Archive for the ‘ Dubstep ’ Category

Matthias Springer – Tales of the magic Wood (Zero413)

8853455

Matthias Springer springt in letzter Zeit mit seinem Sound durch die verschiedensten Genre, was vermutlich auch daran liegen könnte, dass er seine eigentlichen Alias-Namen nicht weiter nutzen will und nun jegliche Produktionen unter seinem eigentlichen Namen veröffentlichen wird. Bestätigt wird das durch sein erstes Release im neuen Jahr auf seinem, für die spezielleren Sachen initiiertem, Label Zero413. Mit “Tales of the Magic Wood” geht es in eine Art von Downtempo-Electronica, zum Einen durchzogen von verzerrten Orgelklängen in “Fog on the Glade” zum Anderen mit verschraubten 303-Acidfröschen und wuchtiger Bassline in “Hunt trough the Thicket“. Zwei Tracks der besonderen Art, sicher nicht clubtauglich, teilweise fürs Gehör auch etwas anstrengend, aber definitiv mal was Anderes.

BUY ON BEATPORT

BUY ON BANDCAMP

Kano’s Untergrund: Promotion oder der letzte Nagel zum Sarg!

free-download

Irgendwie befällt mich der Zwang meine geistigen Ausdünstungen für dieses Jahr noch einmal mit Stil und Form in Worte zu fassen, zumal es langsam nicht mehr feierlich ist wie die Künstler (aka DJs und Producer) sich immer häufiger gegenseitig behandeln, gerade was den Promo-Bereich anbelangt.

Zur Information: Unter “Promo(tion)”  versteht man den Vorgang bei dem man für mehr oder weniger viel Geld jemand anderen beauftragt Werbung für die eigene Musik zu machen, in der Hoffnung das, für genau diese Werbung ausgegebene Geld, mittels dadurch generierter Mehrverkäufe  wieder reinzuholen. Man bezahlt quasi Geld für die Verteilung der eigenen Musik an andere, mehr oder minder, bekannte Persönlichkeiten, die dann die Musik für eine Gegenleistung in Wort und Schrift (Feedback) kostenlos herunterladen und Nutzen können. Grundsätzlich ein interessantes Konzept, ich bezahle meinen Nachbarn auch jeden Tag, damit er mit meinem Fahrrad auf Arbeit fährt.

Sicherlich ein Thema über das sich nun schon fast jeder ausgekotzt hat und da will ich mich auch gerne einreihen, und wenn ich schon zusehen muss wie kleine, idealistisch geprägte und passionierte Labels von diversen Promo-Anbietern förmlich illusioniert ausgenommen werden, im Glauben man könne die Verkaufszahlen signifikant erhöhen, dann wird mir tatsächlich schlecht, dann muss es einfach raus. Sicherlich gab es Zeiten in denen der Promokram funktioniert hat, dürften dann wohl die Vinyl-Only-Zeiten gewesen sein, denn am Anfang des Erfolgs steht solide Werbung, oder so ähnlich, hab ich mal irgendwo gelesen. Aber die Wurzel allen Übels ist doch der Umgang mit dem Promomaterial selbst auf der Empfängerseite. Natürlich wissen wir alle dass die DJs, gerade mit steigendem Bekanntheitsgrad von digitalen Promos förmlich überflutet werden, sich sogar eigene Lakaien anwerben um dieser Flut notdürftig Einhalt zu gebieten. Auch das Schindluder mit diversen, geheimen eMail-Listen bekannter DJs ist mir durchaus bekannt, doch rechtfertigt das diese ganze „THX, Downloading“-Lethargie? Das die Feedbacks auf versendete Promos mehr oder minder nur noch das eigene Ego streicheln ist sicherlich ein offenes Geheimnis, aber dann darf es doch wohl auch ein wenig mehr sein. Die Jenigen die am lautesten „respektiert die Künstler“ schreien, sind genau die, die es nicht einmal schaffen mehr als ein kleines „THX“ für den kostenlosen Download aus den Fingerkuppen zu pressen. Ist das nicht eigentlich der Deal?

