Archive for the ‘ Detroit ’ Category

Marko Fürstenberg – Amethyst (Ornaments)

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Marko Fürstenberg braucht man wohl kaum noch vorstellen, auch ein Review dürfte fast überflüssig sein, denn Marko ist sicherlich einer der wenigen Künstler der konsequent hochqualitativen Sound im Bereich Deep/Dub-Techno abliefert, nicht zu letzt hat er die Szene in vergangenen Jahren maßgeblich mit gestaltet. Trotzdem ein paar Worte zur aktuellen Platte auf Ornaments, wie üblich nur auf Vinyl und ganz chic im Clear-Marble-Stil. 2 Tracks gibt es diesmal, “Dwights Warning” dabei gepflegt subtil im Aufbau mit weicher Kick und dezenter Bassline, schwingend auf den Dubchords, nach dem Break mit kurzer Piano-Einlage darf man dann der historischen Rede von Dwight D Eisenhower lauschen. “Saturday 14th” legt sich dann etwas treibender ins Zeug, vom Sound her auch wesentlich homogener im typisch verspielt zeitlosen Stil, definitiv wieder ein Sammlerstück, das man nicht verpassen sollte.

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Roberto – Contemplation Zone (Affin)

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Affin bewegt sich weiter auf dem neu eingeschlagenen Weg der eher dubbig, düsteren Techno-Klänge, so auch mit dem neuen Release von Roberto. Mit “Judah” stellt dieser auch direkt unter Beweis, dass er weiss wie der Hase läuft und schiebt dabei über trockene Kickdrums sehr perkussiv auf die Tanzfläche, was leicht an reduzierten Detroit-Sound erinnert. “Contemplation Zone” dann ähnlich strukturiert und metallisch klingend, unterlegt mit ein paar feinen Chord-Pads. “Kai Zen Dub” ist hier mein persönlicher Fav, aber gut ich mags auch lieber etwas ruhiger und tiefgängiger vom Sound, sehr schöner, und trotz der wenigen Elemente, fluffig wirkender Sound. “Morning Sun” gibt zum Schluss nochmal Gas und lässt sich auf den massiven Synthies ordentlich nach vorn treiben, gibt es allerdings leider schon zu Hauf, von daher kein Innovations-Preis, aber das Tanzbein zuck allemal.

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Expander & Thinkfreak – The End of the World (Soniculture)

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Grundsätzlich dachte ich das Thema Weltuntergang sei vom Tisch, nicht so für Expaner & Thinkfreak, die es auf ihrem Label Soniculture nochmals aufgreifen. Die Thematik ansich ist bei dem Sound egal, denn der hat es in sich. “Apocalypse” schiebt mit gefilterter Kick düster in die Beine und spult durch den subtil verdrehten Synth auch direkt ins Gehirn, das dürfte daher auf der Tanzfläche allein mit Strobo und Nebel am besten funktionieren. “Eschatology” geht da schon etwas fröhlicher zur Sache, drück aber nicht minder im Gesicht und greift dabei den aktuellen Dub-Tech-Vibe mittels liquider Synth-Chords auf. Zum guten Schluss mach “The World to come” noch einen Abstecher ins Offbeat-Metier, dunkel, bedrohlich und mit passend diabolischer Stimme die nebenbei erzählt was sie so von der Ganzen sache hält. Im Grunde alles nichts Neues, aber definitiv funktional, es darf getanzt werden.

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DML – Munique 2 (Broque)

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Nach dem ersten Ritt von DML durch die Münchner City, geht es diesmal in fünf weitere Stadtbezirke mit einer Ladung feinstem Dub-Sound , Techno und House. „Dreimühlen“ fließt dabei zeitlos durch die Gegend, mit verhaltenen Chords und dem im Hintergrund wobbelnden Bass wird eine nahezu perfekte Symbiose zwischen Spannung und Entspannung geschaffen. Im „Westend“ geht es dann schon einen Tick ruhiger zur Sache, wobei diverse Pads und kleine Acid-Spielerein zum verweilen einladen. „Oberföhring“ bringt uns dann klassisch aktuellen Dub-Tech-Sound mit fast monumentaler Tragweite, genau das richtige für die vernebelte Tanzfläche. In „Laim“ geht der Dub fast etwas verloren, wird dafür aber durch experimentelle LoFi-Synth Spielereien ersetzt und kommt dann in „Nymphenburg“ wieder zum Vorschein um in einem wunderschönen Ambient Epos zu münden. Für mich eines der aktuell besten Dub-Tech Releases.

