Archive for the ‘ Abstract ’ Category

Johannes Heil – Per Disciplinum Mea Lux Videbis (Uturn)

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Leider muss ich das Review anteilig revidieren, nachdem uns einige Leser darauf aufmerksam gemacht haben, dass es sich lediglich um ein Re-Release der bereits 1998 auf Uturn erschienenen 2×12″ handelt, die ist mir damals wohl oder übel durch die Lappen gegangen, Asche über mein Haupt … aber nach 15 Jahren werden es viele dennoch als neu empfinden, der Sound spricht dabei natürlich für sich, auch wenn er schon Jahre auf dem Buckel hat, so fällt das kaum auf… persönlich hätte ich mir etwas wirklich Neues gewünscht, aber da ich die Scheibe bisher selbst nicht kannte, komme ich auch damit sehr gut klar und werde meine Sammulung vervollständigen.

Ganz ehrlich, ich habe wirklich lange darauf gewartet und nach der letzten Lifesigns EP war ich noch etwas zurückhaltend, weil hier die Uniqueness noch irgendwie gefehlt hat. Mit “Per Disciplinum Mea Lux Videbis” kann man nun aber sicherlich verlauten, Johannes Heil is back! Gut, im Grunde war er nicht wirklich weg, musikalisch, für meinen Teil allerdings schon. Das neue Release kommt auf Uturn, einigen vielleicht noch als Sublabel von Heiko Laux Kanzleramt bekannt, und der Sound knüpft quasi nathlos daran an, der lateinische Titel spricht dabei schön Bände. “Per Disciplinum Mea Lux Videbis” kommt mit insgesamt 7 Tracks daher und man hört schon in “Part 1” , it’s Heilstyle again. Durchdringend raue Beat-Gerüste ohne jegliche ablenkende Beschönigungen, natürlich akustisch dem Stand der Zeit entsprechend in Symbiose mit alt bewährtem. Man hört einfach wieder wer den Sound kreiert hat, verplant, verspult, fast schon krankhaft psychotisch und doch hypnotisierend ohne Kompromisse. “Part 5” erinnert dabei sogar leicht an den Klassiker “Feiern” , wobei dieser hier ganz ohne Kicks auskommt und daher eher für künstlich erzeugte Breaks im DJ-Set herhalten wird. Meine personlichen Favs hier definitiv Part 1, 2 und 6 , alles durchdringender Loopsound mit subtilen und wirkungsvollen Veränderungen die einen bei geschlossenen Augen auf der Tanzfläche in andere Dimensionen transportieren, ick freu mir und hoffe da kommt noch mehr!

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Expander & Thinkfreak – The End of the World (Soniculture)

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Grundsätzlich dachte ich das Thema Weltuntergang sei vom Tisch, nicht so für Expaner & Thinkfreak, die es auf ihrem Label Soniculture nochmals aufgreifen. Die Thematik ansich ist bei dem Sound egal, denn der hat es in sich. “Apocalypse” schiebt mit gefilterter Kick düster in die Beine und spult durch den subtil verdrehten Synth auch direkt ins Gehirn, das dürfte daher auf der Tanzfläche allein mit Strobo und Nebel am besten funktionieren. “Eschatology” geht da schon etwas fröhlicher zur Sache, drück aber nicht minder im Gesicht und greift dabei den aktuellen Dub-Tech-Vibe mittels liquider Synth-Chords auf. Zum guten Schluss mach “The World to come” noch einen Abstecher ins Offbeat-Metier, dunkel, bedrohlich und mit passend diabolischer Stimme die nebenbei erzählt was sie so von der Ganzen sache hält. Im Grunde alles nichts Neues, aber definitiv funktional, es darf getanzt werden.

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Deadbeat – Primorida (BLKRTZ)

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Scott Monteith aka Deadbeat schickt “erneut” ein massives Release aus den tiefsten kanadischen Wäldern, sicherlich nicht zwingend sein clubtauglichstes, dafür jedoch mit enormem Tiefgang. Das Mini-Album “Primorida” wurde bereits 2001 auf Intr_version veröffentlich und legte damals quasi den Grundstein für den typischen Deadbeat-Sound. Wenn man sich also in den sechs Tracks mal die wuchtigen Kickdrums wegdenkt, dann würde eine Art außergewöhnliches Ambient-Konzept vor uns stehen. So z.B. in “Jaffa Dub”, der sich bedröhlich den Weg ins Gehirn bahnt und dabei durch leicht kranke, im Raum schwebende Töne eine angenehm düstere Atmosphäre schafft. “Elder Drums” zeigt sich hingegen fast schon lieblich mit leichtem Tribal-Einfluss, der jedoch stetig mit den Drones und diversem Lofi-Geknister zu kämpfen hat. In der Summe eine komplex experimentelle Sammlung an düsteren Ambient und DubTech-Sounds, mit einer kleinen Portion an Tanzbarkeit, als 2×12″ auf jeden Fall ein Sammlerstück.

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Matthias Springer – Body Spam (TicTacToe)

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Matthias Springer tümmelt sich in letzter Zeit auf diversen Labels, das auch immer mit sehr variierendem Sound, obwohl man doch immer einen gewissen Hang zum dubbig deepen erkennen kann. Entgegen sonstiger Releases ist “Body Spam“, gerade auf dem dänischen Label TicTacToe erschienen, cluborientiert und wesentlich tanzbarer, was allein schon die wuchtige Kickdrum aus macht, dazu gibt es ein paar reduzierte Percussions und raue Synth-Stabs,  im Grunde nichts all zu Besonderes, aber durchaus funktional. Wesentlich komplexer wirkt da schon der “Echo Mix” von Labelhead Patrick Bateman, der sich hier fröhlich an jeglichen Arten von Delays und Hall-Effekten zu schaffen macht, trotz der fast 10 Minuten Länge dabei aber keine Langeweile aufkommen lässt. Der eigentlich Main-Track sollte meiner Meinung nach dann schon “Lost Impact” sein, hier ist Herr Springer wohl auch eher in seinem Metier, eine umfassende detroitlastige Pad-Landschaft mit experimentellem Charakter und kräftigen Offbeats laden zum Schweben ein. Ebenfalls macht sein Alter-Ego-Remix eine sehr schöne Figur und repliziert den typisch abstrakten Dimbidub-Stil. In der Summe auf jeden Fall abwechslungreich und definitiv einen Hörer wert.

