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Johannes Heil – Per Disciplinum Mea Lux Videbis (Uturn)

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Leider muss ich das Review anteilig revidieren, nachdem uns einige Leser darauf aufmerksam gemacht haben, dass es sich lediglich um ein Re-Release der bereits 1998 auf Uturn erschienenen 2×12″ handelt, die ist mir damals wohl oder übel durch die Lappen gegangen, Asche über mein Haupt … aber nach 15 Jahren werden es viele dennoch als neu empfinden, der Sound spricht dabei natürlich für sich, auch wenn er schon Jahre auf dem Buckel hat, so fällt das kaum auf… persönlich hätte ich mir etwas wirklich Neues gewünscht, aber da ich die Scheibe bisher selbst nicht kannte, komme ich auch damit sehr gut klar und werde meine Sammulung vervollständigen.

Ganz ehrlich, ich habe wirklich lange darauf gewartet und nach der letzten Lifesigns EP war ich noch etwas zurückhaltend, weil hier die Uniqueness noch irgendwie gefehlt hat. Mit “Per Disciplinum Mea Lux Videbis” kann man nun aber sicherlich verlauten, Johannes Heil is back! Gut, im Grunde war er nicht wirklich weg, musikalisch, für meinen Teil allerdings schon. Das neue Release kommt auf Uturn, einigen vielleicht noch als Sublabel von Heiko Laux Kanzleramt bekannt, und der Sound knüpft quasi nathlos daran an, der lateinische Titel spricht dabei schön Bände. “Per Disciplinum Mea Lux Videbis” kommt mit insgesamt 7 Tracks daher und man hört schon in “Part 1” , it’s Heilstyle again. Durchdringend raue Beat-Gerüste ohne jegliche ablenkende Beschönigungen, natürlich akustisch dem Stand der Zeit entsprechend in Symbiose mit alt bewährtem. Man hört einfach wieder wer den Sound kreiert hat, verplant, verspult, fast schon krankhaft psychotisch und doch hypnotisierend ohne Kompromisse. “Part 5” erinnert dabei sogar leicht an den Klassiker “Feiern” , wobei dieser hier ganz ohne Kicks auskommt und daher eher für künstlich erzeugte Breaks im DJ-Set herhalten wird. Meine personlichen Favs hier definitiv Part 1, 2 und 6 , alles durchdringender Loopsound mit subtilen und wirkungsvollen Veränderungen die einen bei geschlossenen Augen auf der Tanzfläche in andere Dimensionen transportieren, ick freu mir und hoffe da kommt noch mehr!

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Contra Beatport Feature #003 – Laidback Luke & Hardwell

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Es ist zwar schon etwas her, was daran liegt dass der Tag zu wenig Stunden hat, aber nachdem ich das hier hören musste hat die Stimme in meinem Kopf mal wieder die Oberhand gewonnen, Los, Los schreib was !!! Natürlich wieder riesig auf Beatport angekündigt zeugt die Auswahl einmal mehr von absoluter Geschmacksverirrung, diesmal zu Gunsten von Laidback Luke und Hardwell. Auch hier wieder ein typisches One-Track Release und nichts drum herum was es doch irgendwie noch retten könnte. Kategorie: Electro House, aber gut da rege ich mich nicht mehr drüber auf, zumal es in diesem Fall die passende Kategorie “Rotz” leider nicht gibt. Label: Mixmash, passt irgendwie, übersetzt dann wohl als “Mixmatsch”, so hört es sich nämlich an, keine Ahnung wieviele Tracks da in einem verwurstet wurden. Schöner Eurodance-Klischee-Sound mit Rave-Allüren, die kurz sogar etwas Hoffnung keimen lassen, dann irgendwie aber in einer Art Oldschool-Hardcore-Trance-Eskapade enden, daher wohl das Feature, es ist schon eine Kunst soviel Scheisse in 4:39 Minuten zu pressen, jeder No-Name-Producer wäre dafür hingerichtet worden und das gleiche sollte für DJs gelten die sowas dann auch noch supporten…. aaah das hat wirklich gut getan!

