Archive for the ‘ Dub Techno ’ Category

Marko Fürstenberg – Amethyst (Ornaments)

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Marko Fürstenberg braucht man wohl kaum noch vorstellen, auch ein Review dürfte fast überflüssig sein, denn Marko ist sicherlich einer der wenigen Künstler der konsequent hochqualitativen Sound im Bereich Deep/Dub-Techno abliefert, nicht zu letzt hat er die Szene in vergangenen Jahren maßgeblich mit gestaltet. Trotzdem ein paar Worte zur aktuellen Platte auf Ornaments, wie üblich nur auf Vinyl und ganz chic im Clear-Marble-Stil. 2 Tracks gibt es diesmal, “Dwights Warning” dabei gepflegt subtil im Aufbau mit weicher Kick und dezenter Bassline, schwingend auf den Dubchords, nach dem Break mit kurzer Piano-Einlage darf man dann der historischen Rede von Dwight D Eisenhower lauschen. “Saturday 14th” legt sich dann etwas treibender ins Zeug, vom Sound her auch wesentlich homogener im typisch verspielt zeitlosen Stil, definitiv wieder ein Sammlerstück, das man nicht verpassen sollte.

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Roberto – Contemplation Zone (Affin)

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Affin bewegt sich weiter auf dem neu eingeschlagenen Weg der eher dubbig, düsteren Techno-Klänge, so auch mit dem neuen Release von Roberto. Mit “Judah” stellt dieser auch direkt unter Beweis, dass er weiss wie der Hase läuft und schiebt dabei über trockene Kickdrums sehr perkussiv auf die Tanzfläche, was leicht an reduzierten Detroit-Sound erinnert. “Contemplation Zone” dann ähnlich strukturiert und metallisch klingend, unterlegt mit ein paar feinen Chord-Pads. “Kai Zen Dub” ist hier mein persönlicher Fav, aber gut ich mags auch lieber etwas ruhiger und tiefgängiger vom Sound, sehr schöner, und trotz der wenigen Elemente, fluffig wirkender Sound. “Morning Sun” gibt zum Schluss nochmal Gas und lässt sich auf den massiven Synthies ordentlich nach vorn treiben, gibt es allerdings leider schon zu Hauf, von daher kein Innovations-Preis, aber das Tanzbein zuck allemal.

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DML – Munique 2 (Broque)

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Nach dem ersten Ritt von DML durch die Münchner City, geht es diesmal in fünf weitere Stadtbezirke mit einer Ladung feinstem Dub-Sound , Techno und House. „Dreimühlen“ fließt dabei zeitlos durch die Gegend, mit verhaltenen Chords und dem im Hintergrund wobbelnden Bass wird eine nahezu perfekte Symbiose zwischen Spannung und Entspannung geschaffen. Im „Westend“ geht es dann schon einen Tick ruhiger zur Sache, wobei diverse Pads und kleine Acid-Spielerein zum verweilen einladen. „Oberföhring“ bringt uns dann klassisch aktuellen Dub-Tech-Sound mit fast monumentaler Tragweite, genau das richtige für die vernebelte Tanzfläche. In „Laim“ geht der Dub fast etwas verloren, wird dafür aber durch experimentelle LoFi-Synth Spielereien ersetzt und kommt dann in „Nymphenburg“ wieder zum Vorschein um in einem wunderschönen Ambient Epos zu münden. Für mich eines der aktuell besten Dub-Tech Releases.

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Deadbeat – Primorida (BLKRTZ)

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Scott Monteith aka Deadbeat schickt “erneut” ein massives Release aus den tiefsten kanadischen Wäldern, sicherlich nicht zwingend sein clubtauglichstes, dafür jedoch mit enormem Tiefgang. Das Mini-Album “Primorida” wurde bereits 2001 auf Intr_version veröffentlich und legte damals quasi den Grundstein für den typischen Deadbeat-Sound. Wenn man sich also in den sechs Tracks mal die wuchtigen Kickdrums wegdenkt, dann würde eine Art außergewöhnliches Ambient-Konzept vor uns stehen. So z.B. in “Jaffa Dub”, der sich bedröhlich den Weg ins Gehirn bahnt und dabei durch leicht kranke, im Raum schwebende Töne eine angenehm düstere Atmosphäre schafft. “Elder Drums” zeigt sich hingegen fast schon lieblich mit leichtem Tribal-Einfluss, der jedoch stetig mit den Drones und diversem Lofi-Geknister zu kämpfen hat. In der Summe eine komplex experimentelle Sammlung an düsteren Ambient und DubTech-Sounds, mit einer kleinen Portion an Tanzbarkeit, als 2×12″ auf jeden Fall ein Sammlerstück.