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Kano’s Untergrund: Eintakt Records / Berlin

Hallo Leute, zuerst möchte ich mich natürlich bei der Redaktion bedanken, die mir hier einen kleinen Platz für meine geistigen Ausdünstungen zugewiesen hat. In meiner kleinen Ecke hier möchte ich euch zukünftig gerade kleine, feine und den meisten wohl unbekannte Labels nahe bringen, von deren Künstlern und Musik sicherlich viele positiv überrascht sein werden und vermutlich auch hier und da der Aha-Effekt auftauchen wird, “ach von dem ist der Track”. Natürlich werde ich mich hier und da aber auch anderen Themen rund um die Musik widmen.

Ich selbst bewege mich nun auch schon seit fast 20 Jahren ausgiebig in der Szene und wenn ich mich über eines freuen kann, dann über die Digitalisierung des Musik-Biz. Auch wenn so oft die negativen Aspekte beweint werden, so wurde dadurch doch eine blühende Landschaft an neuen kleinen Labels geschaffen, deren Individualität und Detailverliebtheit von den Großen nur noch ansatzweise erreicht wird. Unumstritten gibt es natürlich auch sehr viel Müll im elektronischen Multiversum von missbrauchten Sample-Paketen bis zum Vertrieb-2-Go, und dennoch erscheinen immer wieder außergewöhnliche Labels, die ihr ganzes Herzblut in diese Arbeit stecken und trotzdem nur, mit viel Glück, irgendwo als Randnotiz enden. Diese independent Labels sind meist so independent , dass sie am Ende gar keiner bemerkt, weil die Künstler vielleicht zu unbekannt sind, das Budget für aufwendige Promo-Kampagnen oder namenhafte Remixer fehlt, wobei die meisten Releases das gar nicht nötig hätten. Dennoch kommt man heute anscheinend nicht wirklich weit, wenn nicht irgend ein bekannter Name in einer Veröffentlichung auftaucht, dessen Remix dann Schatten werfend über dem Release schwebt, obwohl die Originale vielleicht wesentlich besser sind, irgendwie ist das doch traurig.

Plastique_WEBGenau um diese kleinen Labels soll es hier gehen, im Untergrund aus Überzeugung und aus Liebe zur Musik. Das ist nicht einmal ein relativ junges Phänomen, selbst Labels die schon über Dekaden hinweg hochqualitative Musik in Umlauf bringen, sind in vielen Kreisen nur flüchtig bekannt, so wie z.B. das kleine Berliner Label “Eintakt” . 2001 von Markus Lang alias “Plastique” gegründet blickt man auf einen stattlichen Katalog von über 30 Vinyl-Veröffentlichungen und unzähligen digitalen Releases zurück. Persönlich begleitet mich der Eintakt Sound von Anfang an, dieser hat sich zwar stetig gewandelt, hat dabei aber immer seine Eigenständigkeit bewahrt, ohne sich auf etwaige Trends einzulassen. Housig deep, mit Tendenzen zum Techno, aber auch zum abstrakt Experimentellen  bietet Eintakt stets eine kleine Spielwiese für seine Künstler, die sich hauptsächlich lokaler bzw. regionaler Bekanntheit erfreuen. Das familiäre Bild des Labels wird dabei durch regelmäßige Veranstaltung in diversen Berliner Clubs abgerundet, hier lohnt sich ein Besuch definitiv immer, allein um das Eintakt-Gefühl einmal selbst zu erfahren. Auch wenn zuletzt die Auflösung des Labels zu Debatte stand, hat man die Kurve noch gekriegt und kann sich auf eine Menge neues musikalisches Material, gerade auf dem digitalen Sublabel “Rauhphaser” freuen.

Wichtigste Künstler:
Dub Taylor, Einklang Freier Frequenzen, Chris Air, Frank Hellmond, Nvelope, Neal White, Telly Quin, Bekeschus, Robert Templa

Im Web:
www.eintakt.de
www.facebook.com/eintakt
www.soundcloud.com/eintakt-records

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Lars Leonhard – Seasons (Album – Interview – BineMusic)

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Nach “1549“, dem ersten Album von Lars Leonhard auf BineMusic, folgt nun das zweite Album “Season” , hinter dem sich ein interessantes, wenn auch nicht gerade neues, Konzept verbirgt. Getreu Vivaldi’s Prämisse der vier Jahreszeiten, orientiert sich Lars ebenso an diesen und hat zudem die jeweiligen Tracks auch während der passenden Jahreszeit produziert. Wer Lars kennt, weiß natürlich schon wo die Reise in etwa hingeht, komplexe Soundgebilde basierend auf Dub und Ambient, wie Lars selbst sagt, “die Königsdisziplin”. Es gibt diesmal sogar einige Vocal-Parts, hier wurde die Französin “Alvina Red” ins Boot geholt, die jeweils den Lead-Track der einzelnen Jahreszeiten mit ihrem Gesang verzaubert, obwohl ich ja kein Fan von Vocals im Generellen bin, so mache ich hier doch mal die Ausnahme und lasse die Gänsehaut zu. Das Album besticht durch eine enorme Klangvielfalt und die Klarheit der Einzelnen Töne die kombiniert mit diversen Fieldrecordings ein ausgedehnt warmes und wohliges Gefühl erzeugen. Definitiv eine Listening-Erlebenis der besonderen Art und wie es sich für eine Weltreligion gehört so sollte jeder Dubtechno-Jünger einmal in seinem Leben diese akustische Reise gemacht haben.