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Matthias Springer – Body Spam (TicTacToe)

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Matthias Springer tümmelt sich in letzter Zeit auf diversen Labels, das auch immer mit sehr variierendem Sound, obwohl man doch immer einen gewissen Hang zum dubbig deepen erkennen kann. Entgegen sonstiger Releases ist “Body Spam“, gerade auf dem dänischen Label TicTacToe erschienen, cluborientiert und wesentlich tanzbarer, was allein schon die wuchtige Kickdrum aus macht, dazu gibt es ein paar reduzierte Percussions und raue Synth-Stabs,  im Grunde nichts all zu Besonderes, aber durchaus funktional. Wesentlich komplexer wirkt da schon der “Echo Mix” von Labelhead Patrick Bateman, der sich hier fröhlich an jeglichen Arten von Delays und Hall-Effekten zu schaffen macht, trotz der fast 10 Minuten Länge dabei aber keine Langeweile aufkommen lässt. Der eigentlich Main-Track sollte meiner Meinung nach dann schon “Lost Impact” sein, hier ist Herr Springer wohl auch eher in seinem Metier, eine umfassende detroitlastige Pad-Landschaft mit experimentellem Charakter und kräftigen Offbeats laden zum Schweben ein. Ebenfalls macht sein Alter-Ego-Remix eine sehr schöne Figur und repliziert den typisch abstrakten Dimbidub-Stil. In der Summe auf jeden Fall abwechslungreich und definitiv einen Hörer wert.

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Kano’s Untergrund: Eintakt Records / Berlin

Hallo Leute, zuerst möchte ich mich natürlich bei der Redaktion bedanken, die mir hier einen kleinen Platz für meine geistigen Ausdünstungen zugewiesen hat. In meiner kleinen Ecke hier möchte ich euch zukünftig gerade kleine, feine und den meisten wohl unbekannte Labels nahe bringen, von deren Künstlern und Musik sicherlich viele positiv überrascht sein werden und vermutlich auch hier und da der Aha-Effekt auftauchen wird, “ach von dem ist der Track”. Natürlich werde ich mich hier und da aber auch anderen Themen rund um die Musik widmen.

Ich selbst bewege mich nun auch schon seit fast 20 Jahren ausgiebig in der Szene und wenn ich mich über eines freuen kann, dann über die Digitalisierung des Musik-Biz. Auch wenn so oft die negativen Aspekte beweint werden, so wurde dadurch doch eine blühende Landschaft an neuen kleinen Labels geschaffen, deren Individualität und Detailverliebtheit von den Großen nur noch ansatzweise erreicht wird. Unumstritten gibt es natürlich auch sehr viel Müll im elektronischen Multiversum von missbrauchten Sample-Paketen bis zum Vertrieb-2-Go, und dennoch erscheinen immer wieder außergewöhnliche Labels, die ihr ganzes Herzblut in diese Arbeit stecken und trotzdem nur, mit viel Glück, irgendwo als Randnotiz enden. Diese independent Labels sind meist so independent , dass sie am Ende gar keiner bemerkt, weil die Künstler vielleicht zu unbekannt sind, das Budget für aufwendige Promo-Kampagnen oder namenhafte Remixer fehlt, wobei die meisten Releases das gar nicht nötig hätten. Dennoch kommt man heute anscheinend nicht wirklich weit, wenn nicht irgend ein bekannter Name in einer Veröffentlichung auftaucht, dessen Remix dann Schatten werfend über dem Release schwebt, obwohl die Originale vielleicht wesentlich besser sind, irgendwie ist das doch traurig.

Plastique_WEBGenau um diese kleinen Labels soll es hier gehen, im Untergrund aus Überzeugung und aus Liebe zur Musik. Das ist nicht einmal ein relativ junges Phänomen, selbst Labels die schon über Dekaden hinweg hochqualitative Musik in Umlauf bringen, sind in vielen Kreisen nur flüchtig bekannt, so wie z.B. das kleine Berliner Label “Eintakt” . 2001 von Markus Lang alias “Plastique” gegründet blickt man auf einen stattlichen Katalog von über 30 Vinyl-Veröffentlichungen und unzähligen digitalen Releases zurück. Persönlich begleitet mich der Eintakt Sound von Anfang an, dieser hat sich zwar stetig gewandelt, hat dabei aber immer seine Eigenständigkeit bewahrt, ohne sich auf etwaige Trends einzulassen. Housig deep, mit Tendenzen zum Techno, aber auch zum abstrakt Experimentellen  bietet Eintakt stets eine kleine Spielwiese für seine Künstler, die sich hauptsächlich lokaler bzw. regionaler Bekanntheit erfreuen. Das familiäre Bild des Labels wird dabei durch regelmäßige Veranstaltung in diversen Berliner Clubs abgerundet, hier lohnt sich ein Besuch definitiv immer, allein um das Eintakt-Gefühl einmal selbst zu erfahren. Auch wenn zuletzt die Auflösung des Labels zu Debatte stand, hat man die Kurve noch gekriegt und kann sich auf eine Menge neues musikalisches Material, gerade auf dem digitalen Sublabel “Rauhphaser” freuen.

