Archive for the ‘ Dub Techno ’ Category

Heiko Laux – Fernweh (Kanzleramt)

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Persönlich habe ich von Heiko Laux die letzten Jahre recht wenig gehört, nicht zu Letzt weil sein Label Kanzleramt für mich akustisch irgendwie uninteressant wurde. Umso mehr freu ich mich nun über das aktuelle Album “Fernweh” auf selbigem Label. Ein stilvolle präsentierte Doppel12″ mit insgesamt 8 Titeln die sich zwar am aktuellen DubTech-Hype orientieren, dennoch ein enorme Vielfalt und natürlich den persönlichen Stil von Heiko Laux widerspiegeln. Er versteht es wie kaum ein Anderer die perfekte Linie zwischen treibenden Beats und zurückhaltend verspielten Elementen zu finden. Der Titeltrack “Fernweh” selbst hypnotisiert den Hörer dabei umgehend und stellt vor die Entscheidung zu Tanzen oder zu Träumen, oder eben halt auch Beides zur gleichen Zeit. Mein persönlicher Fav hierbei ist “Shimmer” auch wenn das wohl der am wenigsten tanzbare Track ist, dafür aber eine unheimlich beflügelnd, psychedelische Reise für die eigene Vorstellungskraft. Definitiv ein Must Have!

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Symphony 3 mixed by Rhauder (Ornaments)

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Für alle Liebhaber und Sammler ist es wieder an der Zeit, die dritte Symphony aus dem Hause Ornaments steht an. Hinter den Plattentellern diesmal das Berliner Urgestein “Rhauder” der sich fleißig aus den letzten Ornaments-Veröffentlichungen bedient hat und zwei sehr feine, deep verspielte und doch fordernd tanzbare Mixe abliefert. Die Auswahl der verschiedenen Künstler steht dabei für sich: Marko Fürstenberg, Luke Hess, Redshape, Steve Bug, Brothers Vibe und viele mehr. Das Ganze wie üblich streng auf 333 Exemplare limitiert, in chicer Metallbox und von Hand nummeriert … grab your copy fast!

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Monoscope – Herbstzeitraffer (Wohnzimmermusik)

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Nachdem es dieses Jahr etwas ruhiger um Wohnzimmermusik wurde, meldet sich das Label pünktlich zu den nass-kalten Herbstagen mit dem passen warmen Release zurück. Monoscope gibt sein digitales Debüt mit “Herbstzeitraffer” und lädt auf eine tiefenentspannte und zeitlose Reise ein. Insgesamt drei Titel umfasst die kleine aber feine EP, die sich in einem Gemisch aus Downtempo, DubTechno und Ambient wieder finden, dabei jedes für sich einen ganz eigenen Charme versprüht. Im wahrsten Sinne exzellente Wohnzimmermusik, doch hört selbst.

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Derek Marin – Gimme Shelter EP (Thema)

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Über Derek Marin sind wir in der letzten Zeit ja schon des Öfteren gestolpert, nun erscheint die neueste Veröffentlichung “Gimme Shelter” auf “Thema” und damit beweist er erneut seine akustische Wandelbarkeit. Während “OranienStr” und “Minein” treibend nach vorn gehen und sich mit trockenen Kickdrums und rauchigen Dub-Akkorden durch das Gehirn stampfen, wirkt der eigentliche Titeltrack fast schon sanft verträumt, auf Gitarrensaiten schwebend und einfühlsam sphärisch. Auf der “GolitzerStr” wird es dann wieder wesentlich wilder mittels minimalistischem Aufbau und diversen Reverse-Synthies, schöne Retro-Nummer. “KKLD 5L” macht zum Abschluss noch die Deephouse-Schublade auf und verzweigt sich zeitlos in diversen Dub-Klängen, Echospielereien und schön viel Raum. In der Summe eine sehr solides und abwechslungsreiches Release, was man zur Zeit auch nicht gerade oft findet, von daher, Reinhören lohnt sich auf jeden Fall.

 

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Subset – Overlapping Gaps (DimbiDeep Music)

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Ob nun Dub Techno oder Chillout, dem Beatport-Genre-Wahnsinn haben wir uns längst entzogen und auch den Fans von DimbiDeep Music dürfte das sicherlich egal sein. Die neuste Veröffentlichung kommt vom Australier Subset, der auch schon auf Dubmission und Deeptakt zu hören war. Mit “Overlapping Gaps” liefert er 5 Titel die den Hörer auf eine ausgedehnte Reise gediegener elektronischer Klänge entführen. Die Symbiose diverser Stilelemente steht hier im Vordergrund, so paaren sich Ambient und Techno mit Downbeat und Dub, garniert mit einer großen Portion Hall und diversen Effekthascherreiren. Das sollte man sich definitiv nicht entgehen lassen.

