Archive for the ‘ Allgemein ’ Category

YouANDme presents: Best of Ten Years Rotary Cocktail Recordings

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Vor genau 10 Jahren hielt ich eine Platte verschiedener Künstler in der Hand, TwoEM, Surphase El Locco und R-Tem, die erste Veröffentlichung auf dem neune Berliner Labels Rotary Cocktail, das mich damit schon als Fan gewonnen hatte und auch die folgenden Releases enttäuschten keines Wegs. Gegründet von Martin & Daniel aka YouANDme, blickt man nach der ersten Dekade auf eine Fülle an Veröffentlichungen zurück, und hier tummelt sich so  ziemlich alles was Rang und Namen hat, immer schön deep, trotzdem treibend und tanzbar, zwischen House und Techno fröhlich variierend. So könnte man RC wohl am treffendsten beschreiben, da liegt es doch nahe eine “Best of Compilation” zu machen, gerade für das jüngere Partyvolk, die den ein oder anderen Track vermutlich noch nicht kennen dürften. Im Gegensatz zu vielen anderen Best-of-Geschichten gibt es diesmal keinen DJ Mix, was mich persönlich sehr freut, denn so kann jeder einzelne Titel seine volle Pracht entfalten und die verschiedenen Künstler wie u.A. Marko Fürstenberg, Sven Weisemann, Dub Taylor, Agaric, Kollektiv Turmstrasse oder Marc Broom haben sich das auch redlich verdient.

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Bitwig Studio DAW jetzt erhältlich!

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Endlich hat das Warten ein Ende, denn schon auf den letzten Musikmessen wurde die neue DAW “Bitwig” der gleichnamigen Berliner Tüftlerstube vorgestellt und mit hohen Erwartungen angekündigt, wobei sich der tatsächliche Termin der Veröffentlichung immer wieder verschob. Im Vordergrund stehen der Workflow und ein intuitives Handling, sowie die Möglichkeit der eigenen Kreativität nahezu grenzenlos freien Lauf zu lassen. Bitwig ist für Mac, PC und Linux (als Cross-Plattform) erhältlich und bietet dabei natürlich die üblichen Standards wie Multiprozessorsupport, Multi-Display mit bis zu 3 Monitoren, Nutzbarkeit aller möglichen Audiodateien, Timestretching, Automationen aller Parameter usw. usw. Ein schönes und wirklich nützliches Feature ist das Bridging von 32bit VST Plugnis auf 64bit Systemen, was bei bisherigen, anderen DAWs oft problematisch war. Ebenfalls gibt es keine Spurbegrenzungen mehr für die einzelnen Track.- u. Effektspuren, bis auf die natürlichen Grenzen die der jeweilige Prozessor mitbringt. Im Paket direkt mit an Bord, eine Menge an nativen Plugins vom Synth über Drummachines bis hin zu den üblichen Verdächtigen wie Delay, Filter,  Reverb, Compressoren und EQs, aber auch ein paar nette andere FX-Spielereien. Der ganze Spass wird den Endverbraucher 299 € kosten, was in Anbetracht der enorm hohen Funktionalität, und im Vergleich mit anderen namenhaften Herstellern durchaus sehr moderat ist. Am besten also kurz das Intro-Video hier anschauen, Demo runterladen, Testen und überlegen, ob der Umstieg auf eine neue Software für einen selbst Sinn macht ;) , denn ganau das Einarbeiten in ein neues System kann anfänglich doch immer etwas auf die Kreativität schlagen.

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Hanne & Lore – Going Deeper Underground (Heulsuse)

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Wer einmal auf den Gigs von Hanne & Lore war, weiss, dass die beiden Herren durchaus auch eine gewisse Affinität zu deepen Grooves haben. Mit ihrem neuen Release ‘blah‘ auf ihrem Label heulsuse verbinden sie verschiedene Strömungen der elektronischen Stile und bewegen sich leichtfüßig zwischen Techhouse, Deep und sanft technoiden Arrangements umher. Mit einem durchgeknallten Andhim Remix als auch einem an die 80ies erinnernden B-Seiten Track überzteugen Hanne & Lore auf ganzer Linie. Der leicht zurückgelehnte Drumverlauf des Originals von ‘blah‘ als auch die entspannten Leadsounds machen den Track zu einem smoothen Track, der langsam anzieht und mit auf eine Reise nimmt.