 > Lade meinen Track kostenlos herunter wenn er dir gefällt, dafür sagst du mir kurz was du davon hältst! <

Ist es nicht fast schon ungerechtfertigte Bereicherung dieses stillschweigende Abkommen zu unterwandern, und so kostenlos an neue Tracks zu kommen, die man sonst teuer hätte auf diversen Portalen kaufen müssen. Ich denke mal ein Mr. Richie “Rich” Hawtin spielt aus dieser Sicht seine Sets grundsätzlich ziemlich kostengünstig, obwohl er sicherlich genug Flüssiges hat um sich täglich gigabyteweise Tracks zu kaufen. Aber hier steht es natürlich im Verhältnis, wenn er einen Track dann zumindest mal medienwirksam in einem seiner Sets verbaut und die essentielle, teilweise wochenlange, künstlerische Arbeit ungefragt mit seinen Sample.- und Effekteskapaden durch den Wolf dreht, drauf geschissen! Da ist einem doch ein konstruktives Feedback, das teilweise fast schon Reviewcharakter hat, von DJ Noname wesentlich lieber, zumindest hat dieser sich, wenn auch nur rudimentär, mit dem Sound auseinander gesetzt. Doch selbst DJ NoName beschränkt sich mittlerweile auf “Downloaded for DJ NoName”.

Wobei wir direkt beim inhaltlichen Teil des Feedbacks wären. Warum immer nur dieses primitive Tunnel-Denken – kann ich spielen, kann ich nicht spielen – und sich dann aber absolut open-minded auf Facebook oder sonstigen asozialen Plattformen auslassen. Haben die Leute sonst keine Meinung oder ist es zu schwer sich selbst eine zu bilden; sogar das adaptieren einer anderen Meinung wäre da fast schon verzeihlich. Sicherlich ist Chillout schlechter Hardstyle und auch Beethovens Fünfte kann man schwer im Club spielen, trotzdem kann man doch eine Meinung dazu haben! Erfordert nicht genau das einen gewissen Anstand und Respekt gegenüber den Künstlern und folglich gegenüber euch selbst? Die Leute sitzen tage,- ja wochenlang an einem Track und dafür sollte man schon ein paar mehr Tasten auf der Tastatur drücken können. Man bekommt mehr und besseres Feedback wenn man einen Titel direkt zum kostenlosen Download auf Soundcloud anbietet. Ein Hoch auf unsere tolle Szene!

… und btw – Zitat: “Hört auf mit euren scheiß Handys zu filmen und TANZT!

In diesem Sinne, Guten Rutsch, egal wohin!

Kris Menace – Electric Horizon (Live in Barcelona)

electric-horizon-live-in-barcelona

KRIS MENACE präsentiert uns sein erstes Live Album! Aufgenommen während der ausverkauften Release Show zum Studio Album ELECTRIC HORIZON mit Visuals von Hexstatic (Ninja Tune) im legendären RAZZMATAZZ CLUB in Barcelona! Künstler wie Depeche Mode, LCD Soundsystem, Air, Royksopp, Underworld, Booka Shade, Moby und Lana del Rey gehören zu den Musikern, für die Kris schon fabelhafte Remixe abgeliefert hat! Mit dem Live-Album präsentiert Kris Menace ein weiteres zukunftsweisendes Kunstwerk, voller impulsiver Momentaufnahmen aus futuristischem House und groovelastigen Beatgeflechten. Als einer der bedeutsamen Begründer des Nu-Disco Sounds liefert der deutsche DJ und Produzent ein emotionsgeladenes Live-Album zwischen greifbarer Clubatmosphäre, pulsierender Liebe und wabernder Grooves ab, ohne auch nur einen Hauch der gewohnten Kris Menace Charakteristik zu verlieren. Sein beinahe besessen klarer und druckvoller Produktionsstil zieht sich auch auf Electric Horizon – Live in Barcelona wie ein roter Faden durch die Aufnahmen und synchronisiert jeden Pulsschlag automatisch auf BPM Taktung. Tiefgreifende Emotionen manifestiert Kris Menace durch magisch anmutende Synthy-Flächen und tanzbare Melodienpassagen. Irgendwo zwischen einem entschleunigten Sinneszustand und State of the Art Produktionsniveau glänzt das neue Release als strahlende Ausnahmeerscheinung am musikalischen Firmament Randvoll mit deepen Soundlandschaften und sphärischen Spannungsbögen trifft ‚Electric Horizon – Live in Barcelona‘ zur richtigen Zeit den Kortex der internationalen Szene und katapultiert den Hörer in einen entfernten Kosmos, fern ab von Raum und Zeit.

