Archive for ‘ Januar, 2013

Fingers in the Noise – CTRL+N (Kosmo Netlabel Free Download)

artworks-000039320367-q0zwpk-originalWer von Dub Techno und Ambient spricht, aber Fingers in the Noise nicht kennt, sollte definitiv das Genre wechseln, denn der Kollege ist im kommerziellen wie auch im Creative Commons Bereich mehr als nur umtriebig, und das immer auf einem hohen qualitativen Niveau. Zu unserer Freude gibt es daher die neueste Veröffentlichung zum kostenlosen Download auf Kosmo. “CTRL+N” nennt sich das Ganze, geteilt in drei Teile sprich drei einzelne Tracks, wobei “Part I” noch am ehesten Tanzpotential aufzeigt, während “Part II” und “Part III” zielstrebig in den Ambient und Listening-Bereich abtauchen. Generell ist das Release wie üblich mit fein modellierten Dub-Sounds und epischen Soundlandschaften durchzogen, viel Noise, Hall, Delay und sonstige feine Effekte mach dabei den typischen warmen FITN Klang aus und werden sicherlich jedem Genre-Liebhaber eine sehr angenehme Reise in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus bereiten.

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Håkan Ludvigson – Style EP (PurePureMusic)

HakanLudvigson_StyleEPMir ist vor ein paar Tagen eine Platte in die Hände gefallen, die mittlerweile schon eine Zeit lang auf dem Markt ist; aber sowas von genial produziert, dass ich es für wichtig halte, diese hier kurz vorzustellen.

Mit 27 war Håkan Ludvigson nicht nur Producer, Songwriter und DJ, sondern auch Label-Owner von “Substream”. Und vor einiger Zeit veröffentlicht er auf PurePureMusic die “Style EP“. Und die ist sehr stylisch. Auf der A-Seite findet man das instrumentale Stück “Style“. Dabei handelt es sich um ruhigen melodischen Deephouse-Track, der durch die analoge Produktionsweise eine sehr angenehme Wärme mit sich bringt. Auf der B-Seite findet man die Tech-House-Nummer “Darkness“, welche schon auf Håkan’s Album “Soulroom” veröffentlich wurde. Jetzt aber nochmal frisch überarbeitet und erneut mit feinen Vocals von Coni versehen wurde. Der dritte Track im Bunde nennt sich “Hold Yourself” und rundet das ganze Paket ab. Auch hier wurden Vocals verarbeitet, die einen gewissen Funk durchschimmern lassen. Die Platte ist einwandfrei produziert und lässt funktional keine Wünsche offen. Wenn auch die A-Seite noch mit solch tollen Vocals gefüttert worden wäre, dann wäre auch diese eine echte Vokal-Deephouse-Perle!

Das Ganze ist auf Vinyl und digital erschienen und wäre ich nicht mit der Nase drauf gestoßen worden, hätte ich eine richtig gute EP an mir vorbeigehen lassen…

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wAFF – Eclipse / Ibiza (Hot Creations)

6391983Zurück auf Hot Creations veröffentlicht wAFF eine neue schöne Tribal-House-Nummer namens „Eclipse“ irgendwo zwischen entspannten Grooves und nervenaufreibenden und quietschenden Sounds. Der zweite Track dieser EP heißt schlichter Weise einfach nur „Ibiza“ und soll wohl eine Hommage an die vergangene Saison darstellen. Zumindest den Sound dieser repräsentiert der Track ziemlich gut: Ein wenig technoid, dennoch balearisch und vor allem energiegeladen – und das auf fast 10 Minuten Spielzeit. Sehr geil! Als letztes im Bunde ist „Joolz“, ein Track der sein Hauptaugenmerk auf einer entspannt rollende im Vordergrund stehende Bassline legt. Geradlinig und konsequent wird wAFF’s Style erneut bewiesen. Klasse!