 

Hanne & Lore – “blah” bei BEATPORT kaufen

Kano’s Untergrund: Promotion oder der letzte Nagel zum Sarg!

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Irgendwie befällt mich der Zwang meine geistigen Ausdünstungen für dieses Jahr noch einmal mit Stil und Form in Worte zu fassen, zumal es langsam nicht mehr feierlich ist wie die Künstler (aka DJs und Producer) sich immer häufiger gegenseitig behandeln, gerade was den Promo-Bereich anbelangt.

Zur Information: Unter “Promo(tion)”  versteht man den Vorgang bei dem man für mehr oder weniger viel Geld jemand anderen beauftragt Werbung für die eigene Musik zu machen, in der Hoffnung das, für genau diese Werbung ausgegebene Geld, mittels dadurch generierter Mehrverkäufe  wieder reinzuholen. Man bezahlt quasi Geld für die Verteilung der eigenen Musik an andere, mehr oder minder, bekannte Persönlichkeiten, die dann die Musik für eine Gegenleistung in Wort und Schrift (Feedback) kostenlos herunterladen und Nutzen können. Grundsätzlich ein interessantes Konzept, ich bezahle meinen Nachbarn auch jeden Tag, damit er mit meinem Fahrrad auf Arbeit fährt.

Sicherlich ein Thema über das sich nun schon fast jeder ausgekotzt hat und da will ich mich auch gerne einreihen, und wenn ich schon zusehen muss wie kleine, idealistisch geprägte und passionierte Labels von diversen Promo-Anbietern förmlich illusioniert ausgenommen werden, im Glauben man könne die Verkaufszahlen signifikant erhöhen, dann wird mir tatsächlich schlecht, dann muss es einfach raus. Sicherlich gab es Zeiten in denen der Promokram funktioniert hat, dürften dann wohl die Vinyl-Only-Zeiten gewesen sein, denn am Anfang des Erfolgs steht solide Werbung, oder so ähnlich, hab ich mal irgendwo gelesen. Aber die Wurzel allen Übels ist doch der Umgang mit dem Promomaterial selbst auf der Empfängerseite. Natürlich wissen wir alle dass die DJs, gerade mit steigendem Bekanntheitsgrad von digitalen Promos förmlich überflutet werden, sich sogar eigene Lakaien anwerben um dieser Flut notdürftig Einhalt zu gebieten. Auch das Schindluder mit diversen, geheimen eMail-Listen bekannter DJs ist mir durchaus bekannt, doch rechtfertigt das diese ganze „THX, Downloading“-Lethargie? Das die Feedbacks auf versendete Promos mehr oder minder nur noch das eigene Ego streicheln ist sicherlich ein offenes Geheimnis, aber dann darf es doch wohl auch ein wenig mehr sein. Die Jenigen die am lautesten „respektiert die Künstler“ schreien, sind genau die, die es nicht einmal schaffen mehr als ein kleines „THX“ für den kostenlosen Download aus den Fingerkuppen zu pressen. Ist das nicht eigentlich der Deal?

 > Lade meinen Track kostenlos herunter wenn er dir gefällt, dafür sagst du mir kurz was du davon hältst! <

Ist es nicht fast schon ungerechtfertigte Bereicherung dieses stillschweigende Abkommen zu unterwandern, und so kostenlos an neue Tracks zu kommen, die man sonst teuer hätte auf diversen Portalen kaufen müssen. Ich denke mal ein Mr. Richie “Rich” Hawtin spielt aus dieser Sicht seine Sets grundsätzlich ziemlich kostengünstig, obwohl er sicherlich genug Flüssiges hat um sich täglich gigabyteweise Tracks zu kaufen. Aber hier steht es natürlich im Verhältnis, wenn er einen Track dann zumindest mal medienwirksam in einem seiner Sets verbaut und die essentielle, teilweise wochenlange, künstlerische Arbeit ungefragt mit seinen Sample.- und Effekteskapaden durch den Wolf dreht, drauf geschissen! Da ist einem doch ein konstruktives Feedback, das teilweise fast schon Reviewcharakter hat, von DJ Noname wesentlich lieber, zumindest hat dieser sich, wenn auch nur rudimentär, mit dem Sound auseinander gesetzt. Doch selbst DJ NoName beschränkt sich mittlerweile auf “Downloaded for DJ NoName”.

