Archive for the ‘ Detroit ’ Category

Volunteer – The Ocean is broken (Deeptakt)

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Das noch junge DubTechno Label Deeptakt importiert mit Volunteer das neueste Release aus UK und legt mit den vier Titeln unter “The Ocean is broken” einen ordentlichen Zahn an Temperament zu. “My Guilt” vergreift sich dabei an einer ausgedehnten Ladung von Verzerrungen und Filterspielerein die sich durch den Gehörgang fräsen. “My Powerlessness” dann im eher klassischen Dubtechno-Gewandt, zeitloser und subtil verschachtelter Sound. “My Sorrow” wirkt sehr angenehm und detailverliebt, mit walähnlichen Gesängen im Background und einer weichen Soundlandschaft auf gebrochenen Beats im Vordergrund. “My Emptieness” zum Abschluss sehr chillig, quasi der perfekte Track zum Ausklang einer durchfeierten Nacht. Die ganze EP birgt förmlich eine kleine Geschichte insich die man unbedingt mal zu den eigenen Ohren führen sollte.

Blurb: “Inspired by Newcastle yachtsman Ivan Macfadyen and his first-hand account how Pacific Ocean has changed. It touched my soul and made me feel guilty, because I have been taking a part in the greatest act of destruction. Powerlessness and sorrow have filled my soul as it was out of my hands to somehow change the path we have chosen as humanity. We must understand that to survive in long run we must share our home with those who have been here for way longer than us and we are unimaginably dependent on them. Knowing that our world will not be the same world we inherited, when most what we take for granted would be long gone and only emptiness would persevere.

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youAND: THEMACHINES – Behind LP Reshaped (Ornaments)

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Knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung des Albums “Behind” von youAND:THEMACHINES steht das umfangreiche Remix-Paket in den Startlöchern, welches allein schon durch Präsentation und Layout die Herzen der Sammler höher schlagen lassen wird. Musikalisch braucht sich das Release natürlich auch nicht verstecken, denn das Label Ornaments steht seit Anbeginn für qualitativ hochwertigen Sound und gekonnte Auswahl der Künstler. So tummelt sich auf der Remix LP auch eine Auswahl an Künstlern die unterschiedlichste Interpretationen der Originale beisteuern, die man wohl kaum direkt in ein bestimmtes Genre packen kann. Steve Bug verwandelt “Drift” dabei in einen schön verspielten, deepen Housetrack der sich an den Original-Vocals entlang hangelt, Legowelt packt “Domain Specific” hingegen in einen treibenden Technoumhang mit leicht psychotischen Elementen und The Analog Roland Orchestra landet mit dem Remix von “Desire” punktgenau im chilligen Downtempo-Bereich. Daneben reihen sich u.a. noch Brothers Vibe, Basic Soul Unit, Boo Williams, Sascha Dive, Marko Fürstenberg & Luke Hess und viele mehr an der Remixfront ein, was man in Worten kaum beschreiben kann und daher lieber gleich hören sollte. Für Abwechslungs ist also definitiv gesorgt und auch diesmal wird es ein ausschließlich physisches Release bleiben, erhältlich als 3×12″ LP, limitiert auf 300 Stück und der Nostalgie zu Liebe auch als gutes altes Tape mit 150 Exemplaren. Jedes natürlich als Einzelstück mit speziellem Design des Artworks und natürlich dem fortlaufenden Stempel. Ein solches Gesamtpaket verdient daher natürlich das Tonreport-Prädikat “Äußersts Hörenswert” , also beeilen und schnell ein Exemplar sichern!