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LARS’ NEW VINYL ON DIMBIDEEP MUSIC

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Das Düsseldorfer Urgestein Lars Leonhard vergnügt sich schon seit den frühen 90ern mit dem Produzieren elektronischer Klänge und hat dabei seine Fähigkeiten stetig weiter entwickelt. Sein Sound ist durchgängig von diversen Dub-Elementen zwischen House und Ambient durchzogen und überzeugt durch Raum, Tiefe und Komplexität, die dem Zuhörer doch ein gewisses Mindestmaß and Aufmerksamkeit abverlangen. ” Seasons – Les Quatre Saisons ” ist nun das dritte Album welches auf Bine Music erscheinen wird und sicherlich nicht nur für Lars selbst einen Meilenstein bedeutet. In Zusammenarbeit mit der französischen Sängering “Alvina Red” entstand das Konzeptalbum, das sich getreu Vivaldis Prinzip, an den vier Jahreszeit orientiert und sowohl klanglich wie auch inhaltlich eine ausgedehnte Reise in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus eröffnet, daher ist es sicherlich am sinnvollsten dem Schöpfer selbst ein paar Fragen zu stellen.

Hallo Lars, danke das du Zeit gefunden hast um ein wenig mit mir über dich und dein neues Album mit Alvina Red zu plaudern.

L: Hi Matthias, na klar gerne doch, freu mich immer sehr über solche Einladungen, und es war ja auch längst an der Zeit, dass wir uns mal persönlichen sehen, wir können gern loslegen.

M: Wie würdest du deinen musikalischen Stil selbst beschreiben?

L: Seinen eigenen Stil zu beschreiben würde bedeuten sich selbst in eine Schublade stecken zu müssen. Ich würde daher lieber auf  die Einflüsse eingehen die meine Tracks ausmachen. Deepe Ambient, Deep,- Tech House -  Sounds und dubbige Chords sind die wichtigsten Zutaten aus denen sich mein Style zusammensetzt. Meine Tracks sind meist unter Techno, Deep_House, Tech_House oder Chill_Out zu finden.

M: Was beeinflusst dich maßgeblich bei deinem Sound (Allgemein, besondere Künstler o. Veröffentlichung)?

L: Ich denke das alles einfließt was tagtäglich um mich herum passiert. Gefühle, die Umwelt die Menschen. Ob gute oder weniger gute Erlebnisse das alles findet sich in meinen Produktionen wieder. Die besten Tracks gelingen meistens dann wenn ich völlig zufrieden und gechillt an die Sache rangehe. Aggressionen oder Unzufriedenheit haben im Studio nichts zu suchen ich produziere schließlich keine Musik für Abrissparty’s.

M: Wie gehst du an deine Produktionen heran?

Meine Vorgehensweise an neuen Produktionen kann sehr unterschiedlich sein. Mal beginne ich mit den Drums und mal nur mit einer Fläche oder einem bestimmten Sound der mich inspiriert. Oft sind die ungeplanten Produktionen die Besten. Ganz unbedarft an die Sache rangehen und sich irgendwann dem Prozess völlig hingeben und der Kreativität freien Lauf lassen. Musik zu produzieren stellt für mich kein reines Handwerk da. Ich produziere aus absoluter Liebe und Leidenschaft zur Musik heraus.

M: Gibt es eine Geschichte hinter deinem neuen Album, oder wie kam es dazu?

L: Mein aktuelles Album ( Seasons – Les Quatre Saisons ) ist eine Hommage an die Natur. Ich liebe den Zyklus der Natur und den ständigen Wechsel von Farben und der Artenvielfalt die uns umgibt. Ob das Erwachen der Pflanzenwelt , die Rückkehr all der Vögel aus ihrem Winterquartier, den Sommer mit seinen Farben , Düften und seinem Artenreichtum. Der Herbst, die bunten Wälder und mystischen nebligen Stimmungen oder die weiße, weite Stille des Winters. Es war mir eine absolute Herzensangelegenheit dies alles in einem Album zum Ausdruck zu bringen. Die Produktion der CD hat fast exakt ein ganzes Jahr gedauert und die Tracks zur Jeweiligen Jahreszeit auch in entsprechender produziert. Zudem konnte ich ein paar tolle Fieldrecordings in die Produktion mit einbinden. Vogelgezwitscher, das Lachen und Toben einiger Kinder auf einem Spielplatz, Wasserplätschern,  ein Gewitter oder das Gezirpe einiger Grillen verleihen dem Album einen noch lebendigeren Touch.

M: Wie genau hat sich die Koop mit Alvina Red ergeben?

L: Die grandiose Zusammenarbeit mit Alvina Red ergab sich durch einen Musikerkollegen aus Perpignan. Lo Nath  , besser bekannt als Lo , er empfahl mir Alvina als ich ihm von meinem Vorhaben eine französische Sängerin in mein Album einbinden zu wollen erzählte. Ich habe darauf hin einige Songs von ihr gehört und war mir nach ein paar Sekunden schon sehr sicher dass Sie es sein muss. Die Französische Sprache ist ja an sich schon fast ein eigener Gesang und vom Klang her für mich die schönste Sprache der Welt. Daher musste es auch französisch sein. Alvina entpuppte sich als absolutes Naturtalent für mein Vorhaben. Ich schickte ihr einige unfertige Tracks und das Thema im groben. Zu meiner großen Freude war sie sofort Feuer und Flamme mit der Idee und sie schrieb daraufhin sehr schöne Texte zu den jeweiligen Jahreszeiten und verschwand in ihrem Studio um die Vocals aufzunehmen. Für mich ein absoluter Glücksfall und eine Ehre mit Alvina zusammen zu arbeiten. Sie besingt jeweils den ersten Track jeden Jahres mit ihrer fantastischen Stimme und einer Gelassenheit, dass ich jedes Mal wieder Gänsehaut bekomme beim anhören der Tracks. Es wird in Zukunft sicherlich weitere Kooperationen mit ihr geben! Ich freue mich riesig auf das Release welches am 18. März auf dem Essener Label Bine Music und über den Kölner Vertrieb Kompakt erscheint. Als CD und in digitaler Form wird es erhältlich sein.