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Matthias Springer – Body Spam (TicTacToe)

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Matthias Springer tümmelt sich in letzter Zeit auf diversen Labels, das auch immer mit sehr variierendem Sound, obwohl man doch immer einen gewissen Hang zum dubbig deepen erkennen kann. Entgegen sonstiger Releases ist “Body Spam“, gerade auf dem dänischen Label TicTacToe erschienen, cluborientiert und wesentlich tanzbarer, was allein schon die wuchtige Kickdrum aus macht, dazu gibt es ein paar reduzierte Percussions und raue Synth-Stabs,  im Grunde nichts all zu Besonderes, aber durchaus funktional. Wesentlich komplexer wirkt da schon der “Echo Mix” von Labelhead Patrick Bateman, der sich hier fröhlich an jeglichen Arten von Delays und Hall-Effekten zu schaffen macht, trotz der fast 10 Minuten Länge dabei aber keine Langeweile aufkommen lässt. Der eigentlich Main-Track sollte meiner Meinung nach dann schon “Lost Impact” sein, hier ist Herr Springer wohl auch eher in seinem Metier, eine umfassende detroitlastige Pad-Landschaft mit experimentellem Charakter und kräftigen Offbeats laden zum Schweben ein. Ebenfalls macht sein Alter-Ego-Remix eine sehr schöne Figur und repliziert den typisch abstrakten Dimbidub-Stil. In der Summe auf jeden Fall abwechslungreich und definitiv einen Hörer wert.

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Lars Leonhard – Seasons (Album – Interview – BineMusic)

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Nach “1549“, dem ersten Album von Lars Leonhard auf BineMusic, folgt nun das zweite Album “Season” , hinter dem sich ein interessantes, wenn auch nicht gerade neues, Konzept verbirgt. Getreu Vivaldi’s Prämisse der vier Jahreszeiten, orientiert sich Lars ebenso an diesen und hat zudem die jeweiligen Tracks auch während der passenden Jahreszeit produziert. Wer Lars kennt, weiß natürlich schon wo die Reise in etwa hingeht, komplexe Soundgebilde basierend auf Dub und Ambient, wie Lars selbst sagt, “die Königsdisziplin”. Es gibt diesmal sogar einige Vocal-Parts, hier wurde die Französin “Alvina Red” ins Boot geholt, die jeweils den Lead-Track der einzelnen Jahreszeiten mit ihrem Gesang verzaubert, obwohl ich ja kein Fan von Vocals im Generellen bin, so mache ich hier doch mal die Ausnahme und lasse die Gänsehaut zu. Das Album besticht durch eine enorme Klangvielfalt und die Klarheit der Einzelnen Töne die kombiniert mit diversen Fieldrecordings ein ausgedehnt warmes und wohliges Gefühl erzeugen. Definitiv eine Listening-Erlebenis der besonderen Art und wie es sich für eine Weltreligion gehört so sollte jeder Dubtechno-Jünger einmal in seinem Leben diese akustische Reise gemacht haben.

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LARS’ NEW VINYL ON DIMBIDEEP MUSIC

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Das Düsseldorfer Urgestein Lars Leonhard vergnügt sich schon seit den frühen 90ern mit dem Produzieren elektronischer Klänge und hat dabei seine Fähigkeiten stetig weiter entwickelt. Sein Sound ist durchgängig von diversen Dub-Elementen zwischen House und Ambient durchzogen und überzeugt durch Raum, Tiefe und Komplexität, die dem Zuhörer doch ein gewisses Mindestmaß and Aufmerksamkeit abverlangen. ” Seasons – Les Quatre Saisons ” ist nun das dritte Album welches auf Bine Music erscheinen wird und sicherlich nicht nur für Lars selbst einen Meilenstein bedeutet. In Zusammenarbeit mit der französischen Sängering “Alvina Red” entstand das Konzeptalbum, das sich getreu Vivaldis Prinzip, an den vier Jahreszeit orientiert und sowohl klanglich wie auch inhaltlich eine ausgedehnte Reise in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus eröffnet, daher ist es sicherlich am sinnvollsten dem Schöpfer selbst ein paar Fragen zu stellen.

Hallo Lars, danke das du Zeit gefunden hast um ein wenig mit mir über dich und dein neues Album mit Alvina Red zu plaudern.

L: Hi Matthias, na klar gerne doch, freu mich immer sehr über solche Einladungen, und es war ja auch längst an der Zeit, dass wir uns mal persönlichen sehen, wir können gern loslegen.

M: Wie würdest du deinen musikalischen Stil selbst beschreiben?

L: Seinen eigenen Stil zu beschreiben würde bedeuten sich selbst in eine Schublade stecken zu müssen. Ich würde daher lieber auf  die Einflüsse eingehen die meine Tracks ausmachen. Deepe Ambient, Deep,- Tech House -  Sounds und dubbige Chords sind die wichtigsten Zutaten aus denen sich mein Style zusammensetzt. Meine Tracks sind meist unter Techno, Deep_House, Tech_House oder Chill_Out zu finden.

M: Was beeinflusst dich maßgeblich bei deinem Sound (Allgemein, besondere Künstler o. Veröffentlichung)?

L: Ich denke das alles einfließt was tagtäglich um mich herum passiert. Gefühle, die Umwelt die Menschen. Ob gute oder weniger gute Erlebnisse das alles findet sich in meinen Produktionen wieder. Die besten Tracks gelingen meistens dann wenn ich völlig zufrieden und gechillt an die Sache rangehe. Aggressionen oder Unzufriedenheit haben im Studio nichts zu suchen ich produziere schließlich keine Musik für Abrissparty’s.

M: Wie gehst du an deine Produktionen heran?

Meine Vorgehensweise an neuen Produktionen kann sehr unterschiedlich sein. Mal beginne ich mit den Drums und mal nur mit einer Fläche oder einem bestimmten Sound der mich inspiriert. Oft sind die ungeplanten Produktionen die Besten. Ganz unbedarft an die Sache rangehen und sich irgendwann dem Prozess völlig hingeben und der Kreativität freien Lauf lassen. Musik zu produzieren stellt für mich kein reines Handwerk da. Ich produziere aus absoluter Liebe und Leidenschaft zur Musik heraus.

