noch mehr Aufmerksamkeit garantiert ist. Das Release wird nicht nur in der Presse beworben, sondern auch an den hauseigenen großen Pool von bekannten Szene-DJs bemustert. Das könnte dein Start im Business sein!

Einsendeschluss ist der 17.03.2013

Die genauen Teilnahmebedingungen und weitere Infos zum zeitlichen Ablauf findet ihr hier:
http://contest.mittel-zum-zweck.net

Und damit ihr noch einen Eindruck vom Labelsound bekommt, hier ein paar aktuelle Tracks zum reinhören:

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Dubit – Surfing This EP (Hidden Recordings)

026HRMit der “Surfing This EP” begeht der Berliner Dubit sein Debüt auf Hidden Recordings und stellt direkt seine Wandelbarkeit im elektronischen Sounddesign unter Beweis, nur um das schonmal vorweg zu nehmen. Insgesamt erwarten einen hier 4 Tracks und 2 Remixe die sich diverser technoider Stilmittel bedienen, dabei aber im den Dancefloor im akustischen Fadenkreuz behalten. “Ritestati” geht dabei eher den industriellen Weg und wird im Jason Fernandes Remix nochmal eine Etage düsterer gelegt. “Wiping Surf Trick” und “Hot Dog No Hot Dog” grooven dann schön dunkel verschuffelt durch die Gegend, wobei Letzterer definitiv durch die leiernd diabolischen Vocals im Gedächtnis bleibt. “An Eye to the Past, Hands to the Future” legt dann sogar nochmal einen leicht abstrakten Techhouse-Groove hin und wird zum guten Schluss von Jubilee durch einen feinen Dub-Remix nochmal angenehm aufgehellt, mein persönlicher Fav auf der EP.  Sehr abwechslungsreiches Release bei dem sicher jeder seine Freude haben wird.

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Grunbox & Nadja Lind – High Heels Trap (Lucidflow)

LF038Nadja Lind kollaboriert mit Grunbox für das neueste Release auf dem eigenen Label Lucidflow, welches sich schon längst zu einer wichtigen Adresse in Sachen feinem, deepen Sound gemausert hat. Mit “High Heels Trap” geht es auch direkt verschuffelt groovig zur Sache, beflügelt mit schönen, leicht kühl wirkenden Dub-Chords die den notwendigen Swing in den Track bringen und damit einen energetischen Flow erzeugen. Helmut Ebritsch geht es in seinem Remix etwas reduzierter und leicht schräg an, mittels subtiler Bassline, diverser Sample-Schnipsel und seltsamer Töne die immer wieder auftauchen legt er die Basis für ein breites Spektrum and kreativen Tanzbewegungen. “Shy Downtown” schließt das Release dann mit einer kleinen Portion Funk die bisweilen sogar leicht jazzig wirkt ab, hierbei tragen diverse Vocal-Spielereien durch den Sound und ebenfalls wieder eine Menge an akustischer Abstraktion, die aber keines Wegs die Tanzfähigkeit schmälern, feiner Lucid-Sound eben.

 

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Nina Kraviz – Steve Rachmad & Kink Remixes (Rekids)

Eines der diesjährigen Highlights war sicherlich Ninas „Ghetto Kraviz“ und wer würde sich da für ein Remixprojekt nicht besser anbieten als Altmeister Steve Rachmad der das Original direkt in zwei neuen Interpretationen abliefert. Im „Jack Mix“ geht es erstmal trocken stampfig zur Sache, dazu wird das Vocal im Fordergrund durch die Gegend geschickt bis im Break die Synth-Pads einsetzen und Gänsehaut erzeugen, subtiler Techno mit Detroit-Flavour. In der „Scorp Interpretation“ geht es wesentlich verspulter zu Sache und allein der verpeilte Synthie erinnert schon an gute alte Zeiten in denen man im Club lediglich Strobo und Nebel benötigte um glücklich zu sein. „Love or Go“ wird zum guten Schluss noch von Kink remixed und dabei wird es noch mal schön groovig deep, wobei der sich hochziehende Synth leicht psychotisch wirkt, perfekt für die Afterhour um dem Feiervolk den Rest zu geben.

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Automale – Automale EP (Diametral)

Hinter Automale versteckt sich ein neues Projekt eines alten Bekannten, und zwar M. Rahn, und sobald man das weiß hört man im Sound doch klare Parallelen. Der Track “Automale” selbst beginnt lieblich fluffig, baut aber direkt einen technoide Wirkung mittels rauer Bassline und schnittigen Snares auf. Dazu gibt es ein paar verzerrte Vocals und schwebende Dub-Flächen die an den typisch Rahn Sound anknüpfen. Wesentlich deeper geht es dann bei “Baumrauschen” zu Gange, man könnte hier schon irgendwie im morgentlichen, nebeligen Wald stehen während man die verhallenden Töne herabfallender Wassertropfen von den Bäumen hört. “Saurer Regen” geht dann noch einen Schritt weiter Richtung Ambient, raumfüllende Flächen und Echo-Effekte paaren sich hier mit der subtilen Kickdrum und reduzierten Percussions zu einer eigenen kleine Reise in die tiefsten Tiefen der elektronischen Musik, wirklich feiner Listening-Stuff.