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Nadja Lind & Paul Loraine – Making a Difference Remixes (Lucidflow)

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Die Kombination von Nadja Lind und Paul Loraine auf dem Berliner Label Lucidflow ist seit Beginn an Garant für feinen dubbigen Techhouse, sowohl chillig wie auch treiben zu gleich. So kommte „Making a Difference“ nun im Remix-Paket und verzückt verspielte Element wie auch Abwechslungsreichtum. Das Original selbst schon bekannt, dürfte die meisten Tanzflächen schon in die Tiefen des Grooves entführt haben, so legt nun auch Altmeister Funk D’Void Hand an und transformiert das Original in seinen typisch sonnigen Techhouse-Sound mit einer ordentlichen Portion funky Chords, perfect as usual. Ebenso drückt Labelchef Helmut Ebritsch dem Original seinen deepen Stempel auf und erschafft eine weit verzweigte flächeige Dublandschaft. Zum guten Schluss folgt der “Silicone Soul Hypnohouse Dub“ der durch seine subtile Monotonie gepaart mit ein paar Vocals, einem fluffig schwebend Bass und brillierenden Pianoklängen eben genau diesen Hypno-Effekt erzeugt. Absolutes Top-Paket.

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Function – Incubation (Ostgut Ton)

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Der New Yorker David Sumner aka Function, nicht zu letzt bekannt durch Sandwell District, bringt sein Solo-Debut-Album auf Ostgut Ton, und allein die Kombination lässt schon viel erwarten. Insgesamt 9 Tracks führen durch das Album, welches einer Reise durch elektronische Gefilde gleicht und sich nur schwer einem bestimmten Stil zuordnen lässt, was natürlich am Ende immer für die Vielfältigkeit eines Künstlers steht. So startet das Album erst einmal mit einer ausgedehnten Listening-Landschaft, die melodische Parts mit Ambient mischt, bevor es in „Against the Wall“ dann doch direkt auf die Tanzfläche geht, ausgereifter BigRoom-Sound mit viel Hall und Acid. „Counterpoint“ trifft es dann auch irgendwie, denn hier geht es schon fast psychedlisch zu, wobei gerade die hohen Töne vielleicht einen Tick zu grell geraten sind, analog dazu bewegt sich auch „Inter“. Die restlichen Tracks wie z.B. „Incubation“ selbst oder „Voiceprint“ orientieren sich dann wieder eher am Dancefloor und kombinieren eine düstere Grundstimmung und hypnotische Monotonie mit diversen, verspielten und ausgiebig modellierten Soundeffekten. In der Summer sehr schönes, von verspielt bis treibend reichendes Album, das für jede Lebenssituation den passenden Track anbei hat.

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Monya – Somatics (Berlin Consumer Records)

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Protect your Brain, BCR goes Vinyl, und mit Monya konnte man den Start wohl kaum besser wählen, denn es scheppert gewaltig, definitiv nichts für schwache Nerven. Hardcore-Sounds gepaart mit psychotischen Ambient-Drones öffnen die Tür in eine wirklich kranke Seele. Wer jetzt noch leben sollte wird direkt von Steve Stoll in die Mangel genommen, der nicht gerade zimperlich mit seinen Hörern umgeht, brachialer Loop-Sound at its best! Mit Bas Mooy nimmt de Akustik-Tortour auch kein Ende, gestörter industrieller Techno-Sound den man bei NDW-Freunden gezielt als Folterwerkzeug einsetzen könnte. Mit Joseph McGeechan wird es zum Schluss dann noch gebrochen abstrakt aber nicht minder krank, wer seinen Feierfreunden also keine Gnade gewähren möchte ist hier genau richtig, der Sound nagelt einen förmlich auf dem Dancefloor fest!

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Contra-Beatport-Feature #002: Patrice Baumel

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Es geht in Runde zwei, diesmal habe ich wieder im Techno-Bereich gewildert, irgendwie zieht mich die Genre-Deplatzierung bei Beatport magisch an und man wird in diesem Sinne auch am wenigsten enttäuscht. Patrice Baumel bringt sein neuestes Release auf “EX” und so kurz wie der Labelname wurde auch das Release gehalten, denn es gibt nur einen Track. Aus meiner Sicht rechtfertigt das dann eigentlich nur, wenn dieser eine Track ein absolutes Brett wäre, ansonsten würde ich dann, entgegen meinem Credo, doch eher ein überdimensioniertes Remix-Paket bevorzugen, da man ja sonst nichts mehr hat um das Release zu retten. Die Einführung habe ich daher mal etwas ausgedehnt, sonst kann man nicht all zu viel schreiben. Also Play gedrückt und, oha, kein Techno vom feinsten sondern igrendwie eine Mischung aus Electro-House und 90s-Trance mit einer fast schon billig wirkended Synth-Arp-Hook die grell durch die Gegend fliegt und man sich irgendwie schwer tut zu entscheiden ob man nur genervt ist oder sich fast genötigt vorkommt sowas als angepriesenen Techno-Sound hören zu müssen, denn der Name “Lost in the Garden of Eden” trifft es definitiv nicht. Für meinen Teil frag ich mich eher was so ein Feature denn kostet, oder ob man Beatport nicht endlich mal wegen Geschmacksverirrung verkaufen sollte ;-)