M: Gibt es eine Geschichte hinter deinem neuen Album, oder wie kam es dazu?

L: Mein aktuelles Album ( Seasons – Les Quatre Saisons ) ist eine Hommage an die Natur. Ich liebe den Zyklus der Natur und den ständigen Wechsel von Farben und der Artenvielfalt die uns umgibt. Ob das Erwachen der Pflanzenwelt , die Rückkehr all der Vögel aus ihrem Winterquartier, den Sommer mit seinen Farben , Düften und seinem Artenreichtum. Der Herbst, die bunten Wälder und mystischen nebligen Stimmungen oder die weiße, weite Stille des Winters. Es war mir eine absolute Herzensangelegenheit dies alles in einem Album zum Ausdruck zu bringen. Die Produktion der CD hat fast exakt ein ganzes Jahr gedauert und die Tracks zur Jeweiligen Jahreszeit auch in entsprechender produziert. Zudem konnte ich ein paar tolle Fieldrecordings in die Produktion mit einbinden. Vogelgezwitscher, das Lachen und Toben einiger Kinder auf einem Spielplatz, Wasserplätschern,  ein Gewitter oder das Gezirpe einiger Grillen verleihen dem Album einen noch lebendigeren Touch.

M: Wie genau hat sich die Koop mit Alvina Red ergeben?

L: Die grandiose Zusammenarbeit mit Alvina Red ergab sich durch einen Musikerkollegen aus Perpignan. Lo Nath  , besser bekannt als Lo , er empfahl mir Alvina als ich ihm von meinem Vorhaben eine französische Sängerin in mein Album einbinden zu wollen erzählte. Ich habe darauf hin einige Songs von ihr gehört und war mir nach ein paar Sekunden schon sehr sicher dass Sie es sein muss. Die Französische Sprache ist ja an sich schon fast ein eigener Gesang und vom Klang her für mich die schönste Sprache der Welt. Daher musste es auch französisch sein. Alvina entpuppte sich als absolutes Naturtalent für mein Vorhaben. Ich schickte ihr einige unfertige Tracks und das Thema im groben. Zu meiner großen Freude war sie sofort Feuer und Flamme mit der Idee und sie schrieb daraufhin sehr schöne Texte zu den jeweiligen Jahreszeiten und verschwand in ihrem Studio um die Vocals aufzunehmen. Für mich ein absoluter Glücksfall und eine Ehre mit Alvina zusammen zu arbeiten. Sie besingt jeweils den ersten Track jeden Jahres mit ihrer fantastischen Stimme und einer Gelassenheit, dass ich jedes Mal wieder Gänsehaut bekomme beim anhören der Tracks. Es wird in Zukunft sicherlich weitere Kooperationen mit ihr geben! Ich freue mich riesig auf das Release welches am 18. März auf dem Essener Label Bine Music und über den Kölner Vertrieb Kompakt erscheint. Als CD und in digitaler Form wird es erhältlich sein.

M: Was ist demnächst noch von dir zu erwarten, was ist geplant`?

L: Geplant ist eine Zusammenarbeit mit Laurent Bisch alias (Fingers In The Noise) der im vergangenen Jahr sein Debut auf BineMusic hatte. Wir haben schon 2011 auf dem Label Glider Records eine Gemeinschafts E.P herausgebracht und harmonieren soundlich sehr gut. Wir beginnen Mitte  Februar mit der Produktion des Albums. Darüber hinaus  plane ich ein weiteres Solo Album , ein Konzeptalbum dessen Name ich noch ungenannt lassen möchte aber soviel sei gesagt es wird eine Audiovirtuelle Reise durch 12 verschiedene Länder dieser Erde . Spannend, fesselnd und sehr abwechselungsreich. Zum guten Schluss wird es ende Mai auch noch eine Single EP von mir auf  Diametral geben, die sich dann doch wieder eher am Dancefloor orientiert, Stay Tuned !!!

M: Das war’s mit unserem Speed-Interview auch schon, danke für die umfangreichen Infos, und das du dir die Zeit für meine Fragen genommen hast.

L: Natürlich gerne, hat mich sehr gefreut, jederzeit wieder.

Interview by MFS / veröffentlich auf Raveline.de

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Nvelope – Chords & Scapes (Album / Eintakt)

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Der Berliner Produzent Nvelope präsentiert mit “Chords & Scapes” sein Album-Debüt auf Eintakt Records und macht dem Albumtitel dabei alle Ehre. Wer Nvelope von seinen Live-Auftritten her kennt weiss natürlich schon was man hier erwarten darf, auf diversen Techno und Housegrooves wird mit einer Menge an dubbigen Chord-Elementen und experimentellen Effekten umsich geworfen. Über insgesamt 11 Titel ertreckt sich eine weitreichende Soundlandschaft die zum gepflegten Abtanzen aber auch zum gedigenen Relaxen einlädt. Grundsätzlich ist der Sound sicherlich nichts Neues, zumal es ja gerade irgendwie zum Trend geworden ist fleißig Dub-Chords zu verbauen, Nvelope schafft es dabei jedoch eine ganz eigene Note zu entwickeln, wie z.B. in “Transmission” oder “Frequenzverkehr“, und sich durch die komplexen und zeitlosen Arrangements gemischt mit interessant eigenwilligen, fast schon abstrakten Elementen in den einzelnen Titeln von der Masse abzuheben. Absolutes “Must Have” für alle Dub-Tech Lieberhaber, aber auch Genre-Fremde werden hier sicherlich die ein oder andere Perle für sich entdecken. Zum Schluß bleibt nur Eines, der Worte sind genug gewechselt …