Wobei wir direkt beim inhaltlichen Teil des Feedbacks wären. Warum immer nur dieses primitive Tunnel-Denken – kann ich spielen, kann ich nicht spielen – und sich dann aber absolut open-minded auf Facebook oder sonstigen asozialen Plattformen auslassen. Haben die Leute sonst keine Meinung oder ist es zu schwer sich selbst eine zu bilden; sogar das adaptieren einer anderen Meinung wäre da fast schon verzeihlich. Sicherlich ist Chillout schlechter Hardstyle und auch Beethovens Fünfte kann man schwer im Club spielen, trotzdem kann man doch eine Meinung dazu haben! Erfordert nicht genau das einen gewissen Anstand und Respekt gegenüber den Künstlern und folglich gegenüber euch selbst? Die Leute sitzen tage,- ja wochenlang an einem Track und dafür sollte man schon ein paar mehr Tasten auf der Tastatur drücken können. Man bekommt mehr und besseres Feedback wenn man einen Titel direkt zum kostenlosen Download auf Soundcloud anbietet. Ein Hoch auf unsere tolle Szene!

… und btw – Zitat: “Hört auf mit euren scheiß Handys zu filmen und TANZT!

In diesem Sinne, Guten Rutsch, egal wohin!

Kano’s Untergrund: Das Label, nur noch eine Fußnote?

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Immer wieder sehe ich mich auf digitaler Ebene um und habe das Gefühl, entgegen der physischen Medien, dass die Labels mehr und mehr als Fußnote im Geschehen untergehen, in erster Linie was die neuen Streaming-Portale a la Spotify oder Napster anbelangt. Zweifelsohne wird das, zumindest für den Endhörer, das Medium der Zukunft sein, allein schon um seine Lieblingsmusik immer auf dem Smartphone dabei zu haben, ohne im Vorfeld diverse Verkabelungen legen oder Speicherkarten wechseln zu müssen. Die Labels selbst, die einen Titel veröffentlichen, stehen dabei nur noch als Randnotiz neben dem Artwork, ohne jegliche weiterführende Links oder Informationen, es interessiert vermutlich auch keinen was das Label sonst noch so zu bieten hat, oder wird davon ausgegangen das der Hörer damit eh nichts anfangen kann und sowieso nur noch künstlerorientiert agiert.

Nun gut, objektiv betrachtet ist das rein digitale Label-Konzept auch schon wieder obsolet, per Vertrieb-2-go kann im Grunde jeder seinen Sound veröffentlichen, auch wenn man hier noch einen Pseudo-Label-Name angeben muss, obwohl man sich am Ende doch nur selbst released. Ob der Sound gut klingt, oder das Artwork auch optisch ansprechend ist, ist hier erstmal nachrangig, könnte man zumindest denken wenn man sich so manche Sachen anhört bzw. ansieht. Doch genau da setzt doch eigentlich die Label-Arbeit an, zumindest sollte sie das, die Präsentation des Gesamtkunstwerks und als Katalysator für Qualität, oder etwa nicht? Doch wo soll die Motivation her kommen, wie sollen Labels ihre Künstler richtig repräsentieren wenn sich die Labels selbst nicht richtig präsentieren können, was natürlich auf diversen Portalen am effektivsten ist, doch gerade hier wird man mit der Unfähigkeit diverser Shops konfrontiert. Teilweise schaffen es diese nicht einmal den Track- oder Künstlernamen richtig zu übernehmen, einfach einen Titel wegzulassen oder diese in nicht einmal annähernd passende Kategorien zu stecken. Diese Fehler ändern zu lassen ist meist langwierig und nervenaufreibend, bis fast unmöglich. Wo also solle die Motivation noch her kommen? So manche Label-Webseite wurde bereits auf reine Audio-Links zu externen Plattformen reduziert, ohne jegliche weitere Informationen zu den Künstlern oder dem Label selbst, ist das schon die Vorstufe der Resignation? Ist das Label nur noch Mittel zum Zweck weil die direkte Verbindung von Künstler zum Vertrieb oder den Shops noch fehlt, das notwendige Übel quasi um auf Beatport zu kommen und als Geldeintreiber zu fungieren? Im Grunde kann man als Künstler mit gewissen Fähigkeiten und ein wenig Budget von A bis Z auch alles selbst machen, hat man dann nicht den gleichen „Erfolg“?