M: Was ist demnächst noch von dir zu erwarten, was ist geplant`?

L: Geplant ist eine Zusammenarbeit mit Laurent Bisch alias (Fingers In The Noise) der im vergangenen Jahr sein Debut auf BineMusic hatte. Wir haben schon 2011 auf dem Label Glider Records eine Gemeinschafts E.P herausgebracht und harmonieren soundlich sehr gut. Wir beginnen Mitte  Februar mit der Produktion des Albums. Darüber hinaus  plane ich ein weiteres Solo Album , ein Konzeptalbum dessen Name ich noch ungenannt lassen möchte aber soviel sei gesagt es wird eine Audiovirtuelle Reise durch 12 verschiedene Länder dieser Erde . Spannend, fesselnd und sehr abwechselungsreich. Zum guten Schluss wird es ende Mai auch noch eine Single EP von mir auf  Diametral geben, die sich dann doch wieder eher am Dancefloor orientiert, Stay Tuned !!!

M: Das war’s mit unserem Speed-Interview auch schon, danke für die umfangreichen Infos, und das du dir die Zeit für meine Fragen genommen hast.

L: Natürlich gerne, hat mich sehr gefreut, jederzeit wieder.

Interview by MFS / veröffentlich auf Raveline.de

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Nvelope – Chords & Scapes (Album / Eintakt)

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Der Berliner Produzent Nvelope präsentiert mit “Chords & Scapes” sein Album-Debüt auf Eintakt Records und macht dem Albumtitel dabei alle Ehre. Wer Nvelope von seinen Live-Auftritten her kennt weiss natürlich schon was man hier erwarten darf, auf diversen Techno und Housegrooves wird mit einer Menge an dubbigen Chord-Elementen und experimentellen Effekten umsich geworfen. Über insgesamt 11 Titel ertreckt sich eine weitreichende Soundlandschaft die zum gepflegten Abtanzen aber auch zum gedigenen Relaxen einlädt. Grundsätzlich ist der Sound sicherlich nichts Neues, zumal es ja gerade irgendwie zum Trend geworden ist fleißig Dub-Chords zu verbauen, Nvelope schafft es dabei jedoch eine ganz eigene Note zu entwickeln, wie z.B. in “Transmission” oder “Frequenzverkehr“, und sich durch die komplexen und zeitlosen Arrangements gemischt mit interessant eigenwilligen, fast schon abstrakten Elementen in den einzelnen Titeln von der Masse abzuheben. Absolutes “Must Have” für alle Dub-Tech Lieberhaber, aber auch Genre-Fremde werden hier sicherlich die ein oder andere Perle für sich entdecken. Zum Schluß bleibt nur Eines, der Worte sind genug gewechselt …

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Function – Incubation (Ostgut Ton)

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Der New Yorker David Sumner aka Function, nicht zu letzt bekannt durch Sandwell District, bringt sein Solo-Debut-Album auf Ostgut Ton, und allein die Kombination lässt schon viel erwarten. Insgesamt 9 Tracks führen durch das Album, welches einer Reise durch elektronische Gefilde gleicht und sich nur schwer einem bestimmten Stil zuordnen lässt, was natürlich am Ende immer für die Vielfältigkeit eines Künstlers steht. So startet das Album erst einmal mit einer ausgedehnten Listening-Landschaft, die melodische Parts mit Ambient mischt, bevor es in „Against the Wall“ dann doch direkt auf die Tanzfläche geht, ausgereifter BigRoom-Sound mit viel Hall und Acid. „Counterpoint“ trifft es dann auch irgendwie, denn hier geht es schon fast psychedlisch zu, wobei gerade die hohen Töne vielleicht einen Tick zu grell geraten sind, analog dazu bewegt sich auch „Inter“. Die restlichen Tracks wie z.B. „Incubation“ selbst oder „Voiceprint“ orientieren sich dann wieder eher am Dancefloor und kombinieren eine düstere Grundstimmung und hypnotische Monotonie mit diversen, verspielten und ausgiebig modellierten Soundeffekten. In der Summer sehr schönes, von verspielt bis treibend reichendes Album, das für jede Lebenssituation den passenden Track anbei hat.

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Go Hiyama – Discreet Marble EP (Warm Up Recordings)

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Go Hiyama, Go… mehr muss man eigentlich nicht sagen, denn das Ziel ist bekannt, die Tanzfläche zum kochen zu bringen. Abstrakt treibend industrieller Techno-Sound mit leicht psychotischen Tendenzen durchzieht das gesamte Release, wobei „Dull Acuity“ selbst hier sicherlich direkt für die Peaktime gegossen wurde. „Common Blank“ geht es da schon wesentlich ruhiger und reduzierter an, dürfte dennoch aber wohl einige Leute zur richtigen Zeit um den Verstand bringen. Oscar Mulero baut dafür das Original sogar in 2 Remixen noch zu absoluten Fegefeuern um, es kracht gewaltig, dunkel, düster und kompromisslos. „First Refusal“ macht den Abschluss und entpuppt sich nach anfänglich fast chillig diabolischen Sounds zur kleinen Geheimwaffe dieser EP.