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Mathias Woot – Frostmourne EP (Ear to Ground)

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Der Argentinier Mathias Woot gibt sein Debüt auf Ear to Ground und das mit einer ordentlichen Ladung Druck, der ungeschönt und trocken auf die Tanzfläche schiebt. “MWD” loopt sich effizient und minimalistisch den Weg in die Hüfte und lebt dabei von nur kleinen Veränderungen und Spielerein. Im Remix von Rebekah kommt dann etwas mehr Bewegung durch diverse Shuffles in den Track, kann an die Energie des Originals jedoch nicht ganz anknüpfen. “SWD” bedient sich dann an aktuell modernen Dub-Tech-Elementen und zieht somit diverse Lo-Fi-Pads durch die Effektschleifen, nichts wirklich besonderes, aber qualitativ auf hohem Niveau. Psyk transformiert das ganz dann noch in eine trockene “Dubbed Out Version“, schönes funktionales Tool.

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V.A. – Landscapes Vol.1 (Eintakt)

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Das Berliner Label Eintakt stellt mit “Landscapes” sein neues Konzept in Sachen Compilation bzw. Sampler vor, die sich hauptsächlich auf organisch weichen Sound beziehen, was natürlich schlüssig in einer sehr deepen Akustik münden soll. Die erste Ausgabe steht nun in den digitalen Startlöchern und einige der Künstler wie z.B Bendejo und Telly Quin kennt man bereits von vorherigen Eintakt-Veröffentlichungen, aber es gibt auch einige ineressante Neuzugänge wie z.B. Michal Wolski und Shebuzzz, der bereits von DimbiDeep Music bekannt sein dürfte. Klanglich spielt sich alles im sehr zeitlosen, dubbigen Bereich ab, weit verzweigte Soundlandschaften und Effektspielerein prägen dieses Gesamtkunstwerk in einer Art Verschmelzung von House und Techno. Hört man alle Tracks am Stück hat man quasi die perfekte Afterhour parat und man bekommt Hunger auf die nächsten Episoden.

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Heiko Laux – K-Remixes Single Two (Kanzleramt)

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Kanzleramt feiert den 20.Geburtstag und dem ein oder anderen wird das Label sicherlich auch noch etwas sagen, zumal es eine Zeit gab in der Kanzleramt in aller Ohren war und für innovative elektronische Musik stand. In den letzten Jahren musste ich das zumindest für meinen Teil etwas vermissen und zum Geburtstag dann noch einmal die guten alten Kamellen zu veröffentlichen macht dabei durchaus Sinn. Nachdem im ersten Paket u.a. “Subway” von Richard Bartz und “Palm Cove” von Offshore Funk durch den Remixwolf gedreht wurden, dürfen es im zweiten Teil nun die Klassiker vom Labelchef Heiko Laux höchst selbst dran glauben. “Hangin‘” wird gekonnt von STERAC (Steve Rachmad) verdreht, verzwirbelt und in eine treibendes Peaktime- Monster verwandelt. Dazu gibt es direkt noch eine zweite, schön elektronisch düstere Version. Rod widmet sich dann dem guten alten “Silent Bass” , einmal im detroitigen Fluffy-Gewandt, minimalistisch und mit seichten Flächen, und zum Zweiten dann quasi nochmal fast genauso, allerdings mit einem schön verspielten Syth-Bass im Vordergrund. Wem diese Tracks nichts sagen, sollte sich dringends mal nach den Originalen umhören, an den Remixen wird man so oder so seine Freude haben. (Na doch nicht so negativ wie es die ersten paar Sätzen haben vermuten lassen ;-)

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Tonreportcast #004 gemischt von Liquid Sky

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Wir schreiten voran in unserer Kooperation mit electrosound.tv und begrüßen diesmal den Berliner Liquid Sky, der nach dem letzten gediegeneren Mix, das Tempo wieder ordentlich anzieht und den Subwoofer zum beben bringt. Neben seiner regulären Show auf electrosound.tv (alle zwei Wochen Dienstag Abend) ist Liquid Sky zudem auch Labelchef von “Filtered Visions” , was sicherlich einigen von euch bekannt sein dürfte, denn auch hier gibt es ordentlich Dampf auf die Ohren. Viel Spass !