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Hydergine – Static Frames (Etui)

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Mit “Static Frames” lässt der Italiener “Hydergine” ein ordentliche Ladung Dub Techno vom Stapel. Etui Records bewies schon mit den letzten Veröffentlichungen, dass es ein feines Händchen für interessante neue Künstler hat und dies unterstreicht auch die aktuelle Platte. Während es in “Grid” fleißig treibend und verrauscht zur Sache geht, besticht “Static Frame” mit wesentlich mehr Klarheit und Tiefe, wobei hier der Detroit-Einfluss eindeutig erkennbar ist. “Sweep” besticht zum guten Schluss mit weiträumigen Flächen, viel Hall und Delay erzeugen dabei einen angenehm weichen und zeitlosen Sound.

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Matthias Springer – Disruption of the Mind (Diametral)

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Mit “Disruption of the Mind” bringt der Münchner Matthias Springer sein erstes Konzept-Album auf seinem Label Diametral auf den Markt. Wie den meisten sicherlich bekannt sein dürfte, ist er in seiner Musik stilistisch sehr umtriebig, so spiegelt auch das Album diverse elektronische Genre von Dub Techno, über Tech- und Deephouse bis zu Downtempo in sehr facettenreich wider. Er selbst hat mit dem Album das für ihn private schwierige Jahr 2013 musikalisch verarbeitet wie auch aufgearbeitet, was man auch an den einzelnen Tracktiteln erkennen kann und beim Lauschen sicherlich auch nachempfinden wird, doch hört einfach selbst…

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Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

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DubTechno ist das neue Minimal! Das klingt vielleicht etwas zynisch und sorgt für leichte bis mittelschwere Magenverstimmungen, so orientieren sich immer mehr Künstler an diesem Trend, wodurch es auch hier immer schwieriger wird die wirklich guten und überzeugenden Sachen zu finden. Widmet man sich bei der Suche jedoch dem noch relativ jungen Label Deeptakt zu, so wird man hier direkt mit feinem dubbigen Material bedient, welches man schon fast ungehört in den Einkaufswagen legen kann. Der erste Longplayer kommt in Form einer V.A. Compilation mit dem eindriglichen Namen “Hall of Dub” und das trifft es definitv. Die Liste der Künstler spricht hier im Grunde schon für hohe Qualität und interessante Kompositionen, die sich, neben Techhouse und Deephouseeinflüssen, den gemeinsamen Nenner von Dubtechno und Dubtronica teilen. Es wäre hier auch deplatziert gewesen explizit einige Titel herauszugreifen und als Headliner zu proklamieren, dafür ist es einfach zu schwer ein paar Favoriten zu küren. Hier spielt alles auf hohem Niveau und jeder Track bringt seinen ganz eigenen Charme mit sich und genau deswegen gibt es das Ganze auch als DJ-Mix verpackt, förmlich ein Gesamtkunstwerk für ausgereiften Hörgenuss. Die einzelnen Titel gibt es zudem nur auf Bandcamp käuflich zu erwerben, was ich selbst sehr befürworte, hier werden die Künstler direkt unterstützt, ohne diverse Abgaben an Vertrieb oder Shops leisten zu müssen … von daher, kaufen, hören, lieben, teilen !!

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 Playlist:
01. Emtex – Psychadelicatessen (Hardware Live Record)
02. Upwellings – Deepah
03. Bjorn Rohde – Milestone
04. Esko Barba – Rootikalism
05. Zzzzra – Un pas avant l’autre
06. Lars Leonhard – DüsselDub
07. Alessandro Crimi – Photosynthese
08. Basicnoise – Structures
09. Fabian Schinzel – Aequorea
10. Narcotic 303 – Sound of Cologne
11. Matthias Springer – Squelched Perspective
12. Stefan Gubatz – Carmen Sandiego
13. Martin Nonstatic – The Arch of Dub

Volunteer – The Ocean is broken (Deeptakt)

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Das noch junge DubTechno Label Deeptakt importiert mit Volunteer das neueste Release aus UK und legt mit den vier Titeln unter “The Ocean is broken” einen ordentlichen Zahn an Temperament zu. “My Guilt” vergreift sich dabei an einer ausgedehnten Ladung von Verzerrungen und Filterspielerein die sich durch den Gehörgang fräsen. “My Powerlessness” dann im eher klassischen Dubtechno-Gewandt, zeitloser und subtil verschachtelter Sound. “My Sorrow” wirkt sehr angenehm und detailverliebt, mit walähnlichen Gesängen im Background und einer weichen Soundlandschaft auf gebrochenen Beats im Vordergrund. “My Emptieness” zum Abschluss sehr chillig, quasi der perfekte Track zum Ausklang einer durchfeierten Nacht. Die ganze EP birgt förmlich eine kleine Geschichte insich die man unbedingt mal zu den eigenen Ohren führen sollte.