Ich denke nicht! Ich freu mich daher doch sehr das es viele, gerade neue, Labels gibt die den medialen Widrigkeiten Stand halten und ihren eigenen Kurs mit Konsequenz und Leidenschaft fahren. So sind Labels doch noch immer Plattformen für neue Künstler mit denen sich diese auch identifizieren können und ein gewisses Statement setzen. Die Label-Arbeit ist und bleibt daher wichtig, nicht zu letzt um die Künstler von den Peripherieaufgaben zu entlasten um der Kreativität die notwendigen Freiräume zu schaffen, auch wenn das sichtlich nicht immer von allen Medien gewürdigt wird, da, entgegen den Labels, hier doch Profitgier die treibende Kraft ist. Ich hoffe natürlich, dass sich das in Zukunft wieder zum Besseren wendet, so sollten auch die Hörer die Labels ihrer Lieblingskünstler dem entsprechend supporten!

Natürlich bin ich sehr auf eure persönliche Meinung zu diesem Thema gespannt.

Kris Menace feat. Black Hills – Waiting For You (Compuphonic)

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Gerade noch bei ARTE Tracks zu sehen, droppt Kris Menace seine nächste, wohl spannendste Singleauskopplung des international gefeierten Albums ‚FEATURES‘. Mit ‚WAITING FOR YOU‘ präsentiert der Produzent aus der Pfalz eine gefühlvolle Kollaboration mit Black Hills, einem talentierten Sänger aus Washington DC.  Die Soundstruktur des Tracks beschreibt eine wundervolle Melange aus druckvollen, temporeduzierten Drums und leichtfüßigen sowie eingängigen Synthies. Die Vocals tänzeln beinahe greifbar über die treibenden Beatgerüste und verleihen dem Track einen unnachahmlichen Charme. Auch das Remixpaket strotzt vor Intensität und Klangfülle: OLIVER (Kitsuné, LA), ‘Fingerpaint‘ (die Hälfte von Classixx, LA)’, Dosem (Soma), Volta Cab (Isaev) and Vincent Fries (Work It Baby) greifen den Geist des Originals auf und interpretieren mit zukunftsweisenden Produktionen, energiegeladen und filigran zugleich.

Black Hills:
“I had so many vocal ideas for “Waiting for You,” and Kris built the song in just the most beautiful way. When I first heard the demos, I was immediately transported to the clubs’ bright lights and dark corners–I knew the lyrics had to capture that sense of excitement and possibility, when the night can take you anywhere. Listening to it now, even, I can’t wait for what’s ahead! “

Kris Menace:
“I want that people feel good and special about listening to this track. Its just got something magical about it”

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Contra Beatport Feature #003 – Laidback Luke & Hardwell

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Es ist zwar schon etwas her, was daran liegt dass der Tag zu wenig Stunden hat, aber nachdem ich das hier hören musste hat die Stimme in meinem Kopf mal wieder die Oberhand gewonnen, Los, Los schreib was !!! Natürlich wieder riesig auf Beatport angekündigt zeugt die Auswahl einmal mehr von absoluter Geschmacksverirrung, diesmal zu Gunsten von Laidback Luke und Hardwell. Auch hier wieder ein typisches One-Track Release und nichts drum herum was es doch irgendwie noch retten könnte. Kategorie: Electro House, aber gut da rege ich mich nicht mehr drüber auf, zumal es in diesem Fall die passende Kategorie “Rotz” leider nicht gibt. Label: Mixmash, passt irgendwie, übersetzt dann wohl als “Mixmatsch”, so hört es sich nämlich an, keine Ahnung wieviele Tracks da in einem verwurstet wurden. Schöner Eurodance-Klischee-Sound mit Rave-Allüren, die kurz sogar etwas Hoffnung keimen lassen, dann irgendwie aber in einer Art Oldschool-Hardcore-Trance-Eskapade enden, daher wohl das Feature, es ist schon eine Kunst soviel Scheisse in 4:39 Minuten zu pressen, jeder No-Name-Producer wäre dafür hingerichtet worden und das gleiche sollte für DJs gelten die sowas dann auch noch supporten…. aaah das hat wirklich gut getan!