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Baumfreund – Mythen, Sagen und andere Märchen (Dreiton – Free Download)

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Die neueste Veröffentlichung auf Dreiton gibt es wie im Netaudio-Bereich üblich natürlich wieder zum kostenlosen Download und kommt diesmal von Hannoveraner Baumfreund, der bereits mit seinen Releases auf 60hz und Tiefenrausch auf sich aufmerksam machte. Seinem Namen zur Ehre beginnt “Garten Eden” auch direkt mit einer verrauschten Wald und Wiesen Akustik, seichten Pianoklängen und subtilen Effektspielereien die zum gediegenen Lauschen einladen. “Dyonisus” tauch dagegen in dunkel düstere Dub-Landschaften und versprüht dabei eine gewisse Nachdenklichkeit und Melancholie. “Omphalus” bringt mit seine Chord-Echos dann wieder wesentlich mehr Licht und Wärme ins Dunkel, während “Ulan Bator” fast schon episch experimentell wirkt, aber trotzdem eine enorme Tiefe in Raum und Zeit erzeugt. Absoluter Geheimtipp für jeden der auf exzellent arrangierten, dubbig chilligen Sound mit leichtem Hang zum Ambient steht.

<< ZUM DOWNLOAD >>

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Idealist – Expander EP (Tiefenrausch)

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Zwar ist die Scheibe schon etwas älter, aber hat es definitiv Verdient noch ein paar Worte darüber zu verlieren, gerade bei Vinyl only sollte man sich sputen noch ein Exemplar zu ergattern. Der kleine knuffig gezeichnete Kugelfisch auf dem Plattencover ist schon irgendwie ein Blickfang, aber das wirklich feine Material steckt natürlich in der Hülle. Der Schweizer Produzent „Idealist“ bringt auf seiner Expander EP die Atmosphäre zum schwingen und enthüllt fein arrangierte und zeitlose Padlandschaften die zum ungezwungenen Hüftenschwingen, aber auch zum ausgiebigen Chillen einladen. So bilden zum Beispiel in „Defective Unit“ die fluffigen Dub-Chords eine perfekte Symbiose mit dem dezenten 303-Geplätscher und entfalten dabei einen Sound den man durchaus problemlos stundenlang hören könnte, ohne irgendwann genervt zu sein. Einfach ein tolles Release mit dem man jede Afterhour bereichern wird, und das mit Sicherheit ein Future-Classic ist!

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Function – Incubation (Ostgut Ton)

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Der New Yorker David Sumner aka Function, nicht zu letzt bekannt durch Sandwell District, bringt sein Solo-Debut-Album auf Ostgut Ton, und allein die Kombination lässt schon viel erwarten. Insgesamt 9 Tracks führen durch das Album, welches einer Reise durch elektronische Gefilde gleicht und sich nur schwer einem bestimmten Stil zuordnen lässt, was natürlich am Ende immer für die Vielfältigkeit eines Künstlers steht. So startet das Album erst einmal mit einer ausgedehnten Listening-Landschaft, die melodische Parts mit Ambient mischt, bevor es in „Against the Wall“ dann doch direkt auf die Tanzfläche geht, ausgereifter BigRoom-Sound mit viel Hall und Acid. „Counterpoint“ trifft es dann auch irgendwie, denn hier geht es schon fast psychedlisch zu, wobei gerade die hohen Töne vielleicht einen Tick zu grell geraten sind, analog dazu bewegt sich auch „Inter“. Die restlichen Tracks wie z.B. „Incubation“ selbst oder „Voiceprint“ orientieren sich dann wieder eher am Dancefloor und kombinieren eine düstere Grundstimmung und hypnotische Monotonie mit diversen, verspielten und ausgiebig modellierten Soundeffekten. In der Summer sehr schönes, von verspielt bis treibend reichendes Album, das für jede Lebenssituation den passenden Track anbei hat.

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GEMA VR-Ö – Grundsätzliches, Podcasts & Webradios

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Die GEMA und die Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. (BVMV) sowie der Berufsverband Discjockey e.V. (BVD) haben die Verhandlungen über den Tarif VR-Ö abgeschlossen. Der Tarif regelt die Vervielfältigungen bzw. Kopien von Musikwerken aus dem GEMA-Repertoire, die zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe hergestellt werden. Die ab 01.April 2013 kommenden Tarife für DJs stehen damit fest, wobei wir uns vom eigentlichen Thema, des für eine Zahlungspflicht ursächlichen Kopiervorgangs eines einzelnen Titels, abwenden und eher zwei grundlegenderen Fragen widmen möchten.

