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youAND: THEMACHINES – Behind LP Reshaped (Ornaments)

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Knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung des Albums “Behind” von youAND:THEMACHINES steht das umfangreiche Remix-Paket in den Startlöchern, welches allein schon durch Präsentation und Layout die Herzen der Sammler höher schlagen lassen wird. Musikalisch braucht sich das Release natürlich auch nicht verstecken, denn das Label Ornaments steht seit Anbeginn für qualitativ hochwertigen Sound und gekonnte Auswahl der Künstler. So tummelt sich auf der Remix LP auch eine Auswahl an Künstlern die unterschiedlichste Interpretationen der Originale beisteuern, die man wohl kaum direkt in ein bestimmtes Genre packen kann. Steve Bug verwandelt “Drift” dabei in einen schön verspielten, deepen Housetrack der sich an den Original-Vocals entlang hangelt, Legowelt packt “Domain Specific” hingegen in einen treibenden Technoumhang mit leicht psychotischen Elementen und The Analog Roland Orchestra landet mit dem Remix von “Desire” punktgenau im chilligen Downtempo-Bereich. Daneben reihen sich u.a. noch Brothers Vibe, Basic Soul Unit, Boo Williams, Sascha Dive, Marko Fürstenberg & Luke Hess und viele mehr an der Remixfront ein, was man in Worten kaum beschreiben kann und daher lieber gleich hören sollte. Für Abwechslungs ist also definitiv gesorgt und auch diesmal wird es ein ausschließlich physisches Release bleiben, erhältlich als 3×12″ LP, limitiert auf 300 Stück und der Nostalgie zu Liebe auch als gutes altes Tape mit 150 Exemplaren. Jedes natürlich als Einzelstück mit speziellem Design des Artworks und natürlich dem fortlaufenden Stempel. Ein solches Gesamtpaket verdient daher natürlich das Tonreport-Prädikat “Äußersts Hörenswert” , also beeilen und schnell ein Exemplar sichern!

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Emiliano Martini – Timeless Delusion (Proper Slap Limited)

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So wirklich genau kann man den Sound der neuen Veröffentlichung von Emiliano Martini nicht einordnen, aber genau das macht es doch irgendwie besonders. “Timeless Delusion” kommt auf dem eigenen Label Proper Slap heraus und mischt gediegene Jack-House-Elemente mit klassischen Techno-Sounds und diversen kleinen Acid-Einlagen. “Gentle Lady” nährt sich von einer ähnlichen Symbiose, wirkt dabei jedoch noch einen kleinen Tick ruhiger, trotzdem aber dezent treibend und verspielt, nur die Vocals muss man halt mögen. Mein persönlicher Fav auf der EP ist definitiv “Whimsical Garden“, zeitlos epische Padlandschaften, reduzierte Basslinien und gediegene Percussions laden zum Träumen und Schweben ein, absolutes Must Have für jede chillige Afterhour!

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Heiko Laux – K-Remixes Single Two (Kanzleramt)

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Kanzleramt feiert den 20.Geburtstag und dem ein oder anderen wird das Label sicherlich auch noch etwas sagen, zumal es eine Zeit gab in der Kanzleramt in aller Ohren war und für innovative elektronische Musik stand. In den letzten Jahren musste ich das zumindest für meinen Teil etwas vermissen und zum Geburtstag dann noch einmal die guten alten Kamellen zu veröffentlichen macht dabei durchaus Sinn. Nachdem im ersten Paket u.a. “Subway” von Richard Bartz und “Palm Cove” von Offshore Funk durch den Remixwolf gedreht wurden, dürfen es im zweiten Teil nun die Klassiker vom Labelchef Heiko Laux höchst selbst dran glauben. “Hangin‘” wird gekonnt von STERAC (Steve Rachmad) verdreht, verzwirbelt und in eine treibendes Peaktime- Monster verwandelt. Dazu gibt es direkt noch eine zweite, schön elektronisch düstere Version. Rod widmet sich dann dem guten alten “Silent Bass” , einmal im detroitigen Fluffy-Gewandt, minimalistisch und mit seichten Flächen, und zum Zweiten dann quasi nochmal fast genauso, allerdings mit einem schön verspielten Syth-Bass im Vordergrund. Wem diese Tracks nichts sagen, sollte sich dringends mal nach den Originalen umhören, an den Remixen wird man so oder so seine Freude haben. (Na doch nicht so negativ wie es die ersten paar Sätzen haben vermuten lassen ;-)