Wichtigste Künstler:
Dub Taylor, Einklang Freier Frequenzen, Chris Air, Frank Hellmond, Nvelope, Neal White, Telly Quin, Bekeschus, Robert Templa

Im Web:
www.eintakt.de
www.facebook.com/eintakt
www.soundcloud.com/eintakt-records

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Nadja Lind & Paul Loraine – Making a Difference Remixes (Lucidflow)

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Die Kombination von Nadja Lind und Paul Loraine auf dem Berliner Label Lucidflow ist seit Beginn an Garant für feinen dubbigen Techhouse, sowohl chillig wie auch treiben zu gleich. So kommte „Making a Difference“ nun im Remix-Paket und verzückt verspielte Element wie auch Abwechslungsreichtum. Das Original selbst schon bekannt, dürfte die meisten Tanzflächen schon in die Tiefen des Grooves entführt haben, so legt nun auch Altmeister Funk D’Void Hand an und transformiert das Original in seinen typisch sonnigen Techhouse-Sound mit einer ordentlichen Portion funky Chords, perfect as usual. Ebenso drückt Labelchef Helmut Ebritsch dem Original seinen deepen Stempel auf und erschafft eine weit verzweigte flächeige Dublandschaft. Zum guten Schluss folgt der “Silicone Soul Hypnohouse Dub“ der durch seine subtile Monotonie gepaart mit ein paar Vocals, einem fluffig schwebend Bass und brillierenden Pianoklängen eben genau diesen Hypno-Effekt erzeugt. Absolutes Top-Paket.

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Nvelope – Chords & Scapes (Album / Eintakt)

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Der Berliner Produzent Nvelope präsentiert mit “Chords & Scapes” sein Album-Debüt auf Eintakt Records und macht dem Albumtitel dabei alle Ehre. Wer Nvelope von seinen Live-Auftritten her kennt weiss natürlich schon was man hier erwarten darf, auf diversen Techno und Housegrooves wird mit einer Menge an dubbigen Chord-Elementen und experimentellen Effekten umsich geworfen. Über insgesamt 11 Titel ertreckt sich eine weitreichende Soundlandschaft die zum gepflegten Abtanzen aber auch zum gedigenen Relaxen einlädt. Grundsätzlich ist der Sound sicherlich nichts Neues, zumal es ja gerade irgendwie zum Trend geworden ist fleißig Dub-Chords zu verbauen, Nvelope schafft es dabei jedoch eine ganz eigene Note zu entwickeln, wie z.B. in “Transmission” oder “Frequenzverkehr“, und sich durch die komplexen und zeitlosen Arrangements gemischt mit interessant eigenwilligen, fast schon abstrakten Elementen in den einzelnen Titeln von der Masse abzuheben. Absolutes “Must Have” für alle Dub-Tech Lieberhaber, aber auch Genre-Fremde werden hier sicherlich die ein oder andere Perle für sich entdecken. Zum Schluß bleibt nur Eines, der Worte sind genug gewechselt …

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Function – Incubation (Ostgut Ton)

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Der New Yorker David Sumner aka Function, nicht zu letzt bekannt durch Sandwell District, bringt sein Solo-Debut-Album auf Ostgut Ton, und allein die Kombination lässt schon viel erwarten. Insgesamt 9 Tracks führen durch das Album, welches einer Reise durch elektronische Gefilde gleicht und sich nur schwer einem bestimmten Stil zuordnen lässt, was natürlich am Ende immer für die Vielfältigkeit eines Künstlers steht. So startet das Album erst einmal mit einer ausgedehnten Listening-Landschaft, die melodische Parts mit Ambient mischt, bevor es in „Against the Wall“ dann doch direkt auf die Tanzfläche geht, ausgereifter BigRoom-Sound mit viel Hall und Acid. „Counterpoint“ trifft es dann auch irgendwie, denn hier geht es schon fast psychedlisch zu, wobei gerade die hohen Töne vielleicht einen Tick zu grell geraten sind, analog dazu bewegt sich auch „Inter“. Die restlichen Tracks wie z.B. „Incubation“ selbst oder „Voiceprint“ orientieren sich dann wieder eher am Dancefloor und kombinieren eine düstere Grundstimmung und hypnotische Monotonie mit diversen, verspielten und ausgiebig modellierten Soundeffekten. In der Summer sehr schönes, von verspielt bis treibend reichendes Album, das für jede Lebenssituation den passenden Track anbei hat.

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GEMA VR-Ö – Grundsätzliches, Podcasts & Webradios

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Die GEMA und die Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. (BVMV) sowie der Berufsverband Discjockey e.V. (BVD) haben die Verhandlungen über den Tarif VR-Ö abgeschlossen. Der Tarif regelt die Vervielfältigungen bzw. Kopien von Musikwerken aus dem GEMA-Repertoire, die zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe hergestellt werden. Die ab 01.April 2013 kommenden Tarife für DJs stehen damit fest, wobei wir uns vom eigentlichen Thema, des für eine Zahlungspflicht ursächlichen Kopiervorgangs eines einzelnen Titels, abwenden und eher zwei grundlegenderen Fragen widmen möchten.