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Shifted – Razors EP (Mote Evolver)

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Es knarzt und kracht direkt wenn man “Razors“ in den Player schiebt, gedrungen und subtil aggressiv schiebt sich die trockene Kick und die Lofi-Bassline ins Gehirn, wobei der wirkliche Aha-Effekt doch irgendwie fehlt. „Over“ wirkt da schon etwas grooviger und mittels diverser Hall und Delay-Effekte auf den metallischen Synths wesentlich abwechslungsreicher. „Bloodless“ indess fördert den guten alten Sound zu Tage und schraubt sich mit dem schranzigen Basisloop gepflegt in die Gehörgänge, wenn man es nicht besser wüsste könnte man hier auch auf eine der ersten Fine Audio Recordings tippen, mein persönlicher Fav auf der EP. „Trouble“ geht dann nochmal etwas in die deepere Techno-Richtung mit wobbelnder Bassline und einem Mono-Synth der sich stetig im Track auf und ab bewegt, klingt aber leider irgendwie etwas unsauber. Bodenständiger Technosound, dem es am Ende aber an Charakter und Überzeugungskraft fehlt.

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GEMA VR-Ö – Grundsätzliches, Podcasts & Webradios

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Die GEMA und die Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. (BVMV) sowie der Berufsverband Discjockey e.V. (BVD) haben die Verhandlungen über den Tarif VR-Ö abgeschlossen. Der Tarif regelt die Vervielfältigungen bzw. Kopien von Musikwerken aus dem GEMA-Repertoire, die zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe hergestellt werden. Die ab 01.April 2013 kommenden Tarife für DJs stehen damit fest, wobei wir uns vom eigentlichen Thema, des für eine Zahlungspflicht ursächlichen Kopiervorgangs eines einzelnen Titels, abwenden und eher zwei grundlegenderen Fragen widmen möchten.

Am Anfang steht grundsätzlich erst einmal die Frage, ist ein Titel überhaupt von der GEMA geschützt, denn nur dann kann überhaupt eine Zahlungspflicht für diesen Titel entstehen. Dazu muss man im Grunde “nur” herausfinden ob der jeweilig urhebende Künstler, im Folgenden Produzent genannt, des gesuchten Titels selbst, oder sein Verlag (hier kann man eigentlich davon ausgehen), Mitglied der GEMA oder einer ihrer Schwestergesellschaften im Ausland ist. Bei insgesamt 73 Gegenseitigkeitsverträgen, die die GEMA mit anderen Verwertungsgesellschaften getroffen hat, dürfte jedoch so ziemlich die ganze Welt abgedeckt sein. Im Umkehrschluss ist ein Titel daher als ungeschützt zu betrachten, wenn der Produzent des Titels kein Mitglied der GEMA oder einer anderen etwaigen Verwertungsgesellschaft ist. In der Folge muss somit für diese Titel auch Nichts gezahlt werden. Komplizierter wird es dann schon wenn bei der Produktion eines Titels mehrere Personen mitgewirkt haben, üblicher Weise wird das bei Kooperationen, Features und natürlich Remixen der Fall sein. Um die Zahlungspflicht auszulösen reicht es bereits, dass einer der Mitwirkenden GEMA-Mitglied ist. Das erschwert die Suche nach dem heiligen Gral, gerade bei den im Bereich der elektronischen Musik üblichen Remix-Fluten, natürlich ungemein.

Für die  DJs ergibt sich daher die nahezu unlösbare Aufgabe herauszubekommen welche der Produzenten, deren Titel sich in der eigenen Musiksammlung befinden, Mitglied der GEMA oder einer anderen der unzähligen Verwertungsgesellschaften sind. Wie genau das in Zukunft auch praktisch aussehen soll ist bisher noch nicht wirklich geklärt, wobei laut GEMA sich der DJ selbst nicht darum kümmern muss ?!? Aus unserer Sicht stehen hier in erster Linie die Produzenten, Labels und Verlage in der Bringpflicht den Konsumenten ihrer Tracks diese Informationen zukommen zu lassen. Wir können uns ebenso gut vorstellen, dass die jeweiligen Download-Portale und Promo-Anbieter (sofern diese nicht bereits selbst die Lizenz gezahlt haben) diese Informationen direkt mit jedem Titel ausliefern, bzw. diese sichtlich markieren, ob das jedoch thematisiert wird werden wir wohl erst in den nächsten Monaten erfahren. An dieser Stelle noch eine nicht unerhebliche Anmerkung, Produzenten die GEMA-Mitglied sind und parallel dazu ihre eigenen, durch die GEMA-Mitgliedschaft automatisch geschützten Titel öffentlich spielen, müssen hierfür ebenfalls zahlen, auch wenn sie faktisch Urheber des Titels sind.

Kommen wir also zum zweiten, noch unerfreulicheren Punkt, und die meisten werden es sicherlich auch schon befürchtet haben, zumal es gerade für die unliebsam genannten “Bedroom-DJs” nicht gut ausgehen wird. In der digitalen Welt sind Podcasts und Live-Streams, Audio wie auch Video, an der Tagesordnung, aber leider nicht von der Zahlungspflicht der GEMA ausgenommen. Grundsätzlich muss jeder, der seine Mixe öffentlich zur Verfügung stellt und dabei GEMA geschütztes Material spielt auch dafür zahlen. Es ist dabei unerheblich wie viel, bzw. ob überhaupt Zuhörer erreicht werden, allein das öffentliche Anbieten und die Möglichkeit, dass es andere anhören können reicht aus um die Zahlungspflicht auszulösen. Glück im Unglück für die DJs, die sich ausschließlich aufs Radio begrenzen, hier wird bereits durch den jeweiligen Sender die Lizenzgebühr abgeführt, das gilt ebenso für die Mix-Archive des Senders (Live-Mitschnitte). Ebenso werden die  so genannten Private-Modes nicht von der GEMA abgedeckt, wie es z.B. auf Soundcloud angeboten wird, bei denen man nur bestimmten Personen das Recht zum hören einräumt, der Mix selbst für die Öffentlichkeit allerdings nicht sichtbar/hörbar ist. Inwieweit das das Ruder noch herumreist bleibt natürlich fraglich. Für DJs die selbst keinen Verdienst durch ihr Auflegen haben, wird sich am Ende allein die Frage stellen, ob es überhaupt noch Sinn macht dieses Hobby weiter zu verfolgen.

