Jeff Mills – Man from Tomorrow (Axis)

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Zu Jeff Mills selbst bedarf es sicherlich keiner langen Einführungen und seine Affinität zu ganz speziellen Projekten ist weltbekannt, denkt man z.B. an “Blue Potential“. Die neueste künstlerische Kooperation bewegt sich auf sehr experimentellen, audiovisuellen Pfaden zusammen mit der französischen Filmemacherin Jaqueline Caux und nennt sich “Man from Tomorrow“.

Ich hatte nun das Glück den knapp 40 Minuten langen Film vorab sehen zu dürfen. Ich habe mir zuvor auch keinerlei Info-Material durchgelesen um meine Unvoreingenommenheit zu wahren. Daher erlaube ich mir das Urteil es als groteskes, vielleicht sogar subversives Kunstwerk zu bennenen, welches förmlich für sich selbst steht. Wie schon erwähnt geht es sehr experimentell zur Sache, gerade was den akustischen Teil von Jeff Mills anbelangt, sehr seltsam, teils melancholisch, aber auch verrückt und verzerrt. Es gibt natürlich auch immer wieder klassische Detroit-Elemente die teils sogar tanzbar wären. Den tatsächlich Sinn hinter dem Werk machen dabei Jeff Mills gesprochene Botschaften über das Hier und Jetzt, die Zukunft, die Musik, das Leben (Ausschnitte aus dem zum Film geführten Interviews) … “Musik ist nicht das Problem, das Problem ist wie wir denken, dass Musik sein müsste” … und das trifft es irgendwie genau auf den Punkt, die Frage nach dem Zwang sich irgendwelchen musikalische Dogmen zu unterwerfen, und wozu? Transportieren kann man diese Frage analog in quasi jeden Bereich des Lebens, des eigenen Lebens.

Der visuelle Part komplettiert die Darstellung mit einem verschobenem Blick auf die Gesellschaft und deren etwaiger Zukunft, oft in tristem Grau gehalten, teils verstörend, abstrakt und surreal. Der wirkliche Sinn darin bleibt provokativ verborgen, und doch erahnt man immer wieder die Gedanken im Hintergrund. Das schöne daran ist die fehlende, aktuell oft so übertriebene, Plakativität. Dem Zuschauer wird dabei eine enorme geistige Eigenleistung abverlangt, die Interpretation des Gesehenem und Gehörtem auf der eigenen subjektiven Ebene durchzuführen und der Verbindung von Bild und Ton eine ganz persönliche Bedeutung zu geben.

In der Summe definitiv keine leichte Kost und so einige werden damit vielleicht nichts anfangen können, trotzdem sollte man sich die Zeit nehmen und erst danach eine eigene Meinung bilden. Auch wenn “Man from Tomorrow”, neben der DVD, als Audio-CD erhältlich sein wird, so sollte man doch eher das Video als solches zum Konsumieren bevorzugen, es ist einfach essentiell beide Teilkunstwerke im Verbund als Ganzes zu sehen und damit auch beiden Künstlern Rechnung zu tragen.

bisher bestätigte Termine der Aufführung:
02. Februar: Paris – Louvre
12. Februar: New York – Studio Museum
19. Februar: Berlin – Hackesche Höfe

Man From Tomorrow Trailer from AxisRecords on Vimeo.

1 Stimme, 6.00 durchschnittliche Bewertung (93% Ergebnis)

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Monoscope – Herbstzeitraffer (Wohnzimmermusik)

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Nachdem es dieses Jahr etwas ruhiger um Wohnzimmermusik wurde, meldet sich das Label pünktlich zu den nass-kalten Herbstagen mit dem passen warmen Release zurück. Monoscope gibt sein digitales Debüt mit “Herbstzeitraffer” und lädt auf eine tiefenentspannte und zeitlose Reise ein. Insgesamt drei Titel umfasst die kleine aber feine EP, die sich in einem Gemisch aus Downtempo, DubTechno und Ambient wieder finden, dabei jedes für sich einen ganz eigenen Charme versprüht. Im wahrsten Sinne exzellente Wohnzimmermusik, doch hört selbst.