Am Anfang steht grundsätzlich erst einmal die Frage, ist ein Titel überhaupt von der GEMA geschützt, denn nur dann kann überhaupt eine Zahlungspflicht für diesen Titel entstehen. Dazu muss man im Grunde “nur” herausfinden ob der jeweilig urhebende Künstler, im Folgenden Produzent genannt, des gesuchten Titels selbst, oder sein Verlag (hier kann man eigentlich davon ausgehen), Mitglied der GEMA oder einer ihrer Schwestergesellschaften im Ausland ist. Bei insgesamt 73 Gegenseitigkeitsverträgen, die die GEMA mit anderen Verwertungsgesellschaften getroffen hat, dürfte jedoch so ziemlich die ganze Welt abgedeckt sein. Im Umkehrschluss ist ein Titel daher als ungeschützt zu betrachten, wenn der Produzent des Titels kein Mitglied der GEMA oder einer anderen etwaigen Verwertungsgesellschaft ist. In der Folge muss somit für diese Titel auch Nichts gezahlt werden. Komplizierter wird es dann schon wenn bei der Produktion eines Titels mehrere Personen mitgewirkt haben, üblicher Weise wird das bei Kooperationen, Features und natürlich Remixen der Fall sein. Um die Zahlungspflicht auszulösen reicht es bereits, dass einer der Mitwirkenden GEMA-Mitglied ist. Das erschwert die Suche nach dem heiligen Gral, gerade bei den im Bereich der elektronischen Musik üblichen Remix-Fluten, natürlich ungemein.

Für die  DJs ergibt sich daher die nahezu unlösbare Aufgabe herauszubekommen welche der Produzenten, deren Titel sich in der eigenen Musiksammlung befinden, Mitglied der GEMA oder einer anderen der unzähligen Verwertungsgesellschaften sind. Wie genau das in Zukunft auch praktisch aussehen soll ist bisher noch nicht wirklich geklärt, wobei laut GEMA sich der DJ selbst nicht darum kümmern muss ?!? Aus unserer Sicht stehen hier in erster Linie die Produzenten, Labels und Verlage in der Bringpflicht den Konsumenten ihrer Tracks diese Informationen zukommen zu lassen. Wir können uns ebenso gut vorstellen, dass die jeweiligen Download-Portale und Promo-Anbieter (sofern diese nicht bereits selbst die Lizenz gezahlt haben) diese Informationen direkt mit jedem Titel ausliefern, bzw. diese sichtlich markieren, ob das jedoch thematisiert wird werden wir wohl erst in den nächsten Monaten erfahren. An dieser Stelle noch eine nicht unerhebliche Anmerkung, Produzenten die GEMA-Mitglied sind und parallel dazu ihre eigenen, durch die GEMA-Mitgliedschaft automatisch geschützten Titel öffentlich spielen, müssen hierfür ebenfalls zahlen, auch wenn sie faktisch Urheber des Titels sind.

Kommen wir also zum zweiten, noch unerfreulicheren Punkt, und die meisten werden es sicherlich auch schon befürchtet haben, zumal es gerade für die unliebsam genannten “Bedroom-DJs” nicht gut ausgehen wird. In der digitalen Welt sind Podcasts und Live-Streams, Audio wie auch Video, an der Tagesordnung, aber leider nicht von der Zahlungspflicht der GEMA ausgenommen. Grundsätzlich muss jeder, der seine Mixe öffentlich zur Verfügung stellt und dabei GEMA geschütztes Material spielt auch dafür zahlen. Es ist dabei unerheblich wie viel, bzw. ob überhaupt Zuhörer erreicht werden, allein das öffentliche Anbieten und die Möglichkeit, dass es andere anhören können reicht aus um die Zahlungspflicht auszulösen. Glück im Unglück für die DJs, die sich ausschließlich aufs Radio begrenzen, hier wird bereits durch den jeweiligen Sender die Lizenzgebühr abgeführt, das gilt ebenso für die Mix-Archive des Senders (Live-Mitschnitte). Ebenso werden die  so genannten Private-Modes nicht von der GEMA abgedeckt, wie es z.B. auf Soundcloud angeboten wird, bei denen man nur bestimmten Personen das Recht zum hören einräumt, der Mix selbst für die Öffentlichkeit allerdings nicht sichtbar/hörbar ist. Inwieweit das das Ruder noch herumreist bleibt natürlich fraglich. Für DJs die selbst keinen Verdienst durch ihr Auflegen haben, wird sich am Ende allein die Frage stellen, ob es überhaupt noch Sinn macht dieses Hobby weiter zu verfolgen.

Zum Thema wann genau tatsächlich für einen GEMA geschützten Titel zu zahlen ist, gibt es einen weiterführenden Artikel auf der De:Bug Webseite (http://de-bug.de/medien/archives/welche-djs-mussen-gema-zahlen.html), den man sich dringend mal zu Gemüte führen sollte. Eines wollen wir noch vorweg nehmen, es lebe das Vinyl, denn wer ausschließlich mit dem schwarzen Gold arbeitet, der ist mal ganz fein raus ;-) und wer seine, bereits vor dem 01.04.2013, umfangreiche Musiksammlung lizenzieren möchte kann diese, kulanter Weise bis, 31.12.2013 für einen Pauschbetrag von 125€ bei der GEMA anmelden. Alle neuen Titel werden direkt und pauschal nach Anzahl (keine ID Tracklisten) mit 0,13€ abgerechnet, entgegen etwaiger Gerüchte allerdings zum Glück nur einmalig und nicht jedes Jahr aufs Neue, sofern die Titel rein physisch auf der Platte bleiben wo sie sind.

Ein offizielles FAQ zum VR-Ö mit einer Menge an interessanten Infos könnt ihr hier HERUNTERLADEN

Alle Klarheiten beseitigt?