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Mike Wall – Maidmoselle (Tic Tac Toe)

Mike Wall gibt sein Debut auf dem dänischen Label TicTacToe und erzeugt dabei mit seinem Track “Maidmoselle” eine beklemmende technoide Wirkung, die durch die im Hintergrund schwingende, leicht gequält wirkende Stimme zudem noch eine interessante psychotische Tendenz erhält. Passend zur Stimmung auch die geisterhaft wirkenden Piano-Chords, vermutlich nicht jedermanns Geschmack, aber mit Sicherheit mal was Anderes. Markus Suckut geht in seinem Remix dann gewohnt reduziert ans Werk und etabliert einen trockenen und eingängigen Groove, der sicherlich als optimaler Lückenfüller am besten einzusetzen ist. “Insane” wird dann sehr Dancefloor-kompatibel im aktuell düsteren Dub-Techno-Stil, wie man es zur Zeit an fast jeder Ecke hören kann, ohne Frage natürlich solide produziert und wirkungsvoll arrangiert. Der Leghau Remix bekommt dann noch einen leichten Techhouse-Drive und etwas mehr Dynamik in der Zusammenstellung, von daher ein gutes Komplement zum Original, für jede Zeit der Nacht das Richtige dabei!

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Seph – AM 02 (Aula Magna)

Nach dem erfolgreichen Start von Aula Magna kommt mit Seph auf dem zweiten Release sicherlich kein unbekannter daher und dieser strotzt nur so vor Energie. “Temporaria” startet mit schönen Offbeats zum üblichen 4/4 Takt, dazu noch einpaar schön verschraubte Chords und minimalistische Hihats treiben den Dubliebhabern das Grinsen ins Gesicht. In “Reflejo“  geht es dann ein wenig fordernder zur Sache wobei hier der Fokus auf den Filterspielereien mit den diversen Echo-Effekten liegt. “Navi” hingegen fast schon chillig im Downtempo angesiedelt, schöne Pads und eine leicht verspielte Bassprogrammierung tragen zum gediegenen Lauschen bei. In “Zoom” gibt Seph dann nochmal seine Affinität zu den gebrochenen Beats preis und als Digi-Bonus gibt es noch einen detroitlastig verspulten Afterhour-Track der ebenfalls den Breaks fröhnt, was will man mehr?

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Paul Ritch – Live at Green&Blue 10th Anniversary

10 Jahre Green & Blue und dazu leider auch noch das letzte Event in dieser Art treibt sicher so einigen Feierleuten die Tränen in die Augen. Und doch kann man sich ein wenig freuen denn Cocoon Recordings bringt nun Paul Ritchs Live Set schön auf CD gebrannt unters Volk und es lohnt sich sicherlich nicht nur als Retrospektive für die Leute die vor Ort waren. Paul grooved mit seinem Sound unumstritten von Anfang an, denn hier geht es nicht um die Listening-CD für zuhause sondern allein ums Party machen. Insgesamt 9 Tracks schieben sich perfekt ineinander und lassen wohl kaum ein Bein ruhig in der Ecke stehen. Allein die fünf noch unveröffentlichten Tracks sollten Anreiz genug sein um hier ein paar Euronen zu investieren. Feinster Techhouse Sound der vor Energie und Abwechslung nur so strotzt wobei mein persönliches Highlight definitiv Pauls Remix für Butchs “303″ ist, immer wieder ein Genuss die perfekte Symbiose von Acid und Techno zu erleben. Absolutes Muss für alle die da waren und für alle die nicht da waren!

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Monoloc – Drift (Album)

Meine letzte Begegnung mit Monoloc liegt schon ein paar Jahre zurück und damals kam er mir leicht zurückhaltend vor, wodurch natürlich nahe liegt, dass er sich lieber durch seine Musik ausdrückt, denn die ist sicherlich alles andere als zurückhaltend, was sein aktuelles Album „Drift“ eindeutig beweist. In eine musikalische Ecke oder zu einem bestimmten Genre zuordnen kann man Monolocs Sound definitiv nicht, was natürlich für ihn spricht und was auch der Track „It´s Mine“ zeigt, den hier hört man klare Parallelen zum Synth-Pop. Der direkte Bezug zum Dancefloor ist allerdings durchs ganze Album hörbar, wäre ja sonst auch irgendwie paradox auf CLR zu releasen. Auch seine Affinität zu Offbeats dürfte nur den wenigsten verborgen geblieben sein, so höre man in die leicht diabolischen Tracks „Try“ oder „About“, und ein gewisser düsterer Sound-Faden zieht sich dabei durch fast alle Produktionen von Monoloc. Im Gegensatz zu den meisten Single-Releases merkt man beim Album schon eine gewisse Experimentierfreudigkeit, gerade was die Verbindung von Techno mit Vocals anbelangt. In Zusammenarbeit mit Daniel Wilde entstanden so einige Tracks mit signifikanter Stimme, die aber sicherlich nicht jedermanns Fall sein dürften, doch darum geht es bei einer Albumproduktion auch eher weniger. In der Summe ein sehr interessantes und sehr gut produziertes Gesamtkunstwerk für das man sich einfach mal die Zeit nehmen sollte und mit dem man zur richtigen Zeit, am richtigen Ort definitiv auch auf der Tanzfläche punkten kann.