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GEMA VR-Ö – Grundsätzliches, Podcasts & Webradios

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Die GEMA und die Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. (BVMV) sowie der Berufsverband Discjockey e.V. (BVD) haben die Verhandlungen über den Tarif VR-Ö abgeschlossen. Der Tarif regelt die Vervielfältigungen bzw. Kopien von Musikwerken aus dem GEMA-Repertoire, die zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe hergestellt werden. Die ab 01.April 2013 kommenden Tarife für DJs stehen damit fest, wobei wir uns vom eigentlichen Thema, des für eine Zahlungspflicht ursächlichen Kopiervorgangs eines einzelnen Titels, abwenden und eher zwei grundlegenderen Fragen widmen möchten.

Am Anfang steht grundsätzlich erst einmal die Frage, ist ein Titel überhaupt von der GEMA geschützt, denn nur dann kann überhaupt eine Zahlungspflicht für diesen Titel entstehen. Dazu muss man im Grunde “nur” herausfinden ob der jeweilig urhebende Künstler, im Folgenden Produzent genannt, des gesuchten Titels selbst, oder sein Verlag (hier kann man eigentlich davon ausgehen), Mitglied der GEMA oder einer ihrer Schwestergesellschaften im Ausland ist. Bei insgesamt 73 Gegenseitigkeitsverträgen, die die GEMA mit anderen Verwertungsgesellschaften getroffen hat, dürfte jedoch so ziemlich die ganze Welt abgedeckt sein. Im Umkehrschluss ist ein Titel daher als ungeschützt zu betrachten, wenn der Produzent des Titels kein Mitglied der GEMA oder einer anderen etwaigen Verwertungsgesellschaft ist. In der Folge muss somit für diese Titel auch Nichts gezahlt werden. Komplizierter wird es dann schon wenn bei der Produktion eines Titels mehrere Personen mitgewirkt haben, üblicher Weise wird das bei Kooperationen, Features und natürlich Remixen der Fall sein. Um die Zahlungspflicht auszulösen reicht es bereits, dass einer der Mitwirkenden GEMA-Mitglied ist. Das erschwert die Suche nach dem heiligen Gral, gerade bei den im Bereich der elektronischen Musik üblichen Remix-Fluten, natürlich ungemein.

Für die  DJs ergibt sich daher die nahezu unlösbare Aufgabe herauszubekommen welche der Produzenten, deren Titel sich in der eigenen Musiksammlung befinden, Mitglied der GEMA oder einer anderen der unzähligen Verwertungsgesellschaften sind. Wie genau das in Zukunft auch praktisch aussehen soll ist bisher noch nicht wirklich geklärt, wobei laut GEMA sich der DJ selbst nicht darum kümmern muss ?!? Aus unserer Sicht stehen hier in erster Linie die Produzenten, Labels und Verlage in der Bringpflicht den Konsumenten ihrer Tracks diese Informationen zukommen zu lassen. Wir können uns ebenso gut vorstellen, dass die jeweiligen Download-Portale und Promo-Anbieter (sofern diese nicht bereits selbst die Lizenz gezahlt haben) diese Informationen direkt mit jedem Titel ausliefern, bzw. diese sichtlich markieren, ob das jedoch thematisiert wird werden wir wohl erst in den nächsten Monaten erfahren. An dieser Stelle noch eine nicht unerhebliche Anmerkung, Produzenten die GEMA-Mitglied sind und parallel dazu ihre eigenen, durch die GEMA-Mitgliedschaft automatisch geschützten Titel öffentlich spielen, müssen hierfür ebenfalls zahlen, auch wenn sie faktisch Urheber des Titels sind.