BUY ON BEATPORT

GEMA VR-Ö – Grundsätzliches, Podcasts & Webradios

Untitled-1

Die GEMA und die Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. (BVMV) sowie der Berufsverband Discjockey e.V. (BVD) haben die Verhandlungen über den Tarif VR-Ö abgeschlossen. Der Tarif regelt die Vervielfältigungen bzw. Kopien von Musikwerken aus dem GEMA-Repertoire, die zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe hergestellt werden. Die ab 01.April 2013 kommenden Tarife für DJs stehen damit fest, wobei wir uns vom eigentlichen Thema, des für eine Zahlungspflicht ursächlichen Kopiervorgangs eines einzelnen Titels, abwenden und eher zwei grundlegenderen Fragen widmen möchten.

Am Anfang steht grundsätzlich erst einmal die Frage, ist ein Titel überhaupt von der GEMA geschützt, denn nur dann kann überhaupt eine Zahlungspflicht für diesen Titel entstehen. Dazu muss man im Grunde “nur” herausfinden ob der jeweilig urhebende Künstler, im Folgenden Produzent genannt, des gesuchten Titels selbst, oder sein Verlag (hier kann man eigentlich davon ausgehen), Mitglied der GEMA oder einer ihrer Schwestergesellschaften im Ausland ist. Bei insgesamt 73 Gegenseitigkeitsverträgen, die die GEMA mit anderen Verwertungsgesellschaften getroffen hat, dürfte jedoch so ziemlich die ganze Welt abgedeckt sein. Im Umkehrschluss ist ein Titel daher als ungeschützt zu betrachten, wenn der Produzent des Titels kein Mitglied der GEMA oder einer anderen etwaigen Verwertungsgesellschaft ist. In der Folge muss somit für diese Titel auch Nichts gezahlt werden. Komplizierter wird es dann schon wenn bei der Produktion eines Titels mehrere Personen mitgewirkt haben, üblicher Weise wird das bei Kooperationen, Features und natürlich Remixen der Fall sein. Um die Zahlungspflicht auszulösen reicht es bereits, dass einer der Mitwirkenden GEMA-Mitglied ist. Das erschwert die Suche nach dem heiligen Gral, gerade bei den im Bereich der elektronischen Musik üblichen Remix-Fluten, natürlich ungemein.

Für die  DJs ergibt sich daher die nahezu unlösbare Aufgabe herauszubekommen welche der Produzenten, deren Titel sich in der eigenen Musiksammlung befinden, Mitglied der GEMA oder einer anderen der unzähligen Verwertungsgesellschaften sind. Wie genau das in Zukunft auch praktisch aussehen soll ist bisher noch nicht wirklich geklärt, wobei laut GEMA sich der DJ selbst nicht darum kümmern muss ?!? Aus unserer Sicht stehen hier in erster Linie die Produzenten, Labels und Verlage in der Bringpflicht den Konsumenten ihrer Tracks diese Informationen zukommen zu lassen. Wir können uns ebenso gut vorstellen, dass die jeweiligen Download-Portale und Promo-Anbieter (sofern diese nicht bereits selbst die Lizenz gezahlt haben) diese Informationen direkt mit jedem Titel ausliefern, bzw. diese sichtlich markieren, ob das jedoch thematisiert wird werden wir wohl erst in den nächsten Monaten erfahren. An dieser Stelle noch eine nicht unerhebliche Anmerkung, Produzenten die GEMA-Mitglied sind und parallel dazu ihre eigenen, durch die GEMA-Mitgliedschaft automatisch geschützten Titel öffentlich spielen, müssen hierfür ebenfalls zahlen, auch wenn sie faktisch Urheber des Titels sind.