Hier noch die wichtigsten Fakten zum VR-Ö direkt von der GEMA (Pressemitteilung vom 14.03.2013):

Der Tarif VR-Ö regelt die Vervielfältigung zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe von kopierten Musikwerken z. B. im Bereich Einzelhandel, Gastronomie, Clubs, Diskotheken. Die Lizenzierung erfolgt bei demjenigen, der für die Vervielfältigung verantwortlich ist, also bei demjenigen, der diese auch selbst vornimmt oder diese beauftragt.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Vergütung: Die Vergütung beträgt 0,13 EUR je Musikwerk, das zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe vervielfältigt wird. Vervielfältigungen (Kopien), die einmal ordnungsgemäß lizenziert wurden, können zeitlich unbegrenzt für die öffentliche Wiedergabe genutzt werden.
  • Bestehende Musikdatenbank: Vervielfältigungen, die vor dem 1.4.2013 vorgenommen wurden, können nachträglich über einen einmaligen Pauschalbetrag in Höhe von 125,00 EUR netto für alle Musikdateien lizenziert werden, sofern dieses bis zum 31.12.2013 erfolgt.
  • Sicherungskopien: Die Herstellung von Back-ups ist nicht vergütungspflichtig. Erst wenn die Sicherungskopie zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe aktiviert wird, ist diese einmalig in Höhe von pauschal EUR 125,- (oder als Einzellizenz 0,13 EUR je Musikwerk) zu vergüten. Gleiches gilt für das Überspielen einer Musikdatenbank von einem Datenträger auf einen anderen.
  • Gesamtvertragsnachlass: Die Mitglieder von Organisationen, mit denen die GEMA einen Gesamtvertrag für diesen Tarif geschlossen hat, erhalten einen Gesamtvertragsnachlass in Höhe von 20%.

Bitte beachten Sie den umfassenden Fragenkatalog zum Tarif VR-Ö unter www.gema.de/vroe – Für Fragen rund um VR-Ö bietet die GEMA interessierten Nutzern eine Service-Hotline an. Ab 18.03.2013 bis 22.03.2013 steht montags bis freitags von 15:00 – 17:00 Uhr ein Tarifexperte zur Verfügung unter Telefon: 0800 440 8000

 

 

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Patrick Bateman – OXO (Affin)

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Es ist doch eher selten, dass TicTacToe Labelhead Patrick Bateman auf einem anderen Label als seinem Eigenem veröffentlich, die Ausnahme macht er diesmal für Affin, und hier lohnt es sich definitiv reinzuhören. Basierend auf einem Sample-Paket von Mattias Fridell begibt sich Patrick mit drei Tracks in verauscht, deepe Technogefilde mit einer ordentlichen Portion Dub und Filterspielereien die ausgiebiges Tanzpotential liefern. Sehr interessant hierbei finde ich „Oxo2“ der in reduzierten Dub-Techno mündet und eine komplexe Soundlandschaft aufbaut die mit diversen Shuffle-Effekten durchzogen ist. Im Woo York Remix wird es dann noch einen Tick straighter mit leichten Detroit-Touch und monotonem Hypno-Charme. Erstklassiges Dub-Tech Release, bei dem gerade Liebhaber ihre Freude haben werden.

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M. Weber – Belsebub (Bigger Deer)

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Ja die Briten fischen wieder in deutschen Gewässern, was ja im Dub-Techno-Bereich durchaus Sinn macht, und hier wurde der Freiburger Newcomer Manu M. Weber an Land gezogen, es hat sich definitiv gelohnt. Es gibt insgesamt 3 Tracks feinsten State of the Art Technos auf die Ohren, natürlich wie angekündigt mit einer ordentlichen Portion knackiger Dub-Chords im LoFi-Stil, so wie es sich gehört. Genau das richtige Material für düstere Morgenstunden im Club, einzig das Vocal in „Belsebub“ ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber dafür werden ja noch die beiden Remixe gereicht, die glücklicher Wiese gänzlich darauf verzichten, stilistisch aber vollkommen ins Programm passen. In der Summe sehr solides und aussagekräftiges Release an dem man nur schwer vorbei kommt wenn man sich in den dunklen Ecken des Dub-Technos wohl fühlt, von daher sicherlich ein neuer Künstler den es zu beobachten lohnt.

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Polizeistaat Soundcloud und der Patriot-Act für Musik

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Um es kurz vorweg zu nehmen, da diese Diskussion bereits nach der Veröffentlichung auf Neon.de aufkam: Dieser Text zielt in erster Linie auf die Sicht der jenigen ab, die Musik auf Soundcloud bereitstellen und verbreiten möchten, sprich Produzenten, Labels, Promo-Anbieter etc … nur indirekt betrifft es die eigentlichen Hörer, i.e. Endverbraucher, nur falls sich jemand an der Phrase “es gäbe keine adäquate Alternative” stören sollte. Gerade im reinen Listening-Bereich gibt es diese natürlich en masse.

Die Frage “wer nutzt alles Soundcloud?” zu beantworten dauert sicherlich länger als sich der Frage “wer nutzt es nicht?” anzunehmen , was allein daraus resultiert, dass es keine wirklich adäquate Alternative gibt und SC damit quasi ein Monopol inne hat. Zu was sich jedoch Monopole in der Regel entwickeln zeigt die Vergangenheit zweifellos und da macht auch SC keine Ausnahme.