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1 Stimme, 6.00 durchschnittliche Bewertung (93% Ergebnis)

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Derek Marin – Gimme Shelter EP (Thema)

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Über Derek Marin sind wir in der letzten Zeit ja schon des Öfteren gestolpert, nun erscheint die neueste Veröffentlichung “Gimme Shelter” auf “Thema” und damit beweist er erneut seine akustische Wandelbarkeit. Während “OranienStr” und “Minein” treibend nach vorn gehen und sich mit trockenen Kickdrums und rauchigen Dub-Akkorden durch das Gehirn stampfen, wirkt der eigentliche Titeltrack fast schon sanft verträumt, auf Gitarrensaiten schwebend und einfühlsam sphärisch. Auf der “GolitzerStr” wird es dann wieder wesentlich wilder mittels minimalistischem Aufbau und diversen Reverse-Synthies, schöne Retro-Nummer. “KKLD 5L” macht zum Abschluss noch die Deephouse-Schublade auf und verzweigt sich zeitlos in diversen Dub-Klängen, Echospielereien und schön viel Raum. In der Summe eine sehr solides und abwechslungsreiches Release, was man zur Zeit auch nicht gerade oft findet, von daher, Reinhören lohnt sich auf jeden Fall.

 

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Diarmaid O Meara – Supernatural Occurrences (Nachtstrom Schallplatten)

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Diarmaid O Meara veröffentlicht seine dritte Platte bei dem ungemein erfolgreichen und einflussreichen deutschem Label Nachtstrom Schallplatten. Die Supernatural Occurrences EP ist damit die bereits vierte Vinyl bei dem Label. Nach aktuellen Veröffentlichungen bei Naked Lunch, Gobsmacked Records und Elmart, ist diese Platte O Mearas zweite Vinyl innerhalb eines Jahres bei Nachtstrom Schallplatten. Auf der transparent gelb-goldenen Vinyl finden sich neben den zwei Originaltracks auch zwei Remixe von Angel Alanis/Maria Goetz (Chicago) und Krenzlin/Hostettler (Berlin). Das digitale Release hat zudem Remixe von Marco Rippler, Luix Spectrum und Desonanz zu bieten.

Im Kern ist die Vinyl-Version eine dunkle und intensive EP im typischen Stil von Nachtstrom. Der originale Haupttrack, „Supernatural Occurrences“ ist jedoch die treibende Kraft hinter dem mit Vocals durchsetzten und ein wenig vom Break Beat beeinflussten Release. Die prägnanten und leicht verzerrten Beats entwickeln sich zu euphorischen und trommelnden Rhythmen, welche zugleich regelmäßig von hypnotischen und eingängigen Vocals durchzogen sind. Jeder einzelne Remix fügt seinen eigenen, signifikant anderen Stil zum Originaltrack hinzu. Insofern hat der Krenzlin/Hostettler Remix direkten Techno im Detroit-Stil zu bieten, wohingegen der Alanis/Goetz Remix eher in das dunklere Territorium abgleitet.

Die Supernatural Occurrences EP (NST094) ist in allen guten Stores als Vinyl, CD und digitaler Download sowie bei Nachtstrom Schallplatten Bandcamp erhältlich.

 

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2 Stimmen, 5.50 durchschnittliche Bewertung (90% Ergebnis)

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Subset – Overlapping Gaps (DimbiDeep Music)

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Ob nun Dub Techno oder Chillout, dem Beatport-Genre-Wahnsinn haben wir uns längst entzogen und auch den Fans von DimbiDeep Music dürfte das sicherlich egal sein. Die neuste Veröffentlichung kommt vom Australier Subset, der auch schon auf Dubmission und Deeptakt zu hören war. Mit “Overlapping Gaps” liefert er 5 Titel die den Hörer auf eine ausgedehnte Reise gediegener elektronischer Klänge entführen. Die Symbiose diverser Stilelemente steht hier im Vordergrund, so paaren sich Ambient und Techno mit Downbeat und Dub, garniert mit einer großen Portion Hall und diversen Effekthascherreiren. Das sollte man sich definitiv nicht entgehen lassen.