Am Anfang steht grundsätzlich erst einmal die Frage, ist ein Titel überhaupt von der GEMA geschützt, denn nur dann kann überhaupt eine Zahlungspflicht für diesen Titel entstehen. Dazu muss man im Grunde “nur” herausfinden ob der jeweilig urhebende Künstler, im Folgenden Produzent genannt, des gesuchten Titels selbst, oder sein Verlag (hier kann man eigentlich davon ausgehen), Mitglied der GEMA oder einer ihrer Schwestergesellschaften im Ausland ist. Bei insgesamt 73 Gegenseitigkeitsverträgen, die die GEMA mit anderen Verwertungsgesellschaften getroffen hat, dürfte jedoch so ziemlich die ganze Welt abgedeckt sein. Im Umkehrschluss ist ein Titel daher als ungeschützt zu betrachten, wenn der Produzent des Titels kein Mitglied der GEMA oder einer anderen etwaigen Verwertungsgesellschaft ist. In der Folge muss somit für diese Titel auch Nichts gezahlt werden. Komplizierter wird es dann schon wenn bei der Produktion eines Titels mehrere Personen mitgewirkt haben, üblicher Weise wird das bei Kooperationen, Features und natürlich Remixen der Fall sein. Um die Zahlungspflicht auszulösen reicht es bereits, dass einer der Mitwirkenden GEMA-Mitglied ist. Das erschwert die Suche nach dem heiligen Gral, gerade bei den im Bereich der elektronischen Musik üblichen Remix-Fluten, natürlich ungemein.

Für die  DJs ergibt sich daher die nahezu unlösbare Aufgabe herauszubekommen welche der Produzenten, deren Titel sich in der eigenen Musiksammlung befinden, Mitglied der GEMA oder einer anderen der unzähligen Verwertungsgesellschaften sind. Wie genau das in Zukunft auch praktisch aussehen soll ist bisher noch nicht wirklich geklärt, wobei laut GEMA sich der DJ selbst nicht darum kümmern muss ?!? Aus unserer Sicht stehen hier in erster Linie die Produzenten, Labels und Verlage in der Bringpflicht den Konsumenten ihrer Tracks diese Informationen zukommen zu lassen. Wir können uns ebenso gut vorstellen, dass die jeweiligen Download-Portale und Promo-Anbieter (sofern diese nicht bereits selbst die Lizenz gezahlt haben) diese Informationen direkt mit jedem Titel ausliefern, bzw. diese sichtlich markieren, ob das jedoch thematisiert wird werden wir wohl erst in den nächsten Monaten erfahren. An dieser Stelle noch eine nicht unerhebliche Anmerkung, Produzenten die GEMA-Mitglied sind und parallel dazu ihre eigenen, durch die GEMA-Mitgliedschaft automatisch geschützten Titel öffentlich spielen, müssen hierfür ebenfalls zahlen, auch wenn sie faktisch Urheber des Titels sind.

Kommen wir also zum zweiten, noch unerfreulicheren Punkt, und die meisten werden es sicherlich auch schon befürchtet haben, zumal es gerade für die unliebsam genannten “Bedroom-DJs” nicht gut ausgehen wird. In der digitalen Welt sind Podcasts und Live-Streams, Audio wie auch Video, an der Tagesordnung, aber leider nicht von der Zahlungspflicht der GEMA ausgenommen. Grundsätzlich muss jeder, der seine Mixe öffentlich zur Verfügung stellt und dabei GEMA geschütztes Material spielt auch dafür zahlen. Es ist dabei unerheblich wie viel, bzw. ob überhaupt Zuhörer erreicht werden, allein das öffentliche Anbieten und die Möglichkeit, dass es andere anhören können reicht aus um die Zahlungspflicht auszulösen. Glück im Unglück für die DJs, die sich ausschließlich aufs Radio begrenzen, hier wird bereits durch den jeweiligen Sender die Lizenzgebühr abgeführt, das gilt ebenso für die Mix-Archive des Senders (Live-Mitschnitte). Ebenso werden die  so genannten Private-Modes nicht von der GEMA abgedeckt, wie es z.B. auf Soundcloud angeboten wird, bei denen man nur bestimmten Personen das Recht zum hören einräumt, der Mix selbst für die Öffentlichkeit allerdings nicht sichtbar/hörbar ist. Inwieweit das das Ruder noch herumreist bleibt natürlich fraglich. Für DJs die selbst keinen Verdienst durch ihr Auflegen haben, wird sich am Ende allein die Frage stellen, ob es überhaupt noch Sinn macht dieses Hobby weiter zu verfolgen.