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Contra Beatport Feature #005 – Carl Cox – Intec50

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Gerade eben schrie mich das große, stilisierte Auge von Carl Cox auf dem aktuellen Beatport-Flash-Unbedingt-Kaufen-Werbebanner an. Nun gut, vom Kollegen auch lange nichts mehr gehört, die paar alten Intec-Scheiben in meinem verstaubten Plattenkoffer waren meist auch nicht die Schlechtesten. Vom Artwork fällt einem direkt der so vielversprechende Satz “All Roads lead to the Dancefloor” (Alle Wege führen auf die Tanzfläche) entgegen, Interesse geweckt, klick und play. Beatport hat natürlich wieder die wichtigste Stelle im Track “Kommen Zusammen” (Zusammen Kommen wäre dann doch  zuviel gewesen) gefunden, schön akustisch verpixelt schiebt sich ein, wohl sehr aufwendig programmierter Synth in meine Gehörgänge, gepaart mit nervig schrägen Upliftern und einem high-end “Kommen Zusammen”-Vocal. Man sehnt sich förmlich nach dem Ende des Breaks, der kommt auch, jedoch nicht mit Ach und Krach. Die Kickdrum setzt ein, ich vermute zumindest mal das es eine sein soll, anscheind irgendwie den Sub vergessen, dafür sind die nervigen Töne weiterhin da. Ganz ehrlich, das geht mal gar nicht, besonders von unserem Schwergewicht hätte man doch wenigsten etwas mehr Druck, Verspieltheit oder Peaktime-Potential erwarten können, es muss ja nicht immer gleich Innovation sein. So ähnlich wird sich das Herr Cox vermutlich auch gedacht haben, denn im Gegensatz zu anderen beeindruckenden 1-Track-Veröffentlichungen hat er sich zur Sicherheit noch einen Remixer ins Boot geholt. Joseph Capriati powert das Original in eine angenehm treibende Stimmung, mit leicht düsterem Charakter. Sicherlich auch nicht der Oberhit der kommenden Saison, aber zumindest der notwendige Wermutstropfen. Das schöne ist natürlich, dass sich das Ganze schon allein wegen des Namens “Carl Cox” verkaufen wird, wozu sich also noch Mühe geben? Viel Spass beim Tanzen!

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Martin Nonstatic – Back on Earth (subspiele)

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Wer sich im Bereich Ambient und Dub Techno bewegt wird zwangsläufig über das kleine kölner Label subspiele stolpern und vermutlich dort auch des Öfteren wieder einkehren, was nicht zu letzt an der eigenen Basis ausgesuchter Künstler liegt. Das nun erste CD-Release ist exklusiv auf Bandcamp erhältlich und kommt von Martin Nonstatic, der mit “Back on Earth” quasi sein Albumdebüt liefert. Insgesamt 7 Tracks breiten sich über eine Spiellänge von 70 Minuten aus und laden auf ein außergewöhnliches Hörerlebnis ein. Die einzelnen Tracktitel referrieren dabei schon über die Weiten des Weltalls und bleiben diesem Ziel auch klanglich treu. Martin schafft es fast spielerisch die Gehörgänge mit weit flächigen Klangteppichen zu bespannen, gepaart mit glasklaren Hall und Delay-Effekten, minimalistisch eingesetzten Rhythmen und teilweise einem gewissen psychedlischen Touch, wie z.B.  in “Winds of Mars“. Die Klänge ziehen den Hörer dabei hypnotisch in ihren Bann und vermitteln eine extravagante Symbiose aus Dub, Ambient und Downtempo.  Es lohnt sich definitiv alle Viere von sich zu strecken und dieses Album in gesamter Länge zu genießen, man ist am Ende fast schon enttäuscht, dass die Reise schon vorbei ist, von daher Prädikat:  HABEN MUSS !!!