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Hydergine – Static Frames (Etui)

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Mit “Static Frames” lässt der Italiener “Hydergine” ein ordentliche Ladung Dub Techno vom Stapel. Etui Records bewies schon mit den letzten Veröffentlichungen, dass es ein feines Händchen für interessante neue Künstler hat und dies unterstreicht auch die aktuelle Platte. Während es in “Grid” fleißig treibend und verrauscht zur Sache geht, besticht “Static Frame” mit wesentlich mehr Klarheit und Tiefe, wobei hier der Detroit-Einfluss eindeutig erkennbar ist. “Sweep” besticht zum guten Schluss mit weiträumigen Flächen, viel Hall und Delay erzeugen dabei einen angenehm weichen und zeitlosen Sound.

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Gobsmacked 101 – 115 Mixed by Patrick DSP (Gobsmacked Records)

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Seit nunmehr sechs Jahren wirft das in Berlin ansässige, dunkle und intensive Techno-Label, Gobsmacked Records, dreckige und die Tanzfläche erschütternde Tracks in die Berliner Technoszene. Das muss gefeiert werden – und zwar mit einem von Patrick DSP kraftvoll gemixten Best-Of-Release. Daneben lassen sich zahlreiche weitere Gobsmacked Tracks und Remixe von diversen Künstlern finden, wie u.a. Diarmaid O Meara, Luke Creed, Sebastian Groth, ChromNoise. Diese ganz besondere Kompilation ist auch als limitierte Edition auf USB-Sticks bei Gobsmacked Records erhältlich.

Patrick DSP (DJAX Upbeats, Kne’Deep, Nachtstrom) nimmt für diese Veröffentlichung die Zügel in die Hand, um Gobsmacked Records 7. Jahr an Underground Releases zu feiern. Dafür hat Patrick DSP einen Pick & Mix der berühmtesten und raffiniertesten Gobsmacked Releases der Nummern 101 bis 115 zusammengestellt. Die besten Tracks der in 2013 zahlreich erschienenen Veröffentlichungen für ein Showcase zusammenzustellen, ist sicherlich kein leichtes Unterfangen, aber der einflussreiche kanadische, in Berlin lebende Künstler hat diese Aufgabe mit Bravour bewältigt.

Auf der Veröffentlichung lassen sich sowohl Werke von einigen momentan am heftigsten gefeierten Techno-Künstlern als auch zahlreiche Underground-Tracks von aufstrebenden Musikern finden. Deswegen ist Patrick DSPs Mix nicht nur kraftvoll und antreibend, sondern auch inspirierend und weitblickend. Unter Verwendung der facettenreichen Palette des Arsenals im Gobsmacked Katalog hat Patrick DSP die stärksten 17 Tracks und Remixe ausgewählt, wodurch ein Eindruck davon gewonnen werden kann, wie sich 2013 für das Label und dessen Künstler entwickelt hat.

 

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Matthias Springer – Disruption of the Mind (Diametral)

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Mit “Disruption of the Mind” bringt der Münchner Matthias Springer sein erstes Konzept-Album auf seinem Label Diametral auf den Markt. Wie den meisten sicherlich bekannt sein dürfte, ist er in seiner Musik stilistisch sehr umtriebig, so spiegelt auch das Album diverse elektronische Genre von Dub Techno, über Tech- und Deephouse bis zu Downtempo in sehr facettenreich wider. Er selbst hat mit dem Album das für ihn private schwierige Jahr 2013 musikalisch verarbeitet wie auch aufgearbeitet, was man auch an den einzelnen Tracktiteln erkennen kann und beim Lauschen sicherlich auch nachempfinden wird, doch hört einfach selbst…