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ad.lib & Silvision – Redout (Gynoid Audio Ltd.)

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Mit einem leuchten grünen Vinyl ist die neue Gynoid Audio nicht nur einen Hinhörer wert, sondern sicher auch ein ordentlicher Blickfang auf dem Plattenteller. ad.lib & Silvision haben zu letzt schon auf Joachim Spieths Label Affin ordentlich gerockt und setzen nun auf dem australischen Label Gynoid Audio noch einen drauf. „Redout“ kracht dabei brachial in die industrielle Technoschiene und lässt mit dem subtil böse wirkenden Bass sicher keinen Stein auf dem anderen. Im Ascion Remix geht es nicht weniger industriell zu Sache, man fühlt sich irgendwie in eine den 20er Jahren entsprungene Maschinenfabrik versetzt in der man Löcher in Metallplatten stampft, kompromisslos funktional und knochentrocken wird hier auf die Tanzfläche eingehämmert.

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Contra-Beatport-Feature #001 : Legowelt

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Nachdem ich mich ja auch ab und zu durch die Beatport-Features (die gaaanz großen mit dem Porno-Banner) klicke und mir des öfteren denke, wie kann das sein … an der Musik kann es offenhörig nicht liegen, von daher macht es doch Sinn mal meine jeweilige Gegendarstellung zu schreiben. Los gehts mit der neuen “Star Gazing EP” von Legowelt, die zum einen als Deephouse deklariert wird, als Feature dann aber unter Techno zu finden ist, naja gut zum Genre-Wahnsinn auf BP brauch man glaub ich eh nichts mehr sagen. Persönlich bin ich schon irgendwie ein Legowelt-Fan, besonders der älteren Sachen, erinnere man sich an den feinen Remix für Johannes Heil, lang nichts mehr von gehört, daher mal drauf gedrückt und reinhgehört. “Star Gazing” ist schonmal sehr verwirrendes Material was vermutlich mit künstlerischer Freiheit und kreativem Experimentalismus gerechtfertigt wird. Broken-Beats, Unmengen an Synthies die irgendwie alle machen was sie wollen, Solo vielleicht sogar eine Harmonie erkennen lassen, dazu noch strange Pausen mit Sirenen und ein paar Vocals, naja die ruhigeren Stellen sind teilweise sogar annehmbar, ansonsten aber einfach nur stressiger Sound ohne Ästhetik. “Visions in my Mind” eigentlich der einzig verwertbare Track mit leichtem Indie-Disco-Einfluss, sicher auch Geschmacksache, aber zumindest problemlos hörbar. Zum guten Schluss “Wayfaring Stranger” , hier lässt zumindest der Name keine Wünsche offen, ansonsten oldschooliger Acid-Rave-Sound mit moderner Wärme, hat irgendwie was, aber irgendwie auch wieder nicht.  Legowelt auf dem großen Banner sieht halt besser aus als DJ Hugendubel … in diesem Sinne, bis zum nächsten mal. (MFS)

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Frau Anke – Fighter Queen (Dark Net)

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Das neueste Release auf dem australischen Label DarkNet kommt diesmal aus Deutschland und zwar von Frau Anke, und die Kampf-Braut lässt mit “Fighter Queen” ordentlichen Hausfrauen-Techno vom Stapel. Solide stampfender leicht industriell wirkender BigRoom-Sound der sich problemlos in jegliches Peaktime-Set einfügen wird. “Won” hingegen bringt einen gewissen Rave-Touch mit sich, aber es könnte wohl auch ein Bohrer beim Zahnarzt sein,  zum Glück muss man das Gefühl hier ab nur in die von sich weg fliegenden Beine transportieren. An der Remixfront tummelt sich dann was Rang und Namen hate, Kai Randy Michel schraubt sich ordentlich trocken in die Gehirnwindungen, während Brian Burger fast schon minimalistisch in den Acid-Bereich mittels subtiler Sägezahnbassline abtaucht, es dann aber nochmal ordentlich krachen lässt. Den Abschluss macht Bitterstrom, mit dem für meinen Teil feinsten Track, schön düster schiebender Psycho-Techno, genau das Richtige um das Feiervolk platt zu machen. Top Notch!