Kommen wir also zum zweiten, noch unerfreulicheren Punkt, und die meisten werden es sicherlich auch schon befürchtet haben, zumal es gerade für die unliebsam genannten “Bedroom-DJs” nicht gut ausgehen wird. In der digitalen Welt sind Podcasts und Live-Streams, Audio wie auch Video, an der Tagesordnung, aber leider nicht von der Zahlungspflicht der GEMA ausgenommen. Grundsätzlich muss jeder, der seine Mixe öffentlich zur Verfügung stellt und dabei GEMA geschütztes Material spielt auch dafür zahlen. Es ist dabei unerheblich wie viel, bzw. ob überhaupt Zuhörer erreicht werden, allein das öffentliche Anbieten und die Möglichkeit, dass es andere anhören können reicht aus um die Zahlungspflicht auszulösen. Glück im Unglück für die DJs, die sich ausschließlich aufs Radio begrenzen, hier wird bereits durch den jeweiligen Sender die Lizenzgebühr abgeführt, das gilt ebenso für die Mix-Archive des Senders (Live-Mitschnitte). Ebenso werden die  so genannten Private-Modes nicht von der GEMA abgedeckt, wie es z.B. auf Soundcloud angeboten wird, bei denen man nur bestimmten Personen das Recht zum hören einräumt, der Mix selbst für die Öffentlichkeit allerdings nicht sichtbar/hörbar ist. Inwieweit das das Ruder noch herumreist bleibt natürlich fraglich. Für DJs die selbst keinen Verdienst durch ihr Auflegen haben, wird sich am Ende allein die Frage stellen, ob es überhaupt noch Sinn macht dieses Hobby weiter zu verfolgen.

Zum Thema wann genau tatsächlich für einen GEMA geschützten Titel zu zahlen ist, gibt es einen weiterführenden Artikel auf der De:Bug Webseite (http://de-bug.de/medien/archives/welche-djs-mussen-gema-zahlen.html), den man sich dringend mal zu Gemüte führen sollte. Eines wollen wir noch vorweg nehmen, es lebe das Vinyl, denn wer ausschließlich mit dem schwarzen Gold arbeitet, der ist mal ganz fein raus ;-) und wer seine, bereits vor dem 01.04.2013, umfangreiche Musiksammlung lizenzieren möchte kann diese, kulanter Weise bis, 31.12.2013 für einen Pauschbetrag von 125€ bei der GEMA anmelden. Alle neuen Titel werden direkt und pauschal nach Anzahl (keine ID Tracklisten) mit 0,13€ abgerechnet, entgegen etwaiger Gerüchte allerdings zum Glück nur einmalig und nicht jedes Jahr aufs Neue, sofern die Titel rein physisch auf der Platte bleiben wo sie sind.

Ein offizielles FAQ zum VR-Ö mit einer Menge an interessanten Infos könnt ihr hier HERUNTERLADEN

Alle Klarheiten beseitigt?

Hier noch die wichtigsten Fakten zum VR-Ö direkt von der GEMA (Pressemitteilung vom 14.03.2013):

Der Tarif VR-Ö regelt die Vervielfältigung zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe von kopierten Musikwerken z. B. im Bereich Einzelhandel, Gastronomie, Clubs, Diskotheken. Die Lizenzierung erfolgt bei demjenigen, der für die Vervielfältigung verantwortlich ist, also bei demjenigen, der diese auch selbst vornimmt oder diese beauftragt.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Vergütung: Die Vergütung beträgt 0,13 EUR je Musikwerk, das zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe vervielfältigt wird. Vervielfältigungen (Kopien), die einmal ordnungsgemäß lizenziert wurden, können zeitlich unbegrenzt für die öffentliche Wiedergabe genutzt werden.
  • Bestehende Musikdatenbank: Vervielfältigungen, die vor dem 1.4.2013 vorgenommen wurden, können nachträglich über einen einmaligen Pauschalbetrag in Höhe von 125,00 EUR netto für alle Musikdateien lizenziert werden, sofern dieses bis zum 31.12.2013 erfolgt.
  • Sicherungskopien: Die Herstellung von Back-ups ist nicht vergütungspflichtig. Erst wenn die Sicherungskopie zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe aktiviert wird, ist diese einmalig in Höhe von pauschal EUR 125,- (oder als Einzellizenz 0,13 EUR je Musikwerk) zu vergüten. Gleiches gilt für das Überspielen einer Musikdatenbank von einem Datenträger auf einen anderen.
  • Gesamtvertragsnachlass: Die Mitglieder von Organisationen, mit denen die GEMA einen Gesamtvertrag für diesen Tarif geschlossen hat, erhalten einen Gesamtvertragsnachlass in Höhe von 20%.