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YouANDme presents: Best of Ten Years Rotary Cocktail Recordings

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Vor genau 10 Jahren hielt ich eine Platte verschiedener Künstler in der Hand, TwoEM, Surphase El Locco und R-Tem, die erste Veröffentlichung auf dem neune Berliner Labels Rotary Cocktail, das mich damit schon als Fan gewonnen hatte und auch die folgenden Releases enttäuschten keines Wegs. Gegründet von Martin & Daniel aka YouANDme, blickt man nach der ersten Dekade auf eine Fülle an Veröffentlichungen zurück, und hier tummelt sich so  ziemlich alles was Rang und Namen hat, immer schön deep, trotzdem treibend und tanzbar, zwischen House und Techno fröhlich variierend. So könnte man RC wohl am treffendsten beschreiben, da liegt es doch nahe eine “Best of Compilation” zu machen, gerade für das jüngere Partyvolk, die den ein oder anderen Track vermutlich noch nicht kennen dürften. Im Gegensatz zu vielen anderen Best-of-Geschichten gibt es diesmal keinen DJ Mix, was mich persönlich sehr freut, denn so kann jeder einzelne Titel seine volle Pracht entfalten und die verschiedenen Künstler wie u.A. Marko Fürstenberg, Sven Weisemann, Dub Taylor, Agaric, Kollektiv Turmstrasse oder Marc Broom haben sich das auch redlich verdient.

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DJ Aroma – Alien Flaneur

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Aromatisch, pardon, sympathisch flaniert DJ Aroma derzeit in Berlin mit ihrem aktuellen Release Alien Flaneur durch die Straßen und Clubs der Republik. Ein herrlich entspannt laufender Bass und geschickt gesetzte Drummarrangements lassen die Single zu einem gediegenen Ohrenschmaus werden, der sich vor Clubtauglichkeit ebenso wenig zu verstecken brauch, wie vor sonnigem Festivalflair. Es ist stets das Besondere im Detail, was die Tracks der Berlinerin so einzigartig und persönlich macht. Ein galanter und druckvoller Remix von Casimir von Oettingen rundet das Paket passend ab. Mit dem derzeit ebenfalls rotierenden Video wirkt das Ganze noch etwas mehr wie von einem anderen Stern.

Hier gibt es den Track & Remix bei Beatport.

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Traumtaenzer – Sundaze EP

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Labelinhaber Stereo Express setzt mit den beiden jungen Berlinern Traumtänzer auf das richtige Pferd und schickt ein perfekt aufeinander eingespieltes Gespann ins Rennen. Mit ihrem Release SUNDAZE EP präsentieren die zwei eine warme und smoothe Deephouse EP mit angenehmen Vocaleinsatz. Überraschenderweise kommt dabei vor allem mit dem Track LEuchtturm ein eingängiger und intenisver Track um die Ecke, der vor Sonnendurchfluteten Sounds und geschmeidigen Bassläufen schillert. Doch auch der Maintrack samt dem druckvollen und Cluborienteriten Stereo Express Remix haben es in sich und lassen ein wunderbares Feeling aufkommen. Eine entspannte und zugleich mit auf die Reise nehmende EP aus Berlin mit Charme und Charakter.