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Mod.Civil – Opto Watts EP (Ornaments)

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Ornaments bringt das nächste Release in gewohnt farbiger Vinyl-Sammel-Edition diesmal mit Mod.Civil der insgesamt vier tief trocken und verspielte Tracks abliefert. “Opto Watts” wirkt dabei schön funky und rollend, versprüht eine gewisse Leichtigkeit im Sound, aber auch eine kleine Hand voll verquerten Klängen. “Loop” macht seinem Namen ganze Ehre, grooved und shuffelt sich gediegen über die Tanzfläche, ein Track den man tatsächlich problemlos über Stunden hören könnte, ohne genervt zu sein. Ein Synth der etwas gewöhnugsbedürftig ist, kombiniert mit den klassischen 808-Elementen erwartet einen in der “808 Session Part 1“, zusammen mit der bauchigen Bassline auf jeden Fall sehr interessant. “Sunbeam” zum guten Schluss dann wieder sehr verspielt mit einer Fülle an Raum, Klang und sonnigem Gemüt, die leicht an eine Mischung aus chinesischer Folklore und 8-Bit Super Mario Sound erinnert, damit ist der Wiedererkennungswert auf jeden Fall gesichert.

BUY/PREORDER ON DECKS.DE (10.02.2014)

Contra Beatport Feature #004 – Arty & Matisse & Sadko – Riot

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Ein letztes Mal dieses Jahr muss ich mich schon noch über die legendären Beatport-Features auskotzen, und wie bekannt ist steh ich ja voll auf MP3-Oneside Pressungen, das war damals als Vinyl schon immer was Besonderes. Die Glücklichen diesmal sind Arty und Matisse & Sadko, wobei das Sad bei Sadko schon irgendwie Bände spricht, es ist einfach traurig zu sehen was hier so abgeht. Naja wie auch immer, das Release der drei Mus(i)ketiere auf Spinnin Records nennt sich „Riot“ , was übersetzt Aufstand heißt , und das trifft es auch irgendwie, denn meine Synapsen haben direkt nach dem Drücken des Playbutton einen solchen angezettelt. Das schöne an solchen „Progressive House“ Tracks ist, dass man es problemlos schafft sich auch mittels des kleinen 2-Minuten-Prelisten eine schlechte Meinung zu bilden. Zum Sound muss ich eigentlich nicht wirklich was sagen, ihr wisst ja was kommt, aggressive übersteuerte Synthies mit minimal melodischer Abwechslung, untermalt mit diversen Up und Downliftern aus dem letzten Beatport-Samplepaket. Das Arrangement kann man glaub ich auf Youtube als Tutorial anschauen, es scheint zu funktionieren! Wenn man schon zu Dritt ein solches Megabrett schraubt, dann muss es ja ein Hit werden. Ich möchte hiermit deutlich sagen, ich will niemanden in meinem Bekanntenkreis, der so was kauft, spielt, hört oder anderweitig unterstützt. Normalerweise müsste ich mir jetzt neue Lautsprecher kaufen, aber zum Glück gibt es da etwas von Ratiopharm. Ich glaub es gibt irgend so ein Mashup aus besagter Art von Tracks irgendwo im Netz, die sich alle gleich anhören, da dürfte das gut rein passen. Um meiner Konsequenz Ausdruck zu verleihen, werde ich hier weder ein Prelisten noch einen weiterführenden Link veröffentlichen. Das könnt ihr euch mal schön selber raussuchen, falls euch das hier noch nicht reicht.

In diesem Sinne, Frohes Fest!

