Author Archive

Heiko Laux – Fernweh (Kanzleramt)

artworks-000093317183-uvbqtq-t500x500

Persönlich habe ich von Heiko Laux die letzten Jahre recht wenig gehört, nicht zu Letzt weil sein Label Kanzleramt für mich akustisch irgendwie uninteressant wurde. Umso mehr freu ich mich nun über das aktuelle Album “Fernweh” auf selbigem Label. Ein stilvolle präsentierte Doppel12″ mit insgesamt 8 Titeln die sich zwar am aktuellen DubTech-Hype orientieren, dennoch ein enorme Vielfalt und natürlich den persönlichen Stil von Heiko Laux widerspiegeln. Er versteht es wie kaum ein Anderer die perfekte Linie zwischen treibenden Beats und zurückhaltend verspielten Elementen zu finden. Der Titeltrack “Fernweh” selbst hypnotisiert den Hörer dabei umgehend und stellt vor die Entscheidung zu Tanzen oder zu Träumen, oder eben halt auch Beides zur gleichen Zeit. Mein persönlicher Fav hierbei ist “Shimmer” auch wenn das wohl der am wenigsten tanzbare Track ist, dafür aber eine unheimlich beflügelnd, psychedelische Reise für die eigene Vorstellungskraft. Definitiv ein Must Have!

BUY ON BEATPORT

FAZIT: Sven Väth @ Kesselhaus / Augsburg

väth_15season

Bevor Ihr diesen kleinen Text lest haltet euch bitte vor Augen dass ich grundsätzlich ein Partypessimist bin, musikalisch absolut intolerant und sowieso Probleme mit den Bandscheiben habe. Wem das schon zu viel ist, der höre an dieser Stelle bitte auf. Zudem geht es mir diesmal nicht nicht zwingend um de Musik sondern eher um die allgemeinen Rahmenbedingungen.

Als Intro muss ich direkt klarstellen, dass ich definitiv meinen Spaß hatte, nicht zu letzt auch durch das Set von Herrn Väth (danke an dieser Stelle für den schön acidlastigen Auftakt zur Sound of the 15th Season Tour), auch die Location versprüht ein angenehm industrielles Ambiente, was natürlich sehr gut zum Sound passt. Es geht hier also nicht darum irgendwas schlecht zu machen, sondern eher um die Verifizierung diverser Thesen bezüglich der „Technoszene“, die mich nun seit längerem schon begleiten.

Hier wäre zum einen die Frage, ist der Eintritt von 23 € gerechtfertigt? In München würde ich mich drüber sicherlich nicht mehr echauffieren, in Augsburg dafür schon, auch wenn ein Sven Väth nicht wirklich günstig in der Anschaffung zu sein scheint. Das jedoch ist wohl ein generelles Problem, denn auch in der DJ-Szene klafft die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Gerechtfertigt ist das aus meiner Sicht eher nicht, auch wenn diverse Wegweiser des Klangs natürlich ein paar mehr Euronen einstreichen dürfen. Für mich bleibt es dabei dann doch eher unerheblich welcher Titel nun von welchem Held (na, erkannt? demnächst auch in Augsburg wieder zu hören … versteckte Produktplatzierung vom Feinsten) aufgelegt wird, sofern es sich nicht um einen Live-Act (damit meine ich nicht Ableton-Live-Act) handelt. Was ich Herrn Väth dabei definitiv zu Gute halte, dass er, im Gegensatz zu diversen anderen Tanzflächenmatadoren wie z.B. Herrn H. oder Herrn L., den Produzenten der einzelnen Titel Tribut zollt indem er diese auch als eigenständig präsentiert, sprich diese nicht durch endlose Effektketten zieht oder gleich direkt alles, mittels diverser toller Geräte, akustisch zerhakt. Danke dafür, und ich nehme mir heraus auch im Namen vieler anderer Künstler zu sprechen, das die Tracks auch mal in gesamter Länge und im Original unverfälscht auf das Publikum wirken dürfen, denn das ist wohl eigentlich auch die Absicht gewesen. Der Rest möge sich dann doch bitte diverser Samplepakete bedienen.

Zum anderen war es einmal mehr eine interessante Erfahrung zu erleben wie schnell sich die „Partylaune“ zum ausgiebigen Huldigen des Hauptprotagonisten wandelt, sobald dieser die „Bühne“ betritt. Irgendwie unterliegt auch plötzlich jeder dem Zwang bei jedem Übergang oder Break zu Pfeifen, Schreien oder Furzen, unabhängig davon wie gut oder schlecht ein Track tatsächlich ist. Sicherlich liegt das im Ohre des Behörers, von daher verweise ich auf die Subjektivität meines Textes. An der Stelle möchte ich direkt dem Warm-Up DJ danken. Sehr schönes Set das bewiesen hat, dass man auch zu dieser Zeit die Menge bereits zum Feiern bringen kann/darf, entgegen der wohl ungeschriebenen Regel es dem Hauptact nicht zu schwer machen zu dürfen das bereits erreichte Level auch weiterhin halten und eventuell noch steigern zu können.