Zum Thema wann genau tatsächlich für einen GEMA geschützten Titel zu zahlen ist, gibt es einen weiterführenden Artikel auf der De:Bug Webseite (http://de-bug.de/medien/archives/welche-djs-mussen-gema-zahlen.html), den man sich dringend mal zu Gemüte führen sollte. Eines wollen wir noch vorweg nehmen, es lebe das Vinyl, denn wer ausschließlich mit dem schwarzen Gold arbeitet, der ist mal ganz fein raus ;-) und wer seine, bereits vor dem 01.04.2013, umfangreiche Musiksammlung lizenzieren möchte kann diese, kulanter Weise bis, 31.12.2013 für einen Pauschbetrag von 125€ bei der GEMA anmelden. Alle neuen Titel werden direkt und pauschal nach Anzahl (keine ID Tracklisten) mit 0,13€ abgerechnet, entgegen etwaiger Gerüchte allerdings zum Glück nur einmalig und nicht jedes Jahr aufs Neue, sofern die Titel rein physisch auf der Platte bleiben wo sie sind.

Ein offizielles FAQ zum VR-Ö mit einer Menge an interessanten Infos könnt ihr hier HERUNTERLADEN

Alle Klarheiten beseitigt?

Hier noch die wichtigsten Fakten zum VR-Ö direkt von der GEMA (Pressemitteilung vom 14.03.2013):

Der Tarif VR-Ö regelt die Vervielfältigung zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe von kopierten Musikwerken z. B. im Bereich Einzelhandel, Gastronomie, Clubs, Diskotheken. Die Lizenzierung erfolgt bei demjenigen, der für die Vervielfältigung verantwortlich ist, also bei demjenigen, der diese auch selbst vornimmt oder diese beauftragt.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Vergütung: Die Vergütung beträgt 0,13 EUR je Musikwerk, das zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe vervielfältigt wird. Vervielfältigungen (Kopien), die einmal ordnungsgemäß lizenziert wurden, können zeitlich unbegrenzt für die öffentliche Wiedergabe genutzt werden.
  • Bestehende Musikdatenbank: Vervielfältigungen, die vor dem 1.4.2013 vorgenommen wurden, können nachträglich über einen einmaligen Pauschalbetrag in Höhe von 125,00 EUR netto für alle Musikdateien lizenziert werden, sofern dieses bis zum 31.12.2013 erfolgt.
  • Sicherungskopien: Die Herstellung von Back-ups ist nicht vergütungspflichtig. Erst wenn die Sicherungskopie zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe aktiviert wird, ist diese einmalig in Höhe von pauschal EUR 125,- (oder als Einzellizenz 0,13 EUR je Musikwerk) zu vergüten. Gleiches gilt für das Überspielen einer Musikdatenbank von einem Datenträger auf einen anderen.
  • Gesamtvertragsnachlass: Die Mitglieder von Organisationen, mit denen die GEMA einen Gesamtvertrag für diesen Tarif geschlossen hat, erhalten einen Gesamtvertragsnachlass in Höhe von 20%.

Bitte beachten Sie den umfassenden Fragenkatalog zum Tarif VR-Ö unter www.gema.de/vroe – Für Fragen rund um VR-Ö bietet die GEMA interessierten Nutzern eine Service-Hotline an. Ab 18.03.2013 bis 22.03.2013 steht montags bis freitags von 15:00 – 17:00 Uhr ein Tarifexperte zur Verfügung unter Telefon: 0800 440 8000

 

 

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M. Weber – Belsebub (Bigger Deer)

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Ja die Briten fischen wieder in deutschen Gewässern, was ja im Dub-Techno-Bereich durchaus Sinn macht, und hier wurde der Freiburger Newcomer Manu M. Weber an Land gezogen, es hat sich definitiv gelohnt. Es gibt insgesamt 3 Tracks feinsten State of the Art Technos auf die Ohren, natürlich wie angekündigt mit einer ordentlichen Portion knackiger Dub-Chords im LoFi-Stil, so wie es sich gehört. Genau das richtige Material für düstere Morgenstunden im Club, einzig das Vocal in „Belsebub“ ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber dafür werden ja noch die beiden Remixe gereicht, die glücklicher Wiese gänzlich darauf verzichten, stilistisch aber vollkommen ins Programm passen. In der Summe sehr solides und aussagekräftiges Release an dem man nur schwer vorbei kommt wenn man sich in den dunklen Ecken des Dub-Technos wohl fühlt, von daher sicherlich ein neuer Künstler den es zu beobachten lohnt.

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Polizeistaat Soundcloud und der Patriot-Act für Musik

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Um es kurz vorweg zu nehmen, da diese Diskussion bereits nach der Veröffentlichung auf Neon.de aufkam: Dieser Text zielt in erster Linie auf die Sicht der jenigen ab, die Musik auf Soundcloud bereitstellen und verbreiten möchten, sprich Produzenten, Labels, Promo-Anbieter etc … nur indirekt betrifft es die eigentlichen Hörer, i.e. Endverbraucher, nur falls sich jemand an der Phrase “es gäbe keine adäquate Alternative” stören sollte. Gerade im reinen Listening-Bereich gibt es diese natürlich en masse.