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Fingers in the Noise – CTRL+N (Kosmo Netlabel Free Download)

artworks-000039320367-q0zwpk-originalWer von Dub Techno und Ambient spricht, aber Fingers in the Noise nicht kennt, sollte definitiv das Genre wechseln, denn der Kollege ist im kommerziellen wie auch im Creative Commons Bereich mehr als nur umtriebig, und das immer auf einem hohen qualitativen Niveau. Zu unserer Freude gibt es daher die neueste Veröffentlichung zum kostenlosen Download auf Kosmo. “CTRL+N” nennt sich das Ganze, geteilt in drei Teile sprich drei einzelne Tracks, wobei “Part I” noch am ehesten Tanzpotential aufzeigt, während “Part II” und “Part III” zielstrebig in den Ambient und Listening-Bereich abtauchen. Generell ist das Release wie üblich mit fein modellierten Dub-Sounds und epischen Soundlandschaften durchzogen, viel Noise, Hall, Delay und sonstige feine Effekte mach dabei den typischen warmen FITN Klang aus und werden sicherlich jedem Genre-Liebhaber eine sehr angenehme Reise in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus bereiten.

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Liss C. – LR6 (LC Series)

LC01Nach nun einigen einschlägigen Veröffentlichung des Wahl-Berliners Liss Casaro aka Liss C. auf Labels wie Elektrax, Refluxed oder Cromosom, bringt er sein eigenes kleines Label “LC-Series” an den Start und tummelt sich dort mit diversen Künstlern aus der näheren akustischen Umgebung. So gibt es nun auch das erste Vinyl namens “LR6” , erstmal etwas unspektakulär aber das bügelt der Sound gnadenlos glatt, denn es geht im gewohnt trockenem Techno-Stil mit ordentlich Hall direkt auf die Tanzfläche, und da wird erstmal ordentlich gestampft. Nicht minder kompromisslos wirkt dabei der Remix von Attemporal, der zudem noch leichte Acid-Tendenzen aufweist. Die B-Seite wirkt mit “AA+” wesentlich wärmer, hier fliegen direkt mal ein paar spacige Synthies durch die Gehörgänge, inklusive verzerrt, kranker Bassline die sich schräg in den Vordergrund drängt, das drückt einem direkt ein fieses Grinsen ins Gesicht. Ms. Sunshine durchzieht ihren Remix dann noch mit einem feinem Detroit-Charakter, etwas mehr Groove und schön gefilterten Chords, Gute-Laune-Techno der alten Schule.

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Basic Implant – Favor.02 (favor.)

6439914Ach freu ich mich, dass Basic Implant wieder belebt wurde, nun in Koop von Sven Dedek und Electric Envoy. Es geht mit „Bam Bam“ auch direkt kompromisslos industriell zur Sache. Schiebender Loop-Sound mit ordentlich verzerrter Kick und Bassline dreht es einem ordentlich die Grütze ausm Kopf. „Loopazoid“ geht dann etwas trockener ans Werk, mit leichten Acid-Anleihen, hart aber trotzdem irgendwie groovig, so wie man ältere BI-Produktionen auch noch im Kopf hat, das gefällt mir sehr! Bei „Gravitation“ kracht es dann noch mal ordentlich, schöner knarzig böser Sound, distortion, frequenz-shiften und monumentales Vocal gieren förmlich nach Nebel und Stroboskop. Im Mathias Bradler Remix wird es dann noch mal etwas flüssiger im Sound und eher dem aktuellen „Dark-Techno“-Stil angepasst, auch eine sehr feine Nummer, doch das Original rockt für meinen Teil einfach mehr, Basic Implant is back!