Das nächste Phänomen: die Erleuchtung der Tanzfläche via Smartphones mit gestochen scharfem Retinadisplay durch diverse Hobbyphotographen und Amateurfilmer, die dann vermutlich eher zu den gemachten Aufnahmen auf der heimischen Couch feiern, statt einfach mal im Moment zu leben. Aber auch so ein Moment will ja irgendwie fixiert werden. Ein bekannter DJ hat mal gesagt: „Legt die scheiß Handys weg und Tanzt einfach!” … treffender geht es wohl kaum. Allerdings ist es natürlich auch sehr wichtig allen Pseudo-Facebook-Freunden zu beweisen wie geil doch der Abend war. Ich glaube es gibt sogar eine Spezies die jede Party nur 5 Minuten besucht um genau eben diese Beweisfotos zu machen, allerdings sind diese sehr schnell und in der Offline-Welt eher scheu, von daher auch nur sehr selten zu beobachten.

Die Crux für mich allerdings ist die essentielle Frage, wird ein Track „besser“ nur weil ihn ein bekannterer DJ auflegt. Verstärkt oder verändert das die Wirkung? Meine subjektive Empfindung, definitiv Nein! Als kleiner Mensch hätte ich eh immer wieder in die Luft springen müssen um mich zu vergewissern, dass da tatsächlich schon oder noch Papa Sven auflegt, von daher hatte ich das also nur im Hinterkopf gespeichert, wie schon erwähnt, unter Rücksichtnahme auf meine Bandscheiben. Es hätte da auch gern jemand anderes stehen können, wäre genauso geil gewesen oder halt eben nicht. Ein Track ist einfach genial, oder halt nicht, er passt gerade zur eigenen Stimmung oder halt nicht, ungeachtet jeglicher Massendynamik.

Warum geht man also nicht einfach mal wieder wegen der Musik weg, und nur wegen der Musik? Nicht weil große Namen auf den Flyern und Plakaten stehen und sich der Raum für die zwei Stunden zum Platzen füllt, nur um danach wieder mit gähnender Leere zu glänzen. Diese Empfindung ergab sich allerdings hauptsächlich durch andere Events, das Kesselhaus gestern war durchaus stetig, moderat gefüllt, hätte aber trotzdem ein wenig mehr sein dürfen, zumal die allgemeine Abwanderung schon gegen ca. 3 Uhr mitten in Peaktime begann. Irgendwie auch ein Indikator des Verfalls. Im Grunde sind die horrenden DJ Gagen nur Reproduktion genau dieses Verhaltens bzw. dieser Ansprüche des Feiervolks, die der Illusion unterliegen, je bekannter der DJ umso besser die Party, schade eigentlich.

Aber keine Sorge, früher war auch nicht alles besser ;-)

 

In diesem Sinne,

nüchtern betrachtet war es besoffen irgendwie schöner

um den Kreis zu schließen, hier findet ihr Sven aktuelle Mix-Compi: BEATPORT

Jeff Mills – Man from Tomorrow (Axis)

MFT_A1_HDss

Zu Jeff Mills selbst bedarf es sicherlich keiner langen Einführungen und seine Affinität zu ganz speziellen Projekten ist weltbekannt, denkt man z.B. an “Blue Potential“. Die neueste künstlerische Kooperation bewegt sich auf sehr experimentellen, audiovisuellen Pfaden zusammen mit der französischen Filmemacherin Jaqueline Caux und nennt sich “Man from Tomorrow“.

Ich hatte nun das Glück den knapp 40 Minuten langen Film vorab sehen zu dürfen. Ich habe mir zuvor auch keinerlei Info-Material durchgelesen um meine Unvoreingenommenheit zu wahren. Daher erlaube ich mir das Urteil es als groteskes, vielleicht sogar subversives Kunstwerk zu bennenen, welches förmlich für sich selbst steht. Wie schon erwähnt geht es sehr experimentell zur Sache, gerade was den akustischen Teil von Jeff Mills anbelangt, sehr seltsam, teils melancholisch, aber auch verrückt und verzerrt. Es gibt natürlich auch immer wieder klassische Detroit-Elemente die teils sogar tanzbar wären. Den tatsächlich Sinn hinter dem Werk machen dabei Jeff Mills gesprochene Botschaften über das Hier und Jetzt, die Zukunft, die Musik, das Leben (Ausschnitte aus dem zum Film geführten Interviews) … “Musik ist nicht das Problem, das Problem ist wie wir denken, dass Musik sein müsste” … und das trifft es irgendwie genau auf den Punkt, die Frage nach dem Zwang sich irgendwelchen musikalische Dogmen zu unterwerfen, und wozu? Transportieren kann man diese Frage analog in quasi jeden Bereich des Lebens, des eigenen Lebens.

Der visuelle Part komplettiert die Darstellung mit einem verschobenem Blick auf die Gesellschaft und deren etwaiger Zukunft, oft in tristem Grau gehalten, teils verstörend, abstrakt und surreal. Der wirkliche Sinn darin bleibt provokativ verborgen, und doch erahnt man immer wieder die Gedanken im Hintergrund. Das schöne daran ist die fehlende, aktuell oft so übertriebene, Plakativität. Dem Zuschauer wird dabei eine enorme geistige Eigenleistung abverlangt, die Interpretation des Gesehenem und Gehörtem auf der eigenen subjektiven Ebene durchzuführen und der Verbindung von Bild und Ton eine ganz persönliche Bedeutung zu geben.