The Analog Roland Orchestra – Pattern 3/4 (Rotary Cocktail)

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Lange erwartet, nach den ersten zwei Live-Takes gibt es nun endlich auch Pattern Three und Four. Hinter dem Analog Roland Orchestra (TARO) verbigt sich der Berliner Michal Matlak, quasi eine One-Man-Band die den eigenen Sound ausschließlich aus diversen Klassikern der Synth- und Drummachine-Geschichte generiert. Wenn es hier “Live” heist, dann ist auch wirklich live angesagt und nicht nur der Name des evtl. auf einem Rechner installierten Programms gemeint. So nun auch die beiden neuen Stücke die an gute alte Chicago-House-Zeiten erinnern und gepflegt in die Beine grooven. Beide Tracks wurden direkt als Live-Jam aufgenommen und bringen somit ein essentielles Live-Gefühl mit sich, basierend auf 707, 101, Juno 6 und schöne Flächen direkt aus dem Alpha Juno 1. Im Grunde braucht man dazu nicht all zuviel sagen, man sollte es sowohl selbst hören wie auch sehen! Das Vinyl gibt es bereits im Presale, die offizielle Veröffentlichung auf Rotary Cocktail wird Ende März 2014 sein.

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TARO ON THE WEB

Structures Vol.31 (Naked Lunch)

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Naked Lunch präsentiert mit “Structures Vol.31” die nächste Inhouse-Compilation, die sich definitiv gewaschen hat. Es gibt facettenreichen Techno vom aller Feinsten. Von düster treibend, über dubbig minimalistisch bis zum electrolastigen Dancefloor-Killer ist alles dabei. Unter anderem findet ihr hier exklusive Tracks von Audiomotor, Dennis Slim, Strobetech, Heilo Bitnik und vielen mehr. Für jeden Peaktime-DJ ist hier was am Start, eine Compilation die man sich definitiv nicht entgehen lassen sollte.

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Tonreportcast #002 gemischt von Acoustic Resource

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In Zusammenarbeit mit dem online TV-Sender für technoide Klänge “electrosound.tv” haben wir für unseren zweiten Podcast einen der treibenden Köpfe hinter dem Projekt gewonnen, Acoustic Resource bietet in seiner wöchentlichen Show “Underground Basement” , seinem Namen entsprechend, eine Vielfalt aus dem breiten Spektrum des Techno, von dunkel düster, über tribalig treibend bis zu guten alten Klassikern und Retrosounds. Daneben treibt er als DJ sein Unwesen auch in diversen Clubs seiner Münchner Wahlheimat, wem das zu weit zum Fahren ist, einfach immer Dienstags ab 18 Uhr auf electrosound.tv einschalten, in Bild und Ton natürlich. Der Worte sind genug gewechselt, lassen wir die Musik sprechen.

Mod.Civil – Opto Watts EP (Ornaments)

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Ornaments bringt das nächste Release in gewohnt farbiger Vinyl-Sammel-Edition diesmal mit Mod.Civil der insgesamt vier tief trocken und verspielte Tracks abliefert. “Opto Watts” wirkt dabei schön funky und rollend, versprüht eine gewisse Leichtigkeit im Sound, aber auch eine kleine Hand voll verquerten Klängen. “Loop” macht seinem Namen ganze Ehre, grooved und shuffelt sich gediegen über die Tanzfläche, ein Track den man tatsächlich problemlos über Stunden hören könnte, ohne genervt zu sein. Ein Synth der etwas gewöhnugsbedürftig ist, kombiniert mit den klassischen 808-Elementen erwartet einen in der “808 Session Part 1“, zusammen mit der bauchigen Bassline auf jeden Fall sehr interessant. “Sunbeam” zum guten Schluss dann wieder sehr verspielt mit einer Fülle an Raum, Klang und sonnigem Gemüt, die leicht an eine Mischung aus chinesischer Folklore und 8-Bit Super Mario Sound erinnert, damit ist der Wiedererkennungswert auf jeden Fall gesichert.