Kommen wir also zum zweiten, noch unerfreulicheren Punkt, und die meisten werden es sicherlich auch schon befürchtet haben, zumal es gerade für die unliebsam genannten “Bedroom-DJs” nicht gut ausgehen wird. In der digitalen Welt sind Podcasts und Live-Streams, Audio wie auch Video, an der Tagesordnung, aber leider nicht von der Zahlungspflicht der GEMA ausgenommen. Grundsätzlich muss jeder, der seine Mixe öffentlich zur Verfügung stellt und dabei GEMA geschütztes Material spielt auch dafür zahlen. Es ist dabei unerheblich wie viel, bzw. ob überhaupt Zuhörer erreicht werden, allein das öffentliche Anbieten und die Möglichkeit, dass es andere anhören können reicht aus um die Zahlungspflicht auszulösen. Glück im Unglück für die DJs, die sich ausschließlich aufs Radio begrenzen, hier wird bereits durch den jeweiligen Sender die Lizenzgebühr abgeführt, das gilt ebenso für die Mix-Archive des Senders (Live-Mitschnitte). Ebenso werden die  so genannten Private-Modes nicht von der GEMA abgedeckt, wie es z.B. auf Soundcloud angeboten wird, bei denen man nur bestimmten Personen das Recht zum hören einräumt, der Mix selbst für die Öffentlichkeit allerdings nicht sichtbar/hörbar ist. Inwieweit das das Ruder noch herumreist bleibt natürlich fraglich. Für DJs die selbst keinen Verdienst durch ihr Auflegen haben, wird sich am Ende allein die Frage stellen, ob es überhaupt noch Sinn macht dieses Hobby weiter zu verfolgen.

Zum Thema wann genau tatsächlich für einen GEMA geschützten Titel zu zahlen ist, gibt es einen weiterführenden Artikel auf der De:Bug Webseite (http://de-bug.de/medien/archives/welche-djs-mussen-gema-zahlen.html), den man sich dringend mal zu Gemüte führen sollte. Eines wollen wir noch vorweg nehmen, es lebe das Vinyl, denn wer ausschließlich mit dem schwarzen Gold arbeitet, der ist mal ganz fein raus ;-) und wer seine, bereits vor dem 01.04.2013, umfangreiche Musiksammlung lizenzieren möchte kann diese, kulanter Weise bis, 31.12.2013 für einen Pauschbetrag von 125€ bei der GEMA anmelden. Alle neuen Titel werden direkt und pauschal nach Anzahl (keine ID Tracklisten) mit 0,13€ abgerechnet, entgegen etwaiger Gerüchte allerdings zum Glück nur einmalig und nicht jedes Jahr aufs Neue, sofern die Titel rein physisch auf der Platte bleiben wo sie sind.

Ein offizielles FAQ zum VR-Ö mit einer Menge an interessanten Infos könnt ihr hier HERUNTERLADEN

Alle Klarheiten beseitigt?

Hier noch die wichtigsten Fakten zum VR-Ö direkt von der GEMA (Pressemitteilung vom 14.03.2013):