In der Summe definitiv keine leichte Kost und so einige werden damit vielleicht nichts anfangen können, trotzdem sollte man sich die Zeit nehmen und erst danach eine eigene Meinung bilden. Auch wenn “Man from Tomorrow”, neben der DVD, als Audio-CD erhältlich sein wird, so sollte man doch eher das Video als solches zum Konsumieren bevorzugen, es ist einfach essentiell beide Teilkunstwerke im Verbund als Ganzes zu sehen und damit auch beiden Künstlern Rechnung zu tragen.

bisher bestätigte Termine der Aufführung:
02. Februar: Paris – Louvre
12. Februar: New York – Studio Museum
19. Februar: Berlin – Hackesche Höfe

Man From Tomorrow Trailer from AxisRecords on Vimeo.

youAND: THEMACHINES – Behind LP Reshaped (Ornaments)

Untitled-1

Knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung des Albums “Behind” von youAND:THEMACHINES steht das umfangreiche Remix-Paket in den Startlöchern, welches allein schon durch Präsentation und Layout die Herzen der Sammler höher schlagen lassen wird. Musikalisch braucht sich das Release natürlich auch nicht verstecken, denn das Label Ornaments steht seit Anbeginn für qualitativ hochwertigen Sound und gekonnte Auswahl der Künstler. So tummelt sich auf der Remix LP auch eine Auswahl an Künstlern die unterschiedlichste Interpretationen der Originale beisteuern, die man wohl kaum direkt in ein bestimmtes Genre packen kann. Steve Bug verwandelt “Drift” dabei in einen schön verspielten, deepen Housetrack der sich an den Original-Vocals entlang hangelt, Legowelt packt “Domain Specific” hingegen in einen treibenden Technoumhang mit leicht psychotischen Elementen und The Analog Roland Orchestra landet mit dem Remix von “Desire” punktgenau im chilligen Downtempo-Bereich. Daneben reihen sich u.a. noch Brothers Vibe, Basic Soul Unit, Boo Williams, Sascha Dive, Marko Fürstenberg & Luke Hess und viele mehr an der Remixfront ein, was man in Worten kaum beschreiben kann und daher lieber gleich hören sollte. Für Abwechslungs ist also definitiv gesorgt und auch diesmal wird es ein ausschließlich physisches Release bleiben, erhältlich als 3×12″ LP, limitiert auf 300 Stück und der Nostalgie zu Liebe auch als gutes altes Tape mit 150 Exemplaren. Jedes natürlich als Einzelstück mit speziellem Design des Artworks und natürlich dem fortlaufenden Stempel. Ein solches Gesamtpaket verdient daher natürlich das Tonreport-Prädikat “Äußersts Hörenswert” , also beeilen und schnell ein Exemplar sichern!

BUY ON DEEJAY.DE

Emiliano Martini – Timeless Delusion (Proper Slap Limited)

9318445

So wirklich genau kann man den Sound der neuen Veröffentlichung von Emiliano Martini nicht einordnen, aber genau das macht es doch irgendwie besonders. “Timeless Delusion” kommt auf dem eigenen Label Proper Slap heraus und mischt gediegene Jack-House-Elemente mit klassischen Techno-Sounds und diversen kleinen Acid-Einlagen. “Gentle Lady” nährt sich von einer ähnlichen Symbiose, wirkt dabei jedoch noch einen kleinen Tick ruhiger, trotzdem aber dezent treibend und verspielt, nur die Vocals muss man halt mögen. Mein persönlicher Fav auf der EP ist definitiv “Whimsical Garden“, zeitlos epische Padlandschaften, reduzierte Basslinien und gediegene Percussions laden zum Träumen und Schweben ein, absolutes Must Have für jede chillige Afterhour!

BUY ON BEATPORT

Heiko Laux – K-Remixes Single Two (Kanzleramt)

8870698

Kanzleramt feiert den 20.Geburtstag und dem ein oder anderen wird das Label sicherlich auch noch etwas sagen, zumal es eine Zeit gab in der Kanzleramt in aller Ohren war und für innovative elektronische Musik stand. In den letzten Jahren musste ich das zumindest für meinen Teil etwas vermissen und zum Geburtstag dann noch einmal die guten alten Kamellen zu veröffentlichen macht dabei durchaus Sinn. Nachdem im ersten Paket u.a. “Subway” von Richard Bartz und “Palm Cove” von Offshore Funk durch den Remixwolf gedreht wurden, dürfen es im zweiten Teil nun die Klassiker vom Labelchef Heiko Laux höchst selbst dran glauben. “Hangin‘” wird gekonnt von STERAC (Steve Rachmad) verdreht, verzwirbelt und in eine treibendes Peaktime- Monster verwandelt. Dazu gibt es direkt noch eine zweite, schön elektronisch düstere Version. Rod widmet sich dann dem guten alten “Silent Bass” , einmal im detroitigen Fluffy-Gewandt, minimalistisch und mit seichten Flächen, und zum Zweiten dann quasi nochmal fast genauso, allerdings mit einem schön verspielten Syth-Bass im Vordergrund. Wem diese Tracks nichts sagen, sollte sich dringends mal nach den Originalen umhören, an den Remixen wird man so oder so seine Freude haben. (Na doch nicht so negativ wie es die ersten paar Sätzen haben vermuten lassen ;-)