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Deepchild – Riyadh

 

Mit „Riyadh“ präsentiert Deepchild einen kleinen, feinen Vorgeschmack auf sein kommendes Album „Neuköln Burning“ welches demnächst auf Thoughtless Music erscheinen wird. Der Sound ist typisch schwingend und treibend, deep verspielt und verbreitet wie übliche durch seine melodischen Elemente einfach nur gute Laune. Neben dem Original gibt es direkt noch 4 weitere Versionen, zum einen noch den speziell düsteren Dub Edit und noch drei 3 weitere Remixe. Derek Marin grooved sich dabei mit gediegenen Basslines und jungelhaften Bongos durch die Gegend, Rennie Foster packt dann die gute alte 303 aus und paart sie mit epischen Flächen, den Abschluss macht dann Deadbeat in seinem typischen Dub-Techno-Stil und einem hypnotisch schwebenden Chord-Aufbau, sehr feines Material.

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Heidi presents Jackathon Jams feat. Maya Jane Coles, Miss Kittin & Tini

Geballte Frauenpower auf HPJJ, weil der Labelname mal einfach zu lang ist und das Release an sich wohl keinen eigenen Namen bekommen hat, ursprünglich aber wohl aus dem Hause Get Physical stammt. Maya Jane Coles startet hier mit „Getting Freaky“, was einem während des Tracks auch permanent durch eine düstere Stimme eingetrichtert wird, den Tracknamen wird man also eher nicht so schnell vergessen. Soundtechnisch ist der Track schön groovig und treibt die Gebeine ordentlich an, alles in feinster Techhhouse-Manier. Miss Kittin mit „Girlz“ dann gewohnt electro-lastig mit permanent technoidem Hang und prägnanten Bass-Synthies, dazu noch ein etwas plakativ eingesprochenes Vocal, was aus feministischen Gründen aber sicherlich sein musste und sicher auch zum Konzept passt, ändert aber natürlich nichts daran, dass es hier sicherlich heiße Tanzflächen geben wird. Sahnehaube auf dem leckeren Eisbecher dann zum Schluss der Tini Remix, reduziert minimal, verschraubt, verschufflet und mit einem super deepen Sub-Bass.

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Sterac aka Steve Rachmad – Secret Life of Machines (100% Pure)

Das geheime Leben der Maschinen” war das regulär erste Album-Release auf 100% Pure, welches 1995 von Sterac aka Steve Rachmad veröffentlicht wurde und sicherlich als einer der Meilensteine im Detroit-Techno-Bereich gilt. Natürlich lädt das ein hier mal alles was Rang und Namen hat in die Remixpflicht zu nehmen. Joel Mull, Marc Romboy, Heiko Laux, Samuel L. Session, Christian Smith, Ricardo Villalobos, Joris Voorn, Klartraum, Vince Watson und Labelhead 2000andOne selbst haben sich hier ihre persönlichen Favs vorgenommen und im eigenen Stil interpretiert. Allein schon diese Aufzählung steht für Qualität und Bedarf eigentlich keiner weiteren Ausführungen. Hier ist alles in Vollkommenheit an Board, von chilligem House bis zu treibend industriellem Techno. Meine persönlichen Picks hier Joel Mulls Version von „Axion“, super geiler und aggressiver Floor-Burner und Ricardos „Sitting on Klaus Remix“ von „Sitting on Clouds“, und hier ist der verquerte Name schon Programm, genial verschrobener Afterhour-Sound wie zu besten Zeiten. Absolutes MUST HAVE!

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Darling Farah – Body (Album – Civil Music)

Innerhalb von 3 Monaten hat der gebürtige Detroiter Darling Farah sein Debut-Album auf Civil Music zusammengeschraubt in dem es grundlegend sehr düster und experimentell, bisweilen auch industriell zugeht. Sehr viele rauchige und dunkle Soundlandschaften schieben sich auf Grund diverser Off-Beats ein wenig gewöhnungsbedürftig in die Ohren wie z.B. bei „North“ und „Forget It“. Etwas geradliniger geht es dann schon beim Titeltrack „Body“ zu, der es zudem auch mal über die 4 Minuten Laufzeit hinaus schafft. Es gibt gediegenen Dub-Tech Sound mit reduzierten Perkussionen und einem Hauch von Detroit, wie soll es auch anders sein.  „All Eyes“ und „Fortune Part II“ seien an der Stelle noch mal als herausragender deeper Techno erwähnt, deren Kauf sich für Liebhaber definitiv lohnen wird. In „Aaangel“ hingehen wird es dann sehr chillig mit Hang zum Ambient basierend auf einigen 303 Einlagen. In der Summe eine solide produziertes Album bei dem man sich kaum über fehlende Abwechslung beklagen kann, dafür könnte der ein oder andere Track durchaus etwas länger sein und mehr Charakter haben.

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