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Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

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DubTechno ist das neue Minimal! Das klingt vielleicht etwas zynisch und sorgt für leichte bis mittelschwere Magenverstimmungen, so orientieren sich immer mehr Künstler an diesem Trend, wodurch es auch hier immer schwieriger wird die wirklich guten und überzeugenden Sachen zu finden. Widmet man sich bei der Suche jedoch dem noch relativ jungen Label Deeptakt zu, so wird man hier direkt mit feinem dubbigen Material bedient, welches man schon fast ungehört in den Einkaufswagen legen kann. Der erste Longplayer kommt in Form einer V.A. Compilation mit dem eindriglichen Namen “Hall of Dub” und das trifft es definitv. Die Liste der Künstler spricht hier im Grunde schon für hohe Qualität und interessante Kompositionen, die sich, neben Techhouse und Deephouseeinflüssen, den gemeinsamen Nenner von Dubtechno und Dubtronica teilen. Es wäre hier auch deplatziert gewesen explizit einige Titel herauszugreifen und als Headliner zu proklamieren, dafür ist es einfach zu schwer ein paar Favoriten zu küren. Hier spielt alles auf hohem Niveau und jeder Track bringt seinen ganz eigenen Charme mit sich und genau deswegen gibt es das Ganze auch als DJ-Mix verpackt, förmlich ein Gesamtkunstwerk für ausgereiften Hörgenuss. Die einzelnen Titel gibt es zudem nur auf Bandcamp käuflich zu erwerben, was ich selbst sehr befürworte, hier werden die Künstler direkt unterstützt, ohne diverse Abgaben an Vertrieb oder Shops leisten zu müssen … von daher, kaufen, hören, lieben, teilen !!

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 Playlist:
01. Emtex – Psychadelicatessen (Hardware Live Record)
02. Upwellings – Deepah
03. Bjorn Rohde – Milestone
04. Esko Barba – Rootikalism
05. Zzzzra – Un pas avant l’autre
06. Lars Leonhard – DüsselDub
07. Alessandro Crimi – Photosynthese
08. Basicnoise – Structures
09. Fabian Schinzel – Aequorea
10. Narcotic 303 – Sound of Cologne
11. Matthias Springer – Squelched Perspective
12. Stefan Gubatz – Carmen Sandiego
13. Martin Nonstatic – The Arch of Dub

1 Stimme, 6.00 durchschnittliche Bewertung (93% Ergebnis)

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Eric Kanzler & Daniel Boon – Rampa Zampa EP

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Die Berliner Daniel Boon und Eric Kanzler haben sich zusammen getan und eine amtliche technoid anmutende EP gezaubert. Durchweg druckvolle und bis in den letzten Takt vor Intensität brodelnde Tracks beheimatet die „Rampa Zampa“ EP nun, die durchaus für den Clubeinsatz gedacht ist. Aufbauten sind hier wie Steilpisten geformt und gewaltige Basszüge düsen durch die Electrolandschaft – herrlich. Eine Hommage an die Techno und Ravekultur in reinster Form – Impulsiv, authentisch und mitreißend wie ein Orkan. Ein Ausnahmezustand in Reinform. Danke dafür.

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Volunteer – The Ocean is broken (Deeptakt)

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Das noch junge DubTechno Label Deeptakt importiert mit Volunteer das neueste Release aus UK und legt mit den vier Titeln unter “The Ocean is broken” einen ordentlichen Zahn an Temperament zu. “My Guilt” vergreift sich dabei an einer ausgedehnten Ladung von Verzerrungen und Filterspielerein die sich durch den Gehörgang fräsen. “My Powerlessness” dann im eher klassischen Dubtechno-Gewandt, zeitloser und subtil verschachtelter Sound. “My Sorrow” wirkt sehr angenehm und detailverliebt, mit walähnlichen Gesängen im Background und einer weichen Soundlandschaft auf gebrochenen Beats im Vordergrund. “My Emptieness” zum Abschluss sehr chillig, quasi der perfekte Track zum Ausklang einer durchfeierten Nacht. Die ganze EP birgt förmlich eine kleine Geschichte insich die man unbedingt mal zu den eigenen Ohren führen sollte.