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WAVES präsentiert ersten VST-Synth “Element”

wavesNeben unseren Reviews macht es natürlich Sinn auch einmal die andere Seite der Musik zu betrachten, so wenden wir uns heute mal der Technik zu. Die US-amerikanische Software-Schmiede WAVES ist nicht zu letzt bekannt durch ihre high-end Plugins im Mastering-Bereich, von EQs, über Delays und Reverbs bis zu Kompressoren und Limitern. Nun wagt sich Waves erstmals auch in den Software-Synth Bereich vor und präsentiert mit „Element“, als Standalone und VST-Version, einen umfangreichen Analog-Synthie basierend auf der eigens programmierten Virtual Voltage Technologie. Natürlich ist es bei Plugins wie mit der elektronischen Musik selbst, der Markt wird quasi mit gutem und weniger gutem Material zugeschwemmt, egal ob kostenpflichtig oder for free und hier gilt es sich mit Flagschiffen wie dem Massive von Native Instruments oder der Arturia Reihe zu messen.

Der Synthie selbst soll quasi die analogen klassischen Sounds mit aktuellen Software-Synth Eigenschaften verbinden, wobei umfassende Flexibiltät im Vordergrund steht. Der grundsätzliche Aufbau deckt sich dabei natürlich mit alt bekanntem, basierend auf zwei unabhängigen, polyphonen Oszillatoren mit konventionellem VCF Filter und den üblichen VCA ADSR Einstellungen (da kann man auch nicht viel neu erfinden), dazu gibt es noch den dritten Envelope der sich auf die Velocity auswirkt, hier kann man den Sound gezielt dämpfen oder brillieren lassen. Die EQ-Einheit kann man leider nur stufenweise Einstellen wodurch es etwas ungenau werden kann, ist aber in Zeiten unzähliger EQ-Plugins sicher nur ein kleines Minus. Wirklich gelungen ist die Modulations-Matrix die im Zusammenspiel mit den vier LFOs der Kreativität kaum Grenzen aufzeigt. Als Bonus gibt es zudem noch einen umfangreichen 16er Step-Sequenzer und ein paar Effekte wie Delay, Reverb und Distortion, die alle auf den regulären Wave-Plugins beruhen und daher einen ausgereiften Klang mitbringen. Der Klang des „Element“ selbst ist in der Summe wohlig warm, im Bassbereich sehr sauber und rund, in den Spitzen klar und deutlich ohne zu aggressiv zu wirken, dennoch lassen sich auch schöne verzerrte und rauschige LoFi-Sounds damit erzeugen.

WAVES_ELEMENT_VSTSynth

FAZIT: Trotz konventionellem Aufbau und fehlenden innovativen Features überzeugt der „Element“ durch eine eigenständige und ausgereifte Klang-Ästhetik, eine umfangreiche Preset-Library (da kann man erstmal hören was alles so geht) und einen für Wave-Plugins doch sehr moderaten Preis. Kleines Manko ist die relative hohe CPU-Last, da kann man nur hoffen dass hier beim nächsten Update etwas nachgesteuert wird. Wer also Synth-Verstärkung für ausgereifte analog klingende Sounds im Software-Studio braucht ist hier sicher gut beraten. Erst einmal die Demo-Version holen und 7 Tage lang ausgiebig testen, danach gibt es das gute Stück für 200$, aktuell sogar noch zum Einführungspreis von 99$

Hier noch ein kleines Soundbeispiel, Bassline und Pad sind dabei vom „Element“

 

VISIT WAVES HERE – DOWNLOAD, TEST, BUY

 

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Mike Wall – Maidmoselle (Tic Tac Toe)

Mike Wall gibt sein Debut auf dem dänischen Label TicTacToe und erzeugt dabei mit seinem Track “Maidmoselle” eine beklemmende technoide Wirkung, die durch die im Hintergrund schwingende, leicht gequält wirkende Stimme zudem noch eine interessante psychotische Tendenz erhält. Passend zur Stimmung auch die geisterhaft wirkenden Piano-Chords, vermutlich nicht jedermanns Geschmack, aber mit Sicherheit mal was Anderes. Markus Suckut geht in seinem Remix dann gewohnt reduziert ans Werk und etabliert einen trockenen und eingängigen Groove, der sicherlich als optimaler Lückenfüller am besten einzusetzen ist. “Insane” wird dann sehr Dancefloor-kompatibel im aktuell düsteren Dub-Techno-Stil, wie man es zur Zeit an fast jeder Ecke hören kann, ohne Frage natürlich solide produziert und wirkungsvoll arrangiert. Der Leghau Remix bekommt dann noch einen leichten Techhouse-Drive und etwas mehr Dynamik in der Zusammenstellung, von daher ein gutes Komplement zum Original, für jede Zeit der Nacht das Richtige dabei!