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Hanfry Martinez – Distraction Way EP (La vie en Rose)

6113384Disco 90“ ist mal ne feine Geschichte, wenn man leicht krank verspulten Acid-House-Sound mag, und das tu ich wohl sehr. Der Track grooved locker flockig vor sich hin, gespickt mit einer Menge an seltsamen Tönen zu denen man ganz ordentlich ein paar lustige Faxen auf der Tanzfläche abliefern kann. „Sunday Gathering“ ist dann in Koop mit Terence Terry entstanden und bringt dabei einen schön minimalen House-Sound auf den Plattenteller, reduzierte Beats und ein eingängiger Groove versprühen eine subtile Deepness die von der lasziven Frauenstimme im Hintergrund nahezu perfektioniert wird. Der Dyed Soundorom Remix im Gegenzug ist dann leider etwas zu monoton geworden, hier fehlt entweder der richtige Groove oder eben die notwendige Abwechslung, doch dafür gibt es ja noch den Digi-Bonus, denn „Hanfry Scan“ schiebt dann noch mal gepflegt über die Acid-House-Tanzflächen und bringt den Hypno-Faktor mit den man in besagtem Remix leider vergeblich suchte, definitiv ein feines Gesamtpaket!

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Matthias Springer – Egomaniac Remixes (Dreiton – Free Download)

DN026Es ist doch immer wieder schön zu sehen dass sich diverse Künstler nicht zu schade sind ihre Sound den Zuhörern auch kostenlos zu überlassen, so nun ein mal mehr Matthias Springer, der nach dem Gletscher Release erneut interessante Remixer um sich sammelt um ein rundum deepes und abwechslungsreiches Release unter die Massen zu bringen. Das Original von “Egomaniac” geht betont tanzbar und housig ins Rennen, wobei die dubbigen Elemente nicht zu kurz kommen und auch die Liebhaber dezenter Acid-Spielereien auf ihre Kosten kommen werden. An der Remixfront stehen diesmal zum Einen alte Bekannte wie Lars Leonhard und Matteo Pitton, aber auch neue Bekannte wie Telly Quin und Label-Chef Frank Hellmond höchst selbst, die es alle schaffen eine enorme Deepness aber auch den ganz eigenen Stil in die jeweiligen Remixe zu transportieren ohne dabei das Original aus den Augen bzw. Ohren zu verlieren. Ein rundum gelungenes und zeitloses Paket zwischen Deephouse und Dubtechno, wie üblich zum kostenlosen Download auf Soundcloud, Bandcamp und natürlich der Dreiton Webseite. Achso zum guten Schluss gibt es noch einen Nachzügler-Remix von Substakt, der doch leichte Tendezen zu Basic-Channel mitbringt.

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Boris Dlugosch – Knalldrang (Poker Flat)

6323310Wer hätte gedacht, dass von Boris Dlugosch mal so ein Acid-Brett kommt? Für mein Empfinden ist der Track vom Gesamttempo her ein wenig zu langsam, auf der anderen Seite kommt, kommt das der Acid-Bassline aber zu gute, da diese bei angezogenderem Tempo vielleicht nervig sein kann. So ist sie dann doch recht smooth. Auch Nico Lahs mag diese Acid-Bassline so sehr, dass er sie nahezu unverändert in seinem Remix als Hauptthema verwendet, ähnlich wie The Sneekers, die dem gesamten Mix einen starken berliner Electroclash-Touch verleihen. Auch In Filgranti haben sich der eingängigen Acid-Sounds angenommen und auf ihre Art und Weise interpretiert, nur haben sie die Frequenzen eher im tiefen Bereich gelassen, statt in die hohen fiebenden Töne abzudriften. Und dann hat Boris noch den Track „Sweet Talk“ mit auf die EP gepackt, auch mit kleinem Acid-Bass, wenn auch die ganze Nummer eher housig daher kommt. Acid-Freunde wird’s freuen!

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Liss C. – LR6 (LC Series)

LC01Nach nun einigen einschlägigen Veröffentlichung des Wahl-Berliners Liss Casaro aka Liss C. auf Labels wie Elektrax, Refluxed oder Cromosom, bringt er sein eigenes kleines Label “LC-Series” an den Start und tummelt sich dort mit diversen Künstlern aus der näheren akustischen Umgebung. So gibt es nun auch das erste Vinyl namens “LR6” , erstmal etwas unspektakulär aber das bügelt der Sound gnadenlos glatt, denn es geht im gewohnt trockenem Techno-Stil mit ordentlich Hall direkt auf die Tanzfläche, und da wird erstmal ordentlich gestampft. Nicht minder kompromisslos wirkt dabei der Remix von Attemporal, der zudem noch leichte Acid-Tendenzen aufweist. Die B-Seite wirkt mit “AA+” wesentlich wärmer, hier fliegen direkt mal ein paar spacige Synthies durch die Gehörgänge, inklusive verzerrt, kranker Bassline die sich schräg in den Vordergrund drängt, das drückt einem direkt ein fieses Grinsen ins Gesicht. Ms. Sunshine durchzieht ihren Remix dann noch mit einem feinem Detroit-Charakter, etwas mehr Groove und schön gefilterten Chords, Gute-Laune-Techno der alten Schule.