Der Tarif VR-Ö regelt die Vervielfältigung zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe von kopierten Musikwerken z. B. im Bereich Einzelhandel, Gastronomie, Clubs, Diskotheken. Die Lizenzierung erfolgt bei demjenigen, der für die Vervielfältigung verantwortlich ist, also bei demjenigen, der diese auch selbst vornimmt oder diese beauftragt.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Vergütung: Die Vergütung beträgt 0,13 EUR je Musikwerk, das zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe vervielfältigt wird. Vervielfältigungen (Kopien), die einmal ordnungsgemäß lizenziert wurden, können zeitlich unbegrenzt für die öffentliche Wiedergabe genutzt werden.
  • Bestehende Musikdatenbank: Vervielfältigungen, die vor dem 1.4.2013 vorgenommen wurden, können nachträglich über einen einmaligen Pauschalbetrag in Höhe von 125,00 EUR netto für alle Musikdateien lizenziert werden, sofern dieses bis zum 31.12.2013 erfolgt.
  • Sicherungskopien: Die Herstellung von Back-ups ist nicht vergütungspflichtig. Erst wenn die Sicherungskopie zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe aktiviert wird, ist diese einmalig in Höhe von pauschal EUR 125,- (oder als Einzellizenz 0,13 EUR je Musikwerk) zu vergüten. Gleiches gilt für das Überspielen einer Musikdatenbank von einem Datenträger auf einen anderen.
  • Gesamtvertragsnachlass: Die Mitglieder von Organisationen, mit denen die GEMA einen Gesamtvertrag für diesen Tarif geschlossen hat, erhalten einen Gesamtvertragsnachlass in Höhe von 20%.

Bitte beachten Sie den umfassenden Fragenkatalog zum Tarif VR-Ö unter www.gema.de/vroe – Für Fragen rund um VR-Ö bietet die GEMA interessierten Nutzern eine Service-Hotline an. Ab 18.03.2013 bis 22.03.2013 steht montags bis freitags von 15:00 – 17:00 Uhr ein Tarifexperte zur Verfügung unter Telefon: 0800 440 8000

 

 

Proxy – Music from the Eastblock Jungles (Turbo)

6592633

Proxy ist einer der umtriebigsten Künstler aus Russland, der den Rave-Spirit mehr in sich trägt, als so manche Generation vor Ihm. Die Inspiration, die er durch The Prodigy erfuhr, ist eindeutig hörbar, so z.B. in „Raja Ganja“ oder „Raw“. Breakbeats gibt es in „Junk“ noch und nöcher, während sich „Audio 15“ im Acid verliert. Aber auch ruhiger kann er. Dies beweist er z.B. im Ambient-Werk „Nonamed“ oder im Track „9000“, der an starke Hip Hop Headbanger erinnert. „Music From The Eastblock Jungles“ umfasst insgesamt 20 Tracks, die sich quer durch alle musikalischen Strömungen schlagen. Weil das zu viel auf einmal ist, wurde Part I bereits Ende 2012 released und Part II ist vor kurzem erschienen.

FIND ON BEATPORT

PROXY ON FACEBOOK

Polizeistaat Soundcloud und der Patriot-Act für Musik

Untitled-3

Um es kurz vorweg zu nehmen, da diese Diskussion bereits nach der Veröffentlichung auf Neon.de aufkam: Dieser Text zielt in erster Linie auf die Sicht der jenigen ab, die Musik auf Soundcloud bereitstellen und verbreiten möchten, sprich Produzenten, Labels, Promo-Anbieter etc … nur indirekt betrifft es die eigentlichen Hörer, i.e. Endverbraucher, nur falls sich jemand an der Phrase “es gäbe keine adäquate Alternative” stören sollte. Gerade im reinen Listening-Bereich gibt es diese natürlich en masse.

Die Frage “wer nutzt alles Soundcloud?” zu beantworten dauert sicherlich länger als sich der Frage “wer nutzt es nicht?” anzunehmen , was allein daraus resultiert, dass es keine wirklich adäquate Alternative gibt und SC damit quasi ein Monopol inne hat. Zu was sich jedoch Monopole in der Regel entwickeln zeigt die Vergangenheit zweifellos und da macht auch SC keine Ausnahme.