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Emanuele Millozzi – Black Heart

Es rappelt im Karton den auf !Organism geht es gewohnt vorwärts, diesmal mit dem Italiener Emanuele Millozzi der mit “Black Heart” kräftig auf die Tube drückt. Rollende Basslandschaften gepaart mit zackigen Percussions die auf einer schönen dunklen Drohne daher kommen schrauben sich energetisch in die Ohrmuscheln. Zum Remix von Octave brauch man eigentlich nicht viel sagen außer “This man can do no wrong!” , trocken düster und kraftvoll werden hier die Industrie-Maschinen angestellt. “Boost” entgegen dem Namen verliert doch ein wenig an Druck im Vergleich, gerade die sich ziehenden uplifting Elemente gibt es zu Hauf bereits in genügend anderen Produktionen, etwas mehr Uniqueness wäre da doch wünschenswert. “Over the Real” hat dann wieder die nötige Eigenständigkeit, verpeilt, verspult und zum Teil leicht psychotisch, genau der richtig kranke Sound für eine verplante Afterhour.

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Regen – Harry Klein Records 007

Es gibt wieder neues Material aus München das sich hören lassen kann. Das Label vom gleichnamigen Club „Harry Klein“ überzeugt schon seit längerem mit ihrer Auswahl an Künstlern und Sound. Nr.007 kommt nun von „Regen“ der direkt verspielt und verträumt mit seinem „Spring Toy“ zu Rande geht, schöne detroitige Hookline min klassischen House-Elementen und dezent funkigen Hintergrund-Synthies treiben unbeschwert ihres Weges. Mit „Lindberg“ und „Limetew“ , den es leider nur als digitalen Bonus gibt, geht es nochmal eine Etage deeper, wobei letzterer mit seiner flauschige Pad-Landschaft den Epic-Contest gewinnt. Das Dancefloor-Highlight darf natürlich auch nicht fehlen, mit „Shudder“ gibt es nochmal schöne bauchig, trockene Kicks und antreibende Chord-Delays die gepflegt an der Hüfte zupfen. Sehr schönes , abwechslungsreiches Release als Bereicherung für jede Afterhour.

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Monoloc – Drift (Album)

Meine letzte Begegnung mit Monoloc liegt schon ein paar Jahre zurück und damals kam er mir leicht zurückhaltend vor, wodurch natürlich nahe liegt, dass er sich lieber durch seine Musik ausdrückt, denn die ist sicherlich alles andere als zurückhaltend, was sein aktuelles Album „Drift“ eindeutig beweist. In eine musikalische Ecke oder zu einem bestimmten Genre zuordnen kann man Monolocs Sound definitiv nicht, was natürlich für ihn spricht und was auch der Track „It´s Mine“ zeigt, den hier hört man klare Parallelen zum Synth-Pop. Der direkte Bezug zum Dancefloor ist allerdings durchs ganze Album hörbar, wäre ja sonst auch irgendwie paradox auf CLR zu releasen. Auch seine Affinität zu Offbeats dürfte nur den wenigsten verborgen geblieben sein, so höre man in die leicht diabolischen Tracks „Try“ oder „About“, und ein gewisser düsterer Sound-Faden zieht sich dabei durch fast alle Produktionen von Monoloc. Im Gegensatz zu den meisten Single-Releases merkt man beim Album schon eine gewisse Experimentierfreudigkeit, gerade was die Verbindung von Techno mit Vocals anbelangt. In Zusammenarbeit mit Daniel Wilde entstanden so einige Tracks mit signifikanter Stimme, die aber sicherlich nicht jedermanns Fall sein dürften, doch darum geht es bei einer Albumproduktion auch eher weniger. In der Summe ein sehr interessantes und sehr gut produziertes Gesamtkunstwerk für das man sich einfach mal die Zeit nehmen sollte und mit dem man zur richtigen Zeit, am richtigen Ort definitiv auch auf der Tanzfläche punkten kann.