BUY ON BEATPORT

Contra Beatport Feature #005 – Carl Cox – Intec50

9024848

Gerade eben schrie mich das große, stilisierte Auge von Carl Cox auf dem aktuellen Beatport-Flash-Unbedingt-Kaufen-Werbebanner an. Nun gut, vom Kollegen auch lange nichts mehr gehört, die paar alten Intec-Scheiben in meinem verstaubten Plattenkoffer waren meist auch nicht die Schlechtesten. Vom Artwork fällt einem direkt der so vielversprechende Satz “All Roads lead to the Dancefloor” (Alle Wege führen auf die Tanzfläche) entgegen, Interesse geweckt, klick und play. Beatport hat natürlich wieder die wichtigste Stelle im Track “Kommen Zusammen” (Zusammen Kommen wäre dann doch  zuviel gewesen) gefunden, schön akustisch verpixelt schiebt sich ein, wohl sehr aufwendig programmierter Synth in meine Gehörgänge, gepaart mit nervig schrägen Upliftern und einem high-end “Kommen Zusammen”-Vocal. Man sehnt sich förmlich nach dem Ende des Breaks, der kommt auch, jedoch nicht mit Ach und Krach. Die Kickdrum setzt ein, ich vermute zumindest mal das es eine sein soll, anscheind irgendwie den Sub vergessen, dafür sind die nervigen Töne weiterhin da. Ganz ehrlich, das geht mal gar nicht, besonders von unserem Schwergewicht hätte man doch wenigsten etwas mehr Druck, Verspieltheit oder Peaktime-Potential erwarten können, es muss ja nicht immer gleich Innovation sein. So ähnlich wird sich das Herr Cox vermutlich auch gedacht haben, denn im Gegensatz zu anderen beeindruckenden 1-Track-Veröffentlichungen hat er sich zur Sicherheit noch einen Remixer ins Boot geholt. Joseph Capriati powert das Original in eine angenehm treibende Stimmung, mit leicht düsterem Charakter. Sicherlich auch nicht der Oberhit der kommenden Saison, aber zumindest der notwendige Wermutstropfen. Das schöne ist natürlich, dass sich das Ganze schon allein wegen des Namens “Carl Cox” verkaufen wird, wozu sich also noch Mühe geben? Viel Spass beim Tanzen!

BUY ON BEATPORT

 

Martin Nonstatic – Back on Earth (subspiele)

a2603650791_10

Wer sich im Bereich Ambient und Dub Techno bewegt wird zwangsläufig über das kleine kölner Label subspiele stolpern und vermutlich dort auch des Öfteren wieder einkehren, was nicht zu letzt an der eigenen Basis ausgesuchter Künstler liegt. Das nun erste CD-Release ist exklusiv auf Bandcamp erhältlich und kommt von Martin Nonstatic, der mit “Back on Earth” quasi sein Albumdebüt liefert. Insgesamt 7 Tracks breiten sich über eine Spiellänge von 70 Minuten aus und laden auf ein außergewöhnliches Hörerlebnis ein. Die einzelnen Tracktitel referrieren dabei schon über die Weiten des Weltalls und bleiben diesem Ziel auch klanglich treu. Martin schafft es fast spielerisch die Gehörgänge mit weit flächigen Klangteppichen zu bespannen, gepaart mit glasklaren Hall und Delay-Effekten, minimalistisch eingesetzten Rhythmen und teilweise einem gewissen psychedlischen Touch, wie z.B.  in “Winds of Mars“. Die Klänge ziehen den Hörer dabei hypnotisch in ihren Bann und vermitteln eine extravagante Symbiose aus Dub, Ambient und Downtempo.  Es lohnt sich definitiv alle Viere von sich zu strecken und dieses Album in gesamter Länge zu genießen, man ist am Ende fast schon enttäuscht, dass die Reise schon vorbei ist, von daher Prädikat:  HABEN MUSS !!!

BUY ON BANDCAMP

Mod.Civil – Opto Watts EP (Ornaments)

artworks-000065089774-qoox8m-original

Ornaments bringt das nächste Release in gewohnt farbiger Vinyl-Sammel-Edition diesmal mit Mod.Civil der insgesamt vier tief trocken und verspielte Tracks abliefert. “Opto Watts” wirkt dabei schön funky und rollend, versprüht eine gewisse Leichtigkeit im Sound, aber auch eine kleine Hand voll verquerten Klängen. “Loop” macht seinem Namen ganze Ehre, grooved und shuffelt sich gediegen über die Tanzfläche, ein Track den man tatsächlich problemlos über Stunden hören könnte, ohne genervt zu sein. Ein Synth der etwas gewöhnugsbedürftig ist, kombiniert mit den klassischen 808-Elementen erwartet einen in der “808 Session Part 1“, zusammen mit der bauchigen Bassline auf jeden Fall sehr interessant. “Sunbeam” zum guten Schluss dann wieder sehr verspielt mit einer Fülle an Raum, Klang und sonnigem Gemüt, die leicht an eine Mischung aus chinesischer Folklore und 8-Bit Super Mario Sound erinnert, damit ist der Wiedererkennungswert auf jeden Fall gesichert.