Blurb: “Inspired by Newcastle yachtsman Ivan Macfadyen and his first-hand account how Pacific Ocean has changed. It touched my soul and made me feel guilty, because I have been taking a part in the greatest act of destruction. Powerlessness and sorrow have filled my soul as it was out of my hands to somehow change the path we have chosen as humanity. We must understand that to survive in long run we must share our home with those who have been here for way longer than us and we are unimaginably dependent on them. Knowing that our world will not be the same world we inherited, when most what we take for granted would be long gone and only emptiness would persevere.

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youAND: THEMACHINES – Behind LP Reshaped (Ornaments)

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Knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung des Albums “Behind” von youAND:THEMACHINES steht das umfangreiche Remix-Paket in den Startlöchern, welches allein schon durch Präsentation und Layout die Herzen der Sammler höher schlagen lassen wird. Musikalisch braucht sich das Release natürlich auch nicht verstecken, denn das Label Ornaments steht seit Anbeginn für qualitativ hochwertigen Sound und gekonnte Auswahl der Künstler. So tummelt sich auf der Remix LP auch eine Auswahl an Künstlern die unterschiedlichste Interpretationen der Originale beisteuern, die man wohl kaum direkt in ein bestimmtes Genre packen kann. Steve Bug verwandelt “Drift” dabei in einen schön verspielten, deepen Housetrack der sich an den Original-Vocals entlang hangelt, Legowelt packt “Domain Specific” hingegen in einen treibenden Technoumhang mit leicht psychotischen Elementen und The Analog Roland Orchestra landet mit dem Remix von “Desire” punktgenau im chilligen Downtempo-Bereich. Daneben reihen sich u.a. noch Brothers Vibe, Basic Soul Unit, Boo Williams, Sascha Dive, Marko Fürstenberg & Luke Hess und viele mehr an der Remixfront ein, was man in Worten kaum beschreiben kann und daher lieber gleich hören sollte. Für Abwechslungs ist also definitiv gesorgt und auch diesmal wird es ein ausschließlich physisches Release bleiben, erhältlich als 3×12″ LP, limitiert auf 300 Stück und der Nostalgie zu Liebe auch als gutes altes Tape mit 150 Exemplaren. Jedes natürlich als Einzelstück mit speziellem Design des Artworks und natürlich dem fortlaufenden Stempel. Ein solches Gesamtpaket verdient daher natürlich das Tonreport-Prädikat “Äußersts Hörenswert” , also beeilen und schnell ein Exemplar sichern!

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Mathias Woot – Frostmourne EP (Ear to Ground)

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Der Argentinier Mathias Woot gibt sein Debüt auf Ear to Ground und das mit einer ordentlichen Ladung Druck, der ungeschönt und trocken auf die Tanzfläche schiebt. “MWD” loopt sich effizient und minimalistisch den Weg in die Hüfte und lebt dabei von nur kleinen Veränderungen und Spielerein. Im Remix von Rebekah kommt dann etwas mehr Bewegung durch diverse Shuffles in den Track, kann an die Energie des Originals jedoch nicht ganz anknüpfen. “SWD” bedient sich dann an aktuell modernen Dub-Tech-Elementen und zieht somit diverse Lo-Fi-Pads durch die Effektschleifen, nichts wirklich besonderes, aber qualitativ auf hohem Niveau. Psyk transformiert das ganz dann noch in eine trockene “Dubbed Out Version“, schönes funktionales Tool.