Bitte beachten Sie den umfassenden Fragenkatalog zum Tarif VR-Ö unter www.gema.de/vroe – Für Fragen rund um VR-Ö bietet die GEMA interessierten Nutzern eine Service-Hotline an. Ab 18.03.2013 bis 22.03.2013 steht montags bis freitags von 15:00 – 17:00 Uhr ein Tarifexperte zur Verfügung unter Telefon: 0800 440 8000

 

 

Propellerheads kündigen REASON 7 an!

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Für alle Reason-Fans geht es bald in die notwendige nächste Runde, mit der 7. Auflage das All-in-One Sequenzers gibt es eine Unmenge an interessanten Neuerungen für die intuitive Musikproduktion, aber lasst das Video für sich sprechen. Die Veröffentlichung soll voraussichtlich im 2. Quartal 2013 erfolgen, für einen Preis von 405 € , ein Upgrade von den Vorgängerversionen liegt bei 129 €.

Quellen:
Propellerheads // http://www.propellerheads.se/
Mixingroom.de // http://mixingroom.de/propellerhead-kundigt-mit-einem-video-reason-7-an/

 

Polizeistaat Soundcloud und der Patriot-Act für Musik

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Um es kurz vorweg zu nehmen, da diese Diskussion bereits nach der Veröffentlichung auf Neon.de aufkam: Dieser Text zielt in erster Linie auf die Sicht der jenigen ab, die Musik auf Soundcloud bereitstellen und verbreiten möchten, sprich Produzenten, Labels, Promo-Anbieter etc … nur indirekt betrifft es die eigentlichen Hörer, i.e. Endverbraucher, nur falls sich jemand an der Phrase “es gäbe keine adäquate Alternative” stören sollte. Gerade im reinen Listening-Bereich gibt es diese natürlich en masse.

Die Frage “wer nutzt alles Soundcloud?” zu beantworten dauert sicherlich länger als sich der Frage “wer nutzt es nicht?” anzunehmen , was allein daraus resultiert, dass es keine wirklich adäquate Alternative gibt und SC damit quasi ein Monopol inne hat. Zu was sich jedoch Monopole in der Regel entwickeln zeigt die Vergangenheit zweifellos und da macht auch SC keine Ausnahme.

In letzter Zeit hört man im direkten Kontakt mit Bekannten, dass diese das Verhalten von SC gegenüber den zahlenden Kunden nur noch als frustrierend empfinden, denn hier findet anscheinden eine förmliche Unterjochung statt die jeden unter Generalverdacht stellt. Mit der gezielten Bekämpfung von Spam, so die offizielle Begründung, hat das jedoch nichts mehr zu tun, eher kommt es einer zufallsgenerierten Bekämpfung gleich. Teilweise werden Nutzern diverse Funktionen für Monate gesperrt und mit seltsamen Floskeln abgehandelt, die jeder Grundlage entbehren. “Sie haben in den letzten 24h ihre Sounds in mehr als 75 Gruppen gepostet” … ja wozu nutzt man Soundcloud denn, doch genau dafür, das verbreiten der “eigenen” Sounds! Allein als Webspace zum Uploaden und hosten von Daten sind bis zu 500€ im Jahr dann doch etwas zu viel. Man schießt hier definitiv um Lichtjahre über das Ziel hinaus und restriktiert genau die Funktionen, die den Grundstein dafür legen sich bei SC anzumelden und diese Plattform zu nutzen.

“Sie folgen zu vielen neuen Accounts in einer zu kurzen Zeit” , ja gut bei der Menge an Musik die einem vielleicht gefällt ist man doch gern Up-to-date was neue Künstler anbelangt, was bitte soll also der Scheiss? “Dein Like/Repost-Verhalten kommt uns etwas seltsam vor” , aha wie soll es denn unseltsam aussehen, da kommt einem doch eher das Verhalten von SC mehr als nur “etwas” seltsam vor! Die Funktion hätte man sich dann auch getrost sparen können, den genau hier geht auch der Angriff auf die “normalen” reinen Listening-Nutzer los, die quasi nur am hören neuer Sounds interessiert sind und auch zeigen wollen was ihnen gefällt.