Akustische Sternstunden: BoysNoize – Go Hard-(ly)

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Die Initialzündung für diese subjektive Meinungsäußerung hier gab mir das Video zum neuen BoysNoize Track “Starwin” über den ich zu letzt irgendwie gestolpert bin. Alte Menschen auf Rollschuhen spastikulieren dabei zu diversen Allerweltstönen aus dem letzten Samplepaket von Beatport, die man so ja noch nie irgendwo gehört hat. Die typisch aktuellen Synth-Eskapaden im Neo-Pop-Techno-Bereich werden hier im Loop abgefeuert, zwischendurch geht’s mal eine Oktave runter und die 303 wird, schrecklich gequält klingend, in den Track gewuchtet, naja ist halt grad wieder mal State of the Art. Das Ganze zieht sich 2 Minuten bis zum Break, dann Filter rein, Uplifter pro Forma mal an und weil’s so schön ist das Delay bis auf 64 hochgeschraubt, und ZACK, zurück in den Loop, alle Tanzen! Naja dann noch mal 2 Minuten, ich glaub irgendein Ton ist jetzt auch neu dazu gekommen, Intelligent Dance Music quasi, egal! In der Summe 4:30 Minuten meines Lebens verschwendet, bei mehr wäre ich jetzt auch echt ärgerlich.

Es geht noch weiter, der Knaller kommt noch. Im Grunde macht man ja ein Video immer zum stärksten Track der EP, folglich wurde ich neugierig ob es denn noch schlechter ginge, zumal “Starwin” ansich noch grenzwertig “hörbar” ist. Und ja, BoysNoize steht für Konsequenz, wenn schon Scheiße dann mit Schwung, wobei ich ehrlich hoffe, dass das hier nicht die aktuelle Entwicklung der elektronischen Musik ist, denn die sollte vorwärts laufen und nicht rückwärts. “Go Hard” nennt sich die EP, und ja es ist wirklich hart das durchzustehen. Auf die einzelnen Tracks geh ich gar nicht erst ein, ich weiss nur das es “Happy Hardcore”, oder wie sich das schimpft, schon mal gab. Zwischen 150 und 85 bpm wird so jeglich alles Schlechte was die elektronische Musik während ihrer Evolution hervorgebracht hat verwurstet und auf ca. 4 Minuten zusammen gepresst, ein wenig HipHop ist auch mit dabei und da setzt es bei mir ja bekanntlich sowieso aus. In der Summe die akustische Überdosis für wenig Geld und Paradebeispiel für all diejenigen die irgendwie begründen müssen warum sie kein Techno hören. Die Plays/Likes auf Soundcloud sprechen dabei eigentlich nur für eine kollegiale Geschmacksverirrung.

Wer jetzt immer noch nicht genug hat sollte sich mal das neue Album “OP-1” vom Housmeister reinziehen, ebenfalls auf BNR erschienen, aber mein Therapeut meint ich soll aus gesundheitlichen Gründen lieber Nichts drüber schreiben. Jeden Tag beginnt der Verfall ein bißchen früher.

PS: den Link zum Kaufen poste ich bewusst nicht.

Marcel Fengler – Fokus (Album Release / Ostgut Ton)

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Um ein Album zu hören und gar zu reviewen bedarf es meist immer eines gewissen Abstands zum Künstler, zumal sich ein Album eher als Spielwiese und experimentelle Plattform für den Künstler anbietet, im Gegensatz zu Singles oder EPs, die man eher als Momentaufnahme deuten sollte. So zeigt auch Marcel Fengler eine enorme musikalische Spannweite mit seinem neuen Album “Fokus“, das mit “Break Through” nahe zu monumental im Ambient-Bereich startet. Im Verlauf wird es mit “The Stampede” und “Mayria” schon teilweise arg industriell, was natürlich immer eine gewisse Geschmacksache bleiben wird. Den typisch hypnotischen Fengler Sound gibt es dann in “Trespass“, “Jaz” und “Sky Pushing“, diese Tracks werden definitiv ohne Umwege den Weg auf viele Tanzflächen finden. Für den Listening-Bereich gibt es dann noch einladende Electronica-Klänge wie z.B. in “Liquid Torso” und “High Falls” , von daher ist die Abwechslung uneingeschränkt gegeben. Die meisten Tracks sollte man sich unbedingt des Öfteren anhören und sich dabei auch nicht anderweitig stören lassen um die komplexe Tiefe der einzelnen Titel erfassen zu können. Anspruchsvoller und erwachsener elektronischer Sound mit Tanzpotential.