In letzter Zeit hört man im direkten Kontakt mit Bekannten, dass diese das Verhalten von SC gegenüber den zahlenden Kunden nur noch als frustrierend empfinden, denn hier findet anscheinden eine förmliche Unterjochung statt die jeden unter Generalverdacht stellt. Mit der gezielten Bekämpfung von Spam, so die offizielle Begründung, hat das jedoch nichts mehr zu tun, eher kommt es einer zufallsgenerierten Bekämpfung gleich. Teilweise werden Nutzern diverse Funktionen für Monate gesperrt und mit seltsamen Floskeln abgehandelt, die jeder Grundlage entbehren. “Sie haben in den letzten 24h ihre Sounds in mehr als 75 Gruppen gepostet” … ja wozu nutzt man Soundcloud denn, doch genau dafür, das verbreiten der “eigenen” Sounds! Allein als Webspace zum Uploaden und hosten von Daten sind bis zu 500€ im Jahr dann doch etwas zu viel. Man schießt hier definitiv um Lichtjahre über das Ziel hinaus und restriktiert genau die Funktionen, die den Grundstein dafür legen sich bei SC anzumelden und diese Plattform zu nutzen.

“Sie folgen zu vielen neuen Accounts in einer zu kurzen Zeit” , ja gut bei der Menge an Musik die einem vielleicht gefällt ist man doch gern Up-to-date was neue Künstler anbelangt, was bitte soll also der Scheiss? “Dein Like/Repost-Verhalten kommt uns etwas seltsam vor” , aha wie soll es denn unseltsam aussehen, da kommt einem doch eher das Verhalten von SC mehr als nur “etwas” seltsam vor! Die Funktion hätte man sich dann auch getrost sparen können, den genau hier geht auch der Angriff auf die “normalen” reinen Listening-Nutzer los, die quasi nur am hören neuer Sounds interessiert sind und auch zeigen wollen was ihnen gefällt.

Was hier abläuft ist reine Schikane und ein ordentlicher Tritt in den Allerwertesten der eigenen zahlenden Basis, was an sich schon dämlich ist, man sollte nie die Hand beißen die einen füttert, denn wo wäre SC jetzt ohne genau diese Leute? Die Unfähigkeit ordentliche Algorithmen zu entwickeln um Urheberrechtsverletzungen (so werden z.B. neu produzierte Tracks auf Grund von Urheberrechtsverletzungen einfach nicht frei geschaltet, wie auch immer das gehen soll, selbst wenn der Track gerade frisch aus CuBase rausgeflutscht ist) oder Spam zu unterbinden mündet in einer pauschalisierten Verurteilung und Blockierung von Allem was nur irgendwie, möglicherweise, eventuell den Anschein hat irgendetwas zu sein … woher kennen wir das denn?

 In diesem Sinne, lasst euch das nicht gefallen … Programmierer und Investoren dieser Welt, es wird Zeit eine Alternative zu schaffen, und Eines verspreche ich, an Zulauf von neuen Nutzern wird es definitiv nicht mangeln !!!

Seph – AM 02 (Aula Magna)

Nach dem erfolgreichen Start von Aula Magna kommt mit Seph auf dem zweiten Release sicherlich kein unbekannter daher und dieser strotzt nur so vor Energie. “Temporaria” startet mit schönen Offbeats zum üblichen 4/4 Takt, dazu noch einpaar schön verschraubte Chords und minimalistische Hihats treiben den Dubliebhabern das Grinsen ins Gesicht. In “Reflejo”  geht es dann ein wenig fordernder zur Sache wobei hier der Fokus auf den Filterspielereien mit den diversen Echo-Effekten liegt. “Navi” hingegen fast schon chillig im Downtempo angesiedelt, schöne Pads und eine leicht verspielte Bassprogrammierung tragen zum gediegenen Lauschen bei. In “Zoom” gibt Seph dann nochmal seine Affinität zu den gebrochenen Beats preis und als Digi-Bonus gibt es noch einen detroitlastig verspulten Afterhour-Track der ebenfalls den Breaks fröhnt, was will man mehr?