Zum Thema wann genau tatsächlich für einen GEMA geschützten Titel zu zahlen ist, gibt es einen weiterführenden Artikel auf der De:Bug Webseite (http://de-bug.de/medien/archives/welche-djs-mussen-gema-zahlen.html), den man sich dringend mal zu Gemüte führen sollte. Eines wollen wir noch vorweg nehmen, es lebe das Vinyl, denn wer ausschließlich mit dem schwarzen Gold arbeitet, der ist mal ganz fein raus ;-) und wer seine, bereits vor dem 01.04.2013, umfangreiche Musiksammlung lizenzieren möchte kann diese, kulanter Weise bis, 31.12.2013 für einen Pauschbetrag von 125€ bei der GEMA anmelden. Alle neuen Titel werden direkt und pauschal nach Anzahl (keine ID Tracklisten) mit 0,13€ abgerechnet, entgegen etwaiger Gerüchte allerdings zum Glück nur einmalig und nicht jedes Jahr aufs Neue, sofern die Titel rein physisch auf der Platte bleiben wo sie sind.

Ein offizielles FAQ zum VR-Ö mit einer Menge an interessanten Infos könnt ihr hier HERUNTERLADEN

Alle Klarheiten beseitigt?

Hier noch die wichtigsten Fakten zum VR-Ö direkt von der GEMA (Pressemitteilung vom 14.03.2013):

Der Tarif VR-Ö regelt die Vervielfältigung zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe von kopierten Musikwerken z. B. im Bereich Einzelhandel, Gastronomie, Clubs, Diskotheken. Die Lizenzierung erfolgt bei demjenigen, der für die Vervielfältigung verantwortlich ist, also bei demjenigen, der diese auch selbst vornimmt oder diese beauftragt.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Vergütung: Die Vergütung beträgt 0,13 EUR je Musikwerk, das zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe vervielfältigt wird. Vervielfältigungen (Kopien), die einmal ordnungsgemäß lizenziert wurden, können zeitlich unbegrenzt für die öffentliche Wiedergabe genutzt werden.
  • Bestehende Musikdatenbank: Vervielfältigungen, die vor dem 1.4.2013 vorgenommen wurden, können nachträglich über einen einmaligen Pauschalbetrag in Höhe von 125,00 EUR netto für alle Musikdateien lizenziert werden, sofern dieses bis zum 31.12.2013 erfolgt.
  • Sicherungskopien: Die Herstellung von Back-ups ist nicht vergütungspflichtig. Erst wenn die Sicherungskopie zum Zwecke der öffentlichen Wiedergabe aktiviert wird, ist diese einmalig in Höhe von pauschal EUR 125,- (oder als Einzellizenz 0,13 EUR je Musikwerk) zu vergüten. Gleiches gilt für das Überspielen einer Musikdatenbank von einem Datenträger auf einen anderen.
  • Gesamtvertragsnachlass: Die Mitglieder von Organisationen, mit denen die GEMA einen Gesamtvertrag für diesen Tarif geschlossen hat, erhalten einen Gesamtvertragsnachlass in Höhe von 20%.

Bitte beachten Sie den umfassenden Fragenkatalog zum Tarif VR-Ö unter www.gema.de/vroe – Für Fragen rund um VR-Ö bietet die GEMA interessierten Nutzern eine Service-Hotline an. Ab 18.03.2013 bis 22.03.2013 steht montags bis freitags von 15:00 – 17:00 Uhr ein Tarifexperte zur Verfügung unter Telefon: 0800 440 8000

 

 

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Patrick Bateman – OXO (Affin)

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Es ist doch eher selten, dass TicTacToe Labelhead Patrick Bateman auf einem anderen Label als seinem Eigenem veröffentlich, die Ausnahme macht er diesmal für Affin, und hier lohnt es sich definitiv reinzuhören. Basierend auf einem Sample-Paket von Mattias Fridell begibt sich Patrick mit drei Tracks in verauscht, deepe Technogefilde mit einer ordentlichen Portion Dub und Filterspielereien die ausgiebiges Tanzpotential liefern. Sehr interessant hierbei finde ich „Oxo2“ der in reduzierten Dub-Techno mündet und eine komplexe Soundlandschaft aufbaut die mit diversen Shuffle-Effekten durchzogen ist. Im Woo York Remix wird es dann noch einen Tick straighter mit leichten Detroit-Touch und monotonem Hypno-Charme. Erstklassiges Dub-Tech Release, bei dem gerade Liebhaber ihre Freude haben werden.

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Notfromearth – The First Contact (Prologue)

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Mit der neuen Notfromearth geht es auf Prologue diesmal sehr cineastisch und experimental zur Sache, und genau dafür steht das Project als solches auch. “The Shift Experience” startet dahin gehend auch direkt mit einer düsteren und weit verzweigten Soundlandschaft, die man wohl problemlos in diveresen Endzeitfilmen verbauen könnte. Ähnlich geartet dann “The Fall on Earth” , wie auch “The First Contact” selbst, wobei dieser dann fast schon lieblich wirkt und perfekt zum Abspann passen würde. Das war im Grunde der Teil für die Open-Minded-People, aber auch der eher typische Prologue Sound kommt nicht zu kurz, im Besonderen “The Human Core” treibt hier schön dunkel über die Tanzfläche und versprüht einen leicht psychotischen Charme. In der Summe sicher kein Über-Release und für den ein oder anderen gewöhnungsbedürftig, dafür definitiv mal etwas anderes im ach so tristen Einheistbrei.