BUY/PREORDER ON DECKS.DE (10.02.2014)

Contra Beatport Feature #004 – Arty & Matisse & Sadko – Riot

8665268

Ein letztes Mal dieses Jahr muss ich mich schon noch über die legendären Beatport-Features auskotzen, und wie bekannt ist steh ich ja voll auf MP3-Oneside Pressungen, das war damals als Vinyl schon immer was Besonderes. Die Glücklichen diesmal sind Arty und Matisse & Sadko, wobei das Sad bei Sadko schon irgendwie Bände spricht, es ist einfach traurig zu sehen was hier so abgeht. Naja wie auch immer, das Release der drei Mus(i)ketiere auf Spinnin Records nennt sich „Riot“ , was übersetzt Aufstand heißt , und das trifft es auch irgendwie, denn meine Synapsen haben direkt nach dem Drücken des Playbutton einen solchen angezettelt. Das schöne an solchen „Progressive House“ Tracks ist, dass man es problemlos schafft sich auch mittels des kleinen 2-Minuten-Prelisten eine schlechte Meinung zu bilden. Zum Sound muss ich eigentlich nicht wirklich was sagen, ihr wisst ja was kommt, aggressive übersteuerte Synthies mit minimal melodischer Abwechslung, untermalt mit diversen Up und Downliftern aus dem letzten Beatport-Samplepaket. Das Arrangement kann man glaub ich auf Youtube als Tutorial anschauen, es scheint zu funktionieren! Wenn man schon zu Dritt ein solches Megabrett schraubt, dann muss es ja ein Hit werden. Ich möchte hiermit deutlich sagen, ich will niemanden in meinem Bekanntenkreis, der so was kauft, spielt, hört oder anderweitig unterstützt. Normalerweise müsste ich mir jetzt neue Lautsprecher kaufen, aber zum Glück gibt es da etwas von Ratiopharm. Ich glaub es gibt irgend so ein Mashup aus besagter Art von Tracks irgendwo im Netz, die sich alle gleich anhören, da dürfte das gut rein passen. Um meiner Konsequenz Ausdruck zu verleihen, werde ich hier weder ein Prelisten noch einen weiterführenden Link veröffentlichen. Das könnt ihr euch mal schön selber raussuchen, falls euch das hier noch nicht reicht.

In diesem Sinne, Frohes Fest!

Akustische Sternstunden: BoysNoize – Go Hard-(ly)

7564596

Die Initialzündung für diese subjektive Meinungsäußerung hier gab mir das Video zum neuen BoysNoize Track “Starwin” über den ich zu letzt irgendwie gestolpert bin. Alte Menschen auf Rollschuhen spastikulieren dabei zu diversen Allerweltstönen aus dem letzten Samplepaket von Beatport, die man so ja noch nie irgendwo gehört hat. Die typisch aktuellen Synth-Eskapaden im Neo-Pop-Techno-Bereich werden hier im Loop abgefeuert, zwischendurch geht’s mal eine Oktave runter und die 303 wird, schrecklich gequält klingend, in den Track gewuchtet, naja ist halt grad wieder mal State of the Art. Das Ganze zieht sich 2 Minuten bis zum Break, dann Filter rein, Uplifter pro Forma mal an und weil’s so schön ist das Delay bis auf 64 hochgeschraubt, und ZACK, zurück in den Loop, alle Tanzen! Naja dann noch mal 2 Minuten, ich glaub irgendein Ton ist jetzt auch neu dazu gekommen, Intelligent Dance Music quasi, egal! In der Summe 4:30 Minuten meines Lebens verschwendet, bei mehr wäre ich jetzt auch echt ärgerlich.

Es geht noch weiter, der Knaller kommt noch. Im Grunde macht man ja ein Video immer zum stärksten Track der EP, folglich wurde ich neugierig ob es denn noch schlechter ginge, zumal “Starwin” ansich noch grenzwertig “hörbar” ist. Und ja, BoysNoize steht für Konsequenz, wenn schon Scheiße dann mit Schwung, wobei ich ehrlich hoffe, dass das hier nicht die aktuelle Entwicklung der elektronischen Musik ist, denn die sollte vorwärts laufen und nicht rückwärts. “Go Hard” nennt sich die EP, und ja es ist wirklich hart das durchzustehen. Auf die einzelnen Tracks geh ich gar nicht erst ein, ich weiss nur das es “Happy Hardcore”, oder wie sich das schimpft, schon mal gab. Zwischen 150 und 85 bpm wird so jeglich alles Schlechte was die elektronische Musik während ihrer Evolution hervorgebracht hat verwurstet und auf ca. 4 Minuten zusammen gepresst, ein wenig HipHop ist auch mit dabei und da setzt es bei mir ja bekanntlich sowieso aus. In der Summe die akustische Überdosis für wenig Geld und Paradebeispiel für all diejenigen die irgendwie begründen müssen warum sie kein Techno hören. Die Plays/Likes auf Soundcloud sprechen dabei eigentlich nur für eine kollegiale Geschmacksverirrung.