Die Frage “wer nutzt alles Soundcloud?” zu beantworten dauert sicherlich länger als sich der Frage “wer nutzt es nicht?” anzunehmen , was allein daraus resultiert, dass es keine wirklich adäquate Alternative gibt und SC damit quasi ein Monopol inne hat. Zu was sich jedoch Monopole in der Regel entwickeln zeigt die Vergangenheit zweifellos und da macht auch SC keine Ausnahme.

In letzter Zeit hört man im direkten Kontakt mit Bekannten, dass diese das Verhalten von SC gegenüber den zahlenden Kunden nur noch als frustrierend empfinden, denn hier findet anscheinden eine förmliche Unterjochung statt die jeden unter Generalverdacht stellt. Mit der gezielten Bekämpfung von Spam, so die offizielle Begründung, hat das jedoch nichts mehr zu tun, eher kommt es einer zufallsgenerierten Bekämpfung gleich. Teilweise werden Nutzern diverse Funktionen für Monate gesperrt und mit seltsamen Floskeln abgehandelt, die jeder Grundlage entbehren. “Sie haben in den letzten 24h ihre Sounds in mehr als 75 Gruppen gepostet” … ja wozu nutzt man Soundcloud denn, doch genau dafür, das verbreiten der “eigenen” Sounds! Allein als Webspace zum Uploaden und hosten von Daten sind bis zu 500€ im Jahr dann doch etwas zu viel. Man schießt hier definitiv um Lichtjahre über das Ziel hinaus und restriktiert genau die Funktionen, die den Grundstein dafür legen sich bei SC anzumelden und diese Plattform zu nutzen.

“Sie folgen zu vielen neuen Accounts in einer zu kurzen Zeit” , ja gut bei der Menge an Musik die einem vielleicht gefällt ist man doch gern Up-to-date was neue Künstler anbelangt, was bitte soll also der Scheiss? “Dein Like/Repost-Verhalten kommt uns etwas seltsam vor” , aha wie soll es denn unseltsam aussehen, da kommt einem doch eher das Verhalten von SC mehr als nur “etwas” seltsam vor! Die Funktion hätte man sich dann auch getrost sparen können, den genau hier geht auch der Angriff auf die “normalen” reinen Listening-Nutzer los, die quasi nur am hören neuer Sounds interessiert sind und auch zeigen wollen was ihnen gefällt.

Was hier abläuft ist reine Schikane und ein ordentlicher Tritt in den Allerwertesten der eigenen zahlenden Basis, was an sich schon dämlich ist, man sollte nie die Hand beißen die einen füttert, denn wo wäre SC jetzt ohne genau diese Leute? Die Unfähigkeit ordentliche Algorithmen zu entwickeln um Urheberrechtsverletzungen (so werden z.B. neu produzierte Tracks auf Grund von Urheberrechtsverletzungen einfach nicht frei geschaltet, wie auch immer das gehen soll, selbst wenn der Track gerade frisch aus CuBase rausgeflutscht ist) oder Spam zu unterbinden mündet in einer pauschalisierten Verurteilung und Blockierung von Allem was nur irgendwie, möglicherweise, eventuell den Anschein hat irgendetwas zu sein … woher kennen wir das denn?

 In diesem Sinne, lasst euch das nicht gefallen … Programmierer und Investoren dieser Welt, es wird Zeit eine Alternative zu schaffen, und Eines verspreche ich, an Zulauf von neuen Nutzern wird es definitiv nicht mangeln !!!

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Contra-Beatport-Feature #001 : Legowelt

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Nachdem ich mich ja auch ab und zu durch die Beatport-Features (die gaaanz großen mit dem Porno-Banner) klicke und mir des öfteren denke, wie kann das sein … an der Musik kann es offenhörig nicht liegen, von daher macht es doch Sinn mal meine jeweilige Gegendarstellung zu schreiben. Los gehts mit der neuen “Star Gazing EP” von Legowelt, die zum einen als Deephouse deklariert wird, als Feature dann aber unter Techno zu finden ist, naja gut zum Genre-Wahnsinn auf BP brauch man glaub ich eh nichts mehr sagen. Persönlich bin ich schon irgendwie ein Legowelt-Fan, besonders der älteren Sachen, erinnere man sich an den feinen Remix für Johannes Heil, lang nichts mehr von gehört, daher mal drauf gedrückt und reinhgehört. “Star Gazing” ist schonmal sehr verwirrendes Material was vermutlich mit künstlerischer Freiheit und kreativem Experimentalismus gerechtfertigt wird. Broken-Beats, Unmengen an Synthies die irgendwie alle machen was sie wollen, Solo vielleicht sogar eine Harmonie erkennen lassen, dazu noch strange Pausen mit Sirenen und ein paar Vocals, naja die ruhigeren Stellen sind teilweise sogar annehmbar, ansonsten aber einfach nur stressiger Sound ohne Ästhetik. “Visions in my Mind” eigentlich der einzig verwertbare Track mit leichtem Indie-Disco-Einfluss, sicher auch Geschmacksache, aber zumindest problemlos hörbar. Zum guten Schluss “Wayfaring Stranger” , hier lässt zumindest der Name keine Wünsche offen, ansonsten oldschooliger Acid-Rave-Sound mit moderner Wärme, hat irgendwie was, aber irgendwie auch wieder nicht.  Legowelt auf dem großen Banner sieht halt besser aus als DJ Hugendubel … in diesem Sinne, bis zum nächsten mal. (MFS)