In letzter Zeit hört man im direkten Kontakt mit Bekannten, dass diese das Verhalten von SC gegenüber den zahlenden Kunden nur noch als frustrierend empfinden, denn hier findet anscheinden eine förmliche Unterjochung statt die jeden unter Generalverdacht stellt. Mit der gezielten Bekämpfung von Spam, so die offizielle Begründung, hat das jedoch nichts mehr zu tun, eher kommt es einer zufallsgenerierten Bekämpfung gleich. Teilweise werden Nutzern diverse Funktionen für Monate gesperrt und mit seltsamen Floskeln abgehandelt, die jeder Grundlage entbehren. “Sie haben in den letzten 24h ihre Sounds in mehr als 75 Gruppen gepostet” … ja wozu nutzt man Soundcloud denn, doch genau dafür, das verbreiten der “eigenen” Sounds! Allein als Webspace zum Uploaden und hosten von Daten sind bis zu 500€ im Jahr dann doch etwas zu viel. Man schießt hier definitiv um Lichtjahre über das Ziel hinaus und restriktiert genau die Funktionen, die den Grundstein dafür legen sich bei SC anzumelden und diese Plattform zu nutzen.

“Sie folgen zu vielen neuen Accounts in einer zu kurzen Zeit” , ja gut bei der Menge an Musik die einem vielleicht gefällt ist man doch gern Up-to-date was neue Künstler anbelangt, was bitte soll also der Scheiss? “Dein Like/Repost-Verhalten kommt uns etwas seltsam vor” , aha wie soll es denn unseltsam aussehen, da kommt einem doch eher das Verhalten von SC mehr als nur “etwas” seltsam vor! Die Funktion hätte man sich dann auch getrost sparen können, den genau hier geht auch der Angriff auf die “normalen” reinen Listening-Nutzer los, die quasi nur am hören neuer Sounds interessiert sind und auch zeigen wollen was ihnen gefällt.

Was hier abläuft ist reine Schikane und ein ordentlicher Tritt in den Allerwertesten der eigenen zahlenden Basis, was an sich schon dämlich ist, man sollte nie die Hand beißen die einen füttert, denn wo wäre SC jetzt ohne genau diese Leute? Die Unfähigkeit ordentliche Algorithmen zu entwickeln um Urheberrechtsverletzungen (so werden z.B. neu produzierte Tracks auf Grund von Urheberrechtsverletzungen einfach nicht frei geschaltet, wie auch immer das gehen soll, selbst wenn der Track gerade frisch aus CuBase rausgeflutscht ist) oder Spam zu unterbinden mündet in einer pauschalisierten Verurteilung und Blockierung von Allem was nur irgendwie, möglicherweise, eventuell den Anschein hat irgendetwas zu sein … woher kennen wir das denn?

 In diesem Sinne, lasst euch das nicht gefallen … Programmierer und Investoren dieser Welt, es wird Zeit eine Alternative zu schaffen, und Eines verspreche ich, an Zulauf von neuen Nutzern wird es definitiv nicht mangeln !!!

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Dubspeeka – Lily of the Valley (Skeleton)

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Lily of the Valley” würde ich gerne mal kennen lernen, hört sich zumindest sexy deep an, die Bassline schön im Raum platziert, erst ein paar mal zum auf den Geschmack bringen und dann in ausgebauter Hook-Sequenz, da grooved es nur so düster böse über die Tanzfläche. „Deep Blue“ besticht ebenso durch einen gewisse Fiesheit im Sound, diesmal aber gepaart mit lieblichen Hintergrundsynths die durch den Raum schwingen wie Wassergeplätscher in einer Tropfsteinhöhle. „Future“ wirkt etwas abstrakter vom Klanggerüst her, hat durch die verspielten Dub-Pads trotzdem eine sehr interessante, nahezu epische Wirkung und wohl den komplexesten Aufbau auf dieser EP. In der Summe Top-Release, mit 3 Tracks die alle auf ihre eigene Art irgendwie psychotisch schön sind.

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Fingers in the Noise – CTRL+N (Kosmo Netlabel Free Download)

artworks-000039320367-q0zwpk-originalWer von Dub Techno und Ambient spricht, aber Fingers in the Noise nicht kennt, sollte definitiv das Genre wechseln, denn der Kollege ist im kommerziellen wie auch im Creative Commons Bereich mehr als nur umtriebig, und das immer auf einem hohen qualitativen Niveau. Zu unserer Freude gibt es daher die neueste Veröffentlichung zum kostenlosen Download auf Kosmo. “CTRL+N” nennt sich das Ganze, geteilt in drei Teile sprich drei einzelne Tracks, wobei “Part I” noch am ehesten Tanzpotential aufzeigt, während “Part II” und “Part III” zielstrebig in den Ambient und Listening-Bereich abtauchen. Generell ist das Release wie üblich mit fein modellierten Dub-Sounds und epischen Soundlandschaften durchzogen, viel Noise, Hall, Delay und sonstige feine Effekte mach dabei den typischen warmen FITN Klang aus und werden sicherlich jedem Genre-Liebhaber eine sehr angenehme Reise in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus bereiten.

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Håkan Ludvigson – Style EP (PurePureMusic)

HakanLudvigson_StyleEPMir ist vor ein paar Tagen eine Platte in die Hände gefallen, die mittlerweile schon eine Zeit lang auf dem Markt ist; aber sowas von genial produziert, dass ich es für wichtig halte, diese hier kurz vorzustellen.