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Clemens Neufeld – Stroblight Acid / Acid Werk

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Im Grunde ist es nicht wirklich sinnvoll eine Veröffentlichung zur rezensieren oder zu bewerben, deren Releasedatum noch soweit in der Zukunft liegt, zumindest was digitale VÖs anbelangt. Bei Vinyl verhält sich das etwas anders, besonders wenn es das Potential hat wie eine Bombe einzuschlagen und es nur eine begrenzte Menge davon gibt, wer zuerst kommt spielt zuerst. Mit “Neufeld Records” macht der gleichnamige Österreicher Clemens Neufeld ein, vielleicht schon tot geglaubtes Genre wieder salonfähig, denn bisher war Acid nur noch als eine Art von Randnotiz in den Clubs zu spüren, nicht aber als Hauptakteur. Mit “Strobelight Acid” kommt nun die vierte Veröffentlichung auf Neufeld, die diesmal auch ganz ohne Remix-Support auskommt, und das zu Recht. Die einzigartige TB-303 wird hier in knarziger Art und Weise bis zum Exzess in die Mangel genommen und das auf jeglichen Ebenen von Bass bis Hookline, so gefällt das und schiebt ordentlich über die Tanzfläche. Einen Tick subtiler wirkt dann “Acid Werk“, drückt dabei aber nicht minder im Gesicht und bietet genug Freiraum für Gehirngulasch. In der Summe für mich persönlich die bisher stärkste Scheibe auf  “Neufeld” und dazu noch auf schwarzem Vinyl, was ja mitlerweile auch schon irgendwie Seltenheitswert hat.

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Johannes Heil – Per Disciplinum Mea Lux Videbis (Uturn)

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Leider muss ich das Review anteilig revidieren, nachdem uns einige Leser darauf aufmerksam gemacht haben, dass es sich lediglich um ein Re-Release der bereits 1998 auf Uturn erschienenen 2×12″ handelt, die ist mir damals wohl oder übel durch die Lappen gegangen, Asche über mein Haupt … aber nach 15 Jahren werden es viele dennoch als neu empfinden, der Sound spricht dabei natürlich für sich, auch wenn er schon Jahre auf dem Buckel hat, so fällt das kaum auf… persönlich hätte ich mir etwas wirklich Neues gewünscht, aber da ich die Scheibe bisher selbst nicht kannte, komme ich auch damit sehr gut klar und werde meine Sammulung vervollständigen.

Ganz ehrlich, ich habe wirklich lange darauf gewartet und nach der letzten Lifesigns EP war ich noch etwas zurückhaltend, weil hier die Uniqueness noch irgendwie gefehlt hat. Mit “Per Disciplinum Mea Lux Videbis” kann man nun aber sicherlich verlauten, Johannes Heil is back! Gut, im Grunde war er nicht wirklich weg, musikalisch, für meinen Teil allerdings schon. Das neue Release kommt auf Uturn, einigen vielleicht noch als Sublabel von Heiko Laux Kanzleramt bekannt, und der Sound knüpft quasi nathlos daran an, der lateinische Titel spricht dabei schön Bände. “Per Disciplinum Mea Lux Videbis” kommt mit insgesamt 7 Tracks daher und man hört schon in “Part 1” , it’s Heilstyle again. Durchdringend raue Beat-Gerüste ohne jegliche ablenkende Beschönigungen, natürlich akustisch dem Stand der Zeit entsprechend in Symbiose mit alt bewährtem. Man hört einfach wieder wer den Sound kreiert hat, verplant, verspult, fast schon krankhaft psychotisch und doch hypnotisierend ohne Kompromisse. “Part 5” erinnert dabei sogar leicht an den Klassiker “Feiern” , wobei dieser hier ganz ohne Kicks auskommt und daher eher für künstlich erzeugte Breaks im DJ-Set herhalten wird. Meine personlichen Favs hier definitiv Part 1, 2 und 6 , alles durchdringender Loopsound mit subtilen und wirkungsvollen Veränderungen die einen bei geschlossenen Augen auf der Tanzfläche in andere Dimensionen transportieren, ick freu mir und hoffe da kommt noch mehr!