Wer jetzt immer noch nicht genug hat sollte sich mal das neue Album “OP-1” vom Housmeister reinziehen, ebenfalls auf BNR erschienen, aber mein Therapeut meint ich soll aus gesundheitlichen Gründen lieber Nichts drüber schreiben. Jeden Tag beginnt der Verfall ein bißchen früher.

PS: den Link zum Kaufen poste ich bewusst nicht.

Marcel Fengler – Fokus (Album Release / Ostgut Ton)

12324_fokus

Um ein Album zu hören und gar zu reviewen bedarf es meist immer eines gewissen Abstands zum Künstler, zumal sich ein Album eher als Spielwiese und experimentelle Plattform für den Künstler anbietet, im Gegensatz zu Singles oder EPs, die man eher als Momentaufnahme deuten sollte. So zeigt auch Marcel Fengler eine enorme musikalische Spannweite mit seinem neuen Album “Fokus“, das mit “Break Through” nahe zu monumental im Ambient-Bereich startet. Im Verlauf wird es mit “The Stampede” und “Mayria” schon teilweise arg industriell, was natürlich immer eine gewisse Geschmacksache bleiben wird. Den typisch hypnotischen Fengler Sound gibt es dann in “Trespass“, “Jaz” und “Sky Pushing“, diese Tracks werden definitiv ohne Umwege den Weg auf viele Tanzflächen finden. Für den Listening-Bereich gibt es dann noch einladende Electronica-Klänge wie z.B. in “Liquid Torso” und “High Falls” , von daher ist die Abwechslung uneingeschränkt gegeben. Die meisten Tracks sollte man sich unbedingt des Öfteren anhören und sich dabei auch nicht anderweitig stören lassen um die komplexe Tiefe der einzelnen Titel erfassen zu können. Anspruchsvoller und erwachsener elektronischer Sound mit Tanzpotential.

BUY ON BEATPORT

MARCEL FENGLER ON FACEBOOK

Clemens Neufeld – Stroblight Acid / Acid Werk

artworks-000050425359-us9swo-t200x200

Im Grunde ist es nicht wirklich sinnvoll eine Veröffentlichung zur rezensieren oder zu bewerben, deren Releasedatum noch soweit in der Zukunft liegt, zumindest was digitale VÖs anbelangt. Bei Vinyl verhält sich das etwas anders, besonders wenn es das Potential hat wie eine Bombe einzuschlagen und es nur eine begrenzte Menge davon gibt, wer zuerst kommt spielt zuerst. Mit “Neufeld Records” macht der gleichnamige Österreicher Clemens Neufeld ein, vielleicht schon tot geglaubtes Genre wieder salonfähig, denn bisher war Acid nur noch als eine Art von Randnotiz in den Clubs zu spüren, nicht aber als Hauptakteur. Mit “Strobelight Acid” kommt nun die vierte Veröffentlichung auf Neufeld, die diesmal auch ganz ohne Remix-Support auskommt, und das zu Recht. Die einzigartige TB-303 wird hier in knarziger Art und Weise bis zum Exzess in die Mangel genommen und das auf jeglichen Ebenen von Bass bis Hookline, so gefällt das und schiebt ordentlich über die Tanzfläche. Einen Tick subtiler wirkt dann “Acid Werk“, drückt dabei aber nicht minder im Gesicht und bietet genug Freiraum für Gehirngulasch. In der Summe für mich persönlich die bisher stärkste Scheibe auf  “Neufeld” und dazu noch auf schwarzem Vinyl, was ja mitlerweile auch schon irgendwie Seltenheitswert hat.

PREORDER ON DECKS.DE

NEUFELD ON FACEBOOK

Johannes Heil – Per Disciplinum Mea Lux Videbis (Uturn)

7280594

Leider muss ich das Review anteilig revidieren, nachdem uns einige Leser darauf aufmerksam gemacht haben, dass es sich lediglich um ein Re-Release der bereits 1998 auf Uturn erschienenen 2×12″ handelt, die ist mir damals wohl oder übel durch die Lappen gegangen, Asche über mein Haupt … aber nach 15 Jahren werden es viele dennoch als neu empfinden, der Sound spricht dabei natürlich für sich, auch wenn er schon Jahre auf dem Buckel hat, so fällt das kaum auf… persönlich hätte ich mir etwas wirklich Neues gewünscht, aber da ich die Scheibe bisher selbst nicht kannte, komme ich auch damit sehr gut klar und werde meine Sammulung vervollständigen.