FIND ON BEATPORT

SEPH ON FACEBOOK

 


 

Paul Woolford – The Lab 04 (The Lab)

The Lab, sprich “das Labor” soll auch genau als solches, zumindest im akustischen Sinne, dienen und hat sich seit 2009 nicht zuletzt durch Gast-DJs wie Seth Troxler, Steve Bug oder Loce Dice als „Brand“ etabliert um auf neue interessante Künstler aufmerksam zu machen. Bei der aktuell vierten Ausgabe steht nun Paul Woolford an den Tellern, wobei man sich immer wieder freuen darf, dass es die DoppelCD sowohl als „in the Mix“, aber auch als DJ-freundliche Einzeltracksammlung gibt. Auf CD1 geht es wohl um den Sonnenaufgang an sich mit einer Menge an Electro, Breakbeats und schönen Pad-Landschaften gepaart mit epischen House-Tracks von u.a. Chez Damier oder Hunee. CD2 richtet sich dann eher an die aktuelle Clublandschaft. Sehr technoid minimalistisch mit dem Hang zum aktuellen Dubhype überzeugt diese aber mit einer großartigen Trackauswahl und einem enormen Abwechslungsreichtum, gerade wenn es gegen Ende hin mit Trevino und Achterbahn d’Amour leicht acidlastig wird. Definitiv ein Paket das man sich zu Gemühte führen sollte, und wenn nicht alle dann dürften zumindest einzelne Tracks jedes DJ-Set bereichern.

 FIND ON BEATPORT

PAUL WOOLFORD ON FACEBOOK

 

Go to Beatport.com Get These Tracks Add This Player

 

 

V.A. – CatalogoMX001 (33 Tracks FOR FREE!!!)

CatalogoMX ist ein neues Project von insgesamt 30 unabhängigen Labels, die alle samt aus Mexiko stammen, hier vorn weg natürlich Blaq Records , Pantamuzik und Suplex. Hier geht es in erster Linie darum eine Menge an mexikanischen Künstler zu promoten und deren Musik frei zugänglich zu machen. Das Projekt selbst dient als künstlerische Plattform zum erforschen, teilen und gemeinsamen remixen diverser Tracks. Die erste Veröffentlichung sollte schon allein des Umfangs wegen volle Punktzahl erhalten, denn wann bekommt man schonmal 33 Tracks in einem Paket für Umme. Inhaltlich gesehen bzw. gehört sollte man definitiv breitbandfähig sein, denn bis auf treibend industriellen Techno ist quasi fast alle am Start, genre- und stilübergreifender Sound von Downtempo und jazzigen Lounge-Klängen über Disco und Deephouse bis hin zu groovigem Techhouse. Bei einigen der Tracks kommen natürlich auch typisch, alternativ mexikanische Elemente zum Einsatz, die man mögen kann aber natürlich nicht muss. Im Grund ein extrem abwechslungsreiches Paket, welches durchweg sehr gut produziert ist und bei dem sich jeder einfach nur die persönlichen Sahnestücke heraussuchen muss. Prelisten gibt es leider nicht, was bei 33 Tracks auch etwas schwer wäre, daher einfach den Link hier unten anklicken und das komplette Paket direkt als ZIP laden.

DIRECT DOWNLOAD CATALOGOMX

CATALOGOMX ON THE WEB

BLURB // CatalogoMX is a platform of more than 30 independent record labels, all of them diverse and from different parts of México. This project is an open window to the underground musical culture of México. Mexico, like many parts of the world, is undergoing profound changes and at the same time is equal to any global musical flow. CatalogoMX is also a manifest, with the objective of promoting the work of independent Mexican music producers and to insert them in an international circuit of musical negotiations. The means of production and distribution have been democratized and it is within this context that CatalogoMX is an open platform of musical content to be explored, shared and remixed.