Was hier abläuft ist reine Schikane und ein ordentlicher Tritt in den Allerwertesten der eigenen zahlenden Basis, was an sich schon dämlich ist, man sollte nie die Hand beißen die einen füttert, denn wo wäre SC jetzt ohne genau diese Leute? Die Unfähigkeit ordentliche Algorithmen zu entwickeln um Urheberrechtsverletzungen (so werden z.B. neu produzierte Tracks auf Grund von Urheberrechtsverletzungen einfach nicht frei geschaltet, wie auch immer das gehen soll, selbst wenn der Track gerade frisch aus CuBase rausgeflutscht ist) oder Spam zu unterbinden mündet in einer pauschalisierten Verurteilung und Blockierung von Allem was nur irgendwie, möglicherweise, eventuell den Anschein hat irgendetwas zu sein … woher kennen wir das denn?

 In diesem Sinne, lasst euch das nicht gefallen … Programmierer und Investoren dieser Welt, es wird Zeit eine Alternative zu schaffen, und Eines verspreche ich, an Zulauf von neuen Nutzern wird es definitiv nicht mangeln !!!

Mike Wall – Maidmoselle (Tic Tac Toe)

Mike Wall gibt sein Debut auf dem dänischen Label TicTacToe und erzeugt dabei mit seinem Track “Maidmoselle” eine beklemmende technoide Wirkung, die durch die im Hintergrund schwingende, leicht gequält wirkende Stimme zudem noch eine interessante psychotische Tendenz erhält. Passend zur Stimmung auch die geisterhaft wirkenden Piano-Chords, vermutlich nicht jedermanns Geschmack, aber mit Sicherheit mal was Anderes. Markus Suckut geht in seinem Remix dann gewohnt reduziert ans Werk und etabliert einen trockenen und eingängigen Groove, der sicherlich als optimaler Lückenfüller am besten einzusetzen ist. “Insane” wird dann sehr Dancefloor-kompatibel im aktuell düsteren Dub-Techno-Stil, wie man es zur Zeit an fast jeder Ecke hören kann, ohne Frage natürlich solide produziert und wirkungsvoll arrangiert. Der Leghau Remix bekommt dann noch einen leichten Techhouse-Drive und etwas mehr Dynamik in der Zusammenstellung, von daher ein gutes Komplement zum Original, für jede Zeit der Nacht das Richtige dabei!

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Sterac aka Steve Rachmad – Secret Life of Machines (100% Pure)

Das geheime Leben der Maschinen” war das regulär erste Album-Release auf 100% Pure, welches 1995 von Sterac aka Steve Rachmad veröffentlicht wurde und sicherlich als einer der Meilensteine im Detroit-Techno-Bereich gilt. Natürlich lädt das ein hier mal alles was Rang und Namen hat in die Remixpflicht zu nehmen. Joel Mull, Marc Romboy, Heiko Laux, Samuel L. Session, Christian Smith, Ricardo Villalobos, Joris Voorn, Klartraum, Vince Watson und Labelhead 2000andOne selbst haben sich hier ihre persönlichen Favs vorgenommen und im eigenen Stil interpretiert. Allein schon diese Aufzählung steht für Qualität und Bedarf eigentlich keiner weiteren Ausführungen. Hier ist alles in Vollkommenheit an Board, von chilligem House bis zu treibend industriellem Techno. Meine persönlichen Picks hier Joel Mulls Version von „Axion“, super geiler und aggressiver Floor-Burner und Ricardos „Sitting on Klaus Remix“ von „Sitting on Clouds“, und hier ist der verquerte Name schon Programm, genial verschrobener Afterhour-Sound wie zu besten Zeiten. Absolutes MUST HAVE!

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FEATURED ALBUM

Matthias Springer – Disruption of the Mind (Diametral)

Matthias Springer – Disruption of the Mind (Diametral)

FEATURED DUB TECHNO

Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

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FEATURED TECHNO

Structures Vol.31 (Naked Lunch)

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RANDOM FEATURE

Wankelmut – Wood & Wine (GetPhysical)

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