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Marko Fürstenberg – Gesamtlaufzeit (Album Release)

 

Wie guter Wein so braucht auch gute Musik Zeit zum reifen, so könnte man meinen wenn man Marko Fürstenbergs „neues“ Album belauscht. „Gesamtlaufzeit“ wurde bereits 2003 auf dem einschlägigen Netaudio-Label „Thinner“ veröffentlicht und war wie für Marko selbst sicherlich auch ein Meilenstein für das Dub-Techno-Genre an sich. Nach nun fast zehn Jahren Wartezeit kommen endlich auch die Vinylliebhaber auf ihre Kosten, denn Rotary Cocktail presst das gute Stück auf Platte, das hat es auch verdient und der Sound ist definitiv aktueller den je. Zu den Tongebilden selbst muss man natürlich nicht viele Worte verlieren, denn wer Marko kennt weiß was man erwarten kann und man weiß auch, dass man definitiv nicht enttäuscht wird. Seine Klanglandschaften sind schon immer durch Komplexität und Detailverliebtheit geprägt, dazu kommt seine ständige Suche nach natürlichen Klängen aus dem Alltag, die jedem Track seine typische Wärme verleihen. Das schöne an diesem Album ist, dass es Marko offensichtlich mühelos schafft einen weiten Bogen zwischen fast schon ambienthaften Klanggebilden hin zu treibend technoiden Tracks zu spannen, ein Erlebnis für sich.  Demnächst wird es zudem noch ein Remixrelease zum Album geben u.a. mit Remixen von Pattern Repeat und Rita Hess.

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Wenzel Mehnert – Deeplink (Dreiton – Netaudio Free Download)

Das Netaudio Label Dreiton sorgt seit Langem schon für feinste elektronische Klänge und das zum Nulltarif. Ursprünglich von Frank Hellmond (Eintakt), Dieter Krause, Antonio Bruno und Giovanni Proietto (Hidden Recordings) gegründet, tritt an Dieters und Giovannis Stelle nun der Hannoveraner Wenzel Mehnert (60Hz) der zudem auch das aktuelle Release bestreitet und mit dessen Wirken das Netlabel gegen Ende des Jahres auch einen neuen Anstrich erhalten soll. Unter dem Decknamen „Deeplink“ sendet uns her Mehnert 4 Tracks die , wie der Name verspricht, deeper kaum sein könnten, beginnend mit „Triptchon“ der einem Dubhouse-Epos gleich kommt. „Vagrant“ kommt dann in Zusammenarbeit mit Matei daher, wesentlich technoider, verspielt und mit einer Menge an dezenten LoFi Effekten. Dritter im Bunde ist Tobi Dietler der mit „Paranoika“ eine beklemmend schöne Atmosphäre erzeugt, die man als Mischung aus Ambient, Breaks und Dubstep bezeichnen könnte. Zum Abschluss gibt es besagten Track noch im „Biodub Remix“, hier wieder im 4/4 Takt nach vorne, housig treibend und groovig. Alle Liebhaber gepflegten dub und deep-betonten Sounds sollten hier definitiv zuschlagen, denn den kostenlosen Download gibt es direkt auf www.dreiton.net

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Spinne – Lost in Sound

Diametral drängt mit seinen Chill Out Releases definitiv in eine interessante Nische was Easy Listening anbelangt. Vom Berliner Künstler “Spinne” kommt nun die neueste Veröffentlichung, mit der man sich innerhalb der 4 Tracks durchaus im Sound verlieren kann. Der typische klare Spinne-Sound erinnert an frühere Space-Night-Zeiten, denn direkt aus Raum und Zeit scheinen dies Klänge auch zu kommen. Reduzierte perkussive Gerüste werden durch frei im Raum schwebende Synth-Spielereien umhüllt, die gänzlich entfernt von jeglichem Stress eine allumfassende Atmosphäre aufbauen, zu der sich ab und zu auch ein paar klassische Elemente gesellen. Um den normalen Alltag zu vergessen sollte man sich diese 20 Minuten Freiheit einfach gönnen.

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FEATURED TECHNO

Nicole Moudaber - Believe (Album Release - Drumcode)

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FEATURED DEEP

Yoshihiro Arikawa - 6ft under the Pole (Swap)

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ARTIST INTERVIEW

Lars Leonhard - Seasons (Album - Interview - BineMusic)

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RANDOM FEATURE

Johannes Teichmann – Your Fight (AcidTube Records)

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