Ganz ehrlich, ich habe wirklich lange darauf gewartet und nach der letzten Lifesigns EP war ich noch etwas zurückhaltend, weil hier die Uniqueness noch irgendwie gefehlt hat. Mit “Per Disciplinum Mea Lux Videbis” kann man nun aber sicherlich verlauten, Johannes Heil is back! Gut, im Grunde war er nicht wirklich weg, musikalisch, für meinen Teil allerdings schon. Das neue Release kommt auf Uturn, einigen vielleicht noch als Sublabel von Heiko Laux Kanzleramt bekannt, und der Sound knüpft quasi nathlos daran an, der lateinische Titel spricht dabei schön Bände. “Per Disciplinum Mea Lux Videbis” kommt mit insgesamt 7 Tracks daher und man hört schon in “Part 1” , it’s Heilstyle again. Durchdringend raue Beat-Gerüste ohne jegliche ablenkende Beschönigungen, natürlich akustisch dem Stand der Zeit entsprechend in Symbiose mit alt bewährtem. Man hört einfach wieder wer den Sound kreiert hat, verplant, verspult, fast schon krankhaft psychotisch und doch hypnotisierend ohne Kompromisse. “Part 5” erinnert dabei sogar leicht an den Klassiker “Feiern” , wobei dieser hier ganz ohne Kicks auskommt und daher eher für künstlich erzeugte Breaks im DJ-Set herhalten wird. Meine personlichen Favs hier definitiv Part 1, 2 und 6 , alles durchdringender Loopsound mit subtilen und wirkungsvollen Veränderungen die einen bei geschlossenen Augen auf der Tanzfläche in andere Dimensionen transportieren, ick freu mir und hoffe da kommt noch mehr!

FIND ON BEATPORT

JOHANNES HEIL ON FACEBOOK

Go to Beatport.com Get These Tracks Add This Player


Contra Beatport Feature #003 – Laidback Luke & Hardwell

7235117

Es ist zwar schon etwas her, was daran liegt dass der Tag zu wenig Stunden hat, aber nachdem ich das hier hören musste hat die Stimme in meinem Kopf mal wieder die Oberhand gewonnen, Los, Los schreib was !!! Natürlich wieder riesig auf Beatport angekündigt zeugt die Auswahl einmal mehr von absoluter Geschmacksverirrung, diesmal zu Gunsten von Laidback Luke und Hardwell. Auch hier wieder ein typisches One-Track Release und nichts drum herum was es doch irgendwie noch retten könnte. Kategorie: Electro House, aber gut da rege ich mich nicht mehr drüber auf, zumal es in diesem Fall die passende Kategorie “Rotz” leider nicht gibt. Label: Mixmash, passt irgendwie, übersetzt dann wohl als “Mixmatsch”, so hört es sich nämlich an, keine Ahnung wieviele Tracks da in einem verwurstet wurden. Schöner Eurodance-Klischee-Sound mit Rave-Allüren, die kurz sogar etwas Hoffnung keimen lassen, dann irgendwie aber in einer Art Oldschool-Hardcore-Trance-Eskapade enden, daher wohl das Feature, es ist schon eine Kunst soviel Scheisse in 4:39 Minuten zu pressen, jeder No-Name-Producer wäre dafür hingerichtet worden und das gleiche sollte für DJs gelten die sowas dann auch noch supporten…. aaah das hat wirklich gut getan!

(DON’T) BUY ON BEATPORT

Go to Beatport.com Get These Tracks Add This Player


 

Nadja Lind & Paul Loraine – Making a Difference Remixes (Lucidflow)

6936668

Die Kombination von Nadja Lind und Paul Loraine auf dem Berliner Label Lucidflow ist seit Beginn an Garant für feinen dubbigen Techhouse, sowohl chillig wie auch treiben zu gleich. So kommte „Making a Difference“ nun im Remix-Paket und verzückt verspielte Element wie auch Abwechslungsreichtum. Das Original selbst schon bekannt, dürfte die meisten Tanzflächen schon in die Tiefen des Grooves entführt haben, so legt nun auch Altmeister Funk D’Void Hand an und transformiert das Original in seinen typisch sonnigen Techhouse-Sound mit einer ordentlichen Portion funky Chords, perfect as usual. Ebenso drückt Labelchef Helmut Ebritsch dem Original seinen deepen Stempel auf und erschafft eine weit verzweigte flächeige Dublandschaft. Zum guten Schluss folgt der “Silicone Soul Hypnohouse Dub“ der durch seine subtile Monotonie gepaart mit ein paar Vocals, einem fluffig schwebend Bass und brillierenden Pianoklängen eben genau diesen Hypno-Effekt erzeugt. Absolutes Top-Paket.

FIND ON BEATPORT

LUCIDFLOW ON FACEBOOK

Go to Beatport.com Get These Tracks Add This Player


Function – Incubation (Ostgut Ton)