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Contra Beatport Feature #003 – Laidback Luke & Hardwell

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Es ist zwar schon etwas her, was daran liegt dass der Tag zu wenig Stunden hat, aber nachdem ich das hier hören musste hat die Stimme in meinem Kopf mal wieder die Oberhand gewonnen, Los, Los schreib was !!! Natürlich wieder riesig auf Beatport angekündigt zeugt die Auswahl einmal mehr von absoluter Geschmacksverirrung, diesmal zu Gunsten von Laidback Luke und Hardwell. Auch hier wieder ein typisches One-Track Release und nichts drum herum was es doch irgendwie noch retten könnte. Kategorie: Electro House, aber gut da rege ich mich nicht mehr drüber auf, zumal es in diesem Fall die passende Kategorie “Rotz” leider nicht gibt. Label: Mixmash, passt irgendwie, übersetzt dann wohl als “Mixmatsch”, so hört es sich nämlich an, keine Ahnung wieviele Tracks da in einem verwurstet wurden. Schöner Eurodance-Klischee-Sound mit Rave-Allüren, die kurz sogar etwas Hoffnung keimen lassen, dann irgendwie aber in einer Art Oldschool-Hardcore-Trance-Eskapade enden, daher wohl das Feature, es ist schon eine Kunst soviel Scheisse in 4:39 Minuten zu pressen, jeder No-Name-Producer wäre dafür hingerichtet worden und das gleiche sollte für DJs gelten die sowas dann auch noch supporten…. aaah das hat wirklich gut getan!

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Nadja Lind & Paul Loraine – Making a Difference Remixes (Lucidflow)

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Die Kombination von Nadja Lind und Paul Loraine auf dem Berliner Label Lucidflow ist seit Beginn an Garant für feinen dubbigen Techhouse, sowohl chillig wie auch treiben zu gleich. So kommte „Making a Difference“ nun im Remix-Paket und verzückt verspielte Element wie auch Abwechslungsreichtum. Das Original selbst schon bekannt, dürfte die meisten Tanzflächen schon in die Tiefen des Grooves entführt haben, so legt nun auch Altmeister Funk D’Void Hand an und transformiert das Original in seinen typisch sonnigen Techhouse-Sound mit einer ordentlichen Portion funky Chords, perfect as usual. Ebenso drückt Labelchef Helmut Ebritsch dem Original seinen deepen Stempel auf und erschafft eine weit verzweigte flächeige Dublandschaft. Zum guten Schluss folgt der “Silicone Soul Hypnohouse Dub“ der durch seine subtile Monotonie gepaart mit ein paar Vocals, einem fluffig schwebend Bass und brillierenden Pianoklängen eben genau diesen Hypno-Effekt erzeugt. Absolutes Top-Paket.

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Function – Incubation (Ostgut Ton)

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Der New Yorker David Sumner aka Function, nicht zu letzt bekannt durch Sandwell District, bringt sein Solo-Debut-Album auf Ostgut Ton, und allein die Kombination lässt schon viel erwarten. Insgesamt 9 Tracks führen durch das Album, welches einer Reise durch elektronische Gefilde gleicht und sich nur schwer einem bestimmten Stil zuordnen lässt, was natürlich am Ende immer für die Vielfältigkeit eines Künstlers steht. So startet das Album erst einmal mit einer ausgedehnten Listening-Landschaft, die melodische Parts mit Ambient mischt, bevor es in „Against the Wall“ dann doch direkt auf die Tanzfläche geht, ausgereifter BigRoom-Sound mit viel Hall und Acid. „Counterpoint“ trifft es dann auch irgendwie, denn hier geht es schon fast psychedlisch zu, wobei gerade die hohen Töne vielleicht einen Tick zu grell geraten sind, analog dazu bewegt sich auch „Inter“. Die restlichen Tracks wie z.B. „Incubation“ selbst oder „Voiceprint“ orientieren sich dann wieder eher am Dancefloor und kombinieren eine düstere Grundstimmung und hypnotische Monotonie mit diversen, verspielten und ausgiebig modellierten Soundeffekten. In der Summer sehr schönes, von verspielt bis treibend reichendes Album, das für jede Lebenssituation den passenden Track anbei hat.