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V.A. – Landscapes Vol.1 (Eintakt)

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Das Berliner Label Eintakt stellt mit “Landscapes” sein neues Konzept in Sachen Compilation bzw. Sampler vor, die sich hauptsächlich auf organisch weichen Sound beziehen, was natürlich schlüssig in einer sehr deepen Akustik münden soll. Die erste Ausgabe steht nun in den digitalen Startlöchern und einige der Künstler wie z.B Bendejo und Telly Quin kennt man bereits von vorherigen Eintakt-Veröffentlichungen, aber es gibt auch einige ineressante Neuzugänge wie z.B. Michal Wolski und Shebuzzz, der bereits von DimbiDeep Music bekannt sein dürfte. Klanglich spielt sich alles im sehr zeitlosen, dubbigen Bereich ab, weit verzweigte Soundlandschaften und Effektspielerein prägen dieses Gesamtkunstwerk in einer Art Verschmelzung von House und Techno. Hört man alle Tracks am Stück hat man quasi die perfekte Afterhour parat und man bekommt Hunger auf die nächsten Episoden.

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Dave Marian – Un Dub EP (DimbiDeep Music)

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Dave Marian legt nach “Similar Ways” direkt die zweite EP auf DimbiDeep Music nach. “Un Dub” unterteilt sich dabei in 3 unterschiedliche Teile bzw. Tracks, die sich kollektiv akustisch in ähnlichen Sphären abspielen und daher sehr feinfühlig miteinander korrespondieren. Die Tracks arbeiten sich stetig aus weit verzweigten Ambient-Landschaften hervor, die durch verspielten und weitreichenden Einsatz diverser Effektketten einen ausgeprägte, warme Dub-Stimmung bekommen und den zeitlosen Charakter direkt mit liefern. Sicherlich nicht der einfachste Sound zum entspannten Mixen, aber definitiv zum entspannten Hören, hier sollte man als dubtechaffiner Zeitgenosse auf jeden Fall zugreifen.

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Heiko Laux – K-Remixes Single Two (Kanzleramt)

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Kanzleramt feiert den 20.Geburtstag und dem ein oder anderen wird das Label sicherlich auch noch etwas sagen, zumal es eine Zeit gab in der Kanzleramt in aller Ohren war und für innovative elektronische Musik stand. In den letzten Jahren musste ich das zumindest für meinen Teil etwas vermissen und zum Geburtstag dann noch einmal die guten alten Kamellen zu veröffentlichen macht dabei durchaus Sinn. Nachdem im ersten Paket u.a. “Subway” von Richard Bartz und “Palm Cove” von Offshore Funk durch den Remixwolf gedreht wurden, dürfen es im zweiten Teil nun die Klassiker vom Labelchef Heiko Laux höchst selbst dran glauben. “Hangin‘” wird gekonnt von STERAC (Steve Rachmad) verdreht, verzwirbelt und in eine treibendes Peaktime- Monster verwandelt. Dazu gibt es direkt noch eine zweite, schön elektronisch düstere Version. Rod widmet sich dann dem guten alten “Silent Bass” , einmal im detroitigen Fluffy-Gewandt, minimalistisch und mit seichten Flächen, und zum Zweiten dann quasi nochmal fast genauso, allerdings mit einem schön verspielten Syth-Bass im Vordergrund. Wem diese Tracks nichts sagen, sollte sich dringends mal nach den Originalen umhören, an den Remixen wird man so oder so seine Freude haben. (Na doch nicht so negativ wie es die ersten paar Sätzen haben vermuten lassen ;-)

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Martin Nonstatic – Back on Earth (subspiele)

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Wer sich im Bereich Ambient und Dub Techno bewegt wird zwangsläufig über das kleine kölner Label subspiele stolpern und vermutlich dort auch des Öfteren wieder einkehren, was nicht zu letzt an der eigenen Basis ausgesuchter Künstler liegt. Das nun erste CD-Release ist exklusiv auf Bandcamp erhältlich und kommt von Martin Nonstatic, der mit “Back on Earth” quasi sein Albumdebüt liefert. Insgesamt 7 Tracks breiten sich über eine Spiellänge von 70 Minuten aus und laden auf ein außergewöhnliches Hörerlebnis ein. Die einzelnen Tracktitel referrieren dabei schon über die Weiten des Weltalls und bleiben diesem Ziel auch klanglich treu. Martin schafft es fast spielerisch die Gehörgänge mit weit flächigen Klangteppichen zu bespannen, gepaart mit glasklaren Hall und Delay-Effekten, minimalistisch eingesetzten Rhythmen und teilweise einem gewissen psychedlischen Touch, wie z.B.  in “Winds of Mars“. Die Klänge ziehen den Hörer dabei hypnotisch in ihren Bann und vermitteln eine extravagante Symbiose aus Dub, Ambient und Downtempo.  Es lohnt sich definitiv alle Viere von sich zu strecken und dieses Album in gesamter Länge zu genießen, man ist am Ende fast schon enttäuscht, dass die Reise schon vorbei ist, von daher Prädikat:  HABEN MUSS !!!