Blurb: “Inspired by Newcastle yachtsman Ivan Macfadyen and his first-hand account how Pacific Ocean has changed. It touched my soul and made me feel guilty, because I have been taking a part in the greatest act of destruction. Powerlessness and sorrow have filled my soul as it was out of my hands to somehow change the path we have chosen as humanity. We must understand that to survive in long run we must share our home with those who have been here for way longer than us and we are unimaginably dependent on them. Knowing that our world will not be the same world we inherited, when most what we take for granted would be long gone and only emptiness would persevere.

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youAND: THEMACHINES – Behind LP Reshaped (Ornaments)

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Knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung des Albums “Behind” von youAND:THEMACHINES steht das umfangreiche Remix-Paket in den Startlöchern, welches allein schon durch Präsentation und Layout die Herzen der Sammler höher schlagen lassen wird. Musikalisch braucht sich das Release natürlich auch nicht verstecken, denn das Label Ornaments steht seit Anbeginn für qualitativ hochwertigen Sound und gekonnte Auswahl der Künstler. So tummelt sich auf der Remix LP auch eine Auswahl an Künstlern die unterschiedlichste Interpretationen der Originale beisteuern, die man wohl kaum direkt in ein bestimmtes Genre packen kann. Steve Bug verwandelt “Drift” dabei in einen schön verspielten, deepen Housetrack der sich an den Original-Vocals entlang hangelt, Legowelt packt “Domain Specific” hingegen in einen treibenden Technoumhang mit leicht psychotischen Elementen und The Analog Roland Orchestra landet mit dem Remix von “Desire” punktgenau im chilligen Downtempo-Bereich. Daneben reihen sich u.a. noch Brothers Vibe, Basic Soul Unit, Boo Williams, Sascha Dive, Marko Fürstenberg & Luke Hess und viele mehr an der Remixfront ein, was man in Worten kaum beschreiben kann und daher lieber gleich hören sollte. Für Abwechslungs ist also definitiv gesorgt und auch diesmal wird es ein ausschließlich physisches Release bleiben, erhältlich als 3×12″ LP, limitiert auf 300 Stück und der Nostalgie zu Liebe auch als gutes altes Tape mit 150 Exemplaren. Jedes natürlich als Einzelstück mit speziellem Design des Artworks und natürlich dem fortlaufenden Stempel. Ein solches Gesamtpaket verdient daher natürlich das Tonreport-Prädikat “Äußersts Hörenswert” , also beeilen und schnell ein Exemplar sichern!

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Mathias Woot – Frostmourne EP (Ear to Ground)

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Der Argentinier Mathias Woot gibt sein Debüt auf Ear to Ground und das mit einer ordentlichen Ladung Druck, der ungeschönt und trocken auf die Tanzfläche schiebt. “MWD” loopt sich effizient und minimalistisch den Weg in die Hüfte und lebt dabei von nur kleinen Veränderungen und Spielerein. Im Remix von Rebekah kommt dann etwas mehr Bewegung durch diverse Shuffles in den Track, kann an die Energie des Originals jedoch nicht ganz anknüpfen. “SWD” bedient sich dann an aktuell modernen Dub-Tech-Elementen und zieht somit diverse Lo-Fi-Pads durch die Effektschleifen, nichts wirklich besonderes, aber qualitativ auf hohem Niveau. Psyk transformiert das ganz dann noch in eine trockene “Dubbed Out Version“, schönes funktionales Tool.

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V.A. – Landscapes Vol.1 (Eintakt)

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Das Berliner Label Eintakt stellt mit “Landscapes” sein neues Konzept in Sachen Compilation bzw. Sampler vor, die sich hauptsächlich auf organisch weichen Sound beziehen, was natürlich schlüssig in einer sehr deepen Akustik münden soll. Die erste Ausgabe steht nun in den digitalen Startlöchern und einige der Künstler wie z.B Bendejo und Telly Quin kennt man bereits von vorherigen Eintakt-Veröffentlichungen, aber es gibt auch einige ineressante Neuzugänge wie z.B. Michal Wolski und Shebuzzz, der bereits von DimbiDeep Music bekannt sein dürfte. Klanglich spielt sich alles im sehr zeitlosen, dubbigen Bereich ab, weit verzweigte Soundlandschaften und Effektspielerein prägen dieses Gesamtkunstwerk in einer Art Verschmelzung von House und Techno. Hört man alle Tracks am Stück hat man quasi die perfekte Afterhour parat und man bekommt Hunger auf die nächsten Episoden.