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Proxy – Music from the Eastblock Jungles (Turbo)

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Proxy ist einer der umtriebigsten Künstler aus Russland, der den Rave-Spirit mehr in sich trägt, als so manche Generation vor Ihm. Die Inspiration, die er durch The Prodigy erfuhr, ist eindeutig hörbar, so z.B. in „Raja Ganja“ oder „Raw“. Breakbeats gibt es in „Junk“ noch und nöcher, während sich „Audio 15“ im Acid verliert. Aber auch ruhiger kann er. Dies beweist er z.B. im Ambient-Werk „Nonamed“ oder im Track „9000“, der an starke Hip Hop Headbanger erinnert. „Music From The Eastblock Jungles“ umfasst insgesamt 20 Tracks, die sich quer durch alle musikalischen Strömungen schlagen. Weil das zu viel auf einmal ist, wurde Part I bereits Ende 2012 released und Part II ist vor kurzem erschienen.

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Polizeistaat Soundcloud und der Patriot-Act für Musik

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Um es kurz vorweg zu nehmen, da diese Diskussion bereits nach der Veröffentlichung auf Neon.de aufkam: Dieser Text zielt in erster Linie auf die Sicht der jenigen ab, die Musik auf Soundcloud bereitstellen und verbreiten möchten, sprich Produzenten, Labels, Promo-Anbieter etc … nur indirekt betrifft es die eigentlichen Hörer, i.e. Endverbraucher, nur falls sich jemand an der Phrase “es gäbe keine adäquate Alternative” stören sollte. Gerade im reinen Listening-Bereich gibt es diese natürlich en masse.

Die Frage “wer nutzt alles Soundcloud?” zu beantworten dauert sicherlich länger als sich der Frage “wer nutzt es nicht?” anzunehmen , was allein daraus resultiert, dass es keine wirklich adäquate Alternative gibt und SC damit quasi ein Monopol inne hat. Zu was sich jedoch Monopole in der Regel entwickeln zeigt die Vergangenheit zweifellos und da macht auch SC keine Ausnahme.

In letzter Zeit hört man im direkten Kontakt mit Bekannten, dass diese das Verhalten von SC gegenüber den zahlenden Kunden nur noch als frustrierend empfinden, denn hier findet anscheinden eine förmliche Unterjochung statt die jeden unter Generalverdacht stellt. Mit der gezielten Bekämpfung von Spam, so die offizielle Begründung, hat das jedoch nichts mehr zu tun, eher kommt es einer zufallsgenerierten Bekämpfung gleich. Teilweise werden Nutzern diverse Funktionen für Monate gesperrt und mit seltsamen Floskeln abgehandelt, die jeder Grundlage entbehren. “Sie haben in den letzten 24h ihre Sounds in mehr als 75 Gruppen gepostet” … ja wozu nutzt man Soundcloud denn, doch genau dafür, das verbreiten der “eigenen” Sounds! Allein als Webspace zum Uploaden und hosten von Daten sind bis zu 500€ im Jahr dann doch etwas zu viel. Man schießt hier definitiv um Lichtjahre über das Ziel hinaus und restriktiert genau die Funktionen, die den Grundstein dafür legen sich bei SC anzumelden und diese Plattform zu nutzen.

“Sie folgen zu vielen neuen Accounts in einer zu kurzen Zeit” , ja gut bei der Menge an Musik die einem vielleicht gefällt ist man doch gern Up-to-date was neue Künstler anbelangt, was bitte soll also der Scheiss? “Dein Like/Repost-Verhalten kommt uns etwas seltsam vor” , aha wie soll es denn unseltsam aussehen, da kommt einem doch eher das Verhalten von SC mehr als nur “etwas” seltsam vor! Die Funktion hätte man sich dann auch getrost sparen können, den genau hier geht auch der Angriff auf die “normalen” reinen Listening-Nutzer los, die quasi nur am hören neuer Sounds interessiert sind und auch zeigen wollen was ihnen gefällt.

Was hier abläuft ist reine Schikane und ein ordentlicher Tritt in den Allerwertesten der eigenen zahlenden Basis, was an sich schon dämlich ist, man sollte nie die Hand beißen die einen füttert, denn wo wäre SC jetzt ohne genau diese Leute? Die Unfähigkeit ordentliche Algorithmen zu entwickeln um Urheberrechtsverletzungen (so werden z.B. neu produzierte Tracks auf Grund von Urheberrechtsverletzungen einfach nicht frei geschaltet, wie auch immer das gehen soll, selbst wenn der Track gerade frisch aus CuBase rausgeflutscht ist) oder Spam zu unterbinden mündet in einer pauschalisierten Verurteilung und Blockierung von Allem was nur irgendwie, möglicherweise, eventuell den Anschein hat irgendetwas zu sein … woher kennen wir das denn?

 In diesem Sinne, lasst euch das nicht gefallen … Programmierer und Investoren dieser Welt, es wird Zeit eine Alternative zu schaffen, und Eines verspreche ich, an Zulauf von neuen Nutzern wird es definitiv nicht mangeln !!!

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Contra-Beatport-Feature #001 : Legowelt