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Nvelope – Chords & Scapes Remixed – Vinyl-Only – (Eintakt)

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Nach Nvelope‘s erfolgreichem Album-Debüt “Chords & Scapes” auf dem Berliner Kultlabel Eintakt, wurde selbiges nochmals von diversen Künstlern durch den Remixwolf gedreht (u.a mit Frank Hellmond, Kai Randy Michel und Lars Leonhard). VPassend dazu gibt es jetzt auch noch eine Vinyl-Only-Veröffentlichung mit zwei exklusiven Remixen und dem Original von “Tribute“, der geschmeidig in die Gehörgänge fließt und auch gern dort verweilen darf. Im “Basement Remix” von Gu_S Stomping Ground (Gunnar Hemmerling) geht es dann direkt auf die Tanzfläche. Eine feuriges Gemisch aus Dubchords und oldschooliger Acid-Bassline treibt einem den Schweiß auf die Stirn. Im “Pitch OSC Remix” von Say What (Rob Strobe & Kai Randy Michel) gibt es dann die volle Ladung des aktuell angesagten Berliner Technosounds, ordentlich düster und aggressiv. Sehr rundes und abwechslungsreiches Release auf blauem Vinyl, definitiv mit Sammlerpotential!

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Tonreportcast #001 gemischt von Markus Funke

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Jeder der etwas auf sich hält startet eine Podcast-Serie, das ist einfach State of the Art und von daher müssten wir grundsätzlich dagegen sein, diesmal jedoch springen wir einfach mal mit auf den Zug auf, zumal “Tonreportcast” einfach ein schönes Wortspiel ist. Vom Sound her kann im Grunde alles kommen was die elektronischen Spielwiesen so zu bieten haben, von daher werden wir unseren Gast-Künstlern auch keinerlei akustische Vorgaben machen. Die erste Episode beschert uns der Kölner Markus Funke, der sich durch seine Sector-Events und seine wöchentliche Sendung “Boombox” auf electrosound.tv einen Namen gemacht hat. Er wird euch in die abwechslungsreiche Welte des Techno entführen, was bei Ihm grundsätzlich nur mittels schwarzem Gold geschieht. Markus könnt ihr zudem am 07.02. im Kölner Artheater zum Sector#7 zusammen mit Kavaro B2B erleben. Also dann, viel Spass beim Hören!

MARKUS @ PLAY.FM

V.A. – Translucent Tracks (Etui)

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Der Name “Translucent Tracks” verspricht schon mal viel, und ich nehm es vorweg, er hält es auch. Deep und dubbig, zwischen House und Techno bewegen sich alle der vier Tracks, produziert von jeweils unterschiedlichen Künstlern. Echo Inspectors fahren mit “Parable” einen glasklaren Dub-Ambient-Raum auf der sich wunderbar mit dem Ping-Pong der übrigen Elemente ergänzt und die Hüfte automatisch kreisen lässt. Genre-Meister Quantec geht mit “Analog Effusion” da schon etwas rauher ins Gericht und garniert die harte Schale des Klangs mit weichen Effektspielereien. Labelhead Insect O. bedient mit “The Clouds above us” dann den eher epischen Part, mit weit gezogenen Flächen und treibender Bassline. Zum guten Schluss lässt es Frank Hellmond mit “True Lines” gediegen hypnotisch ausklingen, ein Track dessen Tiefe man erst bei mehrmaligem Hören wirklich begreift, und die Zeit sollte man sich definitiv nehmen.