TRACKLIST:
01.Adrian Eihrlich_Three Days in Paradise_Triplet
02.Musjik_Dodii li_Senses Netlabel
03.Joseph Teruel_It's Only Love Doing It's Thing_Bust A Dub
04.Anime Edge_All Night Loop (Pezzner Remix)_Tenampa Recordings
05.Louie Fresco_No Romance_Mexa Records
06.Made To Move_Come To Dance_Disclosure crew
07.No Text_The Warp (Original Mx)_Greenbeat Records
08.Bufi & La Royale_Michael_Electrique Music
09.Balcazar_Rito_Neim
10.Death On The Balcony_Niteclub Of The Future_Akbal Music
11.Fax_Impala_Static Discos
12.Tina Moore_Never Gonna Let You Go (Love Bites edit)_Ruter Netlabel
13.Sergio Soroa_Time Ago (Original mix)_Kreativa Records
14.Apricot_Speakeasy_Dialtone Records
15.Light IDR & Zeque_September (2012 edit)_InfraDIgrecords
16.Maxson_Vuelta A Nacer (Dromme Tape Mix)_Nonpop Records
17.Mr. Jones_Why Don't You Tell Me_Pantamuzik
18.Eddie Mercury_I Was Born In Mexico_Disque Discos
19.Me & Myself_It's All About Music (Original Mix)_Thirteen Moons
20.Sankha_November Sky_Sounds Of Earth
21.Hanz_Walking (Tini_Tun Remix 2)_We Are Here Records
22.Alien's Dread_Tekken (Original Mix)_Get it on Records
23.Jack's son_With Softness_Abolipop
24.Nesstrak feat. Mock the Zuma_Whomper n' Blunt_Lowers
25.Bandido_Oldskool Rider_Suplex
26.Lao & Analice_Web Reflex_#401
27.Rifhes_Lost In The Forest_Techkilla
28.Moolok_Always Green_Metashake Recordings
29.Isaac Maya_Mexican Junglist_Lo Freq
30.Los Macuanos_Bandera_Tropic All
31.Blok One & Dfender feat Gina Estrada_Viento_Soulridaz
32.These Modern Ages_Oh No Nuno (Ian Hawgood)_Umor Rex
33.All Together Now_FM_Blaq Records

Haze – Cinematique Remixes (blaq records)

Das mexikanische Label blaq records operiert ja nun schon seit Längerem in der technoiden Untergrundbewegung und obwohl ich persönlich etwas angenervt von überdimensionierten Remix-Paketen bin, mache ich hier doch mal dezent eine Ausnahme.

Los geht’s mit den Remixen für “Les Sans Del Art” , Noah Pred kommt ordentlich deep mit verspielten Klanglandschaften daher, Mild Bang hingegen eher episch dubbig mit einem ich sag’s mal so , sehr interessantem Tropfsteinhöhlen-Klangbild. “Film Noir” widmen sich dann Marc Cotterell, der sich auf eine treibende Hookline und sich überschlagende Kickdrums verlässt, funktioniert auf jeden Fall, und Derek Marin, der das Ganze sehr klar strukturiert und trotzdem komplex angeht. Man kommt sich irgendwie ins Geisterschloss von Super Mario versetzt vor. “Party a little” wird dann von Syphon durch den akustischen Fleischwolf gedreht, war aber leider nichts. Der Remix ist durch den penetrant hochgeschraubten Synth einfach nur nervig und gipfelt förmlich im Hörstress. Es soll ja Leute geben die sowas mögen, für meinen Teil muss ich hier leider nen Punkt abziehen. Mokujin schließt das Release dann glücklicher Weise wieder angemessen mit seinem experimentellen UK Garage Remix auf Breakbeat-Basis, einer Menge an Raum, Delays und ein paar melancholischen Streichern die wirklich sehr gelungen vor sich hin grooven. (5/6)

BUY ON BEATPORT

BLAQ ON FACEBOOK

 

Go to Beatport.com Get These Tracks Add This Player

 

FEATURED ALBUM

Matthias Springer – Disruption of the Mind (Diametral)

Matthias Springer – Disruption of the Mind (Diametral)

FEATURED DUB TECHNO

Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

FEATURED TECHNO

Structures Vol.31 (Naked Lunch)

Structures Vol.31 (Naked Lunch)

RANDOM FEATURE

Heiko Laux – K-Remixes Single Two (Kanzleramt)

Heiko Laux – K-Remixes Single Two (Kanzleramt)

Plugin from the creators ofBrindes :: More at PlulzWordpress Plugins