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Sonodab – Nowhere EP (Supplement Facts)

6207057Guy Gerber beweist einmal mehr, dass er ein gutes Händchen in der Auswahl seiner Künstler hat und mit Sonodab betritt sicherlich kein unbekannter die Bühne, denn der gebürtige Spanier versteht es in seinen Werken problemlos den Bogen zwischen eingängigen House-Rhythmen und deepen Dub-Sounds zu spannen. „Acid Rhythm“ grooved dabei gemächlich vor sich hin, wobei sich ein dezentes Synth-Pad immer wieder vom Hintergrund in den Vordergrund schiebt und einen coolen Ping-Pong-Effekt erzeugt. „Ars Geotia“ chilled sich dann gediegen dubbig und reduziert durch die Gehörgänge, wohingegen „Freak“ sich eher in einem verspielten Deephouse-Bereich aufhält und den Hörer auf eine Reise durch zeitlosen Sound einlädt. „Bon Voyage“ geht im Vergleich zu den bisherigen Tracks fast schon steril paranoid zur Sache und entwickelt erst zur Mitte hin einen leicht warmen Charakter, fällt aber immer wieder in den minimalistisch verzweigten und leicht kranken Sound ab, für Abwechslung ist hier definitiv gesorgt.

 

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Basic Implant – Favor.02 (favor.)

6439914Ach freu ich mich, dass Basic Implant wieder belebt wurde, nun in Koop von Sven Dedek und Electric Envoy. Es geht mit „Bam Bam“ auch direkt kompromisslos industriell zur Sache. Schiebender Loop-Sound mit ordentlich verzerrter Kick und Bassline dreht es einem ordentlich die Grütze ausm Kopf. „Loopazoid“ geht dann etwas trockener ans Werk, mit leichten Acid-Anleihen, hart aber trotzdem irgendwie groovig, so wie man ältere BI-Produktionen auch noch im Kopf hat, das gefällt mir sehr! Bei „Gravitation“ kracht es dann noch mal ordentlich, schöner knarzig böser Sound, distortion, frequenz-shiften und monumentales Vocal gieren förmlich nach Nebel und Stroboskop. Im Mathias Bradler Remix wird es dann noch mal etwas flüssiger im Sound und eher dem aktuellen „Dark-Techno“-Stil angepasst, auch eine sehr feine Nummer, doch das Original rockt für meinen Teil einfach mehr, Basic Implant is back!

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Mittel zum Zweck – Producing Contest 2013

mittelzumzweckDas hessische Label Mittel Zum Zweck lädt alle kreativen Musikmacher zu einem gemeinsamen Wettbewerb ein. Die drei Label-Betreiber Aconite, CERT-8 und Dominik Schwarz sind auf der Suche nach neuen Sounds, frischen Tracks und talentierten Produzenten um sie auf ihrem Label zu veröffentlichen. Und dafür vergeben sie nun öffentlich einen Slot im Release-Plan. Auf Mittel Zum Zweck erschienen schon zahlreiche Tracks und Remixe von Szene-Protagonisten wie Lars Wickinger, Pierre Deutschmann, Ron Flatter, Sebastian Lutz, Felix Bernhardt, Hardfloor u.v.m. – hier folgt nun der nächste Coup! Werde Teil dieses Projekts, veröffentliche deine Musik auf Mittel Zum Zweck und erreiche damit ein großes Publikum.

Wie genau funktioniert das?
Angesprochen ist grundsätzlich jeder Musikproduzent. Hier geht es NICHT um einen Remix Contest, in dem vorgegebenes Material umgearbeitet werden soll. Wir suchen komplett neue Tracks. Sei kreativ, lass deine Ideen sprudeln und erstelle einfach einen Hammer-Track. Oder hast du schon den perfekten Track in petto, den du nur noch nirgends veröffentlicht hast? Nun hast du die Chance, ihn doch noch groß rauszubringen. Auch mehrere Einsendungen sind möglich.

Zu gewinnen gibt es ein Release auf dem Label Mittel Zum Zweck mit allem Drum und Dran. Der erstplatzierte Track erhält zusätzlich einen Remix, so dass ihm noch mehr Aufmerksamkeit garantiert ist. Das Release wird nicht nur in der Presse beworben, sondern auch an den hauseigenen großen Pool von bekannten Szene-DJs bemustert. Das könnte dein Start im Business sein!