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Fingers in the Noise – CTRL+N (Kosmo Netlabel Free Download)

artworks-000039320367-q0zwpk-originalWer von Dub Techno und Ambient spricht, aber Fingers in the Noise nicht kennt, sollte definitiv das Genre wechseln, denn der Kollege ist im kommerziellen wie auch im Creative Commons Bereich mehr als nur umtriebig, und das immer auf einem hohen qualitativen Niveau. Zu unserer Freude gibt es daher die neueste Veröffentlichung zum kostenlosen Download auf Kosmo. “CTRL+N” nennt sich das Ganze, geteilt in drei Teile sprich drei einzelne Tracks, wobei “Part I” noch am ehesten Tanzpotential aufzeigt, während “Part II” und “Part III” zielstrebig in den Ambient und Listening-Bereich abtauchen. Generell ist das Release wie üblich mit fein modellierten Dub-Sounds und epischen Soundlandschaften durchzogen, viel Noise, Hall, Delay und sonstige feine Effekte mach dabei den typischen warmen FITN Klang aus und werden sicherlich jedem Genre-Liebhaber eine sehr angenehme Reise in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus bereiten.

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Håkan Ludvigson – Style EP (PurePureMusic)

HakanLudvigson_StyleEPMir ist vor ein paar Tagen eine Platte in die Hände gefallen, die mittlerweile schon eine Zeit lang auf dem Markt ist; aber sowas von genial produziert, dass ich es für wichtig halte, diese hier kurz vorzustellen.

Mit 27 war Håkan Ludvigson nicht nur Producer, Songwriter und DJ, sondern auch Label-Owner von “Substream”. Und vor einiger Zeit veröffentlicht er auf PurePureMusic die “Style EP“. Und die ist sehr stylisch. Auf der A-Seite findet man das instrumentale Stück “Style“. Dabei handelt es sich um ruhigen melodischen Deephouse-Track, der durch die analoge Produktionsweise eine sehr angenehme Wärme mit sich bringt. Auf der B-Seite findet man die Tech-House-Nummer “Darkness“, welche schon auf Håkan’s Album “Soulroom” veröffentlich wurde. Jetzt aber nochmal frisch überarbeitet und erneut mit feinen Vocals von Coni versehen wurde. Der dritte Track im Bunde nennt sich “Hold Yourself” und rundet das ganze Paket ab. Auch hier wurden Vocals verarbeitet, die einen gewissen Funk durchschimmern lassen. Die Platte ist einwandfrei produziert und lässt funktional keine Wünsche offen. Wenn auch die A-Seite noch mit solch tollen Vocals gefüttert worden wäre, dann wäre auch diese eine echte Vokal-Deephouse-Perle!

Das Ganze ist auf Vinyl und digital erschienen und wäre ich nicht mit der Nase drauf gestoßen worden, hätte ich eine richtig gute EP an mir vorbeigehen lassen…

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Matthias Springer – Egomaniac Remixes (Dreiton – Free Download)

DN026Es ist doch immer wieder schön zu sehen dass sich diverse Künstler nicht zu schade sind ihre Sound den Zuhörern auch kostenlos zu überlassen, so nun ein mal mehr Matthias Springer, der nach dem Gletscher Release erneut interessante Remixer um sich sammelt um ein rundum deepes und abwechslungsreiches Release unter die Massen zu bringen. Das Original von “Egomaniac” geht betont tanzbar und housig ins Rennen, wobei die dubbigen Elemente nicht zu kurz kommen und auch die Liebhaber dezenter Acid-Spielereien auf ihre Kosten kommen werden. An der Remixfront stehen diesmal zum Einen alte Bekannte wie Lars Leonhard und Matteo Pitton, aber auch neue Bekannte wie Telly Quin und Label-Chef Frank Hellmond höchst selbst, die es alle schaffen eine enorme Deepness aber auch den ganz eigenen Stil in die jeweiligen Remixe zu transportieren ohne dabei das Original aus den Augen bzw. Ohren zu verlieren. Ein rundum gelungenes und zeitloses Paket zwischen Deephouse und Dubtechno, wie üblich zum kostenlosen Download auf Soundcloud, Bandcamp und natürlich der Dreiton Webseite. Achso zum guten Schluss gibt es noch einen Nachzügler-Remix von Substakt, der doch leichte Tendezen zu Basic-Channel mitbringt.