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Nachdem ich mich ja auch ab und zu durch die Beatport-Features (die gaaanz großen mit dem Porno-Banner) klicke und mir des öfteren denke, wie kann das sein … an der Musik kann es offenhörig nicht liegen, von daher macht es doch Sinn mal meine jeweilige Gegendarstellung zu schreiben. Los gehts mit der neuen “Star Gazing EP” von Legowelt, die zum einen als Deephouse deklariert wird, als Feature dann aber unter Techno zu finden ist, naja gut zum Genre-Wahnsinn auf BP brauch man glaub ich eh nichts mehr sagen. Persönlich bin ich schon irgendwie ein Legowelt-Fan, besonders der älteren Sachen, erinnere man sich an den feinen Remix für Johannes Heil, lang nichts mehr von gehört, daher mal drauf gedrückt und reinhgehört. “Star Gazing” ist schonmal sehr verwirrendes Material was vermutlich mit künstlerischer Freiheit und kreativem Experimentalismus gerechtfertigt wird. Broken-Beats, Unmengen an Synthies die irgendwie alle machen was sie wollen, Solo vielleicht sogar eine Harmonie erkennen lassen, dazu noch strange Pausen mit Sirenen und ein paar Vocals, naja die ruhigeren Stellen sind teilweise sogar annehmbar, ansonsten aber einfach nur stressiger Sound ohne Ästhetik. “Visions in my Mind” eigentlich der einzig verwertbare Track mit leichtem Indie-Disco-Einfluss, sicher auch Geschmacksache, aber zumindest problemlos hörbar. Zum guten Schluss “Wayfaring Stranger” , hier lässt zumindest der Name keine Wünsche offen, ansonsten oldschooliger Acid-Rave-Sound mit moderner Wärme, hat irgendwie was, aber irgendwie auch wieder nicht.  Legowelt auf dem großen Banner sieht halt besser aus als DJ Hugendubel … in diesem Sinne, bis zum nächsten mal. (MFS)

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Frau Anke – Fighter Queen (Dark Net)

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Das neueste Release auf dem australischen Label DarkNet kommt diesmal aus Deutschland und zwar von Frau Anke, und die Kampf-Braut lässt mit “Fighter Queen” ordentlichen Hausfrauen-Techno vom Stapel. Solide stampfender leicht industriell wirkender BigRoom-Sound der sich problemlos in jegliches Peaktime-Set einfügen wird. “Won” hingegen bringt einen gewissen Rave-Touch mit sich, aber es könnte wohl auch ein Bohrer beim Zahnarzt sein,  zum Glück muss man das Gefühl hier ab nur in die von sich weg fliegenden Beine transportieren. An der Remixfront tummelt sich dann was Rang und Namen hate, Kai Randy Michel schraubt sich ordentlich trocken in die Gehirnwindungen, während Brian Burger fast schon minimalistisch in den Acid-Bereich mittels subtiler Sägezahnbassline abtaucht, es dann aber nochmal ordentlich krachen lässt. Den Abschluss macht Bitterstrom, mit dem für meinen Teil feinsten Track, schön düster schiebender Psycho-Techno, genau das Richtige um das Feiervolk platt zu machen. Top Notch!

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Alan Fitzpatrick – 9 Hours Later – M.Suckut Redefinitions (8 Sided Dice)

6349605Alan Fitzpatricks Label 8 Sided Dice etabliert sich kontinuierlich zu einem der wichtigsten Techno-Labels der aktuellen Zeit, so wird das erste Release “9 Hours Later” von 2008 nun durch die Remix-Maschinerie gejagt. Den Anfang macht kein geringer als Markus Suckut mit seinen „Redefinitions“ zum Original. Es geht gewohnt trocken mit typisch stumpf scheppernder Kickdrum voran, dazu ein reduziertes Perkussions-Gerüst mit Detroit-Anleihen und einem subtilen Bass der gemächlich durch die Gegend wobbelt. Hier und da noch ein paar ausgewählt platzierte Reverb-Effekte und fertig ist ein feiner Dancefloor-Schieber. Die zweite Redefinition wirkt da im Grunde schon wesentlich wärmer und verspielter, allein schon durch die volumige Kickdrum. Auch hier werden Hihat und Snare wieder sehr reduziert eingesetzt und im Ping-Pong mit diversen anderen Percussions und Effekten durch den gesamten Track geschleift, Suckut Sound halt, very useful tools!

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Liss C. – LR6 (LC Series)

LC01Nach nun einigen einschlägigen Veröffentlichung des Wahl-Berliners Liss Casaro aka Liss C. auf Labels wie Elektrax, Refluxed oder Cromosom, bringt er sein eigenes kleines Label “LC-Series” an den Start und tummelt sich dort mit diversen Künstlern aus der näheren akustischen Umgebung. So gibt es nun auch das erste Vinyl namens “LR6” , erstmal etwas unspektakulär aber das bügelt der Sound gnadenlos glatt, denn es geht im gewohnt trockenem Techno-Stil mit ordentlich Hall direkt auf die Tanzfläche, und da wird erstmal ordentlich gestampft. Nicht minder kompromisslos wirkt dabei der Remix von Attemporal, der zudem noch leichte Acid-Tendenzen aufweist. Die B-Seite wirkt mit “AA+” wesentlich wärmer, hier fliegen direkt mal ein paar spacige Synthies durch die Gehörgänge, inklusive verzerrt, kranker Bassline die sich schräg in den Vordergrund drängt, das drückt einem direkt ein fieses Grinsen ins Gesicht. Ms. Sunshine durchzieht ihren Remix dann noch mit einem feinem Detroit-Charakter, etwas mehr Groove und schön gefilterten Chords, Gute-Laune-Techno der alten Schule.

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Basic Implant – Favor.02 (favor.)

6439914Ach freu ich mich, dass Basic Implant wieder belebt wurde, nun in Koop von Sven Dedek und Electric Envoy. Es geht mit „Bam Bam“ auch direkt kompromisslos industriell zur Sache. Schiebender Loop-Sound mit ordentlich verzerrter Kick und Bassline dreht es einem ordentlich die Grütze ausm Kopf. „Loopazoid“ geht dann etwas trockener ans Werk, mit leichten Acid-Anleihen, hart aber trotzdem irgendwie groovig, so wie man ältere BI-Produktionen auch noch im Kopf hat, das gefällt mir sehr! Bei „Gravitation“ kracht es dann noch mal ordentlich, schöner knarzig böser Sound, distortion, frequenz-shiften und monumentales Vocal gieren förmlich nach Nebel und Stroboskop. Im Mathias Bradler Remix wird es dann noch mal etwas flüssiger im Sound und eher dem aktuellen „Dark-Techno“-Stil angepasst, auch eine sehr feine Nummer, doch das Original rockt für meinen Teil einfach mehr, Basic Implant is back!

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