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Monya – Somatics (Berlin Consumer Records)

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Protect your Brain, BCR goes Vinyl, und mit Monya konnte man den Start wohl kaum besser wählen, denn es scheppert gewaltig, definitiv nichts für schwache Nerven. Hardcore-Sounds gepaart mit psychotischen Ambient-Drones öffnen die Tür in eine wirklich kranke Seele. Wer jetzt noch leben sollte wird direkt von Steve Stoll in die Mangel genommen, der nicht gerade zimperlich mit seinen Hörern umgeht, brachialer Loop-Sound at its best! Mit Bas Mooy nimmt de Akustik-Tortour auch kein Ende, gestörter industrieller Techno-Sound den man bei NDW-Freunden gezielt als Folterwerkzeug einsetzen könnte. Mit Joseph McGeechan wird es zum Schluss dann noch gebrochen abstrakt aber nicht minder krank, wer seinen Feierfreunden also keine Gnade gewähren möchte ist hier genau richtig, der Sound nagelt einen förmlich auf dem Dancefloor fest!

Contra-Beatport-Feature #002: Patrice Baumel

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Es geht in Runde zwei, diesmal habe ich wieder im Techno-Bereich gewildert, irgendwie zieht mich die Genre-Deplatzierung bei Beatport magisch an und man wird in diesem Sinne auch am wenigsten enttäuscht. Patrice Baumel bringt sein neuestes Release auf “EX” und so kurz wie der Labelname wurde auch das Release gehalten, denn es gibt nur einen Track. Aus meiner Sicht rechtfertigt das dann eigentlich nur, wenn dieser eine Track ein absolutes Brett wäre, ansonsten würde ich dann, entgegen meinem Credo, doch eher ein überdimensioniertes Remix-Paket bevorzugen, da man ja sonst nichts mehr hat um das Release zu retten. Die Einführung habe ich daher mal etwas ausgedehnt, sonst kann man nicht all zu viel schreiben. Also Play gedrückt und, oha, kein Techno vom feinsten sondern igrendwie eine Mischung aus Electro-House und 90s-Trance mit einer fast schon billig wirkended Synth-Arp-Hook die grell durch die Gegend fliegt und man sich irgendwie schwer tut zu entscheiden ob man nur genervt ist oder sich fast genötigt vorkommt sowas als angepriesenen Techno-Sound hören zu müssen, denn der Name “Lost in the Garden of Eden” trifft es definitiv nicht. Für meinen Teil frag ich mich eher was so ein Feature denn kostet, oder ob man Beatport nicht endlich mal wegen Geschmacksverirrung verkaufen sollte ;-)

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ad.lib & Silvision – Redout (Gynoid Audio Ltd.)

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Mit einem leuchten grünen Vinyl ist die neue Gynoid Audio nicht nur einen Hinhörer wert, sondern sicher auch ein ordentlicher Blickfang auf dem Plattenteller. ad.lib & Silvision haben zu letzt schon auf Joachim Spieths Label Affin ordentlich gerockt und setzen nun auf dem australischen Label Gynoid Audio noch einen drauf. „Redout“ kracht dabei brachial in die industrielle Technoschiene und lässt mit dem subtil böse wirkenden Bass sicher keinen Stein auf dem anderen. Im Ascion Remix geht es nicht weniger industriell zu Sache, man fühlt sich irgendwie in eine den 20er Jahren entsprungene Maschinenfabrik versetzt in der man Löcher in Metallplatten stampft, kompromisslos funktional und knochentrocken wird hier auf die Tanzfläche eingehämmert.