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Liss C. – LR6 (LC Series)

LC01Nach nun einigen einschlägigen Veröffentlichung des Wahl-Berliners Liss Casaro aka Liss C. auf Labels wie Elektrax, Refluxed oder Cromosom, bringt er sein eigenes kleines Label “LC-Series” an den Start und tummelt sich dort mit diversen Künstlern aus der näheren akustischen Umgebung. So gibt es nun auch das erste Vinyl namens “LR6” , erstmal etwas unspektakulär aber das bügelt der Sound gnadenlos glatt, denn es geht im gewohnt trockenem Techno-Stil mit ordentlich Hall direkt auf die Tanzfläche, und da wird erstmal ordentlich gestampft. Nicht minder kompromisslos wirkt dabei der Remix von Attemporal, der zudem noch leichte Acid-Tendenzen aufweist. Die B-Seite wirkt mit “AA+” wesentlich wärmer, hier fliegen direkt mal ein paar spacige Synthies durch die Gehörgänge, inklusive verzerrt, kranker Bassline die sich schräg in den Vordergrund drängt, das drückt einem direkt ein fieses Grinsen ins Gesicht. Ms. Sunshine durchzieht ihren Remix dann noch mit einem feinem Detroit-Charakter, etwas mehr Groove und schön gefilterten Chords, Gute-Laune-Techno der alten Schule.

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Nina Kraviz – Steve Rachmad & Kink Remixes (Rekids)

Eines der diesjährigen Highlights war sicherlich Ninas „Ghetto Kraviz“ und wer würde sich da für ein Remixprojekt nicht besser anbieten als Altmeister Steve Rachmad der das Original direkt in zwei neuen Interpretationen abliefert. Im „Jack Mix“ geht es erstmal trocken stampfig zur Sache, dazu wird das Vocal im Fordergrund durch die Gegend geschickt bis im Break die Synth-Pads einsetzen und Gänsehaut erzeugen, subtiler Techno mit Detroit-Flavour. In der „Scorp Interpretation“ geht es wesentlich verspulter zu Sache und allein der verpeilte Synthie erinnert schon an gute alte Zeiten in denen man im Club lediglich Strobo und Nebel benötigte um glücklich zu sein. „Love or Go“ wird zum guten Schluss noch von Kink remixed und dabei wird es noch mal schön groovig deep, wobei der sich hochziehende Synth leicht psychotisch wirkt, perfekt für die Afterhour um dem Feiervolk den Rest zu geben.

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Mike Wall – Maidmoselle (Tic Tac Toe)

Mike Wall gibt sein Debut auf dem dänischen Label TicTacToe und erzeugt dabei mit seinem Track “Maidmoselle” eine beklemmende technoide Wirkung, die durch die im Hintergrund schwingende, leicht gequält wirkende Stimme zudem noch eine interessante psychotische Tendenz erhält. Passend zur Stimmung auch die geisterhaft wirkenden Piano-Chords, vermutlich nicht jedermanns Geschmack, aber mit Sicherheit mal was Anderes. Markus Suckut geht in seinem Remix dann gewohnt reduziert ans Werk und etabliert einen trockenen und eingängigen Groove, der sicherlich als optimaler Lückenfüller am besten einzusetzen ist. “Insane” wird dann sehr Dancefloor-kompatibel im aktuell düsteren Dub-Techno-Stil, wie man es zur Zeit an fast jeder Ecke hören kann, ohne Frage natürlich solide produziert und wirkungsvoll arrangiert. Der Leghau Remix bekommt dann noch einen leichten Techhouse-Drive und etwas mehr Dynamik in der Zusammenstellung, von daher ein gutes Komplement zum Original, für jede Zeit der Nacht das Richtige dabei!

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Seph – AM 02 (Aula Magna)

Nach dem erfolgreichen Start von Aula Magna kommt mit Seph auf dem zweiten Release sicherlich kein unbekannter daher und dieser strotzt nur so vor Energie. “Temporaria” startet mit schönen Offbeats zum üblichen 4/4 Takt, dazu noch einpaar schön verschraubte Chords und minimalistische Hihats treiben den Dubliebhabern das Grinsen ins Gesicht. In “Reflejo“  geht es dann ein wenig fordernder zur Sache wobei hier der Fokus auf den Filterspielereien mit den diversen Echo-Effekten liegt. “Navi” hingegen fast schon chillig im Downtempo angesiedelt, schöne Pads und eine leicht verspielte Bassprogrammierung tragen zum gediegenen Lauschen bei. In “Zoom” gibt Seph dann nochmal seine Affinität zu den gebrochenen Beats preis und als Digi-Bonus gibt es noch einen detroitlastig verspulten Afterhour-Track der ebenfalls den Breaks fröhnt, was will man mehr?

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