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Structures Vol.31 (Naked Lunch)

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Naked Lunch präsentiert mit “Structures Vol.31” die nächste Inhouse-Compilation, die sich definitiv gewaschen hat. Es gibt facettenreichen Techno vom aller Feinsten. Von düster treibend, über dubbig minimalistisch bis zum electrolastigen Dancefloor-Killer ist alles dabei. Unter anderem findet ihr hier exklusive Tracks von Audiomotor, Dennis Slim, Strobetech, Heilo Bitnik und vielen mehr. Für jeden Peaktime-DJ ist hier was am Start, eine Compilation die man sich definitiv nicht entgehen lassen sollte.

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Frank Hellmond – Five Days (Diametral)

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Diametral startet im neuen Jahr mit feinstem Deephouse. Frank Hellmond bringt mit “Five Days” einen fluffig weichen Groove an, der zum gepflegten Hüftschwung einlädt. Das Ganze kommt direkt in zwei Teilen, wobei der Erste eher perkussiv und verspielt anmutet, der Zweite dann eher gediegen und dezent zum träumerischen Verweilen einlädt. Die Remixe kommen von Helly Larson, der leicht treibend und minimalistisch zur Tat schreitet, während der Baumfreund Remix einen Abstecher ins Dubtechno-Genre macht und feine Ambientlandschaften aufweist. Sehr gelungenes Gesamtpaket.

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V.A. – Translucent Tracks (Etui)

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Der Name “Translucent Tracks” verspricht schon mal viel, und ich nehm es vorweg, er hält es auch. Deep und dubbig, zwischen House und Techno bewegen sich alle der vier Tracks, produziert von jeweils unterschiedlichen Künstlern. Echo Inspectors fahren mit “Parable” einen glasklaren Dub-Ambient-Raum auf der sich wunderbar mit dem Ping-Pong der übrigen Elemente ergänzt und die Hüfte automatisch kreisen lässt. Genre-Meister Quantec geht mit “Analog Effusion” da schon etwas rauher ins Gericht und garniert die harte Schale des Klangs mit weichen Effektspielereien. Labelhead Insect O. bedient mit “The Clouds above us” dann den eher epischen Part, mit weit gezogenen Flächen und treibender Bassline. Zum guten Schluss lässt es Frank Hellmond mit “True Lines” gediegen hypnotisch ausklingen, ein Track dessen Tiefe man erst bei mehrmaligem Hören wirklich begreift, und die Zeit sollte man sich definitiv nehmen.

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Graynoise – Io (Deeptakt)

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Deeptakt legt in nun schon kurzer Zeit das bereits vierte Release nach, diesmal mit Graynoise aus Ungarn, der mit „Io“ weitflächig durch die Gegend schwebt und eine etwas unaufregende, aber dennoch stilvolle Dubtechno-Atmosphäre schafft. Labelhead Narcotic 303 geht in seinem Remix dann noch einen Tick mehr in die Ambient-Richtung und wirkt mittels breiter Palette an Effekthascherei wesentlich komplexer und verspielter, mein persönlicher Fav auf der EP. Das zweite Original „Oxymoron“ bedient sich eines dezenten Housegrooves und vermittelt wesentlich mehr Abwechslungsreichtum zwischen den diversen Dubchords, sehr elegante Nummer die jede Afterhour bereichern wird.

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Kano’s Untergrund: Promotion oder der letzte Nagel zum Sarg!

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Irgendwie befällt mich der Zwang meine geistigen Ausdünstungen für dieses Jahr noch einmal mit Stil und Form in Worte zu fassen, zumal es langsam nicht mehr feierlich ist wie die Künstler (aka DJs und Producer) sich immer häufiger gegenseitig behandeln, gerade was den Promo-Bereich anbelangt.

Zur Information: Unter “Promo(tion)”  versteht man den Vorgang bei dem man für mehr oder weniger viel Geld jemand anderen beauftragt Werbung für die eigene Musik zu machen, in der Hoffnung das, für genau diese Werbung ausgegebene Geld, mittels dadurch generierter Mehrverkäufe  wieder reinzuholen. Man bezahlt quasi Geld für die Verteilung der eigenen Musik an andere, mehr oder minder, bekannte Persönlichkeiten, die dann die Musik für eine Gegenleistung in Wort und Schrift (Feedback) kostenlos herunterladen und Nutzen können. Grundsätzlich ein interessantes Konzept, ich bezahle meinen Nachbarn auch jeden Tag, damit er mit meinem Fahrrad auf Arbeit fährt.