6941402

Der New Yorker David Sumner aka Function, nicht zu letzt bekannt durch Sandwell District, bringt sein Solo-Debut-Album auf Ostgut Ton, und allein die Kombination lässt schon viel erwarten. Insgesamt 9 Tracks führen durch das Album, welches einer Reise durch elektronische Gefilde gleicht und sich nur schwer einem bestimmten Stil zuordnen lässt, was natürlich am Ende immer für die Vielfältigkeit eines Künstlers steht. So startet das Album erst einmal mit einer ausgedehnten Listening-Landschaft, die melodische Parts mit Ambient mischt, bevor es in „Against the Wall“ dann doch direkt auf die Tanzfläche geht, ausgereifter BigRoom-Sound mit viel Hall und Acid. „Counterpoint“ trifft es dann auch irgendwie, denn hier geht es schon fast psychedlisch zu, wobei gerade die hohen Töne vielleicht einen Tick zu grell geraten sind, analog dazu bewegt sich auch „Inter“. Die restlichen Tracks wie z.B. „Incubation“ selbst oder „Voiceprint“ orientieren sich dann wieder eher am Dancefloor und kombinieren eine düstere Grundstimmung und hypnotische Monotonie mit diversen, verspielten und ausgiebig modellierten Soundeffekten. In der Summer sehr schönes, von verspielt bis treibend reichendes Album, das für jede Lebenssituation den passenden Track anbei hat.

FIND ON BEATPORT

OSTGUT TON ON FACEBOOK

Go to Beatport.com Get These Tracks Add This Player


Monya – Somatics (Berlin Consumer Records)

117511b

Protect your Brain, BCR goes Vinyl, und mit Monya konnte man den Start wohl kaum besser wählen, denn es scheppert gewaltig, definitiv nichts für schwache Nerven. Hardcore-Sounds gepaart mit psychotischen Ambient-Drones öffnen die Tür in eine wirklich kranke Seele. Wer jetzt noch leben sollte wird direkt von Steve Stoll in die Mangel genommen, der nicht gerade zimperlich mit seinen Hörern umgeht, brachialer Loop-Sound at its best! Mit Bas Mooy nimmt de Akustik-Tortour auch kein Ende, gestörter industrieller Techno-Sound den man bei NDW-Freunden gezielt als Folterwerkzeug einsetzen könnte. Mit Joseph McGeechan wird es zum Schluss dann noch gebrochen abstrakt aber nicht minder krank, wer seinen Feierfreunden also keine Gnade gewähren möchte ist hier genau richtig, der Sound nagelt einen förmlich auf dem Dancefloor fest!

Contra-Beatport-Feature #002: Patrice Baumel

6735429

Es geht in Runde zwei, diesmal habe ich wieder im Techno-Bereich gewildert, irgendwie zieht mich die Genre-Deplatzierung bei Beatport magisch an und man wird in diesem Sinne auch am wenigsten enttäuscht. Patrice Baumel bringt sein neuestes Release auf “EX” und so kurz wie der Labelname wurde auch das Release gehalten, denn es gibt nur einen Track. Aus meiner Sicht rechtfertigt das dann eigentlich nur, wenn dieser eine Track ein absolutes Brett wäre, ansonsten würde ich dann, entgegen meinem Credo, doch eher ein überdimensioniertes Remix-Paket bevorzugen, da man ja sonst nichts mehr hat um das Release zu retten. Die Einführung habe ich daher mal etwas ausgedehnt, sonst kann man nicht all zu viel schreiben. Also Play gedrückt und, oha, kein Techno vom feinsten sondern igrendwie eine Mischung aus Electro-House und 90s-Trance mit einer fast schon billig wirkended Synth-Arp-Hook die grell durch die Gegend fliegt und man sich irgendwie schwer tut zu entscheiden ob man nur genervt ist oder sich fast genötigt vorkommt sowas als angepriesenen Techno-Sound hören zu müssen, denn der Name “Lost in the Garden of Eden” trifft es definitiv nicht. Für meinen Teil frag ich mich eher was so ein Feature denn kostet, oder ob man Beatport nicht endlich mal wegen Geschmacksverirrung verkaufen sollte ;-)

Go to Beatport.com Get These Tracks Add This Player


ad.lib & Silvision – Redout (Gynoid Audio Ltd.)

115692

Mit einem leuchten grünen Vinyl ist die neue Gynoid Audio nicht nur einen Hinhörer wert, sondern sicher auch ein ordentlicher Blickfang auf dem Plattenteller. ad.lib & Silvision haben zu letzt schon auf Joachim Spieths Label Affin ordentlich gerockt und setzen nun auf dem australischen Label Gynoid Audio noch einen drauf. „Redout“ kracht dabei brachial in die industrielle Technoschiene und lässt mit dem subtil böse wirkenden Bass sicher keinen Stein auf dem anderen. Im Ascion Remix geht es nicht weniger industriell zu Sache, man fühlt sich irgendwie in eine den 20er Jahren entsprungene Maschinenfabrik versetzt in der man Löcher in Metallplatten stampft, kompromisslos funktional und knochentrocken wird hier auf die Tanzfläche eingehämmert.

AD.LIB ON FACBOOK

SILVISION ON FACEBOOK

FEATURED ALBUM

Heiko Laux – Fernweh (Kanzleramt)

Heiko Laux – Fernweh (Kanzleramt)

FEATURED DUB TECHNO

Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

FEATURED TECHNO

Structures Vol.31 (Naked Lunch)

Structures Vol.31 (Naked Lunch)

RANDOM FEATURE

Wankelmut – Wood & Wine (GetPhysical)

Wankelmut – Wood & Wine (GetPhysical)

Plugin from the creators ofBrindes :: More at PlulzWordpress Plugins