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Contra-Beatport-Feature #001 : Legowelt

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Nachdem ich mich ja auch ab und zu durch die Beatport-Features (die gaaanz großen mit dem Porno-Banner) klicke und mir des öfteren denke, wie kann das sein … an der Musik kann es offenhörig nicht liegen, von daher macht es doch Sinn mal meine jeweilige Gegendarstellung zu schreiben. Los gehts mit der neuen “Star Gazing EP” von Legowelt, die zum einen als Deephouse deklariert wird, als Feature dann aber unter Techno zu finden ist, naja gut zum Genre-Wahnsinn auf BP brauch man glaub ich eh nichts mehr sagen. Persönlich bin ich schon irgendwie ein Legowelt-Fan, besonders der älteren Sachen, erinnere man sich an den feinen Remix für Johannes Heil, lang nichts mehr von gehört, daher mal drauf gedrückt und reinhgehört. “Star Gazing” ist schonmal sehr verwirrendes Material was vermutlich mit künstlerischer Freiheit und kreativem Experimentalismus gerechtfertigt wird. Broken-Beats, Unmengen an Synthies die irgendwie alle machen was sie wollen, Solo vielleicht sogar eine Harmonie erkennen lassen, dazu noch strange Pausen mit Sirenen und ein paar Vocals, naja die ruhigeren Stellen sind teilweise sogar annehmbar, ansonsten aber einfach nur stressiger Sound ohne Ästhetik. “Visions in my Mind” eigentlich der einzig verwertbare Track mit leichtem Indie-Disco-Einfluss, sicher auch Geschmacksache, aber zumindest problemlos hörbar. Zum guten Schluss “Wayfaring Stranger” , hier lässt zumindest der Name keine Wünsche offen, ansonsten oldschooliger Acid-Rave-Sound mit moderner Wärme, hat irgendwie was, aber irgendwie auch wieder nicht.  Legowelt auf dem großen Banner sieht halt besser aus als DJ Hugendubel … in diesem Sinne, bis zum nächsten mal. (MFS)

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Frau Anke – Fighter Queen (Dark Net)

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Das neueste Release auf dem australischen Label DarkNet kommt diesmal aus Deutschland und zwar von Frau Anke, und die Kampf-Braut lässt mit “Fighter Queen” ordentlichen Hausfrauen-Techno vom Stapel. Solide stampfender leicht industriell wirkender BigRoom-Sound der sich problemlos in jegliches Peaktime-Set einfügen wird. “Won” hingegen bringt einen gewissen Rave-Touch mit sich, aber es könnte wohl auch ein Bohrer beim Zahnarzt sein,  zum Glück muss man das Gefühl hier ab nur in die von sich weg fliegenden Beine transportieren. An der Remixfront tummelt sich dann was Rang und Namen hate, Kai Randy Michel schraubt sich ordentlich trocken in die Gehirnwindungen, während Brian Burger fast schon minimalistisch in den Acid-Bereich mittels subtiler Sägezahnbassline abtaucht, es dann aber nochmal ordentlich krachen lässt. Den Abschluss macht Bitterstrom, mit dem für meinen Teil feinsten Track, schön düster schiebender Psycho-Techno, genau das Richtige um das Feiervolk platt zu machen. Top Notch!

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Fingers in the Noise – CTRL+N (Kosmo Netlabel Free Download)

artworks-000039320367-q0zwpk-originalWer von Dub Techno und Ambient spricht, aber Fingers in the Noise nicht kennt, sollte definitiv das Genre wechseln, denn der Kollege ist im kommerziellen wie auch im Creative Commons Bereich mehr als nur umtriebig, und das immer auf einem hohen qualitativen Niveau. Zu unserer Freude gibt es daher die neueste Veröffentlichung zum kostenlosen Download auf Kosmo. “CTRL+N” nennt sich das Ganze, geteilt in drei Teile sprich drei einzelne Tracks, wobei “Part I” noch am ehesten Tanzpotential aufzeigt, während “Part II” und “Part III” zielstrebig in den Ambient und Listening-Bereich abtauchen. Generell ist das Release wie üblich mit fein modellierten Dub-Sounds und epischen Soundlandschaften durchzogen, viel Noise, Hall, Delay und sonstige feine Effekte mach dabei den typischen warmen FITN Klang aus und werden sicherlich jedem Genre-Liebhaber eine sehr angenehme Reise in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus bereiten.

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