Sicherlich ein Thema über das sich nun schon fast jeder ausgekotzt hat und da will ich mich auch gerne einreihen, und wenn ich schon zusehen muss wie kleine, idealistisch geprägte und passionierte Labels von diversen Promo-Anbietern förmlich illusioniert ausgenommen werden, im Glauben man könne die Verkaufszahlen signifikant erhöhen, dann wird mir tatsächlich schlecht, dann muss es einfach raus. Sicherlich gab es Zeiten in denen der Promokram funktioniert hat, dürften dann wohl die Vinyl-Only-Zeiten gewesen sein, denn am Anfang des Erfolgs steht solide Werbung, oder so ähnlich, hab ich mal irgendwo gelesen. Aber die Wurzel allen Übels ist doch der Umgang mit dem Promomaterial selbst auf der Empfängerseite. Natürlich wissen wir alle dass die DJs, gerade mit steigendem Bekanntheitsgrad von digitalen Promos förmlich überflutet werden, sich sogar eigene Lakaien anwerben um dieser Flut notdürftig Einhalt zu gebieten. Auch das Schindluder mit diversen, geheimen eMail-Listen bekannter DJs ist mir durchaus bekannt, doch rechtfertigt das diese ganze „THX, Downloading“-Lethargie? Das die Feedbacks auf versendete Promos mehr oder minder nur noch das eigene Ego streicheln ist sicherlich ein offenes Geheimnis, aber dann darf es doch wohl auch ein wenig mehr sein. Die Jenigen die am lautesten „respektiert die Künstler“ schreien, sind genau die, die es nicht einmal schaffen mehr als ein kleines „THX“ für den kostenlosen Download aus den Fingerkuppen zu pressen. Ist das nicht eigentlich der Deal?

 > Lade meinen Track kostenlos herunter wenn er dir gefällt, dafür sagst du mir kurz was du davon hältst! <

Ist es nicht fast schon ungerechtfertigte Bereicherung dieses stillschweigende Abkommen zu unterwandern, und so kostenlos an neue Tracks zu kommen, die man sonst teuer hätte auf diversen Portalen kaufen müssen. Ich denke mal ein Mr. Richie “Rich” Hawtin spielt aus dieser Sicht seine Sets grundsätzlich ziemlich kostengünstig, obwohl er sicherlich genug Flüssiges hat um sich täglich gigabyteweise Tracks zu kaufen. Aber hier steht es natürlich im Verhältnis, wenn er einen Track dann zumindest mal medienwirksam in einem seiner Sets verbaut und die essentielle, teilweise wochenlange, künstlerische Arbeit ungefragt mit seinen Sample.- und Effekteskapaden durch den Wolf dreht, drauf geschissen! Da ist einem doch ein konstruktives Feedback, das teilweise fast schon Reviewcharakter hat, von DJ Noname wesentlich lieber, zumindest hat dieser sich, wenn auch nur rudimentär, mit dem Sound auseinander gesetzt. Doch selbst DJ NoName beschränkt sich mittlerweile auf “Downloaded for DJ NoName”.

Wobei wir direkt beim inhaltlichen Teil des Feedbacks wären. Warum immer nur dieses primitive Tunnel-Denken – kann ich spielen, kann ich nicht spielen – und sich dann aber absolut open-minded auf Facebook oder sonstigen asozialen Plattformen auslassen. Haben die Leute sonst keine Meinung oder ist es zu schwer sich selbst eine zu bilden; sogar das adaptieren einer anderen Meinung wäre da fast schon verzeihlich. Sicherlich ist Chillout schlechter Hardstyle und auch Beethovens Fünfte kann man schwer im Club spielen, trotzdem kann man doch eine Meinung dazu haben! Erfordert nicht genau das einen gewissen Anstand und Respekt gegenüber den Künstlern und folglich gegenüber euch selbst? Die Leute sitzen tage,- ja wochenlang an einem Track und dafür sollte man schon ein paar mehr Tasten auf der Tastatur drücken können. Man bekommt mehr und besseres Feedback wenn man einen Titel direkt zum kostenlosen Download auf Soundcloud anbietet. Ein Hoch auf unsere tolle Szene!

… und btw – Zitat: “Hört auf mit euren scheiß Handys zu filmen und TANZT!

In diesem Sinne, Guten Rutsch, egal wohin!

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