Einsendeschluss ist der 17.03.2013

Die genauen Teilnahmebedingungen und weitere Infos zum zeitlichen Ablauf findet ihr hier:
http://contest.mittel-zum-zweck.net

Und damit ihr noch einen Eindruck vom Labelsound bekommt, hier ein paar aktuelle Tracks zum reinhören:

WAVES präsentiert ersten VST-Synth “Element”

wavesNeben unseren Reviews macht es natürlich Sinn auch einmal die andere Seite der Musik zu betrachten, so wenden wir uns heute mal der Technik zu. Die US-amerikanische Software-Schmiede WAVES ist nicht zu letzt bekannt durch ihre high-end Plugins im Mastering-Bereich, von EQs, über Delays und Reverbs bis zu Kompressoren und Limitern. Nun wagt sich Waves erstmals auch in den Software-Synth Bereich vor und präsentiert mit „Element“, als Standalone und VST-Version, einen umfangreichen Analog-Synthie basierend auf der eigens programmierten Virtual Voltage Technologie. Natürlich ist es bei Plugins wie mit der elektronischen Musik selbst, der Markt wird quasi mit gutem und weniger gutem Material zugeschwemmt, egal ob kostenpflichtig oder for free und hier gilt es sich mit Flagschiffen wie dem Massive von Native Instruments oder der Arturia Reihe zu messen.

Der Synthie selbst soll quasi die analogen klassischen Sounds mit aktuellen Software-Synth Eigenschaften verbinden, wobei umfassende Flexibiltät im Vordergrund steht. Der grundsätzliche Aufbau deckt sich dabei natürlich mit alt bekanntem, basierend auf zwei unabhängigen, polyphonen Oszillatoren mit konventionellem VCF Filter und den üblichen VCA ADSR Einstellungen (da kann man auch nicht viel neu erfinden), dazu gibt es noch den dritten Envelope der sich auf die Velocity auswirkt, hier kann man den Sound gezielt dämpfen oder brillieren lassen. Die EQ-Einheit kann man leider nur stufenweise Einstellen wodurch es etwas ungenau werden kann, ist aber in Zeiten unzähliger EQ-Plugins sicher nur ein kleines Minus. Wirklich gelungen ist die Modulations-Matrix die im Zusammenspiel mit den vier LFOs der Kreativität kaum Grenzen aufzeigt. Als Bonus gibt es zudem noch einen umfangreichen 16er Step-Sequenzer und ein paar Effekte wie Delay, Reverb und Distortion, die alle auf den regulären Wave-Plugins beruhen und daher einen ausgereiften Klang mitbringen. Der Klang des „Element“ selbst ist in der Summe wohlig warm, im Bassbereich sehr sauber und rund, in den Spitzen klar und deutlich ohne zu aggressiv zu wirken, dennoch lassen sich auch schöne verzerrte und rauschige LoFi-Sounds damit erzeugen.

WAVES_ELEMENT_VSTSynth

FAZIT: Trotz konventionellem Aufbau und fehlenden innovativen Features überzeugt der „Element“ durch eine eigenständige und ausgereifte Klang-Ästhetik, eine umfangreiche Preset-Library (da kann man erstmal hören was alles so geht) und einen für Wave-Plugins doch sehr moderaten Preis. Kleines Manko ist die relative hohe CPU-Last, da kann man nur hoffen dass hier beim nächsten Update etwas nachgesteuert wird. Wer also Synth-Verstärkung für ausgereifte analog klingende Sounds im Software-Studio braucht ist hier sicher gut beraten. Erst einmal die Demo-Version holen und 7 Tage lang ausgiebig testen, danach gibt es das gute Stück für 200$, aktuell sogar noch zum Einführungspreis von 99$

Hier noch ein kleines Soundbeispiel, Bassline und Pad sind dabei vom „Element“

 

VISIT WAVES HERE – DOWNLOAD, TEST, BUY

 

FEATURED ALBUM

youAND: THEMACHINES – Behind LP Reshaped (Ornaments)

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FEATURED DUB TECHNO

Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

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FEATURED TECHNO

Structures Vol.31 (Naked Lunch)

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RANDOM FEATURE

Johannes Teichmann – Your Fight (AcidTube Records)

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