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1 Stimme, 6.00 durchschnittliche Bewertung (93% Ergebnis)

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Mister Flic – Release your Sun – The Reworks (KMS)

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Kevin Saunderson sucht für sein Label KMS immer wieder neue, interessante Künstler, so wurde diese Ehre nun auch dem Kieler Urgestein Mister Flic zu teil, der seinen, bereits 2012 auf Shiva Audio veröffentlichten Titel “Release Your Sun” komplett neu arrangiert und abgemischt hat. Die Aktion hat sich auf jeden Fall gelohnt, so versprüht das Original nun noch einen Tick mehr sonnigen Esprit und gute Laune. Selbiges gilt für die Remixe, die im ersten Moment alle sehr ähnlich klingen und stark am Original arbeiten, sich jedoch beim genaueren Hinhören in Detail und Stimmung dann doch stark unterscheiden. Im Grunde wird für jeden Geschmack etwas geliefert, von unbeschwertem Techhouse (Matthias Springer Remix) über Minimal House (Gregor Weiss Remix) bis zum deepen Techno (Paul Schal Remix), doch hört selbst!

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3 Stimmen, 5.67 durchschnittliche Bewertung (92% Ergebnis)

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Dave Marian – Un Dub EP (DimbiDeep Music)

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Dave Marian legt nach “Similar Ways” direkt die zweite EP auf DimbiDeep Music nach. “Un Dub” unterteilt sich dabei in 3 unterschiedliche Teile bzw. Tracks, die sich kollektiv akustisch in ähnlichen Sphären abspielen und daher sehr feinfühlig miteinander korrespondieren. Die Tracks arbeiten sich stetig aus weit verzweigten Ambient-Landschaften hervor, die durch verspielten und weitreichenden Einsatz diverser Effektketten einen ausgeprägte, warme Dub-Stimmung bekommen und den zeitlosen Charakter direkt mit liefern. Sicherlich nicht der einfachste Sound zum entspannten Mixen, aber definitiv zum entspannten Hören, hier sollte man als dubtechaffiner Zeitgenosse auf jeden Fall zugreifen.

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1 Stimme, 5.00 durchschnittliche Bewertung (87% Ergebnis)

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Emiliano Martini – Timeless Delusion (Proper Slap Limited)

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So wirklich genau kann man den Sound der neuen Veröffentlichung von Emiliano Martini nicht einordnen, aber genau das macht es doch irgendwie besonders. “Timeless Delusion” kommt auf dem eigenen Label Proper Slap heraus und mischt gediegene Jack-House-Elemente mit klassischen Techno-Sounds und diversen kleinen Acid-Einlagen. “Gentle Lady” nährt sich von einer ähnlichen Symbiose, wirkt dabei jedoch noch einen kleinen Tick ruhiger, trotzdem aber dezent treibend und verspielt, nur die Vocals muss man halt mögen. Mein persönlicher Fav auf der EP ist definitiv “Whimsical Garden“, zeitlos epische Padlandschaften, reduzierte Basslinien und gediegene Percussions laden zum Träumen und Schweben ein, absolutes Must Have für jede chillige Afterhour!

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2 Stimmen, 5.50 durchschnittliche Bewertung (90% Ergebnis)

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FEATURED ALBUM

Matthias Springer – Disruption of the Mind (Diametral)

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FEATURED DUB TECHNO

Hall of Dub Vol.1 (Deeptakt)

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FEATURED TECHNO

Structures Vol.31 (Naked Lunch)

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RANDOM FEATURE

Repertorem – Ursuj Rima (blaq)

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