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Graynoise – Io (Deeptakt)

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Deeptakt legt in nun schon kurzer Zeit das bereits vierte Release nach, diesmal mit Graynoise aus Ungarn, der mit „Io“ weitflächig durch die Gegend schwebt und eine etwas unaufregende, aber dennoch stilvolle Dubtechno-Atmosphäre schafft. Labelhead Narcotic 303 geht in seinem Remix dann noch einen Tick mehr in die Ambient-Richtung und wirkt mittels breiter Palette an Effekthascherei wesentlich komplexer und verspielter, mein persönlicher Fav auf der EP. Das zweite Original „Oxymoron“ bedient sich eines dezenten Housegrooves und vermittelt wesentlich mehr Abwechslungsreichtum zwischen den diversen Dubchords, sehr elegante Nummer die jede Afterhour bereichern wird.

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Kano’s Untergrund: Promotion oder der letzte Nagel zum Sarg!

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Irgendwie befällt mich der Zwang meine geistigen Ausdünstungen für dieses Jahr noch einmal mit Stil und Form in Worte zu fassen, zumal es langsam nicht mehr feierlich ist wie die Künstler (aka DJs und Producer) sich immer häufiger gegenseitig behandeln, gerade was den Promo-Bereich anbelangt.

Zur Information: Unter “Promo(tion)”  versteht man den Vorgang bei dem man für mehr oder weniger viel Geld jemand anderen beauftragt Werbung für die eigene Musik zu machen, in der Hoffnung das, für genau diese Werbung ausgegebene Geld, mittels dadurch generierter Mehrverkäufe  wieder reinzuholen. Man bezahlt quasi Geld für die Verteilung der eigenen Musik an andere, mehr oder minder, bekannte Persönlichkeiten, die dann die Musik für eine Gegenleistung in Wort und Schrift (Feedback) kostenlos herunterladen und Nutzen können. Grundsätzlich ein interessantes Konzept, ich bezahle meinen Nachbarn auch jeden Tag, damit er mit meinem Fahrrad auf Arbeit fährt.

Sicherlich ein Thema über das sich nun schon fast jeder ausgekotzt hat und da will ich mich auch gerne einreihen, und wenn ich schon zusehen muss wie kleine, idealistisch geprägte und passionierte Labels von diversen Promo-Anbietern förmlich illusioniert ausgenommen werden, im Glauben man könne die Verkaufszahlen signifikant erhöhen, dann wird mir tatsächlich schlecht, dann muss es einfach raus. Sicherlich gab es Zeiten in denen der Promokram funktioniert hat, dürften dann wohl die Vinyl-Only-Zeiten gewesen sein, denn am Anfang des Erfolgs steht solide Werbung, oder so ähnlich, hab ich mal irgendwo gelesen. Aber die Wurzel allen Übels ist doch der Umgang mit dem Promomaterial selbst auf der Empfängerseite. Natürlich wissen wir alle dass die DJs, gerade mit steigendem Bekanntheitsgrad von digitalen Promos förmlich überflutet werden, sich sogar eigene Lakaien anwerben um dieser Flut notdürftig Einhalt zu gebieten. Auch das Schindluder mit diversen, geheimen eMail-Listen bekannter DJs ist mir durchaus bekannt, doch rechtfertigt das diese ganze „THX, Downloading“-Lethargie? Das die Feedbacks auf versendete Promos mehr oder minder nur noch das eigene Ego streicheln ist sicherlich ein offenes Geheimnis, aber dann darf es doch wohl auch ein wenig mehr sein. Die Jenigen die am lautesten „respektiert die Künstler“ schreien, sind genau die, die es nicht einmal schaffen mehr als ein kleines „THX“ für den kostenlosen Download aus den Fingerkuppen zu pressen. Ist das nicht eigentlich der Deal?