Mit 27 war Håkan Ludvigson nicht nur Producer, Songwriter und DJ, sondern auch Label-Owner von “Substream”. Und vor einiger Zeit veröffentlicht er auf PurePureMusic die “Style EP“. Und die ist sehr stylisch. Auf der A-Seite findet man das instrumentale Stück “Style“. Dabei handelt es sich um ruhigen melodischen Deephouse-Track, der durch die analoge Produktionsweise eine sehr angenehme Wärme mit sich bringt. Auf der B-Seite findet man die Tech-House-Nummer “Darkness“, welche schon auf Håkan’s Album “Soulroom” veröffentlich wurde. Jetzt aber nochmal frisch überarbeitet und erneut mit feinen Vocals von Coni versehen wurde. Der dritte Track im Bunde nennt sich “Hold Yourself” und rundet das ganze Paket ab. Auch hier wurden Vocals verarbeitet, die einen gewissen Funk durchschimmern lassen. Die Platte ist einwandfrei produziert und lässt funktional keine Wünsche offen. Wenn auch die A-Seite noch mit solch tollen Vocals gefüttert worden wäre, dann wäre auch diese eine echte Vokal-Deephouse-Perle!

Das Ganze ist auf Vinyl und digital erschienen und wäre ich nicht mit der Nase drauf gestoßen worden, hätte ich eine richtig gute EP an mir vorbeigehen lassen…

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Matthias Springer – Egomaniac Remixes (Dreiton – Free Download)

DN026Es ist doch immer wieder schön zu sehen dass sich diverse Künstler nicht zu schade sind ihre Sound den Zuhörern auch kostenlos zu überlassen, so nun ein mal mehr Matthias Springer, der nach dem Gletscher Release erneut interessante Remixer um sich sammelt um ein rundum deepes und abwechslungsreiches Release unter die Massen zu bringen. Das Original von “Egomaniac” geht betont tanzbar und housig ins Rennen, wobei die dubbigen Elemente nicht zu kurz kommen und auch die Liebhaber dezenter Acid-Spielereien auf ihre Kosten kommen werden. An der Remixfront stehen diesmal zum Einen alte Bekannte wie Lars Leonhard und Matteo Pitton, aber auch neue Bekannte wie Telly Quin und Label-Chef Frank Hellmond höchst selbst, die es alle schaffen eine enorme Deepness aber auch den ganz eigenen Stil in die jeweiligen Remixe zu transportieren ohne dabei das Original aus den Augen bzw. Ohren zu verlieren. Ein rundum gelungenes und zeitloses Paket zwischen Deephouse und Dubtechno, wie üblich zum kostenlosen Download auf Soundcloud, Bandcamp und natürlich der Dreiton Webseite. Achso zum guten Schluss gibt es noch einen Nachzügler-Remix von Substakt, der doch leichte Tendezen zu Basic-Channel mitbringt.

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Liss C. – LR6 (LC Series)

LC01Nach nun einigen einschlägigen Veröffentlichung des Wahl-Berliners Liss Casaro aka Liss C. auf Labels wie Elektrax, Refluxed oder Cromosom, bringt er sein eigenes kleines Label “LC-Series” an den Start und tummelt sich dort mit diversen Künstlern aus der näheren akustischen Umgebung. So gibt es nun auch das erste Vinyl namens “LR6” , erstmal etwas unspektakulär aber das bügelt der Sound gnadenlos glatt, denn es geht im gewohnt trockenem Techno-Stil mit ordentlich Hall direkt auf die Tanzfläche, und da wird erstmal ordentlich gestampft. Nicht minder kompromisslos wirkt dabei der Remix von Attemporal, der zudem noch leichte Acid-Tendenzen aufweist. Die B-Seite wirkt mit “AA+” wesentlich wärmer, hier fliegen direkt mal ein paar spacige Synthies durch die Gehörgänge, inklusive verzerrt, kranker Bassline die sich schräg in den Vordergrund drängt, das drückt einem direkt ein fieses Grinsen ins Gesicht. Ms. Sunshine durchzieht ihren Remix dann noch mit einem feinem Detroit-Charakter, etwas mehr Groove und schön gefilterten Chords, Gute-Laune-Techno der alten Schule.

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Sonodab – Nowhere EP (Supplement Facts)

6207057Guy Gerber beweist einmal mehr, dass er ein gutes Händchen in der Auswahl seiner Künstler hat und mit Sonodab betritt sicherlich kein unbekannter die Bühne, denn der gebürtige Spanier versteht es in seinen Werken problemlos den Bogen zwischen eingängigen House-Rhythmen und deepen Dub-Sounds zu spannen. „Acid Rhythm“ grooved dabei gemächlich vor sich hin, wobei sich ein dezentes Synth-Pad immer wieder vom Hintergrund in den Vordergrund schiebt und einen coolen Ping-Pong-Effekt erzeugt. „Ars Geotia“ chilled sich dann gediegen dubbig und reduziert durch die Gehörgänge, wohingegen „Freak“ sich eher in einem verspielten Deephouse-Bereich aufhält und den Hörer auf eine Reise durch zeitlosen Sound einlädt. „Bon Voyage“ geht im Vergleich zu den bisherigen Tracks fast schon steril paranoid zur Sache und entwickelt erst zur Mitte hin einen leicht warmen Charakter, fällt aber immer wieder in den minimalistisch verzweigten und leicht kranken Sound ab, für Abwechslung ist hier definitiv gesorgt.

 

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