 > Lade meinen Track kostenlos herunter wenn er dir gefällt, dafür sagst du mir kurz was du davon hältst! <

Ist es nicht fast schon ungerechtfertigte Bereicherung dieses stillschweigende Abkommen zu unterwandern, und so kostenlos an neue Tracks zu kommen, die man sonst teuer hätte auf diversen Portalen kaufen müssen. Ich denke mal ein Mr. Richie “Rich” Hawtin spielt aus dieser Sicht seine Sets grundsätzlich ziemlich kostengünstig, obwohl er sicherlich genug Flüssiges hat um sich täglich gigabyteweise Tracks zu kaufen. Aber hier steht es natürlich im Verhältnis, wenn er einen Track dann zumindest mal medienwirksam in einem seiner Sets verbaut und die essentielle, teilweise wochenlange, künstlerische Arbeit ungefragt mit seinen Sample.- und Effekteskapaden durch den Wolf dreht, drauf geschissen! Da ist einem doch ein konstruktives Feedback, das teilweise fast schon Reviewcharakter hat, von DJ Noname wesentlich lieber, zumindest hat dieser sich, wenn auch nur rudimentär, mit dem Sound auseinander gesetzt. Doch selbst DJ NoName beschränkt sich mittlerweile auf “Downloaded for DJ NoName”.

Wobei wir direkt beim inhaltlichen Teil des Feedbacks wären. Warum immer nur dieses primitive Tunnel-Denken – kann ich spielen, kann ich nicht spielen – und sich dann aber absolut open-minded auf Facebook oder sonstigen asozialen Plattformen auslassen. Haben die Leute sonst keine Meinung oder ist es zu schwer sich selbst eine zu bilden; sogar das adaptieren einer anderen Meinung wäre da fast schon verzeihlich. Sicherlich ist Chillout schlechter Hardstyle und auch Beethovens Fünfte kann man schwer im Club spielen, trotzdem kann man doch eine Meinung dazu haben! Erfordert nicht genau das einen gewissen Anstand und Respekt gegenüber den Künstlern und folglich gegenüber euch selbst? Die Leute sitzen tage,- ja wochenlang an einem Track und dafür sollte man schon ein paar mehr Tasten auf der Tastatur drücken können. Man bekommt mehr und besseres Feedback wenn man einen Titel direkt zum kostenlosen Download auf Soundcloud anbietet. Ein Hoch auf unsere tolle Szene!

… und btw – Zitat: “Hört auf mit euren scheiß Handys zu filmen und TANZT!

In diesem Sinne, Guten Rutsch, egal wohin!

Klartraum – Secret Moon Remixed (Lucidflow)

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Seit Langem schon läuft das Klartraum Album “Secret Moon” in meinem Player rauf und runter, seit nun 4 Wochen auch das dazu passende Remix-Paket, bei dem sich alles was Rang und Namen hat die Fader in die Hand geben. Insgesamt 19 Remixe werden uns hier beschert und dabei dürfte für jeden etwas dabei sein, vom chilligen Ambienthouse, über Dubtechno bis zum treibenden Techhouse-Groover für den Dancefloor. Ian Pooley startet hier z.B. mit episch zeitlosen Flächen, die zum Träumen einladen. Weisses Licht dann eher im Downtempo-Bereich mit fast schon psychedelischen Anleihen. D.Diggler und auch David Alvarado schieben gepflegt minimalistisch und düster treibend über die Tanzfläche … und und und … absolutes MUST HAVE und im Gesamtpaket gibt es den passenden DJ Mix direkt mit dazu!

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Dave Marian – Similar Ways (DimbiDeep Music)

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DimbiDeep Music mausert sich Release für Release sicherlich zu einer der wohl interessantesten Adressen für Dubtechno. Die neue Veröffentlichung kommt von Dave Marian, der mit “Similar Ways” den passend warmen Sound für die kalte Winterzeit liefert. Mit enormer tiefe greifen hier die weiten Flächen um sich, garniert mit ordentlich Delay und Hall. “Last Change” wirkt da schon einen kleinen Tick dynamischer und unruhiger, lässt aber trotzdem genug Raum für ein entspanntes Hörerlebnis. An der Remix-Front befindet sich diesmal Rinno, der mit Dave zusammen das Label Quorum betreibt (sollte man sich definitiv auch mal anhören) und eine schön verspielte Nummer abliefert; und Matthias Springer der im gewohnt reduzierten Dimbidub-Stil auffährt. Prädikat: sollte man haben.

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Basic Implant – Back in Black (Free Download)

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Ein schöner Tag, gerade für die alte Garde, denn die 2×12″ “Back in Black” von Basic Implant (Sven Dedek) dürfte sicherlich noch jedem ein Begriff sein, definitiv eine der wohl prägendsten Veröffentlichungen im Techno-Sektor sein Zeit, wofür natürlich schon das Label “Fine Audio Recordings” unter damaliger Leitung von Chris Liebing garantierte. Gerade für Liebhaber war es ziemlich schwer an den Sound heranzukommen, wenn man nicht selbst eine der wenigen Vinyls und CD seinen eigenen nennt, daher dürfte die Freude über den kostenlosen Download im neuen digitalen Remaster umso größer sein … also nix wie los, es gibt was auf die Ohren, denn es ist FREITAG AAAAABEEEEEND !!!

Den Download findet ihr auf Svens Homepage, und dort gibt es auch noch eine Menge mehr and kostenlosen Sounds und es werden auch noch einige gute alte Scheiben folgen … stellt das mal unter Beobachtung!

http://www.svendedek.com/

Oli Drago – Essential Drum EP (Toneman)

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Toneman is back, so könnte man sagen, denn das Kultlabel dürfte sicher so einigen noch bekannt sein. Der Frankfurter Oli Drago steuert dafür das nun schon dritte “neue” Release bei und das in einem wunderbar treibenden Technostil, der doch leicht an die guten alten Zeiten erinnert, aber durchaus State of the Art ist. Während “Grounder” fast schon in den Tribal-Bereich abdriftet und eher kompromisslos agiert, kommter “Essential Drums” in einem fast schon episch, sphärischen Gewand daher, genau das Richtige um auf der Tanzfläche abzuheben. Labelhead Sven Dedek pariert dann mit seinem Remix im Vergleich schön verspult, fast schon psychotisch und “Redirection” gibt zum guten Schluß noch einen spacig deep Touch auf die EP, somit ist für jeden etwas dabei … so soll’s auch sein.

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Martin Nonstatic – Tarot (DeepTakt)

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Der Name GleichTakt dürfte den meisten sicherlich aus dem Netaudio-Bereich bekannt sein, analog dazu entstand jetzt das kommerzielle Schwesterlabel DeepTakt und der Name steht für sich. Die erste Veröffentlichung kommt vom Kölner Martin Nonstatic, der u.a. auch auf Dewtone und Sub.Spiele zu finden ist. Mit “Tarot” lässt er nun einen ausgereiften 3-Tracker vom Stapel der das Herz jedes DubTech-Liebhabers höher schlagen lassen wird. Den Titel-Track selbst gibt es dabei in zwei Ausführungen, zum Einen eher episch und lichtdurchflutet, zum Anderen eher dunkel und düster, durchsetzt mit leicht lethargischen Vocals, umgeben von tief verhallenden Echos und subversivem Groove, sehr feine Nummer. Zum guten Schluss repliziert “Meridian” noch den aktuellen Stand der Dinge, gerade was tanzbaren DubTechno anbelangt, durchzogen von endlosen Delays, Chords und reduziert perkussiven Elementen. In der Summe ein gelungenes StartUp, wir harren der Dinge die da noch kommen.

FEATURED ALBUM

youAND: THEMACHINES – Behind LP Reshaped (Ornaments)

youAND: THEMACHINES – Behind LP Reshaped (Ornaments)

FEATURED DUB TECHNO

Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

FEATURED TECHNO

Structures Vol.31 (Naked Lunch)

Structures Vol.31 (Naked Lunch)

RANDOM FEATURE

Oscar Mulero – Black Propaganda (WarmUp Rec – Album Release)

Oscar Mulero – Black Propaganda (WarmUp Rec – Album Release)

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